Beiträge von Lux

    Zitat von Jepe

    Das Heizmetall im Heizstab ist doch von einem elektrischen Isolationsmaterial umgeben und das wiederrum dann von der äusseren Hülle aus Metall. Wie verhält sich jetzt das Isolationsmaterial wenn es DC Spannung ausgesetzt ist und nicht AC Spannung. Besonders bei den Schaltvorgängen (PVModule trennen und anschalten) auf Dauer? Der Heizstab ist ja für AC gebaut........


    Solange Du mit Strom und Spannung unter allen Betriebsbedingungen (Volllast, Leerlauf bei Volleinstrahlung) innerhalb der Specs bleibst, sehe ich da kein Problem.


    Was NICHT geht, ist die DC Spannung direkt über den Bimetallthermostat zu schalten, der brutzelt da in kürzester Zeit weg...
    Auf jeden Fall ein geeignetes DC-Relais verwenden! (Das wird sehr wahrscheinlich auf ein Solid-State-Relais hinauslaufen.)

    Um dann auch mal was konstruktives zum Thema Sicherheit beizutragen:


    Den kochenden Speicher kann man, wie ich schon beschrieb, mit der Thermostatschaltung via DC-Relais verhindern.


    Ein anderes Thema ist die Elektrolyse, die bei einem schadhaften Heizstab zur Ansammlung von Knallgas im Speicher und/oder Aufstellraum desselben führen kann und damit tatsächlich ein gewisses explosives Potential erzeugt.
    Aus diesem Grund habe ich das automatische Entlüftungsventil meines Speichers mit einer Abführung (Schlauch) in's Freie versehen, da knallt dann maximal der Schlauch, und der hat nicht viel Volumen.


    Und weil man sich nie zu 100% auf die Technik verlassen kann, führe ich regelmäßig und engmaschig Sicht- und Funktionsprüfungen aller Komponenten durch!

    Zitat von hans_baer

    Welche Konfiguration hast du da laufen?


    In den zuvor schon vorhandenen Pufferspeicher (2x1000 Liter) habe ich einen handelsüblichen Heizstab (2500 Watt) eingeschraubt, dessen Thermostatschalter nur eine Kleinspannung (6V Netzteil) schaltet, die wiederum ein DC-Relais* ansteuert, das im (äußerst seltenen) Bedarfsfall den Laststrom von den Modulen unterbricht.


    Es liegen jeweils 9 Module à 230Wp auf der Ost- und Westseite (45° Dachneigung), also insgesamt 18x230=4,14kWp, die nur bei optimaler Einstrahlung bei gleichzeitig niedriger Temperatur den Heizstab kurzfristig an seine Belastungsgrenze (110% der Nennleistung) führen (das kommt wirklich nur an wenigen Minuten im Jahr vor).
    Die Ost- und Westseite bildet jeweils einen String, die beiden Strings sind parallel geschaltet, so geht die Leerlaufspannung nicht allzu hoch.


    Die Konfiguration ist das Ergebnis von zunächst nur überschlägiger Abschätzung der Leistungswerte und anschließend in der Praxis durchgeführtes "Herantasten" (einfügen von weiteren Modulen) an die Spannungs- und Stromgrenzen des Heizstabes.


    *Das Relais besteht in Wirklichkeit aus zweien, die parallel arbeiten, um in jedem Fall unter deren Maximalstrom zu bleiben.



    Das System tut genau das, wofür es gedacht war, es erspart mir im Sommerhalbjahr zweimal pro Woche die Pelletheizung anzuschmeißen, nur um warmes Brauchwasser zu machen.

    Zitat von stingraz

    Die Sache mit dem Leistungspreis wird erst bei Lastgangmessung, also bei größeren Anlagen relevant


    Das war mir klar, ich hatte es nur nicht hingeschrieben.


    Zitat

    dabei ist die Leistung der Anlage bei *Netz*höchstlast relevant (für die Netzebene, in die konkret eingespeist wird). Das alles wird konkret pro Anlage, Netzebene und Betrachtungsjahr entsprechend dem gemessenen 15min-Lastgang ausgerechnet


    Okay, das wird die Sache natürlich nach unten relativieren.



    Zitat

    Wer allerdings einen Speicher hat, und damit zielsicher die Jahres-Lastspitze in seinem Netzsegment voll stützen kann, bekommt immerhin bis zu 142,50 €/kW (in der Niederspannung)... Daraus könnte man dann fast schon ein Geschäftsmodell für größere PV-Anlagen basteln, wenn man das halbwegs zuverlässig hinbekommt!


    Technisch wohl machbar, aber wirtschaftlich...?
    - Vielleicht bis 2025, wenn es bei mir relevant wird...

    Es gibt da einen §18 der Stromnetzentgeltverordnung, nach dem dezentral einspeisende Anlagen (nonEEG) eine leistungsabhängige jährliche Grundvergütung und eine (mikroskopisch kleine) Vergütung für jede eingespeiste kWh erhalten.


    So ganz uninteressant ist die Sache mit der Leistungsvergütung nicht, laut meinem Netzbetreiber sind das momentan 76,42€ pro kW und Jahr.