Beiträge von wjr

    Eigenbau - Kondensator-System - Bild hier:

    https://www.pedelecforum.de/fo…er-kla.70411/post-1322747


    KISS: keep it simle and stupid

    • 4-Farad Auto-Hifi-Kondensator aus ebay (16 €)
    • Staplerschütz Lizenz Albright irgendwas 200er Typ (fettes Teil) (bastelikste)
    • Fußschalter mit 15-V-Netzteil für den Schütz (ca 10 €)
    • Regelbares Labornetzteil zm Kondensator laden (mit 2A warte ich über 10s, ein größeres ist unterwegs)
    • Schweißleitung für 22 € aus ebay mit Schweißkabelstecker 25mm² und Cu-Spitzen

    Ich hab grad für ein anderes Projekt übungshalber Punktschweißversuche gemacht und dabei einen 2mm breiten, 0,2 mm dicken Nickelstreifen auf Edelstahl-Beilagscheiben geschweißt.

    Sieht aus als könnt ich mir jetzt im Prinzip Sicherungen für beliebige Abmessung selber herstellen :idea:

    Also auch passend auf M12-Bolzen

    Die Entladung bei meist 3C einer Zelle bis zur bestimmten Voltzahl


    Ich nehm' an, daß Du davor auch checkst, daß alle die gleiche Anfangsspannung haben, oder?

    Und vergleichst Du dann die Zeit, bis die fertig sind?

    Dann ist es praktisch ja fast schon wieder Kapazitätsmessung ;)


    3C ... das sind halt bei einer 40 Ah-Zelle schlappe 120 A.

    OK, in meiner Aliexpress-Pipeline sind 6 x 100-W-0.1-Ohm Widerstände dabei, damit komm ich bei 2,5 V Nennspannung auf 150 A - passt.


    Will ich mich bei 220 Zellen daneben stellen und die 20 min einer 3C-Entladung mit Auge auf Voltmeter und Stopuhr warten? Eher nein.

    Also läuft es wieder auf ein Kapzitätsmeßgerät raus :/

    nur halt kein so billiges wie für die kleinen 18650

    Warum eigentlich willst Du LTO Zellen verwenden?


    Langlebigkeit kann es ja eher nicht sein, wenn der Hersteller es scheinbar noch nicht mal schafft die Zellen identisch zu bauen.

    Schließen sich Langlebigkeit und Fertigungsstreuung grundsätzlich aus?

    Eine gewisse Korrelation mag ich ja noch nachvollziehen.

    Klar, Prozessfähigkeit und so...


    Dei Behauptung vom Händler ist "B-grade", d.h. die Zellen die halt aus den sehr eng gefaßten Automotive specs raus fallen.

    Warum soll eine Zelle mit 95 % oder 110% der Nennkapazität diese nicht auch noch nach 20 Jahren haben?


    Aber vielleicht mach' ich mir ja tatsächlich umsonst in die Hose und sollte mich erst mal auf's Sofa legen, bis die Zellen da sind...


    Ich mach' im Prinzip grade genau diese Erfahrung bei meinem "Übungsprojekt" mit 700 LiIon für eine 20s32p

    https://www.pedelecforum.de/fo…er-kla.70411/post-1321536

    Ergänzende Überlegung zur Reduktion des Mess- und Sortieraufwandes:

    • mechanische Konstruktion so, daß ich Einzelzellen einfach wieder ausbauen kann
    • Leerlaufspannung und Innenwiderstand aller Zellen, um ggf. Ausreißer zu identifizieren
    • Stichprobenartige Kapazitätsmessung (ca 10 von 220 Zellen), um den Streubereich abzuschätzen
    • Aufbau des Packs 22s10p nach zufälliger Mischung
    • BMS Chargery o.ä. mit Spannungsanzeige
    • falls deutlicher Drift, Identifikation der besten und schlechtesten parallelen Blöcke
    • Ausbau und Messen der Einzelzellen dieser Blöcke
    • gezieltes Mischen mit repackr o.ä.
    • zurück zum Start
    • ggf. iteratives Wiederholen falls erforderlich

    sollten die Kapazitäten wirklich stark streuen kannst Du Tools zum Sortieren verwenden:

    repackr hab' ich schon gefunden. Das Sortieren wär wohl das geringere Problem.


    Ich muß erst mal die Kapazität messen können.

    220 x 40 Ah ist schon eine Hausnummer.


    Ichmeß grad für ein anderes Projekt 700 LIion 18650, da gibt es zumindest noch handliche Geräte aus der Modellbauecke für schmalen Taler.


    Ich denke mal, es macht Sinn, die Zellen in etwa in der Zielbelastung zu messen - also in meinem Fall nahe 20 A.

    Ist ja auch eine Zeitfrage.

    Hab' mir jetzt schon einen chinesichen Bauchladen dazu zusammengeklickt - schau'mer mal....

    Unter anderem EBC A20 capacity tester

    https://www.aliexpress.com/item/32964569957.html

    und

    150W adjustable Constant Current Electronic Load Battery Tester 12V24V48V Lead-acid lithium Discharge Capacity meter 200V/20A

    https://www.aliexpress.com/item/32866240382.html


    messen der Selbstentladung.

    Das sollte ja bei werksneuen Zellen anhand der Zellspannung erkennbar sein, oder?


    Ri ist ziemlich egal. Danach zu sortieren ist genauso überflüssig

    Aber der ging so schön schnell zu messen ;)


    Es gibt bei secondstorage (u.a. auch in den FAQ) längliche Diskussionen dazu, die man sicher mit etwas Vorsicht auch von Li-Ion auf LTO übertragen kann

    • kritisch wird es in absoluten pulsierenden Hochstromanwendungen mit hochgradig parallelen Packs, weil dann evtl. niederohmige Zellen viel mehr Strom abkriegen und danach Ausgleichsströme zwischen den Zellen der Packs entstehen
    • Ansonsten ist ein hoher IR wohl ein Zeichen problematischer Zellgesundheit

    Insofern stimmt es mich optimistisch, wenn ein Anbieter mir zur Messung von Kapazität, Spannung und IR beim Erhalt der Sendung rät.

    Ich werte das mal als Indiz, daß er von seiner Qualität überzeugt ist.

    Die 18.3V Nennspannung sind bei nur noch 2,28V pro Zelle etwas knapp,

    Das bedeutet wohl, daß Du eher Kapazitätsverluste spüren wirst, bevor Du einen Zellenschaden kriegst, wenn das Pack aus der Balance driftet.

    Auch ein Ansatz.


    Aber ich für meinen Teil bin bekennende Wartugnsschlampe.

    Ich werd' am Anfang sicher oft auf die BMS-Werte schauen, aber nach einem Jahr wahrscheinlich fast gar nicht mehr.


    Abgleich der Zellen auf Ladeschlußspannung

    Ich glaub' das ist was die "passiven" machen.

    Die "aktiven" balancieren dauernd um die Zentralspannung hin und her.

    Zurück zu den Zellspannungsgrenzen und damit zur Frage des Balancings.

    Von momomaus habe ich den Tip, ein Chargery mit passivem Balancing und Monitoring mit aktivem QNBBM-Balancing zu kombinieren.


    Ein sehr interessantes Video zur Frage "Balancing - aktiv oder passiv":

    https://secondlifestorage.com/showthread.php?tid=6378


    Quintessenz:

    • passives Balancing reicht bei ordentlich aufgbebauten Packs fast immer aus
    • passives ist nur zum Ladeschluss aktiv und produziert da etwas thermischen Verlust
    • actives Balancing produziert meist viel zu viel sinnlose Balance-Ströme und damit Energieverluste, weil es beim Laden/Entladen Kapazitäten hin und her schaufelt
    • Ausnahmen z.B. wenn Verfügbarkeit wichtiger ist als Energieeffizienz (z.b. Notstrom) und/oder wenn geplant Zellen unterschiedlicher Kapazität in Reihe geschalten werden (warum auch immer)

    Inwieweit diese Aussagen von Li-Ion packs auf LTO mit hunderten Ah übertragbar sind, ist schwer zu sagen.


    Klar, wenn ich Einzelzellensicherung einbaue und eine davon fliegt, dann wird man mit aktivem Balancing nicht viel davon merken. Aber muß ich das haben?


    Ich überleg' mir jetzt, ein billiges active balancing in dieser Kragenweite

    https://www.ebay.de/itm/Active…ansfer-Board/254285645186

    zu besorgen, bis das Pack "eingelaufen" ist und das dann abzustecken und zu beobachten, ob das passive Balancing des Chargery (o.ä.) reicht.

    Falls nicht, kann ich mir immer noch das deutlich teurere QNBBM (ca 20€ pro paraller Stufe) besorgen.