Beiträge von wjr

    Es gibt damit keine pauschale Genehmigung für Module kleiner 2m² irgendwo am Gebäude (wenn nicht auf dem Dach flacher als 75°), was ja für Balkonkraftwerke ziemlich relevant ist.

    Ich fürchte, damit könntest Du recht haben - genau so hab ich das auch verstanden:
    Jede auch noch so kleine Glasscheibe müßte also genehmigt werden, wenn sie steiler als 75 ° steht.

    In der Praxis schert sich aber keine alte S.. drum.
    Heißt das, das alles ist nur ein zahnloser Papiertiger?
    Und wir können uns - ausreichend Eier in der Hose oder was auch immer vergleichbares vorausgesetzt - genauso locker flockig moderne 3 m² -Panels aufs Dach schrauben?

    Entscheiden muß das wohl jeder für sich selber....

    Hab mir jetzt bei Eco-Delta die "Shingled" mit 410 Watt raus gesucht und auf meine Dächer durchgerechnet.
    Mit 1719mm*1140mm = 1,96 m² ist das die Grenze und scheint wohl auch ein in etwa gängiges Maß zu sein.


    Ich komm auf 527 Module mit 213,5 kWp,
    Im Vergleich dazu z.B. Sunway 680 W (2384 mm * 1303 mm) mit 350 Modulen, gibt 238 kWp

    Macht gut 10 % weniger Gesamtleistung - bei ansonsten wohl gleichem elektrischen Aufwand.

    Schade, aber nicht kriegsentscheidend.


    Die Modulanzahl ist fast genau 50 % höher - wenn ich den Montageaufwand pro Modul ansetze, steigt der also auch um 50 %. Wenn ich dagegen die dritte Schiene rechne, gleicht es sich wieder aus.
    Allerdings - ist 1719 mm nicht auch schon ein "langer schmaler Streifen", der nach einer dritten Schiene schreit?

    Wohl nicht mehr als die alten 166*100.

    Ja, das mit der Modulgröße hab' ich gefressen.

    Die Anlage verteilt sich auf 6 Dächer, exakte Planung bleibt also immer Bastelarbeit. Die Zeiten, wo man mit 1*1,66 m rechnen konnte, sind wohl vorbei. Im Mittel lassen sich aber mit kleineren Zellen eher auch kleinere Lücken realisieren - wenn's nicht grad bei ganz kleinen Dächern im Einzelfall anders läuft, wie ein paar mal hier im thread.

    Ich hab halt erst mal in jugendlichem Elan die großen Zellen angefragt, weil weniger Montageaufwand, Verkabelung, Steckerprobleme, und so. Aber mit Eurem Tip, eine dritte Schiene zu verbauen, hat sich das zumindest bzgl. Alu- und Verschraubungsbedarf schon wieder erledigt.


    Deine Interpretation der "Zollproblematik" hatte ich nur am Rand auf dem Schirm. Ja, klar, wenn die großen Scheiben nicht komplett verboten sind, kommen sie jedenfalls auf den Hof.


    Ich hatte aber eigentlich die Sache mit den Strafzöllen im Hinterkopf, die's wohl mal gab. Da waren 50 ct/W und/oder 50 % Aufschlag in den Gazetten. Im Forum habe ich dazu nur uralte Threads gefunden. Hab' jetzt beim Zoll angerufen und wie folgt bestätigt bekommen:

    • Zolltarifnummer "TARIC" 850172 - "Photovoltaic DC Generators of an output exceeding 50 W"
    • Einfuhrumsatzsteuer 19 % - kriegt man als vorsteuerabzugsberechtigter Unternehmer zurück
    • Drittlandszoll 2,7 % - kriegt man nicht mehr
    • die Antidumpingzölle sind ausgelaufen

    Soweit hier also alles gut.
    Wenn jemand an der Stelle "China Direktimport" weiter spinnen möchte, schlage ich vor, dazu einen eigenen Faden auf zu machen


    ---- off topic ende ---


    Danke für den Tip mit den Großhändlern.

    Hab' ich das jetzt richtig verstanden:

    • ich kann Module > 2m² verbauen, wenn die Eier in der Hose habe, das Risiko zu tragen
    • Versicherung kann ich mir sparen, weil die im Schadensfalle sich raus windet
    • Zinsen kann ich mir auch sparen, weil die Bank ohne Versicherung eh nicht finanziert

    Also bleiben die 200 kWp auf den Norddächern bei aktueller Preislage feuchter Traum und die Kohlekraftwerke kokeln ein Krümel mehr in den Himmel?


    Noch etwas OT:
    Ich hatte mich ernsthaft mit dem Gedanken getragen, PV (Module, WR, evtl auch Montage) direkt aus China zu importieren. Bei meinen LTO hat das ganz gut funktioniert.

    Auf die 2-m²-Grenze in deutsch-Absurdistan bin ich dabei eher zufällig gestoßen.
    Aber was da noch heftiger droht, könnte die Zollproblematik sein. Hat da jemand Infos? Vielleicht den passenden Link zum Thread parat?

    Lassen sich die Kabel nicht mehr verkaufen?

    das ist eine extra Frage.
    aber ich fürchte, ausgraben ist fast so teuer wie Differenz zwischen Schrott- und Neupreis.

    Und wenn ich sie einfach nur raus zieh, weiß ich nicht ob die Isolierung überlebt.

    Ich kann ja schon mal Gebote sammeln ;) - Kabel zum selber ausgraben.

    Minibagger kann ich vermitteln, der meiste Grund ist entweder meins oder öffentlich.

    Commetering war vor zwei Jahren - ich sag mal vorsichtig - nicht wirklich gesprächig.

    Hat sich das jetzt gebessert?

    Vielleicht ist mein Ansinnen ja einfach zu kompliziert.

    Vielleicht hätt' ich mir den RLM für die 2009+2012 bei vernünftiger Planung schon einsparen können....

    Was den anderen Kontakt angeht, glaube ich, daß der besteht, wenn ich das richtig zu ordne.

    Was da wohl auch noch zu klären wäre, inwieweit der Netzausbau auf Kosten des VNB davon abhängig ist, daß für die neue Anlage Überschusseinspeisung betrieben wird - d.h. die verstärken eigentlich meinen Hausanschluss.


    Oder besteht diese Verpflichtung auch für Volleinspeiser?

    In 2012 hatte ich noch für 50.000 700m Alu (5*4*150) verlegt, die ich nun ausgraben und als Aluschrott verhökern kann.

    Aber vielleicht war ich damals einfach noch zu unbedarft?

    Beim Bayernwerk ist Weihnachten.
    Der neue Trafo steht, die dicken Kabel für meinen nächsten Ausbauschritt (150 ... 180 kWp auf die Norddächer) dürften die nächsten 14 Tage über die Grundstücksgrenze wachsen.


    Aber das Meßkonzept macht mir Sorgen.

    Ich würde gern die Eigenentnahme optimieren, also zuerst den "billigsten" Strom für die Eigenentnahme verwenden, dann sukkzessive den teureren.

    Und wenn sich die Vergütung bei EEG-Auslauf ändert, das Messkonzept anpassen.



    Mit Freund pflanze hatte ich vor einiger Zeit schon mal die mehrstufige Kaskade als Optimum erträumt.

    Doch ab 100 kWp haben die Götter des MSBG (oder so...) die RLM ("registrierende Leistungsmessung") gesetzt.

    Die sendet aktuell die Viertelstundendaten per GSM-Modem an den MSB - was ja noch OK wär.

    Nur kostet die Kiste ca 40 € Monatsmiete - PRO ZÄHLER <X


    Hinzu kommen immense Installationskosten.

    Alleine ein Meßwandler für 630 A, die hier aufgerufen werden, liegt bei 250 €.

    Selbst mit geeichten SDM 630 o.ä. von eastron käm ich also nicht wirklich besser hin.

    Und auch ein alternativer MSB kann wohl nicht zaubern?


    Also hab' ich überlegt, Anlagen teilweise zusammenzufassen und ein paar Zähler einzusparen:


    Der Mitarbeiter vom Netzcenter schlägt das noch einfacher vor:
    Eine Kaskade mit 2 RLM und alle Anlagen per Mischabrechnung, gewichtet nach installierter Leistung.

    Das kostet mich aber immer noch fast 1000 € im Jahr Zählermiete.

    Und 9000 Euro für den Schrank dazu.

    - wobei - brauch ich am Verbrauchsnetz (Z6) einen RLM? da hab' ich ja nur ca 30 KW ( 50A Zähler, 35 A Verteilersicherung)


    Der alternative Vorschlag vom VNB / MSB wäre eine "gewillkürte Vorrangsregelung"
    d.h. alle Anlagen mit je einem eigenen Erzeugungszähler parallel, die dann aber auch alle RLM sein müssen.

    Auch wenn die dann unter 100 kW sind, kommen die in der Miete nicht viel billiger - in Summe damit noch unbezahlbarer.



    Ich überleg jetzt alternativ, nur die 2019er 30kWp als Eigenverbrauchsanlage zu belassen.

    Alle anderen als Volleinspeiser parallel mit je eigenem Erzeugungszähler < 100 kWp, also einfacher LGZ mit 12 € Jahresmiete.

    • Das kostet mich Eigenverbrauchsoptimierung,
    • aber vereinfacht die Installation.
    • in der 2012er Anlage wären ca 22 kWp mit 60° Fassadenaständerung, auch im Winter schneefrei und Ertragsreich
      wäre im Eigenverbrauch natürlich schon nett
    • die 2009er Anlage fällt in 8 Jahren aus dem EEG.
      Das wäre dann natürlich der bevorzugte Eigenverbrauchsstrom
    • die 2021er Planung liegt auf Norddächern und hat mit 750 statt 890 kWh/kWp nur 84 % der Leistung.
      bei Ertragsaufteilung nach installierten kWp zieht diese die Altanlagen mit 22 ... 45 ct Einspeisevergütung runter,
      die Süddächer ziehen die 2021 mit 7ct Vergütung hoch

    Bin ich der erste / der Einzige mit so einem Problem?

    Wie löst Ihr das?

    musste ich herzlich lachen bei einer Ankündigung von Varta (die haben ja scheinbar den Akku-Markt komplett verpennt) als sie meinten, sie würden bald Akkus haben die man in 10 Minuten laden kann

    ja, das tut weh.

    Ich erinnere mich an die Zeiten des "1000-Dächer-Programmes" als man noch für verrückt erklärt wurde, wenn man vorschlug, auf diverse Dächer Solarzellen zu montieren. "Für einen nennenswerten Energiebeitrag müßte man ja auf 10 % aller Dächer Solarzellen schrauben - Ihr spinnt doch".

    Ja. Und? Wo ist das Problem?

    Dank fleißiger und billiger Chinesenhände können wir bald auf 100 % der Dächer Solarzellen schrauben.

    Und jedem, der den Gedanken einer Energiewende ernsthaft verfolgte, war klar, daß wir als nächstes Speicher brauchen.

    Warum haben wir dieses Segment total verpennt?