Beiträge von casio_cologne

    An dennissophie:


    Zitat

    §35 BauGB (1) Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es
    8. der Nutzung solarer Strahlungsenergie in, an und auf Dach- und Außenwandflächen von zulässigerweise genutzten Gebäuden dient, wenn die Anlage dem Gebäude baulich untergeordnet ist.


    Quelle: http://dejure.org/gesetze/BauGB/35.html


    Noch Fragen?


    Solange das Gebäude also vorrangig der Landwirtschaft dient, sind wir und doch hoffentlich einig, dass das ungenutzte Dach sinnvoll mit einer PV-Anlage betrieben werden darf.


    gruß


    casio

    Hallo Vennsonne,


    Sorry für die späte Rückmeldung. War schon länger nicht mehr hier im Thread.


    Hab nochmals sicherheitshalber recherchiert. Das BauGB soll noch in diesem Jahr geändert werden.
    http://www.bmvbs.de/SharedDocs…ugesetzbuch.html?nn=35708
    http://www.difu.de/publikation…uplanungsrechts-2011.html


    Anders lautende Aussagen sollten dann bitte mit aussagekräftigen Quellenhinweisen belegt werden.



    Gruß
    Casio

    So, nun gibts auch nach Monaten endlich Antwort auf meine eingebrachte Petition.


    Zu einer möglichen Änderung des Baurechts in NRW wird auf die anstehende Novellierung des Baugesetzbuch verwiesen. Danach könnten die vorgeschlagenen Änderung übernommen werden.


    Naja, zumindest ist sie nicht vollkommen abgeschmettert worden.


    Ich würde es mal positiv ausdrücken: ein Teilerfolg.


    Danke an dieser Stelle für die Unterstützer und Mitzeichner.


    Gruß


    casio

    Hier mal in kurzen Stichworten der Zwischenstand meinerseits:


    • Vereinfachte Bauanzeigeformblatt ausgefüllt.
    • Gewerbliche Nutzungsänderung beantragt unter Beibehaltung der landwirtschaftlichen Nutzung.
    • Zusammen mit Katasterplan mit eingezeichneter Größe der PV-Anlage am 29.10. 2010 dem Bauamt zugefaxt.
    • Nach 2 Wochen keine Rückmeldung- also kann damit begonnen werden.
    • Bisher noch kein Gebührenbescheid bekommen.


    Bezüglich der von mir eingereichten Petition bisher auch nichts Neues.


    Viele Grüße


    Casio

    Hallo Durran,
    schön, dass du hier deinen eigenen Thread bekommen hast und dich "bemühst", sachlich zu bleiben.
    Du bist hier im Forum herzlich willkommen, so lange du das gewährleistet.
    Gerade weil du alleine mit deiner Meinung auf weiter Flur bist, ist es für dich unbedingt notwendig die Begrifflichkeiten zu beherrschen. Behauptungen solltest du zudem immer mit Links belegen.
    Alles andere wirkt leider äußerst unglaubwürdig.


    hier meinerseits einige Wichtige Punkte, die es zu berichtigen bzw zu klären gilt:


    1.)

    Zitat von Durran


    Oder nehmen wir den Sanierungszwang mit der Wärmeschutzverordnung usw.


    es gibt aktuell weder einen Sanierungszwang noch eine gültige Wärmeschutzverordnung. Seit 8 Jahren ist die WärmeSchV von der EnEV abgelöst worden.
    Ein Sanierungszwang ist auch in der EnEV definitiv nicht zu finden. Sobald jedoch ein relevanter Anteil der Gebäudehülle verändert, oder angebaut wird, sind die Regeln nach EnEV zu beachten und auch nur, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll ist! Das soll heißen, dass in 30 Jahren eine Amortisation statt finden kann.
    Als Energieberater für Bestandsgebäude kann man in vielen Fällen auch keine Wirtschaftlichkeit bescheinigen.



    2.)

    Zitat von Durran


    Als im letzten Jahr , als es die Lieferschwierigkeiten mit den WR gab sollten doch bei dem letzten die Alarmglocken läuten.
    Das sind eindeutige Anzeichen einer Überhitzung. In der Börsensprache würde man sagen der Markt ist überkauft. Da folgt eine Korrektur.
    Und diese steht offensichtlich dem Photovoltaikmarkt bevor.


    So einfach würde ich das sehen.


    Bitte nicht Äpfel mit Birnen verwechseln. Der Lieferengpass der WR hatte nichts mit dem Überkaufen einer Aktie zu tun. Vielmehr ist er die Folge eines Schweinezyklus gewesen. Korrekturen gibt es jedoch auch im Schweinezyklus. Die Preise sind nach erfolgreicher Erhöhung der Produktionskapazitäten auch wieder gefallen. Insgesamt hinkt sowieso der Vergleich mit anderen von dir erwähnten Investitionsanlagen. Welches Unternehmen kann schon vor Investitionsbeginn angeben, dass es einen über 20 Jahre garantierten Abnahmevertrag für seine Produkte hat?


    4.) Da du anscheinend ein Anlageberater bist, sollte dir auch bekannt sein, dass die Höhe des veranschlagten Kapitalzinssatzes mit der Höhe des Risikos korrelieren sollte. Gerade bei deinem favorisierten antizyklischen Investitionsverhalten ist das Risiko groß und die erhoffte Rendite sollte entsprechend sein. Wenn du also die Investition einer PV-Anlage als höchst risikohaft bezeichnest, wäre es folglich notwendig, soweit wir die erneuerbaren Energien auch fördern wollen, eine entsprechend höhere Vergütung zu fordern.



    5.) Es wäre sicherlich für viele hier auch hilfreich von dir zu höhren, welche Art Energieversorgung du dir in 50 Jahren wünscht und wie sie erreicht werden könnte.



    Gruß


    casio

    Hallo,
    habe heute die Info vom Bauaufsichtsamt bekommen, dass eine schriftliche Anzeige mit angefügtem Formblatt ausreicht. Da diese Verfahrensweise aus der BauO NRW nicht hervorgeht, habe ich das zugrunde gelegte Gesetz mal recherchiert:


    Wie ich oben markiert habe, ist dies nur befristet bis zum Ende des Jahres gültig. Ein Gesetzentwurf zur Fortschreibung des Gesetzes wurde am 08.09.2010 von der Landesregierung vorgetragen, welches ebenfalls befristet sein wird, und zwar bis zur geplanten Novellierung der LBauO NRW Ende 2012 . In der jetzigen Fassung soll der o.a Punkt nicht verändert werden, jedoch steht in der Begründung zum Gesetzentwurf noch folgende Anmerkung.


    Ich nehme an, dass sich das dann auf die zukünftige Novellierung der LBauO beziehen soll.


    Das bedeutet nun also, dass man im Idealfall (!!) ohne einen Bauvorlageberechtigten innerhalb von 2 Wochen eine Nutzungsänderung genehmigt bekommen könnte.


    Gruß


    casio

    Hallo Tamme,


    Tja, sieht so aus, als ob Herr Krischer den Erlass als Erfolg feiert, obwohl er in dem besagtem Brief die Frage nach der Änderung der Baunutzungsordung des Bundes und der Landesbauordnung hinsichtlich einer generellen Genehmigungsfreiheit aufwirft.
    Wie schon erwähnt, sehe immer noch Probleme bei landwirtschaftlichen Dächern im Außenbereich. Habe selbst diesbezüglich heute schon den ersten Kontakt mit einer Bauaufsichtsbehörde gehabt, für die das Thema auch noch neu ist. Werde meine Erfahrungen demnächst hier noch posten.


    Gruß


    casio