Beiträge von M Reiner

    Zitat von Buberbaer

    Der Anbieter (und ein Mitbewerber) wollen mir jetzt zumindest eine PV schmackhaft machen ... ohne Speicher. Da wurde gar nicht verstanden, dass meine Energiesparmaßnahmen von 1400 KWSt ja vor dem Hintergrund vorgenommen worden sind, dass der Speicher die Nacht überbrücken kann.


    Fazit: sehr schade aber ohne Förderung des Speichers werde ich mich nicht auf so ein 20-jähriges Abenteuer einlassen.


    Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist nicht, welche Menge an kWh Netzbezug Sie substituieren können, sondern vielmehr, zu welchen Gesamtkosten pro kWh Sie das tun.


    Eine 5kWp Photovoltaikanlagen zu typischen Preisen auf einem geeigneten Dach, bei der Sie vielleicht 600-800kWh direkt nutzen können und den Rest nach EEG einspeisen ist derzeit sehr wohl (gut!) wirtschaftlich zu betreiben, auch ohne Annahme steigender Strompreise.
    Bei der PV-Warmwasserversorgung stellt sich die Frage nach der Referenz. Bei einer modernen Gas- Holzpellet- oder Erdwärmepumpenheizung liegen die reinen Brennstoffkosten für 1kWh Warmwasser derzeit unter 10ct/kWh.
    Dies ist billiger als Sie derzeit für das Einspeisen von Solarstrom im EEG erhalten (12,88 ct/kWh), es wäre also so betrachtet mittels Heizstab die wirtschaftlich schlechtere Option zur Einspeisung nach EEG.
    Bei einem Luftwärmepumpensystem mit Pufferspeicher (auf dem Markt zu vergleichbaren Preisen wie oben skizziert betrachtet) wäre der Brennstoffpreis Solar dann beioportunitätskosten von ca. 5ct pro 1kWh Warmwasser, allerdings muss man die Anschaffungskosten für das System noch mit einkalkulieren.


    Reiner Solarthermie-Warmwassersysteme von Markenanbietern führen idR zu Kosten um die 15-20ct pro 1kWh Warmwasser. Hier spielt die Wirtschaftlichkeit aber meist keine Entscheidung beim Kauf.


    Auch bei manchen alten Öl- und Gasheizugungen liegen wegen des schlechten Wirkungsgrads im Sommer die Brennstoffkosten über 12ct/kWh Warmwasser, auch hier wäre ein wirtschaftlicher Betrieb denkbbar, man sollte aber abwägen, ob das Geld dann nicht generell noch effizienter in die Modernisierung der Heizungsanlage gesteckt würde.


    Mit freundlichen Grüßen

    Ein Pauschalpreis pro kWh Kapazität begünstigt sehr billige Batteriesysteme wie Blei-Säure. Eine derart einseitige Förderung war aber nicht das Ziel.


    Zitat von ecopowerprofi

    In unserer Preisliste kann man den Skaleneffekt sehr wohl erkennen. Wir fangen mit ca. 1000€ netto pro kWh Nutzspeicherkapazität bei 7,5 kWh an und liegen bei 47 kWh bei ca. 320€ netto pro kWh.


    Auch bei Bleisystemen gibt es natürlich Unterschiede im Anschaffungspreis. Unter anderem hat das auch mit den verwendeten Batterietypen zu tun. Was hier schlussendlich das wirtschaftliche Optimum ist aus Anschaffungspreis, Lebensdauer und Verlusten weiß man als Kunde im Grunde genommen erst im Nachhinein.
    Unabhängige und umfangreiche Vergleichsmessungen zu verschiedenen PV-Stromspeichern sind mir derzeit keine bekannt.


    Da Sie bei den großen Systemen nur den Energieinhalt ihrer vergeichsweise billigen Batteriezellen erhöhen, nicht aber die Leistung der Leistungselektronik ergeben sich hier auch merkliche Skaleneffekte. Am Markt ist das meiner Beobachtung nach aber eher unüblich.
    Bei "normalen" Anwendungsfällen sehe ich auch keinen wirtschaftlichen Vorteil eines überdimensionierten Speichers.


    Wer z.B. 4000kWh im Jahr verbraucht und eine 5kWp PV Anlage installiert hat verdoppelt ungefähr seine Eigenverbrauchsquote mit einem 5kWh Speicher. (natürlich auch abhängig vom Lastprofil).
    Ein 10kWh Speicher bringt nur noch ein paar Prozentpunkte extra, ein 20kWh Speicher praktisch garnix mehr. So zumindest unsere Simulationsergebnisse.


    Bzgl. Lebensdauer mag es Vorteile geben, das ist aber spekulativ.


    Mit freundlichen Grüßen


    PS: Im Anhang finden Sie die Analyse der Preise von den bisher bewilligten Förderanträgenmit einer Nutzkapazität unter 15kWh. Abgelehnte Förderanträge (idR wegen Unwirtschaftlichkeit) sind nicht inkludiert. Die eingezeichneten Linien sind keine berechneten Trendlinien, sondern dienen "nur" als Referenz für weitere Berechnungen, die hier nicht Thema sein sollen. Bei Neuanlagen sind in den Kosten teilweise die Wechselrichter im Solarstrang mit enthalten, das ist den Konditionen des Förderprogramms geschuldet.

    Zitat von jodl

    wo es so etwas wie eine "sächsische Förderungsrichtlinie für Speichersysteme" gibt, da wird diese natürlich auch in die angebotenen Preise eingebaut


    Die "üblichen" Preise bewegen sich bei grob 1500€ pro kWh Nutzkapazität bei Bleisystemen und bei ca. 2000€ pro kWh Nutzkapazität bei Lithiumssystemen mit einer gewissen Schwankungsbreite. Das sind Nettopreise inkl. Peripherie.


    Interessanterweise bemerken wir kaum Skaleneffekte. Große Speicher liegen pro kWh in einer ähnlichen Größenordnung wie kleine, obwohl man meinen würde, dass da zumindest die Peripheriekosten anteilig kleiner ausfallen würden.


    Wir haben die Möglichkeit, "zu teure" Systeme wegen Unwirtscahftlichkeit abzulehnen und tun dies auch. Den Antragstellern empfehlen wir in diesen Fällen weitere oder bessere Angebote einzuholen, was dann erfahrungsgemäß auch zu marktüblichen Preisen führt.


    Unsere Wirtschaftlichkeitsrechnug ist dabei sehr gutmütig, mit harten Kriterien gerechnet sind Speichersystemen der üblichen Hersteller derzeit idR nicht wirtschaftlich zu betreiben, auch nicht mit großzügiger Förderung.


    Wir empfehlen die Speicher den Leuten, die sie aus technischem Interesse oder anderen Kriterien haben wollen und das Risiko einer kürzeren Lebensdauer als erwartet zu tragen bereit sind. Generell empfehlen wir für Haushalte, die Nutzkapzität des Speichers nicht größer als den Nachtbedarf des haushalts im Sommer auszulegen, um eine einigermaßen hohe Auslastung des Speichers zu erreichen.
    Das gilt nicht, wenn die Notstromversorgung im Hauptfokus steht, aber dies ist nicht Bestandteil des Fördergegenstandes.


    Mit freundlichen Grüßen

    Zitat von Buberbaer


    Förderdummer Sachsen: 11514,58 Euro.


    Die Gelder aus der "ersten Runde" sind mit den bisher vorliegenden Förderanträgen zu Stromspeichern (ca. 300 Stück) ausgeschöpft. Neue Anträge werden daher von der SAB nicht mehr bewilligt.


    Möglicherweise wird es ein Nachfolgeprogramm geben, dann aber zu anderen Konditionen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Eine Anbindng des Speichers an der DC-DC Schnittstelle des Wechselrichters ist selbstverständlich förderfähig. Dieses System ist bei Neuinstallationen ja üblicherweise das elegantere und mit weniger Umwandlungsverlusten behaftet.


    Solche Systeme sind aber dafür ausgelegt, dass solare Überschüsse, auch ins Netz abgegeben werden, sie werden also in Kombination mit EEG Anlagen betrieben.
    Wenn die Auslegung so ist, dass tatsächlich keine einzige kWh im Jahr eingespeist wird, dann ist das trotzdem förderfähig (Teil A), solange es sich bei der PV Anlage um eine EEG Anlage handelt.
    So ein Speicher wäre aber im Sommer nicht voll ausgelastet und im Winter dann erst recht nicht, so dass die Wirtschaftlichkeit meiner Einschätzung nach zu hinterfragen wäre.


    Was nicht gefördert wird sind Speicher für PV-Inselsysteme, bei denen die Netzeinspeisung generell nicht möglich/vorgesehen ist und die auch nicht unter das EEG fallen. Das Nachladen des Speichers aus dem Netz macht die Inselanlage in diesem Förderprgramm nicht zu einer netzgekoppelten Anlage, auch der PV Generator muss (natürlich über den DC-AC Weg) netzgekoppelt sein, also technisch in der Lage sein, Solarstrom ins Netz abzugeben.


    Die Grenze zwischen diesen beiden Fällen erscheint mir derzeit recht eindeutig zu sein, im Zweifelsfall müsste man dann konkret die Förderfähigkeit prüfen.


    Was bei einigen Speichern an der DC-DC-Schnittstelle nach bisherigen Erkentnissen problematisch sein könnte ist die Lieferung der speicherbaren Daten im 15 Minuten Takt. Dies scheint derzeit nicht bei jedem Speicheranbieter so (problemlos) möglich zu sein, ist aber klare Fördervoraussetzung, weil wir nur so in der Lage sein weden, mit überschaubarem Aufwand verschiedene Systeme und Anwedungsszenarien schlussendlich auswerten und vergleichen zu können und die Einhaltung der Fördervorausetzungen überprüfen können.


    mit freundlichen Grüßen


    Martin Reiner

    Sehr geehrte Solarteure, PV Anlagenbetreiber und sonstige Interessenten.


    Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH möchte Sie auch 2013 wieder zu einer Photovoltaik Veranstaltung in Dresden einladen.


    Schwerpunkt liegt bei Fragen aus dem praktischen Betrieb. Was ist zu beachten beim Verkauf von Solarstrom an Dritte? Wie lassen sich Risiken durch Hochwasser oder Feuer minimieren? Wie gut funktionieren PV Anlagen nach 20 Jahren Betrieb? Wie lässt sich Solarstrom sinnvoll zur Wärmeerzeugung und als „Treibstoff“ für Elektroautos nutzen? Wie lässt sich Solarstrom speichern und was ist beim neuen sächsischen Förderprogramm zu dezentralen Stromspeichern zu beachten?


    Veranstaltungsort ist das Konferenzzentrum der sächsischen Aufbaubank - SAB. Pirnaische Straße 9, 01069 Dresden.


    Die Teilnahme ist kostenfrei.


    Anbei das Programm:


    13:00 Uhr - Einlass


    13:30 Uhr - Begrüßung


    13:40 Uhr - Rechtlicher Rahmen für Eigenverbrauch und Drittverbrauch. (Anja Assion, GÖTZE Rechtsanwälte)


    14:20 Uhr - PV Anlagen im Feuerwehreinsatz (Horst Thiem, Feuerwehr München)


    15:20 Uhr - 20 Jahre 1000 Dächer Programm in Sachsen: Langzeiterfahrungen mit Photovoltaikanlagen. (Prof. Dr. Udo Rindelhardt)


    16:00 - 16:30Uhr - Kaffeepause


    16:30 Uhr - Photovoltaik als Energielieferant im Solarhaus und als „Treibstoff“ für Elektrofahrzeuge. (Arndt Brunner, Brunner Solarhaus GmbH / André Laukner, Laukner Energietechnik)


    17:30 Uhr - Speicherung von Solarstrom und sächsisches Förderprogramm zu dezentralen Stromspeichern. (Martin Reiner, Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH)


    18:30 Uhr - Diskussion und Ende der Veranstaltung

    Anmeldung bitte bis zum 6.12.2013 über unsere Internetseite, per Email oder per Fax (siehe Signatur)


    http://www.saena.de/aktuelles/veranstaltung.html?eid=133


    mit freundlichen Grüßen


    Martin Reiner

    Zitat von Joe-Haus


    Danke, Hr. Martin Reiner, für die Klarstellungen und Hinweise. Allerdings ist mir immer noch nicht klar, ob nun eine Netzgekoppelte Halbinsel (bspw. Steca XTender mit Batterievorrang) nun förderfähig ist oder nicht? Denn bei einer solchen Kombination gäbe es zwar Netzkopplung, aber keine Einspeisung. Eine SunnyBackUp-Lösung böte zwar Einspeisung bei Überangebot, aber ebenfalls keinen Energieabruf aus dem Speicher durch das EVU.


    Sollten derartige Kombinationen ausgeklammert sein, fällt wohl die Mehrzahl der sinnvollen Privatinstallationen weg.


    Guten Tag Joe-Haus,


    es gibt zwei Programmteile.


    Teil B beschreibt eine begrenzte Anzahl von Modellvorhaben, für die ein Konzept einzureichen ist. Anhand dieses Konzepts wird entschieden, ob das förderfähig ist. Hauptpunkte sind unter anderem, dass mindestens(!) 50% der erzeugten Solarstrommenge (Stichwort: "überwiegend") ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, dass der Strom außerhalb des EEG vermarktet wird und dass der Speicher nicht nur der Erhöhung des Eigenverbrauchs dient, sondern auch netzstützende Funktionen bietet und zu diesem Zwecke auch extern ansteuerbar ist. Wie bei allen Modellvorhaben muss es ein Konzept zur Auswertung und Veröffentlichung der Daten geben.
    Das sind sehr hohe Anforderungen, im Gegenzug steht auch eine sehr hohe Förderung.


    Teil A ist der Standardteil. Dieser fokussiert auf netzgekoppelte Speicher. Hauptvoraussetzung ist die Existenz oder die Errichtung einer PV Anlage, die Drosselung der Einspeiseleistung auf max 40% der max. PV Generatorleistung sowie die Lieferung der 15 Minuten Daten zu diversen Energieströme nach 1 Jahr und nach 3 Jahren per CD an die SAB.
    Wenn ich Ihr Beispiel richtig verstanden habe beschreiben sie eine PV Anlage, die _nicht_ über einen am Stromnetz geführten Wechselrichter netzgekoppelt betrieben wird (also auch keine EEG Anlage ist), sondern eine Insel versorgt und diese Insel nutzt das Netz nur als Backup zum "nachladen" der Batterien.
    Ein solches System wäre im sächsischen Programm nicht förderfähig.


    Ich stimme übrigens mit Ihnen überein, dass auch mit Förderung die Stromspeicher keineswegs "automatisch" wirtschaftlich werden, dazu sind diese Speichersysteme idR zu teuer. Mit dem Antragsformular ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung einzureichen. Dies dient auch dazu, dass sich der Antragsteller der Ökonomie dessen bewusst wird, was er da erwerben möchte.


    mit freundlichen Grüßen
    Martin Reiner

    Guten Tag,


    Zitat von Kulow


    Hier in Sachsen wurde ein Förderprogramm aufgelegt, welches es ermöglicht zwischen 50 und 70% der Bruttokosten ohne Rückzahlung gefördert zu bekommen.


    Sie liegen hier einem Irrtum auf. Förderfähig sind die Nettokosten. Als PV Anlagenbetreiber werden Sie fördertechnisch von der SAB wie ein Unternehmer eingestuft. (diese Einstufung ist unabhängig von der steuerrechtlichen Einstufung)


    Zitat


    Wenn ich von 50 % Förderung vom Brutto ausgehe und noch die Mwst. (?) zurück bekomme, habe ich noch 6000 euro eigene Kosten.


    Förderfähig sind nur die Nettokosten für den Speicher. Die Installation des Speichers ist nicht förderfähig. Wenn in ihren Angeboten keine Installationskosten ausgeweisen werden, dann wird ein Pauschalpreis abgezogen.


    Zitat

    Rein rechnerisch würde sich diese Investition sicherlich auszahlen.


    Der Vorteil der Stromspeicherung zur späteren Eigennutzung statt der Einspeisung nach EEG liegt derzeit bei grob 10ct/kWh. Ein Stromspeicher wird vielleicht 250 Vollzyklen pro Jahr durchlaufen. Bei 8kWh Nettokapazität entspricht dies einer gespeicherten Strommenge von 2.000kWh pro Jahr und somit einem finaziellen Vorteil von 200 Euro pro Jahr.


    Selbstverständlich ist diese Betrachtung extrem vereinfacht, aber ein Gefühl für die Größenordnungen sollte sich damit ergeben.


    Zitat


    Die restlichen 20% Förderung würde man laut zitat so bekommen:
    Zuschuss 10% , wenn Sie Ihre Energieverbräuche für jeden im Internet darstellen wollen, weitere 10% wenn Sie Geräte, die mindestens 10% Ihrer Energie verbrauchen, intelligent ansteuern können


    Mit diesen Boni erhöht sich der Fördersatz auf die förderfähigen Komponenten um jeweils 10% Punkte.


    Wenn in Ihrem Beispiel die förderfähigen Kosten 16.800 Euro netto betragen würden, dann läge der Fördersatz bei 8.400 Euro, 10.080 Euro oder 11760 Euro. (entsprechend 50%, 60% oder 70% Förderung). Da die Auszahlung der Fördermittel erst mit Einreichung der Abrechnungsunterlagen erfolgen kann müssen Sie in der Lage sein den vollen Betrag aus eigener Tasche bzw. vorübergehenden Kredit bezahlen zu können.


    Beachten Sie die weiteren Voraussetzungen, u.a.:


    Die maximale Einspeiseleistung am Einspeisepunkt darf 40% der Solargeneratornennleistung nicht überschreiten.


    Es muss ein Datenlogger installiert werden, der Energieströme (siehe Merkblatt) in 15 Minuten Intervallen aufnimmt und speichert. Bei steuerbaren Lasten sind auch diese Lasten entsprechend zu erfassen. Diese in Excel auslesbaren Datensätze müssen Sie nach 1 Jahr und nach 3 Jahren bei der SAB auf CD einreichen.


    Angesichts der Einordnung dieses threads in der Sektion "off grid" weise ich ausdrücklich darauf hin, dass ausschließlich netzgekoppelte Stromspeicher gefördert werden. Inselanlagen sind nicht förderfähig!


    Bitte beachten Sie, dass dies keine rechtsverbindliche Auskunft oder Beratung ist!


    mit freundlichen Grüßen


    Martin Reiner

    Guten Tag,


    die Richtlinie EuK speist sich idR aus Europäischen Fördertöpfen (EFRE). Die Förderperiode 2007-2013 läuft allerdings derzeit aus.


    Das Programm zur Förderung dezentraler Stromerzeugung (hier: kleine Brennstoffzellen) - und -speicherung wird zwar innerhalb dieser Richtlinie abgewickelt, speist sich allerdings aus sächsischen Haushaltsmitteln.


    Um Missverständnissen vorzubeugen:


    Die Modellprojekte mit einem Fördersatz von _bis zu_ 75% gelten für Anlagen, bei denen der Betreiber/Antragsteller gemeinsam mit dem Netzbetreiber ein Konzept vorlegt zu Vermarktung signifikanter (mind. 50%!) Solarstrommengen zu Marktpreisen und Lieferung ggf auch nach Bedarf aus dem Speicher. Eine Ansteuerung des Speichers auch durch den Netzbetreiber sollte vorgesehen sein. Eine Vergütung durch das EEG ist nicht erlaubt.
    Gefördert werden in diesem Teil keine Inselanlagen oder überwiegend Eigenverbrauchsanlagen!


    Beim Standardteil wird im Wesentlichen der Stromspeicher + Wechselrichter gefördert. Da zumindest fördertechnisch alle Betreiber zu Unternehmern werden ist nur der Nettopreis förderfähig.
    Die Bedingungen sind u.a. eine Drosselung der maximalen Einspeiseleistung auf 40% der PV-Generatorleistung (STOC) sowie eine Lieferung von diversen 15 Minuten Messwerten als Datei nach 1 und 3 Jahren.


    Die Details können Sie den oben verlinkten Merkblättern entnehmen.


    Als Stromspeicher gilt alles, wo Elektrizität hinein und auch wieder hinaus geht. Theoretisch wäre also z.B. auch ein Schwungradspeicher förderfähig, sofern es sich nicht um Eigenbauten, gebrauchte Teile oder Prototypen handelt. Diese sind generell von einer Förderung ausgeschlossen...


    Mit freundlichen Grüßen


    Martin Reiner

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    die Energiewende stellt Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland vor große Herausforderungen, denn der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll in den kommenden Jahren rasch steigen.


    Photovoltaik hat in den letzten Jahren mit rasanten Zubauraten zum aktuellen Stand der Energiewende maßgeblich mit beigetragen und erreicht nun mit mehr als 31GW installierter Leistung die größte Kapazität aller Energieträger zur Stromerzeugung in Deutschland.


    Ein weiterer rascher Ausbau der Solarstromleistung bringt neue Herausforderungen für die Stromversorgung mit sich, für die es zeitnah Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln gilt.


    Darüber hinaus hat Photovoltaik in den vergangenen Jahren die sogenannte „grid parity“ für kleine Verbraucher erreicht und mit weiter sinkenden Gestehungskosten für Solarstrom öffnen sich zunehmend neue Märkte zur erweiterten Nutzung dieses selbst erzeugten Stroms.


    Ich lade Sie herzlich zu unserer Fachveranstaltung „Neue Strategien und Technologien im Photovoltaikmarkt„ am 26.11.2012 nach Dresden ein. Sie erhalten einen Einblick in aktuelle Projektbeispiele aus der Praxis, zudem werden neuen Ideen und Konzepte vorgestellt. Außerdem besteht Raum für Diskussionsmöglichkeiten zu den Marktchancen künftiger Projekte und einer möglichen Rolle von Solarstrom unter den sich rasch ändernden Rahmenbedingungen im Energiemix der Zukunft.


    Da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist bitten wir Sie um Anmeldung über das beigefügte Veranstaltungsprogramm oder im Internet unter http://www.saena.de/Aktuelles/Veranstaltungen.html. Die Teilnahme ist kostenfrei.


    Veranstaltungsprogramm als pdf zum download: https://intra.saena.de/tycon/file.php?id=2215


    Mit freundlichen Grüßen


    Martin Reiner