Beiträge von bimon

    Wie gesagt, haben wir vor allem ein Problem bei der Wärme- und Mobilitätswende. Es führt kein Weg an einer Elektrifizierung vorbei. Momentan wird u.a. Erdgas stark bevorzugt. Stromsparen ist doch für die allerwenigsten ein Thema. Der Großteil alles PV-Zubaus passiert ja auch nicht aus Gründen des Stromsparens. Dann hätte es auch nie diese Dynamik entwickelt.


    Relevant wird der Strompreis effektiv erst, wenn man überlegt eine Wärmepumpe zu verbauen oder auf ein E-Auto umzusatteln.

    Die Elektrifizierung ist in jedem Fall voranzutreiben. Gerade in Hinblick auf den Wärme- und Mobilitätsmarkt. Natürlich muss das mit dem massiven Ausbau von EE einhergehen.


    Die ganzen Gebühren sorgen für eine extremen Nachteil gegenüber z.B. Erdgas.


    Die Wette bzgl. des Eigenverbrauchs ist ja ohnehin sehr riskant gewesen. Akku im Keller ohnehin Liebhaberei. Der Sinn für die Energiewende ist es ohnehin fraglich. Und für die Restmenge wird es für diese Gruppe auch günstiger.

    Die absehbare Entwicklung ist wohl relativ fix und so letztlich auch schon eingepreist. Dass man sich da auf weitere Kürzungen einigt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Polen leidet da momentan sehr drunter und merkt es an den Strompreisen. Da wird man wahrscheinlich nicht nachgeben. Selbst wenn man ihnen da EE-Föderung im Ausgleich anbietet, wird man das wahrscheinlich nicht annehmen, weil das die Kohleindustrie gefährdet.


    Insofern hängt die aktuelle Entwicklung am Hortungsverhalten der Unternehmen und ist entsprechend unsicher.

    Rechtsunsicherheit? Und ich dachte da wäre Deutschland ganz vorne mit dabei?

    Zumindest versucht man uns das immer zu verklickern.

    Das ist immer relativ. Gerade was die Rechtsunsicherheit betrifft wird schon auf hohem Niveau gejammert, gerade im Vergleich. Siehe die völlig hysterische Panikmache zu vermeintlichen rückwirkenden Vergütungskürzung in einem anderen Thread, die sich sachlich aus dem Thema überhaupt nicht ergab.


    Dass die Bedingungen generell besser sein könnten, weil auch die Unsicherheiten entsprechend da sind, ist davon unbenommen.

    Was manche für ein Zeug faseln!

    Ja, hättest du dir sparen können :D

    Hab mich nicht auf die Klammer im Nebensatz deines Post bezogen. Es ging mir noch um Tschechien. Und dass dann Bemühungen in Form von Kreditgarantien etc., die man für ein AKW politisch stellen muss, lieber auf EE verwendet, habe ich da ja auch schon geschrieben, womit die Aussagen dann ohnehin schon teils eingepreist waren.

    Verpflichtung halt ich auch nicht für zielführend. Da kommen die Baufirmen mit irgendwelchen überteuerten Alibianlagen, die genau die Richtlinie erfüllen, Dächer werden bewusst so ausgelegt (besonders viel Tageslicht etc.), dass man wenig machen muss (was den Spielraum auch später einschränkt). Eigentlich sehe ich das nur als Bürokratiemonster, dass dem Ziel der einfacheren Rahmenbedingungen widerspricht. Irgendwie passt das gar nicht zum Rest. Zwang vs. Attraktivität steigern.

    Es folgt dem allgemeinen Trend der ehemaligen Allroundformate wir GE und Siemens. Der Gemischtwarenladen wird aufgelöst und man wird Finanzholding von diversen fokussierteren Unternehmen. Ob das dann funktioniert wird man sehen.


    Siehe Siemens - SiemensGamesa als eigenständiges spanisches Unternehmen für EE. Reste werden noch gehalten, werden dann aber an die dahinsiechende konventionelle Kraftwerkstechnik angehängt, derer man sich wiederum selbst entledigt. SiemensAlstom (wenn es dann irgendwann doch noch durchgedrückt worden ist) als eigenständiges französisches Unternehmen für Zugtechnik.


    Die Stromnetztechik will man noch behalten, hat ansonsten den gleichen Rest wie ABB übrig - Automation, IoT...


    Letztlich werden die Konzerne damit bewusst zu einem großen Teil liquidiert. Das Geld von Hitachi soll ja direkt ausgeschüttet werden. Siemens gibt die Anteile am alten Kraftwerksgeschäft direkt an die Aktionäre.

    Wenn die restlichen Unternehmen an denen man noch Mehrheiten hält für die Agilität möglichst autonom handeln, dann ist es doch auf ziemlich Wurscht was die Mutter noch plant. Letztlich auch nicht pauschal als schlecht anzusehen(Stichwort too big to fail).

    Ja, das meine ich ja mit "Inflation". Das ist ja selbst in China einer der Hauptgründe, warum man sich (bei einigermaßen stabilen Preisen pro Modul) auf Effizienzsteigerungen verlegt um solche Dinge abzufedern. Bei 3 kWp-Anlagen in Deutschland wird das aber nicht reichen. Solateure konkurrieren ja auch mit anderen Handwerksbetrieben um die Mitarbeiter. Die Hochkonjunktur will ja auch mitgenommen werden, erst recht wenn da mal wieder schwächere Jahre folgen.

    Die NZZ fast es ja ähnlich zusammen. Den Preiskampf kann man kaum wuppen. Letztlich geht es auch bei den Wechselrichtern darum die Preise zu senken. Irgendwelche komplexen Produkte, bei denen man dann Premiumpreise nehmen kann, werden da auch nicht der Ausweg sein. Der europäische Markt allein ist ohnehin zu klein. Andersherum gibt es, wie in so vielen Bereiche, im chinesischen Markt halt hohe Einstiegshürden.

    ENBW nimmt einen modernen Braunkohleblock mit ca. 1 GW vorübergehend vom Netz:

    Wenn es nicht die Heilsversprechen aus dem "Konsens"-Kohleausstieg gäbe, würde man dann vielleicht schon überlegen auszuflotten? Für Kompagnon EPH (gehört der andere Block (über LEAG) und zugehöriger Tagebau (über MIBRAG)), ist die staatliche geförderte Abwicklung ja relativ offensichtlich der Business-Case, weshalb man die ganze Braunkohle aufgekauft hat.

    Wenn wir jetzt noch einen nennenswerten Ausbau von EE hätten....

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.


    Da müssen ja noch ein paar AKW vom Netz und gleichzeitig verschwinden hier und dann andere kleinere Werke, sodass es bei den CO2-Zertifikaten auch nicht ins unendliche weiter geht....