Beiträge von sunny_marvin

    Meiner meinung nach ist in erster Lineie entscheidend WAS du "garantiert" bekommst und in zweiter Line erst WIE LANGE. Lest euch die Garantiebedingungen mal en detail durch und ihr werdet sehen da ist viel "Luft" drin. So kann Solarworld euch im Reklamationsfall auch gebrauchte Austauschmodule ihrer Wahl liefern. Und ähnlich sieht es bei den anderen Herstellern aus.


    Lieber 5 Jahre Garantie mit Substanz als 20 Jahre Luft. Wenn dein Modul über den jordan geht, dann mit größter Wahrscheinlichkeit in der Gewährleistung (gesetzlich geregelt, 2 Jahre). Falls ein Hersteller also wirklich "Eier in der Hose hat", dann bietet er den Kunden eine verbindleiche Verlängerung der Gewährleistung über die gesetzlich bestimmten 2 Jahre!!! Das hat dann auch jur. Substanz...


    Das ist aber nur meine bescheidene Meinung...

    Hallo,


    ich finde 215 Wp für 54 Zellen poly ganz OK. Ein Standardmodul würd ich sagen ob besser oder schlechter als jemand anderes weiss ich nicht find ich auch schwer zu beurteilen.


    Meiner Meinung muss das Gesamtpaket stimmen, also deine Systemauslegung und Renditeaussicht. Immerhin hast du mit Schüco einen solventen Garantiegeber mit Firmensitz Deutschland. Wenn was schief geht hast du juristisch gute Karten dein Recht zu bekommen.

    Zitat von Bento

    Viele wissen eben nicht, dass Gewährleistung und Garantie zwei unterschiedliche Dinge sind!


    Genau hier liegt das Problem, vor allem viele ausländische Firmen die ihre Produkte direkt oder indirekt im deutschen Markt vertreiben kennen den Unterschied nicht, was immer wieder zu Problemen bei der Abwicklung von Schadensfällen führt.


    Es gibt die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung
    und
    die Leistungsgarantie (90% 10 Jahre, 80% 20 Jahre) die nicht gesetzlich festgelegt ist, sondern Industriestandard
    und
    die freiwillige Produktgarantie.


    Vor allem bei der Produktgarantie lohnt ein Blick ins Kleingedruckte, nicht die Länge in Jahrenzählt unbedingt, sondern der Inhalt und der ist bei fast allen Herstellern (auch den deutschen...) im besten Fall als "mager" zu bezeichnen...

    Meines Wissens betrifft Degradation die Zellen. Also wenn die Beschichtung auf dem Glas ist, dann kann das nichts gegen die Degradation in den Zellen tun. Was ggf. sein kann ist, dass es sich um eine Schutzbeschichtung beim Glas handelt, die verhindern soll, dass umweltbedingte Einflüsse das Glas beschädigen, was dann zu einer Leistungsminderung führen kann. Das nennt man normalerweise Verschleiss oder Abnutzung.
    Allerdings ist hier der Nachweis zu führen wie lange eine solche Beschichtung hält. Dazu ein Beispiel:
    Es gibt ja den tollen Lotuseffekt bei dem alles Wasser und Schmutz von Oberflächen abperlt. Seit Jahren versuchen sich die Hersteller von Autolacken oder anderen Miteln für PkWs daran. Da gibt es Lotusspray für die Windschutzscheibe usw. Dumm nur, dass das Zeug nie wirklich lange hält und nach kurzer Zeit wieder neu aufgetragen werden muss.


    Das ist nun mal das Problem mit Beschichtungen, die Natur ist immer stärker und hat den längeren Atem.


    Zurück zum Thema, ich denke hier sind einfach die Worte nicht sauber voneinander abgegrenzt worden...

    Zitat von Dachhaber

    CIF heißt, bis zu mir vor die Haustür, oder??


    CIF heisst bis Hafen, also wahrscheinlich Hamburg!


    Auch wenn einem jetzt diverse Firmen Module direkt ex Fabrik anbieten würde ich als Laie bei solchen Offerten vorsichtig sein. So ein Transport ist nicht ohne weil man gerne mal Zoll, Steuern, versicherung, etc ausser acht lässt. Zudem trägt man dann das volle Risiko der Rückabwicklung im Schadensfall als sogenannter "Inverkehrbringer"!


    Wer im Monat mehrere MWp kauft und über eine entsprechende Infrastruktur verfügt, der kann mit Sicherheit gut beim vertrauenswürdigen Hersteller auch in Übersee einkaufen. Wer nicht, der sollte es sich genau überlegen auf was er sich da einlässt.

    Hallo,


    die Firma LINUO mit Sitz in der Stadt Jinan, Provinz Shandong, China ist ein RIESEN Konzern mit dem Schwerpunkt SolarTHERMIE. Quasi nebenbei mach Linuo auch seit 2006 etwa PV Module.


    Auch wenn die Firme bei Thermie zu den größten Herstellern weltweit gezählt werden kann so ist sie bei PV Modulen "nur" 2. oder 3. Reihe. Die Frage muss also lauten ob dir als Kunde das gut genug ist, wo man doch aktuell alle Module die es gibt kaufen kann und es definitiv keine Versorgungsengpässe oder Lieferzeiten gibt.


    Für die Garantie kannst du dir eh nix kaufen, die macht sich schön an deiner Wand im Rahmen weil das was da alles ausgeschlossen ist das Papier zur Makulatur werden lässt.


    Ist der Preis so toll dass du das Risiko gehen willst?


    Think about it!

    Zitat von open source energy

    Maschinen von Team Technik, Roth und Rau bei den Zellen und sorry, ich meinte 1WWp


    Hihi...*lacht laut*** eine Anlage mit 1 WWp...wofür steht denn WWp? "Wunsch Wattpeak"...ich wünschte mir ich hätte es aber der Hersteller hat wieder nur am Flasher getrickst...


    Schönes Wochenende...


    SolarOne ist NICHT Eging, sondern dass ist der neue Name von Solarfun...hier geht aber so manche "Scheisshausparole" durch den Markt!

    Die Firma die früher (bis zum 1.1.2011) unter dem Namen Jiangsu Linyang Solarfun bekannt war nennt sich nun "Hanwha SolarOne", Produkte und Fabrik und Management sind alles wie vorher. Kann man im Netz nachlesen wenn man den namen ixquick.com-ed (ich google nicht mehr).


    Viel Spass

    Fassen wir noch mal zusammen:


    Bei Modulen / Angeboten aus unbekannten oder wenig bekannten Quellen / von Herstellern haben Kunden, zu Recht, einen erhöhten Informationsbedarf. Es geht vor allem immer wieder um die Frage wer steht hinter dieser Firma und kann ich mich im Problemfall auch auf meinen Partner verlassen?


    Wie in anderen Industrien auch kann man das Anbieterfeld in zwei Gruppen teilen:


    a) die Markenanbieter: meist große internationale oder nationale Anbieter die viel Geld in eine Marke mit einem klaren Wertversprechen investieren und sich langfristig positionieren. Liegen preislich oft im oberen Segment, haben Ansprechpartner / Servicepartner in Kundennähe und hoffen auf langfristige Kundenbindung durch wiederholte positive Kauferlebnisse.


    b) Kataloganbieter: kleinere Firmen oder Firmen mit Low Cost Strategien, die den Markt ohne Markenstrategie bearbeiten und über ein indirektes oft spontanes und kurzfristiges Vertriebsnetzwerk unabhängiger Distributoren die aktuellen Bonanza Märkte bearbeiten. Fokus auf hohe Renditen bei Einmalgeschäften ohne hohe Investitionen in Kundenbindung oder After Sales Service.


    Wir können also auf Basis dieser sehr groben Zweiteilung ganz klar unseren individuell passenden Anbieter finden. Risikoaverse Investoren sollten definitiv einen Markenanbieter bevorzugen, der sich auch im Nachgang um die Belange seiner Kunden kümmert, um schlechte Mund-zu-Mund Propaganda zu vermeiden.
    Investoren die auf eine Renditemaximierung aus sind können unter Berücksichtigung des Ausfallrisikos (als Prämie in die Renditeerwartung eingepreist) ein günstigeres Angbeot eines Kataloganbieters wählen und darauf spekulieren dass die Anlage gut oder zufriedenstellend läuft. Dabei behält der risikofreudige Investor im Hinterkopf, dass bei langfristig fallenden Modulpreisen aber einer garantierten Einspeisevergütung er ggf. einen Teil seiner Anlage zu einem zukünftigen Zeitpunkt X mit neuen, nachgekauften Modulen (sein urspr. Anbieter hilft nicht) nachrüsten muss, dieser Aufwand aber über die Risikoprämie bereits abgedeckt wird.


    Wie immer muss jeder Kunde für sich entscheiden ob er ruhig schalfen will oder ob er das Zockergenom in sich trägt.


    EGING Module sind für mich wie Fonds in Schwellenländern, man kann eventuell viel Geld verdienen, Garantien dafür gibt einem aber keiner...


    PS: der Sack Reis steht wieder wie ne Eins!