Beiträge von kpr

    Ich glaube, da geht es allen so ähnlich oder gleich wie Paulchen .


    Diejenigen die den Sachverhalt verstehen ... kommen meist aus der Gedankenwelt von Ingenieuren... und tun sich wahnsinnig schwer damit, JEDEN lebensnahen Sachverhalt nach bestimmten steuerlichen Merkmalen zu beurteilen.

    Diejenigen, die mit den steuerlichen Begriffsdefinitionen kein Problem haben - verstehen den technischen Sachverhalt nicht


    Anlagenbuchhalter erleben dieses Dilemma jeden Tag.


    Und die dritte Gruppe hat weder vom einen noch vom anderen Ahnung ;-)


    Das letzte Gespräch das ich mit einem Solarteur in der Sache geführt habe, endete mit der Erkenntnis, dass es im Regelfall unwirtschaftlich ist, den Speicher "vor den Wechselrichter" zu setzen - und somit zum Teil der Sachgesamtheit zu machen;
    sondern dass im Regelfall der Speicher "hinter der dem Wechselrichter" verbaut wird - und somit ein selbständiges Wirtschaftsgut darstellt.

    Ich kann nicht prüfen, ob die Aussage stimmt oder möglicherweise ihre Berechtigung hat oder kompletter Unfug ist.

    Mein Fazit: Gut. Dann ist doch alles geklärt. Beides ist denkbar. Nur wird man in der Praxis nur den Fall antreffen, bei dem der Speicher eben keine betriebliche Nutzung erfährt.
    Oder andersherum: Wer die letzten Cents über die Abschreibung des Speichers retten will ... hätte lieber 50 Euro Scheine durch Verzicht auf den Speicher sparen sollen.



    Mit den Aussagen in den zitierten Quellen kann ich durch die Bank gut leben.
    Da ist aber auch nichts anderes gemacht worden, als allgemeine Regeln nochmal anders niederzuschreiben.
    Um zu den Ergebnissen zu gelangen, würde man die Quellen nicht brauchen. Reines Basiswissen.

    Das nützt alles nichts, wenn man den lebensnahen Sachverhalt nicht zu fassen bekommt.

    Es handelt sich bei jeder Anlage um einen eigenen Gewerbebetrieb - nicht um verschiedene Betriebsstätten des gleichen Betriebs. Das somit der Gewinn für jede Anlage getrennt zu ermitteln ist, ist die logische Konsequenz. Das vermag nicht zu überraschen.

    Das hat den charmanten Vorteil, dass auch bei n Anlagen der Gewerbesteuerfreibetrag nicht aufgezehrt wird - da er ja n mal gewährt wird.


    Die zweite Steuernummer hingegen erschließt sich mir - ohne weiteres - nicht.

    Sie wäre - im Fall eines gut genährten und berittenen Amtsschimmels - plausibel, wenn das Betriebsfinanzamt der zweiten Anlage nicht mit dem Wohnsitzfinanzamt (und dem Betriebsfinanzamt der ersten Anlage) identisch wäre.
    Dann wäre - grundsätzlich - durch das Betriebsstättenfinanzamt eine gesonderte Gewinnfeststellung durchzuführen.


    Üblicherweise kommt es dann jedoch im Rahmen einer Zuständigkeitsvereinbarung dazu, dass das Wohnsitzfinanzamt den Abwasch komplett erledigt. Dann bleibt der Zirkus eines gesonderten Feststellungsverfahrens allen Beteiligten erspart. Andererseits... abgabenrechtlich natürlich großes Damentennis.


    Hier hilft dann tatsächlich mal "telefonische Rückfrage" weiter.

    Vielleicht war auch nur irgendein Kevin am Werk.

    Michael-kWp


    Die Rechnung wurde hier im Forum gefühlte 10.000 mal aufgestellt. Zuletzt vom Vorredner.

    Eigentlich immer mit dem identischen Ergebnis:


    Solange keine Extremverhältnisse vorliegen
    - EXTREM günstig eingekauft = wenig Vorsteuer
    - hoher Strombezugspreis = hohe Bemessungsgrundlage für den DV
    - hohe DV-Menge = hohe Steuer auf den Direktverbrauch

    dann ist es allemal günstiger die Anlage zu 100% dem Unternehmen zuzuordnen.


    Man schafft es einfach "unter gewöhnlichen Verhältnissen bei marktüblichen Bedingungen" die Vorsteuer aus der Anschaffung innerhalb von fünf oder sechs Jahren wieder hereinzuspielen.

    Egal ob Du das nun mit 100%, 30% oder X % machst.

    @broacasttechniker: Das kann man so sehen - aber dann ist es eben nicht richtig.


    Es besteht - genau wie oben geschildert - ein Bewertungswahlrecht, ob der Zuschuss im Jahr der Gewährung erfolgswirksam verbucht wird - oder von den Anschaffungskosten abgezogen wird. (Und dann über die ND verteilt erfolgswirksam realisiert wird.)


    Darüber hinaus besteht ein Ausweiswahlrecht, ob

    a) entweder (verdeckt) wirklich von den AHK abgezogen wird (und somit der BRUTTOanlagenspiegel verfälscht wird),
    b) oder (offen) ein passiver Sonderposten gebildet wird, der über die Laufzeit abgeschrieben wird.


    Es handelt sich hier allerdings um ein handelsrechtliches Ausweiswahlrecht - dass nach dem Maßgeblichkeitsprinzip auch für die Steuerbilanz wirkt. Logischerweise ist der PV-Betreiber der den Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt, überhaupt nicht betroffen. In der Darstellung eines 4/3-Rechners sind die AHK zu kürzen = gekürzt darzustellen = verfälscht dargestellt.
    Geht nicht anders.

    Fowler


    Das ist ungewöhnlich. Ich schätze, Du verheimlichst uns irgendwas im Sachverhalt - oder hast selbst die Besonderheit nicht erkannt.

    Steuernummern werden für Umsatzsteuerzwecke normalerweise erteilt, wenn der zusammenveranlagte Ehegatte (m/w/d) (früher durfte man schreiben: Die Ehefrau) umsatzeuerlicher Unternehmer wird.


    Der zweite Grund wäre ein Auseinanderfallen der Zuständigkeiten für ESt (Wohnsitzfinanzamt) und USt (Betriebsfinanzamt).
    Bei kleinen Unternehmen verständigen sich in diesen Fällen die FinÄmter jedoch regelmäßig.



    Noch witziger ist die Erteilung einer Steuernummer für die Gewinnermittlung - wobei hier angeblich auch noch die Gewinnermittlungsart festgelegt ist.
    a) Das FA bestimmt die Gewinnermittlungsart nicht. Die bestimmst Du. Es macht überhaupt keinen Sinn, eine Steuernummer für eine bestimmte Form der Gewinnermittlung vorzugeben. Ich habe es in einigen Jahrzehnten auch noch nicht erlebt.


    b) Die Gewinnermittlung ist keine eigene Steuerart - und bedarf gar keiner Steuernummer. Sie ist nur Bestandteil der Einkommensteuererklärung oder der GuE-Erklärung.

    Sofern Du bisher nur Einkünfte aus §19 hattest, wurdest Du auf der AN-Stelle veranlagt; kommen nun Einkünfte aus Gewerbebetrieb hinzu, erfolgt die Bearbeitung durch den sachlich / örtlich zuständigen Teilbezirk.
    In den allermeisten Fällen ist der Teilbezirk in der Steuernummer enthalten - und die Steuernummer für die ESt-Erklärung ändert sich.


    Evtl. befindet sich der Sitz des Unternehmens auch im Zuständigkeistbereich eines anderen Finanzamtes, als dem Wohnsitzfinanzamt. Nur bei größeren Betrieben wird dann die Zuständigkeit auf das am Sitz des Unternehmens zuständige FA übertragen. Im Normalfall bleibt es dabei, dass die Einkünfte aus Gewerbebetrieb durch das Wohnsitzfinanzamt festgestellt werden - im Rahmen der normalen ESt-Erklärung.



    ==> irgendwas passt hier nicht zu den (wenig spannenden) Fällen, die wir hier sonst haben.

    Was die Auswirkung auf die EEG-Umlage angeht, halte ich mich raus. (Dieter Nuhr lässt grüßen)
    (Wenn dem tatsächlich so ist.... und sei es auch nur als Folge einer nicht perfekten Umsetzung der Gesetzeslage in der Praxis - wäre das tatsächlich ein Grund, den Anlagenbetreiber mit dem Vertragspartner des EVU gleichzuschalten)


    (Wobei...nach meiner Erinnerung und jährlichen Praxis.... der Vertragspartner des EVU kann nur der/diejenige werden, auf den der Stromanschluss des Objekts beim VNB gemeldet ist. Vielleicht hat es sich geändert; vielleicht wurde und wird es unterschiedlich gehandhabt. Mag sein. )


    Steuerlich spielt hingegen der Vertragspartner des EVU überhaupt keine Rolle.

    Der Vertragspartner des EVU interessiert überhaupt nicht.

    Die USt auf den Direktverbrauch fällt in gleicher Höhe an; und ggf. auch nicht an. Völlig egal wer der Vertagspartner des EVU ist.
    Auch die Sachentnahme ist exakt gleich hoch.