Beiträge von kpr

    Bewertungswahlrecht:

    a) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer; da diese kaum individuell belegbar sein dürfte: gem. AfA-Tabelle = 3 Jahre

    b1) Als "geringwertiges Wirtschaftsgut" - voller BA-Abzug im Jahr der Anschaffung

    b2) GWG-Pool; jeweils 20% der AHK im Jahr der Anschaffung und den 4 Folgejahren.



    In der Anlage EÜR komme die Abschreibungen.... nach meiner Erinnerung... an zweiter Stelle unter den Betriebsausgaben.
    Fall a) und b2): hier wird die AfA im Anlagenspiegel detailliert dargestellt (Anlage AVEÜR) und von dort stumpf in die Anlage EÜR übernommen
    Fall b1) wird direkt in der Anlage EÜR (und nur dort) eingetragen. Stichwort "geringwertiges Wirtschaftsgut"


    Zeilennummern... müssen Dir andere geben. Ich weigere mich die zu lernen.

    Siehe oben. Wenn der Berater die Sphäre doch schon kennt - macht es keinen Sinn hier den sinnlosen Versuch zu unternehmen, die gesamte relevante Sphäre auszuleuchten. Wenn er sie nicht kennt - hat er sie im Gespräch sehr schnell und zuverlässig erfragt.
    Kölner-Sueden hat das schön beschrieben: Hier gibt das ein unendlich "ja-nein-doch-vielleicht-bei-mir-aber-doch-genau-gleich-nur-anders-aber-doch-fast-ähnlich-an-manchen-Tagen-wie Holland- nur mit mehr Bergen"... und die scheinbar hilfreichsten Beiträge kommen gelegentlich auch aus der Feder von jemand, der besser geschwiegen hätte.


    Was auf jeden Fall geht: Kapitalgesellschaft gründen. Nur dürften die Folgekosten selbst bei einer UG dem wirtschaftlichen Erfolg Deines Start-Ups das Gepräge geben.

    Personengesellschaft gründen..... nun...zumeist nimmt man die Ehefrau. (Die gibts bei parship,. Ich kenne aber die aktuellen Lieferzeiten nicht). Außerdem... je nachdem an welches Exemplar Du gerätst... hätte ich Bedenken an der Wirtschaftlichkeit des Gesamtplans. Bei polnischen Modellen hätte ich zudem die Befürchtung, dass sie die Panels vor Ablauf der Einspeisevergütung polnisch nach Polen exportiert).

    Als Alternative zur Ehefrau kommen häufig auch Kinder zum Einsatz. Auch in Zeiten von m/w/d (männlich/weiss/deutsch) würde es mich nicht überraschen können, wenn Du auch keine Kinder hast.

    Man muss aber dann auch ernsthaft mal überlegen, ob - bevor man eine PersGes mit einem mehr oder weniger nahestehende Dritte gründet - an diese Person nicht direkt als Strohmann schaltet.


    Mein Tip: Der Berater kennt Deine Sphäre... und hat Dir kurz und schmerzlos klar gemacht, dass man manchmal verliert... und manchmal die anderen gewinnen. Und das dann vermutlich so, dass er dafür nicht mal ne Gebührenrechnung geschrieben hat.

    Das riecht nicht gut.

    Die Dame macht es schlicht....... falsch.


    Es macht durchaus Sinn, die Werte aus der USt mit denen in der EÜR auf Plausibilität zu verproben;
    aber eben nur verproben auf Plausibilität. Nicht auf Gedeih und Verderb identität herstellen.

    Die Umsatzerlöse lt. EÜR stehen in einem sachlichen Zusammenhang mit den umsatzsteuerpflichtigen Betriebseinnahmen.
    Da ist der Tip der Dame noch am ehesten zu gebrauchen. Allerdings: Die 10-Tage Regelung kann hier auch zu unterschiedlichen Werten führen.


    Bei praktisch allen Branchen stimmt auch der Wertansatz von Sach-, Leistungs- und Nutzungsentnahmen in der EÜR mit dem der Bemessungsgrundlage für unentgeltliche Wertabgaben überein.

    Ausnahme: PV
    Hier wird wohl niemals der gleiche Wert zu übernehmen sein.
    USt: Bewertung mit dem Einkaufspreis
    EStG: vieles denkbar; Einspeisevergütung am besten zu vertreten; Einkaufspreis = grausamer Unfug und Beweis fachlicher Defizite



    Bei der Vorsteuer... ebenfalls das Problem das IMMER auftreten kann: Durch die 10T-Regel ist die zu berücksichtigende Vorsteuer u.U. eine andere, als die abzugsfähige Vorsteuer in der USt-Erklärung.
    (Gut... zugegeben.... das dürfte auch bei PV eine extrem seltene Spezies sein. Hier dürfte der Tip tatsächlich passen.)

    nee.. sorry.... aber das muss man abgrätschen.


    Gewinnglättung - kann ja oftmals gerade durch den IAB erreicht werden. Nicht jedes Unternehmen hat einen so planbaren Gewinn wie eine PV. Immer wenn langfristige Fertigung im Spiel ist... oder irgendwelche Einmaleffekte, ist der IAB zwar hierfür nicht gemacht - taugt aber dennoch als Lösung.
    (Auch wenn es hier nicht um nennenswerte Beträge geht: Aber gerade bei PV kennen wir ja den Effekt, den USt-Zahlung an den Lieferanten und Vorsteuererstattung vom FA im Folgejahr auslösen kann.)


    It's not a bug - it's a feature. Der mittelständische Unternehmer wird genau das suchen, was Du mit "nur" abkanzelst: Eine Steuerstundung. Steuern zahlen... ist doch eigentlich eine feine Sache; es sei denn, man braucht die Kohle anderweitig für Investitionen. Bzw umgekehrt: Weil die Steuerschuld bezahlt wurde, kann man nicht mehr investieren. (Um es mit PV zu verbinden: Ich konnte - dank IAB (und einem weiteren Schachzug) - im Jahr 2010 satte 8 kWp mehr bauen (als ohne IAB). Darin steckt ja der eigentliche Sinn des IAB..... und das hat wohl wenig mit "Beraterirrsinn" zu tun.


    und wenn wir einfach mal 20 Jahre zurück blättern.... uns an Zeiten erinnern, wo man noch Zinsen für sein Geld bekam.... und auch noch welches bezahlen musste, wenn man einen Kredit aufnahm..... dann war ein zinsloses Darlehen beim Fiskus bares Geld wert, selbst ein mit 6% verzinstes Darlehen (ab dem 15. Monat) war immer noch lohnend.
    Wer hier von "Beraterirrsinn" redet.... dem sei ein Gang zum Facharzt empfohlen.
    oder sich einfach hin und wieder eine Hommage an Dieter Nuhr gönnen....

    Der Steuerberater hat zunächst einmal schlichtweg Recht:
    Das Wahlrecht obliegt dem Unternehmer - nicht dem Unternehmen.

    Es kann also nur für alle Unternehmen eines Unternehmers einheitlich ausgeübt werden.


    Die im Sachverhalt benannten Fragen waren vom Berater korrekt beantwortet.


    Um für die beiden Unternehmen das Wahlrecht unterschiedlich auszuüben, braucht es demnach zwei unterschiedliche Unternehmer.

    Dazu gibt es einige Möglichkeiten - die allesamt ihre Vor- und vor allem Nachteile haben oder haben können.


    Das sollte man aber mit dem Steuerberater besprechen.

    ER dürfte die Umstände bereits kennen; und selbst wenn nicht, hat er sie im Gespräch zig mal schneller erfragt, als wir uns hier in einem Forum dem konkreten Sachverhalt näher können.

    und jup.... damit verstehe ich auch die Frage vom Eisbär.

    Das passiert mir jedesmal... und wird mir auch die nächsten 100 Jahre fortlaufend passieren: Diese Freigrenze von 410 Euro.... die spielt in meinem Umfeld einfach keine Geige. Die vergess ich jedesmal.

    Sorry.


    Klar. Das ist ein Aspekt, der den IAB ad absurdum führen kann. Stimmt.


    Ansonsten: Du bist in meiner Erinnerung der Erste, der hier den IAB hinterfragt hat, um eine Finanzierung "maßzuschneidern"; ansonsten ist der natürliche Steuerspartrieb immer der Motivator.
    Insofern hattest Du es eigentlich richtig erkannt: Der IAB ist eine Form von Wirtschaftspolitik in der Steuerpolitik, die dazu dienen soll, mittelständischen Unternehmern Investitionen überhaupt erst zu ermöglichen. Da spielen ein paar Euro Steuern gar keine Rolle; da geht es darum, Liquidität = Eigenkapital anzusaugen, um überhaupt einen Finanzierung zum Stehen zu kriegen... und eine Investition (mit all den hübschen Folgen wie Schaffung von ARbeitsplätzen, ankurbeln der Konjunktur) überhaupt erst zu ermöglichen.

    Die 8 k mindern das zu versteuernde Einkommen.

    Es ergibt sich eine Steuerminderung in Höhe des Grenzsteuersatzes (der üblicherweise bei 30-40% liegt)
    (Wie kommst Du auf die 19%? verwechselst Du da was mit der Umsatzsteuer? Oder ist das irgendein Einkommensteuersatz, den Du Dir irgendwie (ggf. falsch) errechnet hast?)

    Wenn Du die Auswirkung sehr verlässlich schätzen willst, dann schätzt Du Dein zu versteuerndes Einkommen (ggf. Vorjahreswert nehmen) und errechnest mit einem Tarifrechner die ESt-Belastung.
    Danach das gleiche nohcmal... mit 8.000 Euro weniger zu versteuerndem Einkommen.


    Die betriebliche Nutzung von mindestens 90% stellt überhaupt kein Problem dar.
    Der Direktverbrauch stellt eine Sachentnahme dar - und keine Nutzungsentnahme.
    Somit - kleine Eselsbrücke - produziert die Anlage zuerst "betrieblichen" Strom; und der fertige Strom wird von Dir entnommen. Somit ist die Nutzung der Anlage immer 100% betrieblich.
    (Bei einer Nutzungsentnahme wäre es anders. Da würde (zumindest gedanklich) die Anlage (vorübergehend) aus der betrieblichen Sphäre entnommen und zu privaten Zwecken genutzt. Dann wäre diese Thematik einschlägig. Dank der Definition als Sachentnahme (steht irgendwo in den EStR) hat sich dieses Thema jedoch erledigt.


    Den ewigen Hickhack um die Inanspruchnahme des IAB (und all seiner Rechtsvorgänger) im Fall von Neugründungen habe ich leider aus den Augen verloren. Da sollten aber ein paar Kollegen hier einspringen können. Es ist auf jeden Fall "machbar".



    Hinweis: Der IAB ist kein Steuergeschenk. Nur eine Steuerstundung. Das vorgezogene AfA-Volumen schlägt sich in "weniger AfA" in Folgejahren aus. Am Ende... egal wie... werden immer 100% der AHk abgeschrieben.

    Etwas anderes ergibt sich, wenn man zunächst mal mit dem IAB satte steuerlicche Verluste produziert (und die Steuerminderung einsackt)... und dann (wenn die Gewinne anstehen) die Anlage auf KInder überträgt, die dann zwar ein höheres zu versteuerndes Einkommen haben - aber noch im Bereich des Grundfreibetrages bleiben.

    Vielleicht hab ich ja wieder mal was verpasst..... kommt Euer Gehalt nicht vom Kunden?
    Bei mir ist es ein wenig oldschool.... da gibt es eine Marketingabteilung.. die entwickelt Marketingstrategien... damit gewinnt man Interessenten.... und wenn ein Kontakt besteht... agiert der Vertrieb und verkauft ein Produkt oder eine Dienstleistung für möglichst viel Geld., Jedenfalls mehr, als es im Einkauf / Herstellung etc. gekostet hat. Und gerne auch mal ein Produkt, von dem der Interessent vorher noch gar nicht wusste, dass er es überhaupt braucht. Wenn der Kunde über den Tisch gezogen wird, sollte er die auftretende Reibungshitze als Nestwärme empfinden.


    Nur bei Banken erwartet man scheinbar, dass die gegenüber ihren Kunden altruistisch motiviert sind und die Gehälter für ihre Mitarbeiter,... die drucken sie sich selbst.


    Womit soll denn eine Bank heute noch Geld verdienen?


    Eine völlig normale Vertriebsstruktur.
    So ein wenig sollte man auch mal unternehmerisch denken. Nicht nur wenns Weihnachtsgeld gibt.