Beiträge von michael091963

    Zitat von rcw

    ....= 17.651,15 Euro Überschuss nach 25 Jahren
    = 706,05 Euro/Jahr Gewinn vor Steuern und Abgaben, Reparatur, Inflation usw. usw.


    Lege ich den Betrag von 18.150,00 Euro in Aktien von Titeln aus dem DAX an, die eine erwartete Dividendenrendite von 3,5 %
    ...
    Da meine Anlage zum Preis von 18.150,00 Euro aber nicht wertlos geworden ist, beträgt die Summe nach 25 Jahren: 42.892,90 Euro.


    Woher nimmst Du die Gewissheit, dass in 25 Jahren Deine Aktien immer noch zum Ausgangswert zu haben sind und nicht gerade eine Weltwirtschaftskrise oder ein Terroranschlag den DAX auf Talfahrt geschickt hat? Mir fällt da die ein oder andere Depotposition aus dem Technologiesektor ein, die sich auch nach 10 Jahren noch nicht annähernd auf dem Niveau bewegt, wie vor dem Zusammenbruch des neuen Marktes *T**** :-(


    Die Frage nach der Thesaurierung des PV-Ertrages wurde auch schon gestellt.


    Inflation betrifft natürlich auch nur die PV und geht an der Dividende vorbei. :-)

    Meine Anlage wurde Ende März von Volleinspeisung auf Überschusseinspeisung umgestellt.


    Habe von Westnetz für die Montage der beiden neuen Zähler (Erzeugung und Zweiwege für Verbrauch/Einspeisung) keine Rechnung erhalten.


    Der Elektriker hat für den Umbau (zwei analoge Zähler raus, Montageplatten für digitale Zähler rein, Messkonzept ändern) 355 Euro brutto bekommen. Das war ein Preis, der hier im Forum vorher von mir auch als realistisch abgefragt worden war.


    Der Preis hat mich aber auch deshalb nicht überraschend getroffen, weil ich mir vor dem Umbau ein Angebot habe machen lassen...

    Zitat von michaell

    Event. dem FA noch das richtige Konto mitteilen, damit es eventuell in der Zukunft richtig klappt.


    Das ist der entscheidende Hinweis und zwar nicht nur "Event.", sondern auf jeden Fall. Dann klappen auch die Lastschriften demnächst verlässlich. Offenbar scheint der Erfassungsbogen nicht angekommen zu sein...


    Ein separates PV-Konto dient der eigenen Übersichtlichkeit und hat den Vorteil, WENN das Finanzamt mal einen Kontoauszug sehen will, dass dort nur Zahlungen drauf sind, die das FA auch zu interessieren haben (und nicht die Überweisung an Orion oder Playboyshop oder sonstiges...)


    Die Zahlungen des FA an Dich werden die aber sicher nicht nachgewiesen haben wollen.


    Ein eigenes PV-Konto ist aber auf keinen Fall zwingend. Schon deshalb kann die Überweisung auf das falsche Konto kein Problem sein.

    mbrod
    Die KUR hast Du richtig beschrieben. Für den PV-Betreiber ist es zumindest bis 31.03.2012 immer günstiger gewesen, auf die KUR zu verzichten und sich die Vorsteuer für die Anlage erstatten zu lassen.
    Und zwar unabhängig von der Frage, ob Voll- oder Überschusseinspeisung.
    Anlagen, die bis zum 31.03.2012 ans Netz gegangen sind, erhalten auch für den selbst verbrauchten Strom eine Einspeisevergütung. Für die Berechnung der USt gilt der Umsatzsteueranwendungserlass (UStAE) 2.5. Danach werden zwei gegensätzliche Lieferbewegungen fingiert:
    Zunächst liefert der PV-Betreiber den gesamten Strom an den VNB. (Mit KUR eben netto, ohne USt).
    Der Eigenverbrauch ist dann die zweite Lieferbewegung - nämlich vom VNB an Dich. Der hat mit Sicherheit keine KUR, folglich fällt hierauf USt an. Dadurch wird der Direktverbrauch immer mit USt belastet, die auch nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden kann.


    Seit dem 01.04.2012 gibt es keine Einspeisevergütung für den Eigenverbrauch. Dann erhob sich die Frage, wie denn nun mit dem DV umzugehen sei. Zunächst (und de facto auch heute noch) gilt der UStAE 2.5 immer noch. Es gibt aber zumindest eine Entwurfsfassung zur Änderung, die für neuere Anlagen beim DV eine unentgeltliche Wertabgabe unterstellt. Nimmt der PV-Betreiber in dieser Konstellation die KUR für sich in Anspruch (Ggf. auch erst 5 Jahre nach Geltendmachung der Vorsteuer) wäre keine USt auf den DV fällig.


    alterego
    Wann ersetze ich meinen DV nicht 1:1 meinen gekauften Strom?


    Aber vielleicht habe ich mich unverständlich ausgedrückt.


    Andre78 hält die USt auf DV für vernachlässigbar, weil man ja auch auf den Strombezug USt zahlt und trifft diese Aussage unmittelbar im Zusammenhang mit der Frage KUR oder nicht KUR. Und gerade hier liegt der Hase im Pfeffer. Bei Anlagen seit 04/2012 könnte ich tatsächlich um die USt auf den DV durch Inanspruchnahme der KUR rumkommen. (siehe vorhergehende Erläuterung für mbrod)

    Zitat von biggi09

    Michael:


    Nein... nicht die Kleinunternehmerregelung, sondern diese steuerliche Absetzbarkeit... (mir fehlt der Fachbegriff)... als Einmalabzug und nicht über Jahre hinweg... damals hieß es, man dürfte erst nach 5 Jahren auf EV umsteigen.


    Wenn's die KUR nicht ist, dann bleibt eigentlich nur der Sonderausgabenabzug (20%) gem. § 7g EStG. Der ist auch auf 5 Jahre angelegt, hat aber genauso wenig was mit Voll- oder Überschusseinspeisung zu tun. Hier gab es aber zumindest Unsicherheit, ob der Eigenverbrauch schädlich sein könnte. Ist aber nicht so

    Dann scheint bei Dir außer der Verdrahtung vielleicht nichts gemacht worden zu sein.


    Bei mir mussten zwei analoge Zähler (Erzeugung / Verbrauch) ausgebaut, die Verdrahtung geändert und die Umrüstung auf zwei digitale Zähler vorbereitet werden. Unsicher bin ich gerade, ob der Elektriker auch den Erzeugungszähler geliefert und eingebaut hat und Westnetz nur den Zweiwege (Bezug/DV)


    Ich hatte damals hier auch angefragt, ob der Preis so ok war. War mir bestätigt worden.

    Zitat von biggi09

    Hatten das für Oktober vor, weil da die Anlage 5 Jahre steht + wir durch diesen einmaligen Steuerabzug 5 Jahre einspeisen müssen (hätten einspeisen müssen).


    Kann es sein, dass Du da was durcheinander bringst? Die 5 Jahre beziehen sich vermutlich auf die Kleinunternehmerregelung?


    Die hat mit Voll- oder Überschusseinspeisung nichts zu tun. Du musst halt auf den Direktverbrauch Umsatzsteuer zahlen. Bei einer Anlage, die vor dem 01.04.2012 ans Netz gegangen ist, kannst Du das aber noch nicht mal mit der KUR umgehen. Nach UStAE 2.5 wird Dir die Umsatzsteuer für die Rücklieferung nämlich ohnehin vom VNB berechnet. Und der hat garantiert keine KUR :-)


    Aber der Tipp kommt ja leider (viel) zu spät.
    Meine Anlage aus 2010 habe ich zum 01.04.14 auf Überschusseinspeisung umgestellt. Mit Westnetz und Elektriker war ich darüber schon seit 12/2013 in Verhandlung, bis die endlich einen gemeinsamen Termin für den Zählerumbau gefunden hatten...


    Der Zähleraustausch durch Westnetz hat nichts gekostet. Der Elektriker hat für den Umbau knapp 300 Euro netto erhalten, die mir das FA mit meinem Grenzsteuersatz subventioniert. Ob der Zweirichtungszähler mehr Miete kostet, als der alte Zähler, kann ich gar nicht sagen. Wäre mir aber auch egal, wenn es die oben genannten 19,32 € wären.


    Du glaubst nicht wieviel Freude es macht, wenn Spülmaschine und Waschmaschine laufen und ich immer noch keinen Strom beim EVU kaufen muss.

    Trusty74
    Die Frage passt eigentlich nicht zum Thema. Aber der Direktverbrauch (DV) führt natürlich dazu, dass sich der Strombezug entsprechend reduziert. Üblicherweise führt das zu einer Reduzierung des Abschlages an das Versorgungsunternehmen. Du musst nur aufpassen, dass der DV in die Tarifstruktur Deines EVUs passt. Wenn der z.B. Staffelpreise je nach abgenommener Strommenge hat und Du eine Grenze durch den DV unterschreitest, könnte das zu einem höheren Strompreis je kWh führen. Dann kann man aber natürlich das EVU auch wechseln. Ganz ohne Abschlag würdest Du nur dann auskommen, wenn Du gar keinen Strom mehr kaufen müsstest (100%-Selbstversorger). Das ist eher unwahrscheinlich. Wenn Du weitere Fragen dazu hast, solltest Du aber einen eigenen Thread aufmachen.