Beiträge von P.Voltologe

    Ich bekam heute eine interne Anfrage von einem "christopherbenjami"

    christopherbenjamin der Alla NigeriaMails Anfrage und angeblich Mitglied der US-Truppen in Afghanistan ist.

    Ich denke der Datenfluss auch zu anderen Mitgliedern und die Quelle dieser Anfrage sollte mal überprüft werden.

    Grüße

    Natürlich gibt es Möglichkeiten jemand rechtlich verbindlich zur Arbeit zu zwingen, aber das braucht Geld, Kraft, Zeit und Risikobereitschaft. Ob es das wert ist, weiß man erst hinterher und auf formal rechtlicher Ebene den Fall anzugehen führt meist dazu, dass alle Beteiligten sofort in Verteidigungshaltung gehen, alles vergessen was mal gesagt und nicht geschrieben wurde, viel Sand&Zeit ins Getriebe kommt und nicht konstruktiv an der Diagnose und Lösung des Problems gearbeitet wird.


    Ich mache mal beim Namen der Versicherung einen anderen Vorschlag, da aufgrund des nachweislichen Ereignis hier eine Risikoerhöhung anzunehmen ist. Die Mannheimer ist Mitglied im QVSD. Die Mannheimer hat auch einen kompetenten Schadeningenieur, der an dem folgenden, veröffentlichten Schriftwerk mitgearbeitet hat.

    Dort wurde im Juni 2017 offensiv mit Werbung der Mannheimer auf dem Rückenaußenblatt ein Heft veröffentlicht mit dem Namen "Betrieb, Prüfung, Wartung und Instandsetzung von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern (Qualitätsmerkblatt)". Zielsetzung des QVSD ist unter 1.4 hierin so beschrieben: "Die im Qualitätsmerkblatt aufgeführten Maßnahmen tragen dazu bei Fehler-, Gefahren- und Schadensquellen für die gesamte Lebensdauer der PV-Anlagen auszuschalten und potentielle insgesamt zu minimieren".

    Bei dieser Zielsetzung würde ich diese "Mitgliedsversicherung" jetzt fragen, ob Sie die Kosten für eine präventive Thermografie übernimmt und jemand schicken wird, um offensichtliche Risiken im Anlagenaufbau (ggf. Materialfehler), die Störlichtbögen hervorrufen können, im Eigeninteresse auszuschließen.


    Damit wäre allen mehr geholfen, als den Verantwortlichen für das Steckerproblem nach 5 Jahren Rechtsweg vielleicht dingfest zu machen. Wichtig ist, dass derselbe Fehler nicht zukünftig erneut auftreten kann.


    Grüße

    Wenn gewünscht, kann ich gerne mitmachen bei den Fällen, die ich die letzten 5 Jahre so vor der Flinte hatte und mal die typischen Suchkriterien und Bestandsdaten (zu früher) überprüfen.

    Bitte um Instruktion wo und wie ich einsteigen soll, ob es einen Wunschplan gibt, nach dem vorgegangen oder rückgemeldet werden soll.

    Grüße

    Würde die Erkennung für serielle Störlichtbögen innerhalb der Firmware des WR angesprochen haben, so wird dafür ganz bestimmt ein Ereignis gelogged. Ich vermute, dass die Anlage nicht richtig im SE-Monitoring eingebunden ist oder aber die Vertrautheit mit den Diagnosemöglichkeiten nicht gegeben ist.

    Es wäre aber eine sehr gute Chance gegeben, dem genauen Zeitpunkt (damit den Wetter-/Strahlverhältnissen) und der Entstehungshistorie dieses Fehlerzustandes sehr nahe zu kommen und dadurch mehr Erkenntnisse zu gewinnen. Auf jeden Fall würde ich die gesamte Woche vor Eintritt des Ausfalls in voller Datenauflösung aus dem Portal erst einmal sichern bzw. sichern lassen (z.B. fubly).

    Stenis zum Zusammenhang: Bis Gewährleistungsende ist der Errichterbetrieb beim Sicherstellen eines anfänglichen betriebssicheren Zustandes der Anlage mit im Boot, danach steht der Betreiber zunächst alleine in der Verantwortung. Diese Verantwortung kann er - weil die meisten Betreiber Laien sind - über einen Wartungsvertrag an einen Fachmann delegieren.

    Zunächst ist innerhalb der Steckverbindung ein stark erhöhter Kontaktwiderstand entstanden, der dann zu der Erwärmung und der thermisch bedingten Verformung des Isolationskunststoffes geführt.

    Wenn du das Geld zunächst in die Hand nehmen möchtest, um einen Nachweis zu führen, dann kann man anhand der markierten Position im Steckerteilinneren feststellen, ob hier die Kabelanschlussseite korrekt ausgeführt wurde oder durch Feuchte im Steckkontakt Korrosion eingetreten ist.

    Dies sollte durch eine materialtechnische Untersuchung in einem Labor (z.B. SGS Fresenius) durchgeführt werden. Wenn dort die Kontaktfläche freigelegt wurde kann auch bewertet werden, ob ggf. ein serieller Störlichtbogen gezündet wurde und Metall aufgeschmolzen wurde. Tendenz ist aus meiner Praxis bei >80% aller Fälle ein Ausführungs- oder Anwendungsfehler des Produkts und relativ selten Material oder Konstruktionsfehler (Hersteller).

    Wenn die Anlage weitere gleichartigen Steckverbinder ausgeführt haben sollte, dann ist es ratsam den Stringverlauf mit allen Steckerverbindungen bei guten Strahlungsverhältnissen thermografieren zu lassen, um potentiell weitere Schwachpunkt vorzeitig zu isolieren und ggf. prophylaktisch Material fachgerecht zu ersetzen.

    Ob du allerdings etwas vom dem eingesetzten Geld zurückbekommst ist von sehr vielen Unbekannten abhängig. Falls die Ursache eindeutig zu bestimmen sein sollte und der Errichterbetrieb wäre verantwortlich für festgestellte Ausführungsfehler, dann kommt es auch noch darauf an, ob ein tatsächlicher Schaden eingetreten ist und ob er dann dafür die Haftung gemäß AGBs übernehmen muss. Sofern die Steckverbindung kostenlos ersetzt wurde, kann eventuell kein finanzieller Nachteil eingetreten sein. Bei einem technischen Fehler, der sich im Betrieb plötzlich und unvorhergesehen ausgewirkt hat und in dessen Folge Ertragsverlust entsteht ist nach meiner Erfahrung die PV-Versicherung für den "Folgeschaden" (gemäß deren Bedingungen zu Bagatellgrenzen) zuständig. Ob die Versicherung dann Regressmöglichkeiten aufgrund der Fehlerursache hat, sollte deine Sorge primär nicht sein. Eventuell beteiligt sich die Versicherung ja doch noch an der Ursachenermittlung, falls die Symptomatik dort einem Schadeningenieur und nicht dem Sachbearbeiter in der Regulierungsabteilung vorgetragen wird..

    Grüße

    PS: um den Beitrag von tks mit dem "unternehmerischen Risiko" mit einzubeziehen: Nach Ablauf der Gewährleistungszeiten bis du als Betreiber der Anlage für die Betriebssicherheit verantwortlich. Diese Verantwortung kannst du durch Wartungsverträge delegieren. Bei dem im Bild dokumentierten Ereignis liegt ein Sicherheitsrisiko vor.