Beiträge von Doris

    Hallo cephalotus,


    ich unterschreibe fast jeden Satz von Dir. Aber es ist genauso blauäugig von heute auf morgen einen break machen zu können, für Dinge die seit Jahrhunderten gewachsen sind. Wir, unsere Kinder und Enkel werden die Suppe auslöffeln, die uns unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern eingebrockt haben, wenn wir uns zurücklehnen und nur den Beobachter spielen.
    Eines ist sicher, in einem geschlossenen System, wie es unsere Erde nunmal ist, führt grenzenloses natürliches Wachstum in die Katastrophe. Für den Zeitpunkt genügt mir die mathematische Annahme - auf den finalen Beweis verzichte ich gerne. Daran ist nichts Erschreckendes, weil wir mit und durch unser persönliches Verhalten diese Entwicklung mehr oder weniger beschleunigen oder abbremsen. Das sollte inzwischen jedem klar sein - nur umkehren können wir sie nicht. Maßstab dafür ist die Zeit.


    Maßstab für unsere heutige Situation sind aber Zeit UND Geld.
    Und wenn jemand meint, allein aus ökologischen Gründen, aus Liebe zur Natur und zur Umwelt, aus Interesse an der Entwicklung erneuerbarer Energien und was weiß ich noch alles, in regenerative Energien zu investieren, so ist das scheinheilig.
    Vorläufig benötigt er zum Überleben nämlich eines: Geld - sowohl als Tauschmittel, als auch als Wertaufbewahrungsmittel.


    Nur die Amerikaner, ich meine jetzt die richtigen, die Indianer, und die Naturvölker haben kein Geld gebraucht. Denen war klar, das Wasser, die Erde, die Luft und was darin enthalten ist unverkäuflich waren und gemeinschaftliches Eigentum waren und nicht gesellschaftliches und schon garnicht privates. Entsprechend war der Umgang mit den Ressourcen. Ja sogar den Begriff "Kaufen" kannten sie nicht! Handel im Sinne von Tauschgeschäften dagegen schon! Aber das ist lange her und die Menschheit hat sich seit damals vervielfacht.
    Deshalb passen traditionelle Lösungen nicht - von wegen zurück zur Natur.


    Die Menschen damals wussten, dass Geld und schon garnicht die Papierform desselben mit der aufgedruckten Zahl nichts taugen. Dieses Papier mit den Zahlen ist beliebig vermehrbar und die heutigen digitalen noch viel einfacher, die müssen nicht mal mehr gedruckt werden, da genügt ein Tastendruck.


    Diese Tatsache wird zunehmend von jedermann eher emotional als rational aber dennoch als potentiell gefährlich wahrgenommen. Sie führt i.d.R. zu einen nicht näher beschreibbaren Gefühl des Schutzbedarfes für sich selbst und für Personen im näheren Umfeld, also der Familie und für das als Gegenleistung für persönliche Arbeit erworbene Vermögen. Dieses Gefühl veranlasst uns zu Handlungen, die wir als Vorsorge bezeichnen.
    Nüchtern betrachtet, ist unsere Investition in Photovoltaik nichts anderes. Wenn man Strom in Mehl verwandeln könnte und umgekehrt, würden wir damit zunächst mal den Keller vollbunkern und erst dann an Verkaufen denken. Diese Prägung erfolgt u. a. durch Lernen und persönliche Erfahrung. In der Jugend ist sie nicht vorhanden. Sie wird erst mit zunehmenden Alter entwickelt und später differenzierter (z. B. Rat der Alten oder Weisen bei den Naturvölkern und Indianern).


    Die zulässige Frage ist: Wie hat die Natur dieses und jenes Problem gelöst.
    Evolution? Zum Beispiel. Ist Evolution etwas anderes als Genveränderung?
    Wir verwenden den Begriff Manipulation, weil privat bis patentgeschützt zur Maximierung von Profit. Deshalb ist das kaum ein Beitrag zur Lösung des Problems. Aber es ist eine Möglichkeit.
    Borkenkäferresistente Fichten? Wäre doch nicht schlecht, oder? Natürlich greifen wir dann schon wieder in die natürliche Entwicklung ein.
    Alternative: Wir machen nichts und lassen den Borkenkäfer fressen und fressen und fressen, bis er auf den Geschmack kommt und dann die Lärchen und Tannen frisst und dann... und dann...
    Vielleicht erinnert sich noch jemand an das Gedicht vom Zauberlehrling. An einer Stelle heißt es da: ... und die Geister die ich rief, die werd ich nun nicht los... Der Meister, der das (unser) Problem lösen könnte, ist irgendwo verschollen.
    Es bleibt uns nur zu strampeln, wie der Frosch im Butterfass, der wegen genügender Ausdauer dann doch noch Boden unter die Füße bekam. Dem war klar, wenn ich aufhöre damit, gehe ich unter.


    Also suchen wir weiter. Machen wir weiter, aber nicht so wie bisher.
    Die sich für PV entschieden und investiert habeben sind schon auf dem Weg.
    Andere blicken in die richtige Richtung. Nur für die passt PV eben nicht - aus allen möglichen Gründen.
    Dürfen die nun deshalb nicht mitmachen?


    Tschüss
    Doris


    P.S.
    Das war vorläufig mein letztes Posting hier. Ich habe nach Ostern für ein paar Tage etwas besseres vor.
    Viele bunte Eier und viel Sonne wünsche ich Euch, alles Gute und bleibt schön gesund.
    D.

    Betatester
    Hallo,
    ich würde es ausgesprochen nett finden, wenn Du ab und zu das eine oder andere Posting bis zu Ende liest.
    Wenn Du dann auch noch den Hinweisen oder Links folgen würdest und zukünftig ERST DANACH EINEN KOMMENTAR ablässt, wäre das vielleicht gar nicht so schlecht und Du könntest viel gewinnen.


    Man muss nicht immer gleich auf den "Absenden" Button drücken. Das spart das Platz auf dem Server.


    Hier noch als Hilfestellung extra für Dich eine Wiederholung aus meinem Eingangsposting:

    Zitat

    Was muss man tun ?
    Erst mal informieren - und zwar umfassend. Am Besten im Internet. Und dann findet man u. a. diese Seiten hier:


    http://www.primeforestry.com
    http://www.baumsparvertrag.de
    http://www.lignumag.de


    Mir ist völlig schleierhaft, was Du mit Deinem Beitrag ausdrücken wolltest.
    Das der designierte PV-Gärtner nun Waldbauer und Baumpflanzer werden soll, war ja aus meinen Beiträgen wohl nicht zu entnehmen.


    Oder habe ich etwas übersehen?


    Tschüss
    Doris

    Hallo Walter, hallo Ceph...


    Zitat

    Jetzt 40 - 50 Jahre später treten wir das Erbe an. Es war definitiv der falsche Wald der jetzt kaputt ist. Mischwald statt Fichtenwald...


    Walter  
    Kein Widerspruch von mir, aber eine andere Sichtweise. Was-wäre-wenn-Alternativen durchzuspielen, geht nur im Rahmen vorgegebener Grenzen. Beim Wald als wichtigsten Lieferanten für den regenerativen Rohstoff Holz sind diese Grenzen sehr eng. Das bleibt so, solange weltweit mehr Holz verbraucht wird, als auf natürliche Weise nachwächst. Eine Schuldfrage ist also überflüssig. Die Sachzwänge überwiegen.


    Weizen oder Mais oder Reis - selbst diese Monokulturen sind untereinander eher nicht vergleichbar. Man stelle sich hier mal eine Mischkultur vor!
    Dasselbe gilt natürlich auch für Waldmonokulturen im Verhältnis zu natürlichem Mischwald. Der Unterschied besteht alleine im längeren Wachstumszyklus. Naturgewachsener Mischwald ist als Wirtschaftswald und Rohstofflieferant unbrauchbar.
    Wald muss, bevor er Erträge ERwirtschaftet BEwitschaftet, das heißt gehegt und gepflegt werden. Erfolgt das nicht ernsthaft (Bäume wachsen ja normalerweise von alleine), ist das Auftreten von Schädlingen nahezu sicher und in der katastrophalen Wirkung, z. B. des Borkenkäfers bei der Fichte, vorhersehbar. Diese Erkenntnis ist im Verhältnis zur Wachstumsdauer eines Baumes noch relativ jung. Bisher war man dem Trugschluss aufgesessen, dass das Aufforsten der Waldflächen oder aufgegebener Ackerflächen genügt und die Natur sich selber behilft.


    Der Bauer, dessen Kühe reichlich gute Milch bringen, käme nie auf die Idee, diese sich selber zu überlassen. Er wird vielmehr dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, sie gesund bleiben und sie prächtig wachsen und gedeihen. Er wird sie rechtzeitig ersetzen und mit der neuen sicherlich genauso verfahren. Nur dann ergibt sich für seine Arbeit ein wirtschaftlicher Sinn und ist nicht Selbstzweck. Das gilt für Kühe, wie für Hühner, also auch für den Wald und alle andere Dinge, die wir von der Natur in Anspruch nehmen und nicht um ihrer selbst willen..


    Verfahren wir anders, ist die Rache der Natur garantiert - siehe die Auswirkungen von Borkenkäfer, Hochwasser, Klimaveränderung.... alles Dinge, die es schon immer gegeben hat, aber deren Schwankungsbreite und Wirkungen sich durch den menschlichen Einfluss zunehmend verstärken.


    Der Mensch besitzt als wahrscheinlich einziges Lebewesen der Erde die Fähigkeit zur Erkenntnis. Er ist damit in der Lage, aus Fehlern zu lernen und durch Schlussfolgerungen seine Handlungsweise zu verändern. Richtig ist, dass zwischen der Verinnerlichung der Erkenntnis und dem Willen zum Handeln mehr oder weniger große Zeiträume liegen können. Diese Zeiträume werden um so kürzer, je drängender die Lösung essentieller Probleme wird.
    Beim Trinkwasser und beim Wald scheint es inzwischen soweit zu sein. Ich bin optimistisch, dass es auch auf den anderen, für die Menschen wichtigen Baustellen gelingen wird.


    cephalotus

    Zitat

    ... Derzeit kann ich mir keine wartungsfreiere und einfachere Methode für den "Hobby-Energieerzeuger" vorstellen als Solarstrom.
    Installieren, anstecken, Zähler ablesen...


    Ebenfalls kein Widerspruch, denn PV passt für Dich in jeder Richtung ganz toll.


    Mein Hinweis galt auch eher denen ... die privat gerne in Photovoltaik investieren wollen, dies aber mangels geeigneter Dachfläche nicht können oder nicht bereit sind, die aktuellen Preise zu bezahlen...
    Ich ergänze. ... oder um ihr ökologisches Engagement auf sinnvolle Weise zu ergänzen.


    Nun ja, ...einfach... und ...sinnvoll... sind reine subjektive Wahrnehmungen.
    Vorteile und Nachteile sind Ergebnis von Wertungen vergleichender Betrachtungen, abhängig von Blickwinkel oder Standpunkt.
    Tatsache ist jedoch, dass heute, am 14. April 2006, ein Vergleich nach Renditegesichtspunkten über eine Zeitraum von 20 Jahren zu Gunsten einer Investition in PHOTOSYNTHESE also Holz ausfallen dürfte. Nach einer Energiebilanz sowieso und nach einer CO2-Bilanz erst recht :!:

    Aber vielleicht darf man das garnicht vergleichen...
    ;-)


    Tschüss
    Doris

    Forest Finance


    Hallo,
    seit dem vergangen Jahr steigen die Preise für Photovoltaik in Bereiche, wo eine Rentabilität der Investition immer fragwürdiger wird. An andere Stelle postete ich schon mal: "... Die Kunden müssen erst ihr Dach, dann den Kontostand prüfen und anschließend hart verhandeln...“

    Was sollen z. B. die Menschen tun, die privat gerne in Photovoltaik investieren wollen, dies aber mangels geeigneter Dachfläche nicht können oder nicht bereit sind, die aktuellen Preise zu bezahlen? Aber was gibt es für Alternativen?
    Beteiligungen? Naja - vielleicht!


    Wie wäre es denn mal damit: PHOTOSYNTHESE statt Photovoltaik.


    Also die Sonne erledigt auch hierbei bekanntlich die wichtigste Arbeit. Sieht man ja am Rasen, an den Blumen, an den Bäumen... :D


    Bäume??? Na klar. Holz. NUTZHOLZ!!! Am Besten EDELHOLZ!!!
    Da war doch noch was: Abgeholzter Urwald im Amazonasgebiet, Kahlschlag in Panama, Puerto Rico, Brandrodung in Afrika! Jahrzehnte alte Bäume!!!
    Und da privat investieren???? Nee, niemals! :twisted:


    Moment! Wir sprachen von Photosynthese - also vom Wachsen der Bäume.
    Dazu gehört am Anfang eine Pflanze - ein Setzling. Am Ende fällen den Baum, den wir vorher gepflanzt haben und pflanzen wieder einen neuen oder zwei.
    Kostenpunkt incl. aller Nebenkosten vielleicht 30 Euro, damit er an Ort und Stelle eingepflanzt und gepflegt wird. :?
    Wegen den Photosynthese wächst er nun von selber und wird in 20 Jahren zu einem erntereifen Baum! Guckt man sich das Wachstum eines Baumes an, erbringt er doch nichts anderes als einen natürlichen Zinseszins.
    Wenn man da jeden Monat 30 Euro.... oder 300... :roll:


    Oder


    Wenn es gelingt, die waldbaulichen Risiken auszuschalten, weil ich mich nicht am Unternehmen oder Projekten beteilige, sondern den Sachwert Holz kaufe...
    Ich kaufe heute mit Lieferoption in 20 oder 25 Jahren und verkaufe dann zu dem aktuellen Wert - Genau wie eine Goldmünze oder einen Silberbarren. Ich kann dieses Holz auch früher oder später verkaufen, wenn ich den Sachwert wieder in klingende Münze verwandeln will. :idea:


    Die folgende Frage kenne ich schon:
    Richtig. Holz brennt auch. Und auch ein Waldbauunternehmen kann Pleite gehen.
    Also brauchen wir für eine so lange Zeit Sicherheiten!
    Nun, es sind die Gleichen, wie bei PV. Diesmal nur anders herum. Du bist also in der vergleichbarenen Situation, wie deine Bank bei einer 100% Finanzierung der PV-Anlage auf deinem Dach.
    Erstrangige Grundschuld auf die Parzellen, wo die Bäume wachsen und/oder Sicherungsübereignung eine bestimmten Menge vorhandenes Edelholz. Damit ist dann erstmal die Werthaltigkeit garantiert und dein Interesse als Gläubiger gewahrt. :)


    Was noch: Ja, es gibt eine echte, messbare CO2-Einsparung, die dann in Form von Holz vorliegt. :!:


    Fast vergessen - Rendite: bis 15% :shock:
    (Wie hoch war gleich die Rendite bei PV zur Zeit?)

    Was muss man tun
    :?:
    Erst mal informieren - und zwar umfassend. Am Besten im Internet. Und dann findet man u. a. diese Seiten hier:


    http://www.primeforestry.com
    http://www.baumsparvertrag.de
    http://www.lignumag.de


    Vielleicht ist ja zur Zeit die Photosynthese tatsächlich eine Alternative zu Photovoltaik....
    Könnte man ja mal darüber nachdenken. Oder? ;-)


    Tschüss
    Doris

    Teure Energie: 10 wichtige Fragen

    1. Gibt es 2050 noch genug Öl :?:
    2. Wie sieht der Übergang zu den erneuerbaren Energien aus :?:
    3. Wird es Kriege um Energie geben?
    4. Wird die Kernenergie eine Renaissance erleben :?:
    5. Wird es Solarfarmen in der Sahara geben :?:
    6. Womit werden unsere Autos fahren :?:
    7. Was wird 2050 die wichtigste Energiequelle sein :?:
    8. Woher wird die Energie für Deutschland stammen :?:
    9. Werden alle Menschen auf der Erde genug Energie haben :?:
    10. Gibt es noch Hoffnung auf eine umweltfreundliche und unerschöpfliche Energiequelle :?:


    .... und der Versuch Antworten zufinden:


    HIER
    : :arrow: http://www.zeit.de/zeit-wissen…2050_Energie.xml?page=all



    ... So paradox es klingen mag, die wichtigste Quelle wird der vermiedene Verbrauch sein...
    ... doch das Energiewunder wird wohl ausbleiben. ...




    .

    Hallo,
    hier ist noch was für coole Kalkulatoren und Rechner.


    Kommt mir gerade recht :):):) - Die PHOTON vom April 2006 kippt neues Wasser auf meine Mühle. Ab Seite 120 steht da unter anderem zu lesen:


    „... Der Durchschnitt in der Leistungskatergorie zwei bis fünf Kilowatt liegt inclusive Montage und Netzanschluss bei 6.244 Euro pro kW, im Vorjahr waren es noch 6.164 Euro...“
    Also gegenüber dem Vorjahr knapp 1,3 Prozent höher und das bei 5% weniger Einspeisevergütung.

    „... von 2003 auf 2004 betrug die Teuerungsrate noch über 7%...“


    „... Anlagen über zehn Kilowatt kosten ausweislich unserer Erhebung im Schnitt 5.872 Euro/kW, 2005 fielen hier 5.470 Euro an...“
    Das ist eine Steigerung von 7%, im Vorjahr waren es sogar knappe 10%!


    „... Auch wer seine Anlage mit zinsgünstigen Krediten zum Beispiel aus dem Programm „Solarstrom erzeugen“ der KfW-Bankengruppe finanziert, muss unter diesen Bedingungen sehr sorgfältig kalkulieren...“
    Auch PHOTON ist der Ansicht, dass sich eine PV-Anlage unter normalen Umständen nicht mehr rentiert, bestenfalls noch als PV-Unternehmen mit Mehrwertsteuererstattung.


    Wer mit einem einen Ertrag von „... mehr als 900 Kilowattstunden pro Kilowatt kalkuliert, muss seine Anlage für weniger als 5.300 Euro erstehen, wenn er am Ende nicht womöglich draufzahlen will. Das entspricht einem Bruttopreis von knapp 6.150 Euro. ...“
    Bei einer Kalkulationsbasis von 850 kWh/kWp ist die magische Grenze bei 5.000 Euro. Netto versteht sich.


    In beiden Fällen kann man mit einem Ergebnis so um Null rechnen. Aber wehe die Damen und Herren beim Finanzamt kriegen irgendwann mit, dass die Rechnung am Ende nicht aufgeht. Die Beamten dort können mit Zahlen ganz gut umgehen und sie warten ganz sicher nicht, bis die 20 Jahre steuerliche Lebensdauer der Anlage um sind. Das sollte jedem PV-Unternehmer klar sein! Dann sind das zuerst mal exakt 16% incl. Zinsen, die für den Finanzminister abzudrücken wären, weil der verschenkt nix. Den Rest der Rückzahlungen kriegst Du dann später vorgerechnet. Kollektor hat schon weiter oben darauf hingewiesen. Übrigens hat sich sicher herumgesprochen, das nächstes Jahr die MWSt. 19% ist. Das dürfte dann der Branche den Rest geben - wenn sich an den Preisen nichts bewegt - zumindest hier in Deutschland.


    Das heisst: „... Die heutigen Durchschnittspreise in der für private Anlagen Betreiber typischen Anlagenkategorie von zwei bis fünf Kilowatt liegen bereits über dem Limit. Und auch bei größeren Systemen von fünf bis zehn Kilowatt ist praktisch keine Luft mehr. Das Ende der Fahnenstange ist erreicht. ...“


    Bernhard Scherf, Geschäftsführer der Alternative Energiesysteme GmbH in Altdöbern (das ist bei mir hier gleich um die Ecke), meint: „... die zur Amortisation erforderlichen Erträge lassen sich an den meisten Standorten nur erzielen , wenn Neigung und Ausrichtung nur wenig vom Optimum abweichen...“ Er sagt: „... Wer nicht ideale Verhältnisse hat, der macht überhaupt nichts mehr.“


    Ein sehr wichtiger Ratschlag ist auch hier zu finden: „... Die Kunden müssen erst ihr Dach, dann den Kontostand prüfen und anschließend hart verhandeln...“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.


    Auf den nächsten Seiten gibt es eine Übersichtstabelle mit 237 Installationsangeboten. PHOTON bezeichnet die Tabelle als Übersicht für eine Stichprobe und nicht unbedingt als repräsentativ, weil eine Reihe von wichtigen Unternehmen sich scheinbar nicht in die Karten gucken lassen wollen.
    Unter anderem stehen da Preise für Lieferung, Montage und Netzanschluss als Komplettsystem von sage und schreibe über 7.500 Euro pro kWp –
    in Worten: SIEBENTAUSENDFÜNFHUNDERT EURO.
    :shock::shock::shock:
    Dabei bin ich nicht mal sicher, ob ich den teuersten Anbieter entdeckt habe.
    Ich musste mir nach dem Studium der Tabelle ganz schnell einen alten Weinbrand eingießen. :cry::oops::?':)


    Ja, das gibt es im Jahre 2006! Und Käufer gibt es offensichtlich auch noch. Deren Beweggründe wüsste ich gerne mal.
    Mit wirtschaftlicher Vernunft hat es eher nichts zu tun ....


    Soviel von meiner Seite zu Preisen und Rendite.


    Tschüss
    Doris

    Hallo Betatester,
    ich glaube nicht, dass Dir hier jemand Deine Entscheidung abnehmen wird. Auch eine direkte Warnung wirst Du kaum zu hören bekommen. Du kannst aber die besorgten indirekten Hinweise hier durchaus so für Dich interpretieren, dass eine Investition in PV allein aus Renditegesichtspunkten zur Zeit nicht lohnt.


    Anderswo habe ich mal geschrieben, dass es immer darauf ankommt, ob Du Dir eine solche Investition leisten kannst, ob die Grundschuldeintragung irgendwann jemanden stören könnte, ob Du jung genug bist, ob Dein Job die steuerlichen Vorteile hergibt, ... usw.
    Wenn Du anderweitig dicke Reserven hast oder erwarten kannst, so dass Dich plötzliche tiefgreifende Änderungen Deiner Lebensumstände und die Deiner Familie nicht zu Boden drücken - dann los!.

    Es muss für Dich passen!!!


    Ein Unternehmer und ein Beamter ist da besser dran. Die haben beide andere Möglichkeiten - der eine durch seine faktische Unkündbarkeit, der andere durch Kompensationsmöglichkeiten im Unternehmen. Der Arbeitnehmer, dessen Darlehen durch Kapital oder Wertpapiere gedeckt sind, natürlich ebenso.
    Wenn das für Dich auch zutrifft - na dann, auf geht's!


    Du musst wissen, dass Du Deine mühsam aufgebauten Sicherheiten, verpfändest für ein Geschäft mit unsicherer Rendite. Alleine der Faktor Inflationsrate, kann Dein kalkuliertes Gesamtergebnis schon sehr zeitig kippen. Er wird bei Renditeberechnungen gerne vergessen oder bestenfalls als Konstante angesetzt! Die Frage nach der Rentabilität über 20 Jahre ist n. m. E. eine reine Zahlenspielerei - Werbung halt.
    Und Dir muss auch klar sein, das Du notfalls die Anlage nur mit Verlust oder garnicht verkaufen kannst, aber das Darlehen für mindestens 10 Jahre trotzdem an der Backe hast.


    Na klar geht die Sonne morgen wieder auf! Und das bleibt vorläufig auch so. Aber 20 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Jede Kalkulation wird mit zunehmender Dauer unklarer und unsicherer und unsinnig. Dazu kommt, dass ein uneingeschränktes Vertrauen in die derzeitige inländische Rechtslandschaft bei der vorliegenden Kassenlage nicht so sehr angebracht scheint. Das haben Investoren von Windkraftfonds eben zu spüren bekommen - von wegen Rückwirkungsverbot. Denkste!


    Lieber Betatester,
    kann sein, dass ich wegen meiner Ansicht hier gerupft werde.
    Es gibt genauso herausragende Gründe für Deine Investition, wie es aktuell schwerwiegende Argumente gegen sie gibt.
    Aber Du findest ganz sicher andere Alternativen, um für die Umwelt etwas zu tun, die sich indirekt genauso auf Deine finanzielle Entwicklung auswirken, aber überschaubar sind in Geld UND Zeit.


    Photovoltaik ist eine super Sache und macht riesigen Spaß! Aber Euphorie ist gefährlich. Sie verschiebt die Wahrnehmungsgrenzen. Ursprüngliche Weitsicht wird dann zum Tunnelblick. Der Betreffende kriegt das i.d.R. nicht mit, weil er sich unbewusst den Signalen aus seiner Umwelt verschließt. Damit wird das Risiko nicht mehr kalkulierbar und der Spaß ist ganz schnell zu Ende.


    Wenn Du unsicher bist, dann gibt Deinem Verstand wieder eine Chance und lasse lieber die Finger von der Sache. Vielleicht gehts ja auch eine Nummer kleiner... Wie hoch war gleich Dein Eigenbedarf?


    Es gibt soetwas wie einen obersten Grundsatz, der für Entscheidungen bei Geldanlagen und Investition gleichermaßen gilt:
    IM ZWEIFEL NIE!!!
    Die Gültigkeit dieses Grundsatzes kann ich durch eigene Erfahrung mehrfach bestätigen.


    Das gilt natürlich nicht für Spieler..... ;-)


    Tschüss
    Doris

    Hallo,
    ich habe gerade gelesen:

    Zitat

    ...Als Steuerung fänd ich ein neuronales Netz (in Form eines IC) sinnvoll, welches die Module über Informationen aus Lichtsensoren ausrichtet. Das bräuchte zur Wirtschaftlichkeit wohl mehrere tausend Stück (oder ein gewisses Engagement), hat aber den Vorteil, das die Nachführung völlig unabhängig von Veränderungen durch Standortwechsel erfolgt. Die Module wären Zeit- und Ortsunabhängig immer optimal ausgerichtet, müssten nicht erst eingemessen werden, egal ob in Norddeich oder München...


    Na klar, man kann eine Kerze auch mit einem Ventilator auspusten. :lol: :lol: :lol:
    Ich kann mir nicht verkneifen, meinen (nicht ganz ernst gemeinten ;-) ) Senf dazuzugeben:


    Wir wollen also eine Nachführung BASTELN - zum Lernen und zum Probieren.
    Erst mal rauskriegen, wo Süden ist. Sonne brauchen wir für Strom sowieso. Also haben wir die auch zum Ausrichten. Süden kriegt man raus, wenn man eine Pfahl in die Erde rammt und guckt, wo der Schatten um Zwölfe hinzeigt - da ist bekanntlich Norden.
    Ähm, Kompass geht natürlich auch. :):):)


    Als Steuerungsgeber für die Nachführung reicht ein stinknormaler Quarzwecker, der morgens zum Sonnenaufgang seinen 1. Weckimpuls=Startimpuls an einen einfachen Zeitgeber mit T=15 min und Tau für die Einschaltdauer des Steuermotors zum Erreichen der gewünschten Ausrichtung gibt. Eine Stunde sind immer 15° . Es wird 4x pro Stunde nachgeführt, also etwa alle 3,75°.
    Vielleicht führt eine häufigere Nachführung zu einer genaueren Ausrichtung. Mir kann keiner erzählen, dass das zu einer nennenswerten Ertragssteigerung führt.
    Der Wecker muss immer wieder mal eine neue Weckzeit verpasst kriegen, z. B. wenn die Neigung des Moduls umgestellt wird. Das geht natürlich auch anders, in dem einfach die Quarzfrequenz des Weckers manipuliert wird, dass dieser im ersten Halbjahr langsamer läuft und im zweiten schneller. Das funktioniert, weil die tägliche, wöchentliche, monatliche Änderungen des Sonnenaufganges feststehen (Kalender). Und schon haben wir eine großartige astronomische geführte Steuerung :shock:


    Mit einem kleinen Gleichstrommotor, in der Art Scheibenwischermotor (hohes Drehmoment und lange Lebensdauer) und zwei oder vier dicken Kondensatoren, wie sie für die Booster der CD-Player-Verstärker im Auto verwendet werden, die abwechselnd von der PV-Zelle aufgeladen werden, versorgt sich das Ding selber. :idea:
    Was noch? Ach ja ein Endschalter, der Abends die Rückkehr in die Startposition auslöst. Das ist alles. ;-)


    Aber wenn es regnet, tut unsere Anlage auch so, als wenn sie Strom produziert und fährt der fiktiven Sonne hinterher. Die Nachführung verbrät also den Strom, den wir in den Pufferakkus gespeichert haben.
    Das ist schlecht :-(


    Wie wäre es aber damit:
    Wir nutzen besser die solare Wärme und laden damit ein pneumatisches oder hydraulisches System. Thermohydraulische Nachführsysteme sind nicht neu. Das Prinzip besteht darin, "... das Verdampferröhren unterschiedlich intensiv beleuchtet werden, wenn diese nicht frontal zur Sonne ausgerichtet sind. Dies führt zu unterschiedlichen Druckverhältnissen im Hydraulikzylinder. Durch beidseitig wirkenden Kolben und auf Grund der mechanischen Kopplung richtet sich der Generator zur Sonne aus.
    (Quelle: W. Knaupp, F. Staiß - Photovoltaik, ein Leitfaden für Anwender, ISBN 3-8249-0519-1 TÜV-Verlag GmbH, Köln, Seite 31 ff.)


    Jetzt habe ich letztens im Baumarkt solche Thermohydraulischen Systeme gesehen. Damit werden ziemliche große Gewächshausfenster bewegt. Man müsste mal gucken, ob sich hiermit etwas in Richtung Nachführung bauen lässt. Vorteil: Die Ausrichtung erfolgt nur, wenn Sonne da ist (geringer Verschleiß) und es besteht kein Bedarf an Hilfsenergie.


    Ist ja nur mal so ein Gedanke... :roll:


    Tschüss
    Doris

    Hallo Betatester,
    dieser Artikel hat Dich doch nicht wirklich erschreckt?
    Rechne mal die gleichen Bedingungen auf Deine vorgesehene Anlagengröße herunter....


    Es ist so, wie es ist. Meine Rede seit Monaten. Hier z. B.:
    http://www.photovoltaikforum.c…s=0&postorder=asc&start=0
    am 10. Februar 2006 irgendwo in der Mitte der Beiträge:

    Zitat

    ...Tja, sieht so aus, dass ich mit meinem Kalkulationsergebnis in meinem Beitrag vom 27.12.2005 http://www.photovoltaikforum.c…=0&postorder=asc&start=15 nicht so sehr daneben liege.
    Ich hatte Brutto 5.800 als Schmerzgrenze errechnet.
    Leider hat sich in der Branche noch nicht herumgesprochen, dass man über den Preis auch einen PV-Boom ganz schnell abwürgen kann und die Folgen dann vom jeweiligen Unternehmer auszubaden sind, wenn die Aufträge ausbleiben und die Cashcow plötzlich trocken steht...


    .... und ich dachte schon, ich hätte mich geirrt...


    In einem anderen Postig schrieb mppPeak:


    ...Lohnen wird sich das wohl nur für zwei.
    1) Der Umwelt (das finde ich gut)
    2) Deinem Solarteur und den Zwischenhändlern ....


    Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
    Und dem Beitrag in Deiner Zeitung auch nicht.


    Tschüss
    Doris