Beiträge von P.Voltologe

    Deine S0-Werte stellen dir die Energiemengen je Richtung (Bezug oder Einspeisung) dar. Dazu müsste man die anderen objektbezogenen Anlagenparameter kennen, um etwas über die Effizienz und Verfügbarkeit der PV-Anlage ableiten zu können.

    Taggenau könnte man beispielsweise den Istertrag unter bekannten statischen Randparametern (installierte DC-Leistung, Ausrichtung, Neigungswinkel) auf plausibilität überprüfen. Um die Effizienz zu bewerten, muss man sich mit dynamischen Parametern zusätzlich auseinandersetzen (Strahlungsaufkommen, Wetterverlauf, Verschattungseinflüsse, Verschmutzung, Temeperatur der Module, im Winter Schneebelag). Dann kann man ein anlagenspezifisches theoretisches Soll dem Ist gegenüberstellen, um zu erkennen, ob eine Inspektion sinnvoll ist. Insbesondere wenn akkumulierte Erträge dann in Einheitensgrößen eines Wechselrichters fehlen, lassen sich Rückschlüsse auf die Anlagenverfügbarkeit ziehen.

    Die herstellerseitigen Tools werten regelmäßig die bereits archivierten Werte der Wechselrichter aus. Dies können Momentanwerte der Leistung, der Betriebsstunden, des Betriebszustandes sein, aber auch zeitfolgerichtige Archive von Ereignissen oder Störmeldungen, die der Wechselrichter erkennen konnte. Sehr oft wird dies durch Grafiken (z.B. Tagesglockenkurve oder auch Profile über Monate, Jahre usw.. Eine aus meiner sicht wichtige Kenngröße ist der spezifische Ertrag der Anlage (kWh/kWp), weil damit

    Das Thema kann beliebig komplex werden, aber als Betreiber von Anlagen sollte man sich die Frage stellen, was ist für mich der wirtschaftliche Schaden den ich bereit bin zu tragen, um Fehler- oder Störzustände zeitnah zu beheben.

    Bei großen Anlagen >30kWp DC-Leistung sind die Kosten für eine sinnvolle Loggerlösung mit Alamierungsfunktion verschwindend gering.

    Nur es ist schwer bis unmöglich die Amortisation einer präventiven Maßnahme vorher zu berechnen (gemäß der Frage beim Auto, wann amortisiert sich der Airbag?).

    Ich persönlich würde immer auch bei kleinen Anlagen ein Logging der Wechselrichterdaten vornehmen, weil diese Daten beispielsweise auch helfen bei einem versicherten Schadensereignis helfen, die Historie des Betriebsverhalten unabhängig nachzuweisen. Kleinere und preislich vertretbare Lösungen schaffen auch Ansätze von Software-Werkzeugen, die die Protokolle verschiedener WR-Hersteller verstehen und deren Daten archivieren können (Stichwort SolarView). Trotzdem, mit ein paar 100€ muss man sich aber anfreunden wollen.

    Erforsche das Forum unter Datenlogger und du wirst umfänglich informiert.

    Grüße

    von Carstene: >>"Leistungseinbussen habe ich bisher keine feststellen können. wird wohl beizeiten kommen...."<<


    Das zukünftige Problem sehe ich nicht so sehr bei Ertragsminderungen, sondern dass aufgrund der kaputten Gläser und dem carbonisierten Kunststoff die Schutzklasse II nicht mehr gegeben ist.

    Du wirst Feuchteeffekte aufgrund schlechter Isolationswiderstände bekommen und wenn dann der WR später zuschaltet auch Ertragseinbußen.

    Ich würde die Stellen vor der ertragsreichen Periode austauschen.

    Grüße

    Bento, meinst Du nicht, es ist am wahrscheinlichsten, daß der Blitz die Dioden gegrillt hat und die Verschattung dann dazu geführt hat, daß in dem Modulteil dann der Strom verbraten wurde?

    Das zweite Bild weist ein Fehlerbild auf, dass ich auch ohne Überspannung an Marken-Modulen eines sehr großen, ehemaligen Hersteller aus spanischer Produktion wahrnehmen konnte. Dort waren die Zellverbinder und die Bändchen in der Zelle teilweise unzureichend verlötet und die Ströme haben diese widerstandserhöhte Strecke stärker belastet was über längere Zeit und eventuell auch noch zusätzlich dem Schatten als Zusatzlast zu diesen Verschmorrungen geführt hat und das Frontglas final bersten ließ. (vorher haben die braunen Flecken nur den Kunststoff stark beschleunigt altern lassen und teilweise carbonisiert. Danach sind ehemals Isolationsstrecken auch teilweise leitfähig). Dieser Fehler war bereits in der Produktion angelegt. Da die jetzt geschädigten Module sowieso vom Dach müssen, kann man die ja auch am Boden dezidiert untersuchen. Vielleicht bevor man entscheidet, ob dies ein versichertes Risiko ist.

    Der bereits angegebene Link zu Matthias Diehl (photovoltaikbuero.de) versucht aktuell die Ausfallmechanismen der Bypassdioden zu untersuchen und zu erklären (sehr lesenswert!), aber der überspannungsbedingte Ausfall ist etwas zufallsgetrieben, weil das Endergebnis nicht immer klar definiert ist. Es kann sowohl zu Durchlegierungen der Halbleiterstrecke kommen, die einen elektrischen Kurzschluss hinterlassen, darstellen (so als wenn die Diode normal durchgeschaltet hätte). Das kann man dann mit Thermografie sehr gut optisch sichtbar machen. Etwa die Hälfte aller von mir untersuchten Fälle waren so.

    Wenn die blitzbedingte Überstrombelastungen zum spontanen thermischen Versagen führte, dann sind oftmals die Dioden geplatzt und die Plastikteile des Diodengehäuses fallen frei in der Anschussdose umher (falls nicht vergossen). In diesem Zustand ist der "Schattenschutz" der Substrings nicht mehr gegeben.

    Empfehlung: Zunächst an dem am stärksten geschädigten Modul Ursachenforschung betreiben und dann überlegen, ob die festgestellte Verursachung in der Stringanordnung der konkreten Anlage die nachbarschaftliche Wechselwirkungen an anderen Modulen erklären kann. Eventuell auch mal die Seriennummern der betroffenen PV-Module mit vergleichen.

    Grüße

    Maschinen die einen Kraftstofftank haben (Trecker, Mähdrescher, Häcksler o.ä.) oder auch Treibstofflager -speicher? Nutzungen können sich zudem über die Zeit ändern. Ich würde Verlegungen und Installationen der PV im Inneren vermeiden.


    Ich würde alles so hoch wie möglich (auf dem Dach) außen führen. WR ggf. unterhalb der Traufe (wenn kein Wasser drauf laufen kann, sonst Schutzdach) und die Montagerichtung nicht nach Süden und Westen zeigt. Wenn Innen, dann natürlich eine GFK-Platte als Montageuntergrund (hilft auf jeden Fall).

    Dann nach dem WRs auf der AC-Seite eventuell Verbindung zur bestehenden Infrastruktur suchen oder besser noch, ein Erdkabel zum Netzanschlusspunkt neu und richtig im Sandbett verlegen.

    Wenn die Scheune noch als solches genutzt wird, gilt sie als feuergefährdete Betriebsstätte und da dürfen NUR die elektrischen Anlagen betrieben werden, die für den originären Zweck der Scheune unabdingbar notwendig sind (z.B. Licht).

    Eine PV-Anlage und die dafür erforderlichen Kabelverlegungen und Betriebsmittel (WRs & Verteilungen & Absicherungen) sind für die Scheune nicht erforderlich. Erste Maßnahme, alles bleibt draußen und wird nicht Innen geführt. Alternative: man geht das Risiko und hofft in einem Schadensfall darauf, das die Versicherung hier keine Recherchen anstellt. Kann ich definitiv nicht empfehlen.

    Auch Brandschutzmaßnahmen und fachgerechte Schottungen sind von Brandschutzfirmen planbar und dann umsetzbar, allerdings eventuell nicht wirtschaftlich.

    Gefahren liegen im DC-Bereich bei Kontaktpunkten, die bei Korrosion serielle Störlichbögen ausbilden könnten. (Möglichkeiten: Anschlussdosen, Kabellagen im Stauwasser, verletzte Kabel, Steckverbindungen von verschiedenen Herstellern, fehlerhaft installierter Überspannungsschutz beim Gebäudeeintritt, oder auch fehlerhaft dimensionierte Sicherungen oder falsch gecrimpte Anschlussstecker oder Stromüberlastungen an WR-Anschluss-Ports, frühzeitige Alterung von Kunststoffen usw.).

    Grüße

    Die zwei Anfangsfehlermeldungen "Exec format error", (Zeilen 3 und 4) geben diesen Hinweis, das die zwei ausführbaren Dateieinheiten "solarview-fb" und "busybox" im vorliegenden Format nicht als solches geeignet sind.

    Dies kann sowohl durch die falsche Wahl des Update-Verzeichnisses (Fritzbox-variante statt raspberryPI) beim Überspielen als auch dem falschen Übertragungsmodus mit FTP (text statt binär) verursacht sein.

    Grüße

    Aus der Bilanz und den Informationen auf der hp ist unschwer zu entnehmen, das der Kapitalbedarf in 2018 größer ist, als die Zuführung des EK in 2017! Inwieweit 2018 Kapital zugeführt wurde oder noch wird, ist nicht bekannt UND das ist mehr als ungewöhnlich, zumal wenn man wie dieses Unternehmen, jag sehr viel Geld einsammelt von den zukünftigen Kunden..

    ...


    Da wir selbst Kredite und Darlehen vergeben, darf ich sehr wohl meine Meinung äußern, die auf mehr als 30 Berufsjahren basiert.

    Ich denke eine neutrale Meinungsäußerung ist sicher nie verwehrt und ist nicht mit der eigenen Qualifikation in einem (diesem) Thema verbunden.

    An dieser speziellen Stelle ergibt sich bei mir die Frage, warum möchte man Meinungen veröffentlichen, die unverkennbar Zweifel bei den Lesern sähen, obwohl nur Attribute/Umschreibungen wie "ungewöhnlich", " schwer zu verstehen" und "Meine Vermutung ..." verwendet werden (um nur diese eine Seite des Threads zu reflektieren).

    Wenn man nichts genaues weiß, weil Informationen fehlen, dann sollte eine tendenzielle Darstellung (so verstehe ich es gegenwärtig) der Umstände "warum", unterbleiben.

    Wenn Sonnenstevie auch noch generelle Probleme erkennt, die auf das Forum zurückstrahlen könnten, würde ich empfehlen, nur noch mit belegten Sachverhalten zu argumentieren und von Annahmekonstrukten (selbst wenn sie am Ende zutreffend sein könnten) abzusehen.

    Das Sono Motors etwas zu wenig belastbare Aussagen zum geplanten Produkt und den Grundlagen der Technik hinauslässt, ist auch meine Meinung. Ich verstehe andererseits, dass es Projektphasen gibt, in denen die (zu) frühe Veröffentlichung Nachteile einbringt. Von den finanziellen Geschäftsvorfällen verstehe ich nur wenig und ein diesbezügliches Risiko wird niemanden zwanghaft abverlangt.


    Grüße

    Eine besinnliche und erfüllte Festtagsperiode und einen gesunden und erfolgreichen Start ins NEUE JAHR (vielleicht auch mit neu sortierten Prioritäten fürs eigne Hamsterrad).

    Grüße