Beiträge von Solar A

    Zum Thema Speicher:


    Stromspeicher für Ersatzstrom (alle geht) zu jeder Jahreszeit sind aus meiner Sicht im privaten Bereich vor allem eines: ein ziemlich teures Hobby.

    Notstrom (nur das wichtigste geht) ist da um einiges einfacher.

    Bei WR die das können einfach ne Steckdose installieren und im Fall der Fälle dort die wichtigsten Geräte anschließen. Ausreichend Verlängerungsleitungen sollten sich in fast jedem Haushalt auftreiben lassen.

    Bei einigen Herstellern geht das sogar ohne Batterie so lange genug Energie vom Dach kommt.


    Solche Probleme treten halt aber wahrscheinlich dann auf wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

    Wenn im Winter die Module zugeschneit sind und die Batterie wahrscheinlich auch irgendwo um die 10-20% Ladezustand rumpendelt, weil man vergessen hat den Wert für Minimum SOC von Sommer- auf Winterbetrieb umzustellen.

    Ohne Fassadenmodule, oder welche auf einem gut erreichbaren Flachdach, hat man dann keinen Strom.

    Egal zu welcher Tageszeit.

    Ich glaube zudem, dass Ersatzstrom mit zunehmender Nähe zum Kohleausstieg 2038 immer wichtiger wird, jetzt aber noch nicht notwendig ist.

    Das glaube ich eher nicht. Ein Blackout wird sogar wahrscheinlicher, wenn es zu viel Strom im Netz gibt.

    Heise: EU-Stromnetz: Umspannanlage in Kroatien verursachte beinahe Blackout

    Das verlinkte Beispiel hat aber nichts mit "zu viel Strom im Netz" zu tun.
    Im Januar war die zu knapp bemessene Transportkapazität an diesem Kontenpunkt das Problem. Dann langt halt schon ein Fehler aus um die Transportroute und damit das ganze System aus dem Gleichgewicht zu bringen.


    Und es ist immer ein Problem wenn in das Stromnetz wesentlich mehr oder auch weniger Leistung eingespeist wird als die Prognosen vorhergesagt haben. Zu viel kann man ehr noch besser beherrschen in dem die Einspeiser einfach abgeregelt werden. Zu wenig strom ist da schon schlechter. Weil wenn man dann nicht irgendwo noch was auftreiben kann hilt nur noch abschalten.


    Regelmäßige Blackouts wird es ganz sicher nicht geben (außer damit ist einfach das englische Wort für Stromausfall gemeint)

    Wenn wirklich irgendwann mal ein richtiger Blackout kommen sollte so wie ihn die ÜNBs und das BBK definieren, dann nur einmal.

    Weil danach wird der öffentliche Aufschrei wahrscheinlich so riesig sein das alles was möglich ist dafür getan wird das so ein Fall nicht mehr eintritt.


    Besonders da das im Handelsblatt Artikel gezeigte EFH allein nur auf dem Dach schon rund 25kwp PV hat. Dazu kommt noch jeweils eine Ost und West Fassadenanlage.

    Also nicht wirklich was sich der typsiche EFH Besitzer anschaffen würde.

    Seit gestern ist der, schon sehr ausführliche, Zwischenbericht über den 08.01.2021 vom ENTSO-E Online

    https://www.entsoe.eu/news/202…ricity-system-separation/


    Kurze Zusammenfassung von Amprion:

    https://www.amprion.net/Netzjo…nung-Zwischenbericht.html



    Hab den Bericht noch nicht komplett durchgelesen.


    Was ich aber schon soweit aus dem Bericht entnommen habe:

    Ab dem Moment der Schutzauslösung der Kupplung hatten die Mitarbeiter von HOPS (ÜNB Kroatien) gerade noch ca. 20 Sekunden Zeit um Gegenmaßnahmen zu ergreifen bevor der Netzsplit eingetreten ist (Seite 31)

    Das ist einfach zu wenig Zeit um mal eben noch eine Umschaltung an der Sammelschiene vorzunehmen wenn auch noch die dazu nötige Kupplung gerade ausgelöst hat.


    Vielleicht wäre ein abfangen vorher noch möglich gewesen.

    Wenn man bei HOPS die 50 Alarmmeldungen in der Zeit 12:00 bis 13:00 Uhr über zu hohen Stromfluss an der Kupplung etwas ernster genommen hätte.

    Stattdessen hat man halt die Kupplung weiterhin mit mehr als 100% (1600A) ihrer Nennleistung belastet.

    Das Schutzsystem war auf 130% eingestellt.


    Was auch interessant ist das teilweise Kraftwerke und Leitungen ausgefallen sind die eigentlich nicht hätten ausfallen sollen.

    Z.B. eine HGÜ Verbindung zwischen Frankreich und Spanien.

    Durch falsche Schutzeinstellung sind im Unterfrequenzbereich noch zusätzlich fast 600MW an Erzeugung ausgefallen

    (Seite 35).


    Wenn ich die Grafik auf Seite 34 richtig verstehe war man in Frankreich auch ziemlich am Ende der Möglichkeiten angelangt was den vertraglich geregelten Abwurf von Last angeht.

    200MW hatten Sie danach wohl noch in Reserve.

    Italien hatte wohl nach der Grafik auf Seite 35 aber noch einiges an Reserven für einen weiteren Lastabwurf übrig.



    ENTSO-E stuft den Vorfall auf seiner 27 Stufigen Skala mit Stufe 3 (#3 Incidents leading to frequency degradation (F2) auf Seite 7 und 48) ein. Wobei 1 die höchste Stufe (Blackout) wäre.



    Zumindest hat man scheinbar aus dem Ereigniss von 2006 gelernt und einige Maßnahmen eingeführt die dafür gesorgt haben das dieser Vorfall nicht weiter eskaliert ist. Zumindest ist so die Aussage von Amprion.


    Mich würde ja ehr mal interessieren ob die Maßnahmen genau so gut funktionieren wenn das Netz, so wie vorgestern, schon vorher Frequenzmäßig unter Druck steht.

    Wenn also nur durch den Stromhandel schon massiv Regelleistung beansprucht wird.

    Aber dazu wird man wohl ehr nirgendwo eine Aussage bekommen.

    Und? Wo bleiben die Youtube-Videos von kompetenten Schlafsackverkäufern über den Beinahe-Blackout in ganz Europa? Wochenlang, versteht sich...

    ^^

    Was heißt hier wo bleiben die ?

    Davon gibts schon genug. Kannst gerne bei Youtube anschauen ;)


    Manche Texaner haben sich letzte Woche vielleicht gewünscht sie hätten vorher eine Beratung von einem "kompetenten Schlafsackverkäufer" bekommen.

    Schlauer ist man halt immer erst danach (vielleicht) oder wie im Fall von Texas halt auch nicht.

    https://www.buzzfeednews.com/a…-power-outage-causes-2011

    @Tigo Ambivalenter

    Muss ja wenn man einen Stromtarif bei einem Versorger mit Großhandelstarif hat.

    Und erst mal haben auch nur diese Kunden ein Problem.

    Nicht umsonst stann ja im Text vom ORF der folgender Absatz:

    Die „Dallas Morning Post“ berichtete unmittelbar vor dem Wintersturm, was auf die Verbraucher und Verbraucherinnen zukommen könnte. Sie schrieb auch, dass ein Anbieter mit Großhandelstarif Tausende seiner Kunden aufforderte, die Stromanbieter vor dem Sturm zu wechseln, um den explosionsartigen Anstieg der Preise zu vermeiden. Doch viele fanden, dass es zu lange dauern würde, den Anbieter zu wechseln, und unterschätzten auch die Dauer und Stärke der Kältewelle, so die Zeitung weiter.


    Und warum sollte uns das alle demnächst betreffen ?

    Hab ich irgendwie verpasst das jeder in Zukunft einen Tarif mit variablen Preis wählen muss ?

    Könnte man bitte wieder zum eigentlichen (in Houston gerade aktuellen) Thema Black-Out zurückkehren, anstatt seitenweise Müll zu posten! Danke!

    einstein0

    Es ist ja nicht nur Houston wo im Moment ein Problem hat sonder eigentlich ganz Texas

    https://poweroutage.us/area/state/texas


    Das liegt wohl auch mit an einer zu schlechten Vernetzung zu den anderen zwei Verbundnetzen.


    Aber wenn auch Gaskraftwerke vom Netz gehen weil das Gas nicht ausreicht und gleichzeitig auch noch andere Erzeuger wie Windkraft (eingefrorene Anlagen) dann ist das schon eine sehr blöde Situation

    https://dfw.cbslocal.com/2021/…generating-units-offline/

    https://eu.statesman.com/story…wer-statewide/6752280002/

    Bei 140mHz Unterschied innerhalb von 6 Minuten schreibt heutzutage keiner mehr einen Artikel.

    Dafür ist das wohl schon zu normal. :rolleyes:


    Außerdem ist die Stromerzeugung aus Wind nicht gerade hoch und Sonne scheint ja jetzt auch nicht mehr. Da lässt sich normalerweise schwer gegen die EE Schimpfen das die am Einbruch Schuld sind ;)


    Wobei das manche wohl trotzdem nicht daran hindern würde. Hat man ja teilweise an den Kommentaren unter den Aritkeln zum Kraftwerksbrand in Nürnberg auf diversen Seiten gesehen.