Beiträge von PV26197

    Zitat von BlueSkyX


    Auch der Hinweis, dass ich gerne bei Ihnen direkt einen Kredit abschließen würde und sie somit an mir direkt verdienen, hat nichts gebracht.


    Es gibt zwar einen VE-Rechner speziell für KfW-Darlehen, dazu brauche ich aber Daten, die ich nicht habe (Tag der Zusage, interne Kreditnummer).


    Hat jemand eine Idee wie ich an die "echte" VE der KfW komme? Oder die Bank dazu bewege mir diese zu berechnen? Bringt ein Hausbankwechsel etwas?


    Es gibt i.d.R: nur eine Methode, um das Vorfälligkeitsentgelt zu berechnen. Die ist/sollte bei allen Banken gleich sein .


    Dein Hinweis, dass du auch bei der Bank direkt einen Kredit abschließen würdest, damit sie an dir verdienen, dürfte die Bank kaum zu einer anderen Berechnung bzw. zu einem Verzicht bewegen. Du hast vor 5 Jahren mit der Bank einen Vertrag gemacht. Mit diesen abgeschlossenen Bedingungen hat die Bank auch ihr Ergebnis für die nächsten Jahre kalkuliert. Wenn du jetzt den Vertrag vorzeitig einseitg aufheben willst, fehlt der Bank der kalkulierte Ertrag für die nächsten Jahre. Nur diesen stellt sie dir in Rechnung.


    Wenn die Bank dir jetzt einen neuen Kredit ohne Berechnung eines Vorfälligkeitsentgeltes anbietet, muss sie diesen "Verlust" ja in den neuen Zinssatz einpreisen. Der dürfte demnach nicht auf aktuellem Marktniveau liegen.


    Zitat von BlueSkyX


    Hat jemand eine Idee wie ich an die "echte" VE der KfW komme? Oder die Bank dazu bewege mir diese zu berechnen? Bringt ein Hausbankwechsel etwas?


    Da die KfW nur ein Refinanzierungsinstitut für Hausbanken ist, wird dir keiner die "echte" VE der KfW offenlegen. Du hast einen Vertrag mit deiner Hausbank und die berechnet das entsprechende VE.

    Nein, das EEG garantiert nur Vergütungen, wenn die Anlage auf den o.a. Flächen installiert wird. Ansonsten musst du selbst einen Preis mit deinen EVU aushandeln.
    Der wird sich dann aber maximal auf Höhe des Spotmarktpreises (z.Zt. ca. 5 ct) bewegen.


    Wie das baurechtlich bzgl. Genehmigung aussieht, weiß ich nicht.


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    Zitat von harald72


    Hat irgendjemand eine Idee, welche "Hausbanken" denn eine KFW-Finanzierung auf gepachteten Dächern anbieten.


    Vielen Dank !!!


    Normalerweise macht das doch jede "Hausbank". Es kommt jetzt aber darauf an, was unter "Hausbank" verstanden wird. Wenn ein Kunde seinen kompletten Bankgeschäfte über unsere Bank abwickelt, dann besorgen wir ihm mit Sicherheit auch ein KfW-Darlehen zur Finanzierung seiner PV-Anlage.


    Wenn jedoch ein Kunde oder auch Neukunde zu uns kommt, der eine PV-Anlage über KfW finanziert haben möchte, dann wird schon genau überlegt, ob Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Wenn wir es schaffen, mit diesem KfW-Darlehen den Kunden komplett zu uns rüberzuziehen, wird er vielleicht auch das KfW-Darlehen von uns erhalten. Sollte der Berater aber feststellen, dass der "Neukunde" nur das KfW-Darlehen und sonst nichts mit uns machen will, so liegt es ja im Ermessen des Beraters, das gesamte Geschäft abzulehnen.

    Zitat von Bento


    Das würde ja bedeuten, dass die Bank Zinsen an die KFW zahlt und zwar geringere als der Kunde an die Bank zahlt.
    Und das wiederum würde bedeuten, dass die Bank sich bei der KFW Geld leiht und das an den Kunden weiterverleiht.


    Wie groß ist denn die Zinsdifferenz und ist die fix vorgegeben oder Verhandlungssache zwischen Bank und KFW?


    Das ist komplett richtig verstanden. Wie soll das Bankgeschäft denn sonst laufen?


    Die KfW ist aber nur Refinanzierungsstelle für die Banken. Das Risiko und die Arbeit bleibt komplett bei den Banken.
    Daher entscheidet auch jede Bank für sich, ob und wie sie KfW-Kredite anbietet.


    Wenn der Kreditnehmer eine absolute Nulpe ist und die Bank ihm kein Geld aus eigenen Mitteln geben möchte, wird sie sich davor hüten, so einem Kunden KfW-Mittel anzubieten, da die Chance, das Geld zurückzubekommen ja recht gering ist.


    Die Grundidee der Banken ist doch, wie bei jedem anderen Unternehmer auch, Geld zu verdienen bzw. Gewinn zu machen. Wenn aber ein Darlehen aus KfW-Mitteln vergeben werden soll, wo nur minimal dran zu verdienen ist, der Aufwand (Beratung, Verwaltung, Ausfallrisiko) aber enorm hoch ist, warum sollte die Bank dieses Geschäft eingehen?


    Wenn nur annähernd die Chance für die Bank besteht, an der Kreditvergabe Geld zu verdienen, gehe ich davon aus, dass die Bank dann das Geschäft auch machen wird. Es steht ja jedem Unternehmer noch frei, zu entscheiden mit wem man wieviel Geld verdienen will. Und dieses Entscheidungsfreiheit machen auch Banken für sich geltend und lehnen daher den einen oder anderen Fall ab.


    Dieses dürfte besonders dann vorkommen, wenn die Kunden versuchen, sich nur die "Rosinen" rauszupicken. Wer seine sonstigen Geschäfte nur dort vornimmt, wo er den meisten Profit hat und kaum jemanden etwas verdienen lässt, darf sich dann auch nicht wundern, wenn dann im Falle des Falles die Rosinen nicht mehr angeboten werden.


    Wer bei seinen Geschäften darauf achtet, dass das Geschäft für beide Seiten ein Geschäft ist, das heist, dass beide Seiten etwas davon haben bzw. dran verdienen, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit von seinem Geschäftspartner auch ein KfW-Darlehen angeboten bekommen, an dem der eine Partner (in diesem Fall die Bank) dann vielleicht mal nicht so viel dran verdient, dafür aber vielleicht an anderen Geschäftes des Kunden entsprechend mehr verdient hat.


    So, das musste einfach mal raus.

    Zitat von dodo911

    Ich habe Montag bei meiner Hausbank die Unterlagen für die KfW unterschrieben, um meine Anlage zu finanzieren. Nun ist es so, dass mir dort auch eine Art Formblatt vorgelegt wurde, auf dem ich ankreuzen musste, ob ich Kleinunternehmer (<17000€ Umsatz) oder irgendwas mit Unternehmen mittlerer Größe werde.


    Hierbei geht es nur darum abzuklären, ob der Kreditnehmer als kleines Unternehmen (KU) oder mittleres Unternehmen (KMU) zählt. Die KfW gewährt nämlich in diesem Programm nur Kreditnehmer, die in diesen Größenklassen fallen, Kredite.


    Ich habe die Grenzen nicht im Kopf, aber um nicht mehr in diese Größenklassen hineinzufallen, müssen die Umsatzleistung und die Bilanzsumme schon im mehrfachen Millionbereich sein und auch eine entsprechende Mitarbeiterzahl beschäftigt werden.


    Diese Erklärung hat nichts mit der Erklärung beim Finanzamt zu tun.

    Die Bank hat auch früher keine Gebühr abbekommen. Die früher genommenen 4 % waren mit 2 % die Bearbeitungsgebühr der KfW und mit 2 % das Recht zur jederzeitigen Sondertilgung. Diese insgesamt 4% gingen komplett an die KfW.


    Jetzt sind die 4% komplett weggefallen und gleichzeitig auch das SoTiRecht.


    Die Bank hat früher wie heute ihren Verdienst aus der Differenz zwischen den Zinssatz, den der Kunde zahlt und dem Satz den sie an die KfW zahlt, gezogen.


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    Bei EUR 15.000 ist das ein Rechenexperiment, ob es sich lohnt, eine teure Grundschuld eintragen zu lassen oder ob man einen höheren Zinssatz akzeptiert.


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    Zitat von emsei

    Im Übrigen ist im aktuellen KfW-Programm Erneuerbare Energien - "Standard" u.a. folgendes geregelt:


    Finanziert werden bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten, max. 25. Mio EUR je Vorhaben.
    Die Kreditlaufzeit beträgt 5, 10 oder 20 Jahren bei höchstens 3 Tilgungsfreijahren. Der Zinssatz wird für max. 10 Jahre festgeschrieben Die Auszahlung beträgt 100 %. Es wird eine Bereitstellungsprovision von 0,25 % p. M. erhoben.


    Und bevor die Frage wieder kommt - die Bereitstellungsprovosion ist auch KEINE Bearbeitungsgebühr deiner (Haus)Bank.


    Das Programm "Erneuerbare Energien - Standard" = Programm Nr. 270 kann aber für PV Finanzierungen nicht benutzt werden, Hierfür kann nur 274 benutzt werden. Die Bedingungen sind aber gleich, nur der Zinssatz ist höher.


    Bezüglich der Zinssätze könnt ihr euch unter


    https://www.kfw-formularsammlu…?ProgrammNameNr=270%20274


    informieren.


    Wie ihr dort sehen könnt, gibt es mittlerweile auch 20-jährige Zinsfestschreibungen (letzter Punkt). Die Zinssätze gehen aber von 3,20 % bis 7,55 %. Welcher Zinssatz genau für euch in Frage kommt, kann man unter


    https://www.kfw-formularsammlu…igerINet/pkBerechnung.jsp


    ausrechnen. Jenachdem wie gut halt eure Bonität ist und was ihr an Sicherheiten bieten könnt, wird der Zinssatz festgelegt.


    Bei den Sicherheiten geht es aber nicht um Nominalwerte sondern um den Wert, den die Bank der Sicherheit beimisst. Eine nachrangige Grundschuld auf einem eh schon hoch belasteten Einfamilienhaus dürfte sicherheitenmäßig wohl nicht viel bringen.

    Zitat von NoTarget

    Bekommt man als Nicht-EEG Einspeiser (Insel mit Netz) ein KfW Darlehen für PV? In den Bedingungen habe ich nichts von EEG gefunden, im Antrag wird hingegen explizit danach gefragt: "1.g) Sofern Strom erzeugt wird: Liegt die Einspeisezusage des Energieversorgers vor?"


    Ich denke mal, dass Inselbetreiber ausgeschlossen sind. Im KfW-Merkblatt zu Programm 274 steht u.a. bei "was wird gefördert"
    Zitat "Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen und Netzen, die die Anforderungen des Gesetzes zur Neuregelung des Rechts Erneuerbarer Energien im Strombereich ("EEG") vom 04.08.2011 (BGBI. 2011 Teil I Nr. 2, Seite 1634) erfüllen."


    Gleichzeitig steht im § 2 des EEGs
    "§ 2 Anwendungsbereich
    Dieses Gesetz regelt
    1. den vorrangigen Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus
    Grubengas im Bundesgebiet einschließlich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (Geltungsbereich
    des Gesetzes) an die Netze für die allgemeine Versorgung mit Elektrizität, ..."


    Damit ist im § 2 eindeutig geregelt, dass sich das EEG nur mit Anlagen beschäftigt, die an das Netz angeschlossen werden. Und da die KfW nur Anlagen finanziert, die den Anforderungen des EEGs entsprechen, dürften die Inselanlagen somit ausgeschlossen sein.