Beiträge von schwani

    Es ist nicht ganz einfach, zu erkennen, wie wenig Kilometer Straßen tatsächlich mit Oberleitungen versehen würden müssen. Das setzt voraus, dass in jedem LKW ca. 200 kWh Akku verbaut werden.

    Laut Berechnungen des Konsortiums wären es etwa 4.000km der Bundesdeutschen Autobahnen (etwa 13.000km Gesamtlänge), die mit Oberleitung elektrifiziert werden müßten.


    Für den Aufbau des Netzes würden etwa 20% der Mauteinnahmen während der Bauphase nötig.

    Und wo genau ist der Klimavorteil von Oberleitungen mit EE zu Wasserstoff aus EE?

    Der Klimavorteil besteht darin, dass für die Produktion von klimaneutralem Wasserstoff etwa die dreifache Menge an Strom gegenüber dem Batterieelektrischen Antrieb benötigt wird. Manche Institute gehen auch vom 3,5 fachen aus.


    Der größte Teil des Wasserstoffes, der im Moment benötigt wird, kommt aus der Gasrefraktion und ist genauso klimaschädlich, als wenn man das Gas direkt verbrennen würde.


    Wenn wir - in vielleicht 2 Jahrzehnten - das vielfache an regenrativem Strom erzeugen, wie wir eigentlich benötigen würden, können wir uns auch den Luxus leisten ihn zu Wasserstoff zu machen. Allerdings wird dann die Batterieentwicklung soweit vorangeschritten sein, dass wir darüber nur lächeln...


    Außerdem entwickeln schon einige Hersteller elektrisch betriebene Traktoren. Auch da wird sich in Zukunft etwas tun.


    Fendt

    John Deere


    Besonders interessant dürfte dabei sein, dass viele Bauern schon heute sehr große PV-Anlagen haben!

    Ansonsten PV auf jedes Dach - Power to GAS unter jedes Windrad und/oder als regionale Stromspeicher.


    Und ich würde die Strompreise zeitlich takten - und in der Nacht richtig hinlangen (1€/KWh dafür von 10-15.00 Uhr 15Cent) - so dass die Verbräuche in die Tagesmitte wandern. Wie die Verbraucher das dann machen ist deren Problem - das entwickelt sich dann von ganz allein.

    Die Strompreise gelten schon immer nur für eine Stunde!

    Davon bekommst Du als Privatkunde nur nichts mit. Alle Verbrauchsstellen ab 100.000kWh/a müssen zwangsweise eine registrierende Lastgangsmessung haben, bei der unter anderem der Verbrauch viertelstündlich hochgeladen wird. Dann steht auch der Weg zur stündlichen Bepreisung mit Monatsrechnung offen.


    Dieses System gibt es seit diesem Jahr auch für Privat- und kleinere Geschäftskunden in Deutschland und Österreich:

    Awattar


    Ab 14.00Uhr bekommt man dort die Strompreise der nächsten 24Stunden angezeigt und kann seinen Verbrauch (vor allem der BEV) entsprechend planen. Ich werde im nächsten Jahr auch wechseln, sobald mein jetziger Vertrag ausläuft.


    Schaut Euch nur mal den 08.12.2019 an. An diesem Tag gab es den Strom für mehrere Stunden für bis zu -6€ Cent. Dann hätte die kWh bei meinem VNB (Westnetz) etwa 13Cent gekostet.

    Es gibt schon auch einen großen Vorteil: Es ist ein flüssiger Energieträger.

    Der lässt sich sehr einfach transportieren, tanken und in schon entwickelten Motoren verbrennen.


    Wir haben vorhandene Stromnetze, die die Energie übertragen können und wegen der Energiewende sowieso ertüchtigt werden müssen, da brauchen wir keine zusätzlichen Transporte über die Straße für eine andere Energieform.


    Mal als Beispiel:

    Der modernste 40t LKW von Linde kann nur 1.600kg Wasserstoff transportieren - der Rest geht für die Druckbehälter und Technik drauf. Ein Wasserstoffauto braucht laut Industrie rund 1kg/100km (Nexo und Mirai kommen damit nicht hin!). Ein 40Tonner hat also eine Beförderungsleistung von 160.000km an Bord.


    Ein Spritlaster hat etwa 25.000ltr. geladen.

    Wenn ich einen Durchschnittsverbrauch von 8ltr. über alle PKW ansetze, kommt man auf eine Beförderungsleistung von gut 312.500km pro LKW. Für Wasserstoff währen also etwa doppelt soviele Fahrten zu Tankstellen notwendig. Die Umrechnung in synthetische Kraftstoffe spare ich mir hier komplett, da Wasserstoff in der Regel trotzdem transportiert werden muss und die Herstellung noch einmal zwei Stufen ungünstiger im Vergleich zu diesem ist. Außerdem erfolgt auch bei synthetischen Kraftstoffen eine Verbrennung, die Feinstaub und Stickoxide verursacht. Da reicht es nicht, dass dort kein fossiles CO2 dabei ist - der Wirkungsgrad ist einfach unterirdisch und wesentlich geringer, als die angegebenen 30-40% - denn diese gelten nur im optimalen Drehzahlbereich bei warmem Motor und nicht im Stadtverkehr oder bei Vollgas auf der Autobahn!


    Das ist genau so, als wenn man künstlich hergestelltes Holz oder Kohle in Dampfmaschinen verheizt - nur um an dieser Technik fest zu halten...

    Nochmals:

    Es ist noch vieles nicht perfekt bei der E-Mobilität - aber dort können wir es ändern - beim Öl nicht!


    Nur ein paar Schlagworte:

    -Kobalt wurde in den letzten Jahren in den Akkus drastisch reduziert. Tesla rechnet um das Jahr 2025 damit, dass sie überhaupt keines mehr brauchen. BMW nimmt kein Kobalt mehr aus dem Kongo, VW hat seine Vorlieferanten ebenso darauf verpflichtet.


    -Lithium kann nahezu komplett wiederverwendet werden - Öl ist für immer verloren.


    -Durch regenerative Energien für die Mobilität bleiben Milliarden € an Wertschöpfung in Deutschland und geht zwielichtigen Regierungen verloren


    -E-Autos werden eine bedeutend längere Nutzungszeit haben. Denkt nur mal nach - warum verkaufen die meisten Erstbesitzer ihr Auto nach einer gewissen Zeit? Weil irgendwann die Wehwehchen kommen. Gerade bei den gewerblich genutzten Fahrzeugen ist dies ein wichtiges Argument. Und was sind diese? Antriebsstrang, Abgasanlage, Steuerkette, Anlasser, Ölverbrauch, Kupplung etc. - alles Dinge, die wir im E nicht haben.


    Noch eine interessante Zahl, die zwar mit Sicherheit auch hinkt - aber Tatsache ist:

    In den Braunkohletagebauen am Niederrhein wird jeden Tag die 8-fache Menge an Wasser von Atacama abgepumt, damit das Loch nicht absäuft. Die Bauern dort bekommen übrigens Ausgleichzahlungen, da ihre Felder - durch den niedrigeren Grundwasserspiegel - nicht so ertragreich sind. Außerdem wurden dort in den letzten Jahrzehnten mehrere 10.000 Menschen zwangsumgesiedelt - zum Teil aus ihren Häusern abgeführt und unter Gewalt abtransportiert. Die Fernsehberichte könnt ihr Euch gerne mal wieder in den Mediatheken anschauen. Und dies alles in unserem 'zivilisierten' Deutschland - ein Hoch auf die Kohle...


    Ich freue mich auf die elektrische Zukunft und werde als nächstes wohl einen 67kWh Speicher von Tesvolt installieren.


    Unser Fuhrpark zur Zeit:

    VW e-load up!

    Hyundai Ioniq elektro

    Hyundai Kona elektro als Firmenfahrzeuge

    2x22kW AC und 1x150kW DC für unsere Kunden auf dem Parkplatz


    Ich gebe zu, damit bin ich voreingenommen... ;)

    Das könnte daran liegen, weil es nicht mehr weiter betrieben wird.


    https://www.tagesschau.de/ausl…m-abbau-bolivien-101.html

    Das ist natürlich bedauerlich!

    Gerade deshalb, da es anscheinend von deren Regierung ausgeht - völlig unverständlich...


    Ich bleibe aber dabei - die Elektromobilität ist noch nicht perfekt, aber wir haben im Gegensatz zum Erdöl die Chance, dies hinzubekommen!


    Wir haben in Deutschland zwischen 2010 und 2015 - also innerhalb 5 Jahren - die Erzeugungsanlagen für regenerative Energie in einer Größenordnung dazu gebaut, wie alle 44 Millionen PKW in Deutschland an Strom brauchen würden.

    Wenn wir es wirklich wollen, könnten wir dies innerhalb 5 Jahren wieder erreichen, hätten damit schneller den Strom für die Fahrzeuge hergestellt, als die Autobauer für deren Produktion brauchen würden.


    Bei wieviel regenerativen liegen wir im Moment? Ich glaube es waren 42,9% im deutschen Strommix stand heute. Dort könnten wir im Prinzip noch den Atomstrom dabei rechnen und liegen dann bei gut 60% CO² freiem Strom. Da gibt es dann tatsächlich noch Leute, die sich keine BEV kaufen, weil wir ja so einen schlechten Strommix haben...

    Lieber an die Tanke und die nächsten 50l fossile Masse eingefüllt.


    Nein Danke!

    Die Zukunft wird elektrisch, da gibt es überhaupt keine Zweifel dran.

    Alle Hebel sind umgelegt - wir brauchen uns hier nicht mehr über das kommt, oder kommt nicht zu unterhalten, sondern lediglich noch darum, in welchem Zeitraum es passieren wird.

    Wir haben in den letzten Jahren schon sehr viele Beratungstage von E-Fahrern für die interesierte Bevölkerung veranstaltet. Jeder, der einmal selbst gefahren ist, war begeistert.

    Die Ökobilanz wird sich durch den weiteren Ausbau der regenerativen ändern und sogar die Politik wird ihren Anteil an diesem Umbruch haben (CO² Vorgaben).


    Lasst uns hier weiter für PV werben - es gibt noch genug Dächer ohne. Der Rest kommt dann von selbst.

    Wie oben schon geschrieben wurde, wird Lithium weltweit gefördert und dort zum größten Teil bergmännisch. Aber auch in der Atacama Wüste gibt es Alternativen.

    Seit etwa 2017 ist dort federführend eine deutsche Firma mit dem Bau und Betrieb einer Fabrik beauftragt, die die benötigte Salzsole zwar auch pumpt, danach in einem geschlossenen Kreislauf aber microfiltriert und danach das 'saubere' Wasser in Schluckbrunnen wieder verpreßt. Der Grundwasserspiegel bleibt dabei gleich und es strömt eben kein Süsswasser mehr aus höheren Schichten nach.


    Dieses Verfahren hat erst die steigende Nachfrage durch die Automobilindustrie hervorgebracht und wird nirgends erwähnt. Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt.

    Außerdem ist erst seit diesem Jahr die Automobilindustrie der größte Abnehmer von Lithium. Noch bis letztes Jahr war es die Glas-/Keramikindustrie für feuerbeständige Gläser (zb Ceran Kochfelder) mit 30%.