Beiträge von bimon

    Vielleicht auch noch mal ganz interessant, da wir hier gerade 1366 zum Thema hatten: Jinkosolar will seine 400 MW-Modulfabrik mit 158.75 mm-Zellen beliefern. Dieses etwas größere Format (Standard 156 mm) soll dann angeblich auch noch ohne abgerundete Ecken daherkommen. https://www.pv-magazine.de/201…awatt-modulfabrik-in-usa/


    GCL-Poly produziert "cast mono"-Wafer/Zellen mit 158,75 mm. Gegossen ähnlich den Multi-Wafern mit ähnlichen Kosten und mit Wirkungsgraden nah an denCCZ-Mono-Pedants (Zellen aktuelle bei 21.4%). LID soll dabei auch noch mal geringer sein als bei normalen Mono-PERC. https://www.pv-tech.org/news/i…cast-mono-change-the-mark


    Es passiert also auch abseits von neuen Mitspielern wie 1366 und z.B. Nextwafe etwas bei der Wafer-Herstellerung. Auch wenn klassischen Mutli-Zellen nicht mehr mithalten können, ist der der CCZ-Mono-Wafer nicht mehr sakrosankt. Gesägt wird bei den cast-mono-Wafern aber wohl weiterhin.

    Wenn man da schon "Teststrecke" - was ist da für Gewährleistung zu erwarten?


    Dass das ganze eine Schnapsidee ist, auf die wahrlich jeder bei Schnaps kommt, wundert mich nicht. Dass man schon an solchen Basics wie den Anschlussdosen scheitert, wundert mich dann aber schon. Hauptsache öffentliche Gelder werden in so ein wenig innovatives Projekt gesteckt....

    Was war da groß mehr zu erwarten. Es ist halt der X des 3er mit vielen Gleichteilen und ohne Sperenzien wie die X-Wing, die man ja durchaus auch mit gemischten Gefühlen betrachten kann. Der Wagen liegt absolut in den Erwartungen.


    Erfüllt man die Erwartungen, werden in der Regel ein paar Kursgewinne mitgenommen und gut. Mehr muss man in den Aktienkurs auch nicht hineininterpretieren. Das ist nichts besonderes. Tesla entwickelt sich halt zu einem normalen OEM. Der Y ist dann halt ein ganz normales Modell im Portfolio. S & 3 waren ja große Schritte in der Entwicklung des Unternehmens. Die Gewinne will man jetzt mit dem Y einholen. So sieht es nüchtern aus. Der Wagen wird sich auch ohne Wow-Effekt verkaufen.

    Ein interessantes Thema. Ein Bekannter hat auch einen Block, in dem die Sanierung zweier Wohnungen (nach Auszug) ansteht. In erster Linie auch zur Aufwertung. Brennwerttechnik ist ohnehin schon vorhanden. Fenster, Dämmung liegen nicht lange zurück.


    Die Heizkörper müssen ohnehin ersetzt werden und so plant er flächendeckend Fußbodenheizung als Aufwertung. Höhe ist kein Problem (ohnehin kommt der Erstrich wohl neu, will wohl auch akustisch bessere Dämmung, neu gefliest muss auch werden, ebene Dusche etc.) und er hofft dann auch besser gerüstet zu sein um später auf WP umzurüsten. Macht das meiste aber auch allein (Frührentner/Privatier mit Renovierungshobby). Würde sich sonst wahrscheinlich überhaupt nicht lohnen.

    Als Mensch. der auf dem Land wohnt und pendelt, frage ich mich wirklich, wie man so egoistisch argumentieren kann, dass man der Stadtbevölkerung, die die Infrastruktur auf dem Land ohnehin subventioniert, niedrigeren Schutz zugestehen sollte. Da sehe ich weder rein sachlich noch sozial irgendwelche Gründe. Um reinpendeln zu können, sollen dann in der Stadt höhere Werte genehmigt werden?


    Auch wenn dieser Mythos gerne aufgebaut wird, leben in der Stadt nicht nur die Reichen, die es sich leisten können. Gerade auch an den entsprechenden Brennpunkten gibt es genug Bevölkerung, die es sich nicht leisten kann außerhalb zu wohnen und sich vielleicht noch ein dickes, freistehendes Haus zu leisten, auch wenn das Bauland so billig ist. Natürlich gibt es auch auf dem Land genug Bevölkerung, die sich hier nicht nur den Luxus des Eigenheims möglichst komfortabel und großzügig ermöglicht, was ich grundsätzlich ohnehin nicht verurteile. Andersherum ist es aber auch in keinem Fall. Man muss sich ja eigentlich nicht wundern, dass schwarz-weiß Denken wieder en vogue ist.


    Mal abgesehen von anderen negativen Effekten wie der Zersiedelung/Flächenverbrauch, ist das rein energetisch schon nicht zu wollen, dass alle auf das Land fliehen. Gerade stadtnah braucht übrigens auch keinen dicken Wagen und besonders keinen Diesel zum pendeln, allein weil sich das schon finanziell nicht lohnt. Und parallel von steigenden Emissionen im Verkehr, die alle Klimaziele ad absurdum führen, schafft es die Infrastruktur heute schon nicht mehr entsprechende Ströme verkehrstechnisch zu handhaben. Und der Ausbau des ÖPNV, als eine von vielen möglichen und auf den lokalen Kontext abzustimmenden Maßnahmen, dient insofern letztlich sogar den kompletten Verweigerern, die dann mit weniger Stau durch die Stadt kommen.


    Anstatt aktiv zu handeln, was dann auch mehr als einfache Fahrverbote beinhaltet, werden von Lobbygruppen irgendwo hundert Lungenärzte zusammenkratzt um mit ihnen eine Medienschlacht zu fahren, um die Diskussion abzulenken, um den Stillstand einfach weiter zu verwalten. Alternative Fakten werden präsentiert und dann wird gesagt, das es ja mehrere "Meinungen" gibt und somit Grenzwerte ja irgendwie auch obsolet sind, womit man sich eigentlich auch mit keinerlei Wert mehr beschäftigen müsste...


    Ausgerechnet denen eine Kampagne vorzuwerfen, die diesen schlichten Mitteln nicht verfallen, ist dann nur noch grotesk. Die Kampagne dient ja vor allem auch dazu von den Verfehlungen rund um dem Dieselskandal abzulenken. Für den schlicht gestrickten Pendler, der den Schaden hat, liegen die Verfehlungen dann nicht mehr bei Politik oder Autoindustrie, sondern bei der vermeintlichen Umweltfanatikern. Und Stadt- und Landbevölkerung werden dafür auch gegeneinander aufgehetzt. Ein Geniestreich des Marketing wie weit das verfängt. Aber man hat mittlerweile auch vielerlei erfolgreiche Blaupausen (Trump, Orban, Putin, AfD....).


    Die Diskussion um Emissionen am Arbeitsplatz ist eine reine Ablenkung vom Thema. Man kann darüber gerne diskutieren. Die Frage ist dann aber allein, warum man das am Arbeitsplatz zulässt und nicht andersherum. Um gewisse Arbeit noch möglich zu machen, liegen Werte entsprechend höher, gelten dann aber auch nur für begrenzte Zeit und Gruppen, die z.B. auch gesundheitlich beobachtet werden etc. Ist das immer vernünftig? Analog zur Argumentation hier im Thread könnte man zynisch ja auch sagen, dass sich die Leute auch einfach einen anderen Job suchen können, wenn ihnen das nicht passt. Die genauen Details, inwiefern sich Unternehmen den Regularien faktisch entziehen können, entziehen sich meiner Kenntnis. Schön wenn jemand mit den Details entsprechende Missstände publik macht. Das ist dann aber halt eine andere Baustelle.


    Ob 40 oder 600 - das sind politische Werte. Und das heißt immer, dass sie abgewogen wurden und somit letztlich nicht allein dem gesundheitlich vernünftigen folgen, sondern schon Kompromisse sind, die andere Aspekte mit einbeziehen, und somit immer höher liegen. Das wurde also beim Grenzwert 40 schon einbezogen. Es ist schon ein Wert, der wirtschaftliche und politische Überlegungen beinhaltet und entsprechend verwässert ist. Insofern wundert es auch nicht, dass sogar kleinere Werte im Raum stehen, wenn der Vollhorst Scheuer eine Überprüfung beantragt. Aus seiner Sicht wäre das also eigentlich strunzendumm, wollte er damit wirklich was bewegen. Das wird sich aber wahrscheinlich propagandistisch ("die da oben" in Brüssel, im Elfenbeinturm...) in seinem Sinne ausschlachten lassen und die Forderung der Überprüfung täuscht substantielle Aktivität des Ministers vor.


    Die Wirtschafts- und Arbeitsplatzkeule wird natürlich immer herausgeholt. Ob bei den konventionellen Kraftwerken oder bei der Dieselkrise. Dabei wird aber auch verkannt, dass ein vermeintlich wirtschaftsfreundliches Vorgehen oftmals allein ein Vorgehen im Sinne der agierenden Manager ist. So wird u.a. der Wandel verschleppt, der langfristig noch viel größere Probleme nach sich zieht. Dass der Dieselskandal publik geworden ist, sehen viele sogar VW-intern als positiven Schuss vor dem Bug um eine Erneuerung voranzutreiben.


    Den Megatrends Elektromobilität, Megacities, autonomes Fahren etc. kann man sich nun mal nicht entziehen. Die Automobilindustrie wird langfristig weniger Arbeitsplätze am Band bereithalten. Die Frage ist nur, ob es weniger sind oder gar keine, weil man den Trend verschlafen hat.


    Es ist ja nun auch offenkundig, dass man viele Jahre vor der Offenlegung des Dieselskandals intern eigentlich schon bekannt war, dass man auf dem Holzweg ist, sonst hätte man nicht zu den Mitteln gegriffen. Letztlich war das auch dem einfachen Automobilinteressierten schon bekannt, wenn man nicht nur Autobild und AMS liest. Entsprechende Statements aus der Branche gab es schon viel früher. Trotzdem hat man einfach so weitergemacht und beschissen. Ohne Druck passiert hier also gar nichts und es lässt die Unternehmen langfristig gegenüber neuen Akteuren unflexibel und wenig innovativ werden. Letztlich alles Binsenweisheiten.


    Soviel als kurzes Statement, weil es doch grotesk ist, wie diese Kampagne immer und immer weiter getragen wird, auch wenn es mittlerweile sachlichere Stimmen gibt, die am Anfang im grellen Licht der Kampagne um Herrn Köhler zu wenig Gehör gefunden haben. Einer Kampagne, die ja perfide mit einfachen Phrasen alle Wissenschaft pauschal diskreditiert hat, obwohl das Thema lang und breit erforscht ist, was natürlich auch die Diskussion von Schwächen im System beinhaltet. Gerade die Verleumdung der kritischen Betrachtung im wissenschaftlichen Alltag, die Wissenschaft eigentlich erst wissenschaftlich macht, unter dem plakativen Motto "Elfenbeinturm", war ja Dreh- und Angelpunkt der Kampagne.


    Insofern bin ich mir auch bewusst, dass ich hier keine Urzeitviecher überzeugen werde. Die werden ihre Statements in Dauerschleife wiederholen. Nur soll deutlich werden, dass sie hier keine unumstößliche Mehrheitsmeinung vertreten, so wie sich auch nur sehr wenige Lungenärzte trotz Anfrage diesem Köhler-Appell angeschlossen haben. Andere halten hier ja auch sachlich dagegen.