Beiträge von bimon

    Bei PV Magazine wird mal wieder für Wasserstoff/Gas getrommelt. Die Lösung für die Energiewende. Nordafrika, OPEC sollen den Wasserstoff in irgendeiner Form nach Europa liefern. Tanker, Pipeline....

    https://www.pv-magazine.de/201…off-aus-den-opec-staaten/


    Mit der expliziten Nennung der OPEC sind dann wirklich wieder alle alten Akteure mit dem alten Business im Business. Vielleicht sind die wenigsten ähnlich smart wie Singapur und der australische Investor und legen einfach eine Stromleitung ersparen sich die Zwischenhändler.

    Man darf nicht vergessen, dass die Energiewende ja umfänglich über Power to Gas laufen soll, wie sich das die klassischen Akteure so wünschen (das ist ja ausnahmsweise auch mal was, was die FDP bei der Energiewende gut findet und propagiert). Da sollten wir nicht mit effizienterer Nutzung rechnen.


    Ansonsten ist das mit den Klagen ein zweischneidiges Schwert. Bin ja großer WKA-Befürworter auch in unseren Industriewäldern. Aber ungezügelt ist auch immer eine schlechte Idee. Schwarz-Weiß gibt es halt nicht. Als Windkraftinvestor ist man auch nicht automatisch bei der Heilsarmee. Man sollte da auch nicht alle Reputation verspielen.


    Die großen Umweltverbände haben sich ja mal klar zu den WKA bekannt z.B. auch explizit im Sinne der Flora und Fauna. Sind sie an Klagen beteiligt, ist das in der Regel auch nach meinem Empfinden durchaus begründet. Aber das ist halt auch nur ein kleiner Bereich.


    Der größte läuft über Nimby-Akteure, die Naturschutzaspekte missbrauchen. Und das ist meist nur ein kleiner Personenkreis. Der kann in der breiten Bevölkerung vor Ort meist nur kurzzeitig etwas Aufmerksamkeit erzeugen (u.a. auch mit Fotomontagen etc.), was aber nicht so nachhaltig ist. Wenn die Anlagen stehen, interessiert es die meisten dann ohnehin nicht mehr.


    Wichtig wäre es vor allem diese Verfahren zu straffen und zu beschleunigen. Das Problem ist ja vor allem, dass es sich ewig hinzieht. Das macht das ganze unkalkulierbar für die Projektierer. Es geht ja gar nicht so sehr darum, dass letztendlich viel im Verfahren verboten wird. Die Orte werden nur nicht mehr angefasst, weil man erst in drei bis vier Jahren wirklich sicher sein kann, dass es auch was wird oder auch nicht. Zur Unsicherheit kommt noch hinzu, dass es (an sich durchaus sinnvolle) zeitliche Limits gibt, in denen Auktionsgebote umgesetzt werden müssen. Dann bekommt man vielleicht recht, aber keine entsprechende Vergütung mehr und muss noch Strafe zahlen.


    Ansonsten sollte man beim Repowering rechtlich nicht so hineingrätschten können. Größere und weniger Anlagen sind ja in der Regel deutlich umweltfreundlich. Oder geht es da aktuell ausschließlich um die rigideren Abstandsregelung?

    Vestas streicht Arbeitsplätze:

    https://www.iwr.de/news.php?id=36332


    500 Stellen in Lauchhammer weg. In der Lausitz. Wie viele Arbeitsplätze im EE-Bereich gingen wird ja wenigstens ab und an erwähnt, wenn es um die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie geht. Dass das auch besonders den Osten betraf (Silicon Valley etc.) und immer noch betrifft, liest man irgendwie gar nicht. Da wird die Bevölkerung immer vor den Braunkohlekarren gespannt. Ich wundere mich, dass das den Landesvätern gar nicht auf die Füße fällt.

    Laut EnergyCharts ist Kohle gerade auf einem geradzu historischen Minimum von 5 GW, Stein und Braunkohle zusammen! Bis vor kurzem hab ich nie Werte <15 GW gesehen, vor einem Jahr ging es nicht unter 20-25 GW. Schon erstaunllich, wie regelbar die plötzlich geworden sind, seit die Zertifikate was kosten.

    Leider kommt ja keine Windkraft mehr hinzu und AKWs scheiden aus, sodass man dann wieder mehr Spiel hat.