Beiträge von hgause

    Laut Deinem PDF ist das Haus WSW, sprich +60° ausgerichtet. Dementsprechend wäre die andere Seite -120°, also ONO. Für Deinen Standort werden hier 780 kWh/kWp prognostiziert, weshalb auch diese Seite nach einer Vollbelegung bettelt.
    Für die WSW-Seite sind weder Optimierer noch ein SE-System notwendig, da man 10° Unterschied in der DN ohne Probleme in einen String legen kann. Um aber beide Dachseiten an einem WR betreiben zu können, müsste man die westliche Seite um ein Modul reduzieren und mit 2x14 auf einen MPP legen, die östliche Seite dann analog dazu. Flächenmäßig sollte auf ONO 42 Module quer passen. Oder mal mit 72-Zellern testen, wie bereits von pflanze angeregt. 60- und 72-Zeller mischen wäre nicht meine favorisierte Lösung, aber durchaus möglich.

    CS Wismar war schon immer teurer, ich würde die deshalb nicht nehmen wollen, da es genug vergleichbare und preiswertere Module gibt - so z.B. auch die angebotenen Axitech mit denen der Preis - gerade bei einem Neubau und bestehendem Gerüst - keinesfalls über €1100,-/kWp liegen sollte. Warum soll hier SE eingesetzt werden, wie ist die Belegung?

    Dünnschicht wurden früher oft auch wegen "guten Schwachlichtverhalten" vorgezogen. Wir hatten hier im Forum zu meiner Anfangszeit Module von Solar Frontier, die wirklich einen überragenden Ertrag hatten. Und zu diesem Zeitpunkt wollten viele kleine Elektro-, Dachdecker- oder auch Heizung/Sanitär-Firmen sich mit einem zweiten Standbein am Markt etablieren und haben aber zu wenig Kenntnisse gehabt, dafür aber zuviel den Marketingversprechen der Dünnschicht-Hersteller geglaubt.

    Die Dächer sind jedenfalls gut genutzt. Ob der östliche Teil aber so ok ist, wird sich in der Praxis zeigen. Die Aussage mit Südost passt nicht, wenn das Haupthaus und die Garage gen Süden ausgerichtet sind - dann ist die Einliegerwohnung gen Osten. Damit dürfte hier gerade auf den hinteren oberen Modulen viel Schatten zusammenkommen und da macht auch SE keine Sonne draus. Alles in allem sieht´s aber chic aus.

    Diese Module haben bei -10°C eine Leerlaufspannung von 865V, die max. Eingangsspannung des Fronius liegt bei 1000V. Spannung im MPP-Bereich bedeutet ja nur, dass der WR dort effektiv arbeitet und das dürfte bei 19 Modulen zwischen 570V und 720V liegen.
    Im Forum rechnen wir -10°C Leerlauf und +70°C MPP als Richtwerte.

    Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man das theoretisch berechnet. Ich habe hier aus dem Forum noch ein Berechnung für 45° O/W bei symmetrischer Belegung im Kopf, wo theoretisch nicht mehr als 67% vom Dach kommen können. Und bei Dir sind es 93% bei nicht ganz voller Symmetrie....
    Aber freut mich für Dich, wenn´s wirklich so sein sollte. Welche Module sind es denn an welchem WR?