Beiträge von michael091963

    didimausi
    es wäre sogar falsch, die Daten der Ehefrau mit anzugeben, wenn die Anlage nur auf den Ehemann läuft.
    Gerade am Anfang werden aus der PV eher Verluste generiert, wieso sollte ich da freiwillig zusätzliche Steuern vorauszahlen, um am Ende nicht zu bluten? Im Gegenteil. Ich würde die voraussichtlichen Verluste als Steuerfreibetrag eintragen lassen, um nicht so lange auf mein Geld warten zu müssen.
    Bei der üblicherweise gewählten "Ist-Versteuerung" für die Umsatzsteuer muss ich auch nur die Umsatzsteuer abführen, die ich zuvor auch erhalten habe

    Der Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung hat einen einzigen Zweck:
    Das Finanzamt dazu zu veranlassen in Deinem Datensatz das Umsatzsteuermerkmal zu setzen.


    Hierfür sind fast keine Angaben erforderlich. Insbesondere nicht zu irgendwelchen Einkünften. Schließlich soll das FA nicht auf den Gedanken kommen, steuerliche Vorauszahlungen festzusetzen. Das Ding ist keine Steuererklärung. Fast nichts in dem Formular lässt sich nicht hinterher korrigieren. Entscheidend ist, so früh wie möglich das USt-Merkmal zu haben um nach Eingang der Anlagenrechnung möglichst am nächsten 1. die UStVA machen zu können.


    Du gibst also Deine persönlichen Daten an, wenn die Anlage auf Dich alleine läuft.
    Dann gibt Du als voraussichtlichen Gewinn eine 0 an.
    Du kreuzt an, dass Du auf die Kleinunternehmerregelung verzichtest
    Ggf. Dauerfristverlängerung beantragen
    Am besten noch eine Einzugsermächtigung ausfüllen für die Umsatzsteuer und ab in den Briefkasten


    (Spätestens) ab dem Zeitpunkt der Abgabe des Erfassungsbogens solltest Du dann auch regelmäßig bis zum 10. des Folgemonats die UStVA über Elster abschicken - mit Fristverlängerung hast Du einen Monat länger Zeit. Wenn da noch keine Einkünfte oder Aufwendungen erfolgt sind, sind eben 0,00 Euro Umsatz zu deklarieren aus denen sich die Verpflichtung zur Zahlung von 0,00 Euro USt ergibt :-)

    Wenn die 1.800 Euro sich nach Abzug aller betriebsbedingten Kosten (Abschreibung, Schuldzinsen, ans FA gezahlte Umsatzsteuer, Versicherung, Telekommunikation etc.pp) als Ergebnis übrig bleiben...


    Deine Alternative ist eine Milchmädchenrechnung.


    Vom Gewinn geht der Durchschnittsteuersatz ans FA. Unnütze Kosten gehen zu 100% an Dritte... Wenn Du also 1800 Euro Gewinn auf den Kopf haust, hast Du weniger, als wenn Du von 1800 Euro Gewinn Steuern zahlst.


    Man sollte unternehmerische Entscheidungen nicht davon abhängig machen, ob sich das steuerlich lohnt ;-)

    Ich bin auch mal wieder da... Dank beruflichem Neuanfang fehlte mir in den letzten Monaten die Zeit und prompt habe ich den Überblick verloren. Da meine Frage aber in die Richtung von kpr's Bemerkung geht, mache ich mal keinen neuen Thread auf.


    Das FA bekommt nur verdichtete Zahlen zu sehen....


    Meine Anlage aus 02/2010 wurde in 04/2014 auf Überschusseinspeisung umgestellt. RWE rechnet für mich ab und stellt brav nach UStAE 2.5 eine Gutschrift über die Volleinspeisung und eine Rechnung über den Direktverbrauch.


    Eigentlich ist doch alles im grünen Bereich, wenn ich weiterhin die Volleinspeisung in die EÜR eintrage? Auch für die UStE ist mit der abgerechneten Volleinspeisung die volle USt ans Finanzamt deklariert.


    Oder muss ich für die EÜR die Rechnung aufteilen in


    x kWh tatsächliche Einspeisung mal 39,14 ct (zzgl. USt)
    y kWh Direktverbrauch mal 22,76 ct (zzgl. USt)
    y kWh Direktverbrauch/Entnahme mal 16,38 ct (zzgl. fiktiv ermittelter USt)


    Im Ergebnis = (x+y) kWh (fiktive Volleinspeisung) mal 39,14 ct zzgl. USt


    Da das Finanzamt nur das Ergebnis bekommt, müsste es damit doch am schnellsten zurecht kommen. Meine bisherigen EÜRs sahen ja genauso aus und von der Umstelllung wissen die doch gar nicht...

    lass mich mal so sagen/schreiben...


    Ich habe hier gerade eine Fahrtkostenabrechnung auf dem Tisch, die einen Erstattungsbetrag von 123,45 Euro ergibt. Kann das richtig sein?



    (Wenn Du meinst, das nicht beantworten zu können liegt es möglicherweise daran, dass Dir jede Menge Angaben fehlen, um das Ergebnis beurteilen zu können)


    Wenn Du wissen willst, ob Dein Ergebnis richtig ist, nimm doch einfach mal das Schema, das kpr weiter vorne für die EÜR in Kurzform aufgeschrieben hat. Nur wenn man Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben kennt, kann man was zum Ergebnis sagen.


    Ohne auf diese unwichtigen Details einzugehen glaube ich aber, dass die Berechnung eher nicht stimmen kann. Wenn die Anlage im ersten vollen Betriebsjahr schon so einen (steuerlichen) Gewinn macht, hast Du was falsch gemacht :-)

    Fahrtkosten einschließlich Parkgebühr für die Fahrt zum Finanzierungsgespräch mit der Bank
    Steuerberater (und auch hier die Fahrtkosten zum Termin)
    Fachliteratur
    Steuersoftware
    Buchhaltungssoftware
    Notebook
    Datenlogger
    ...


    alles was Du aufwendest, um Deine Photovoltaikanlage zu betreiben.
    Das Finanzamt hat kein Recht, die zweckmäßigkeit oder Angemessenheit der Aufwendungen zu hinterfragen. Einzige Falle: Wenn die Ausgaben so hoch sind, dass über die Totalperiode kein Gewinn zu erwarten ist. Dann könnte das böse Stichwort "Liebhaberei" fallen und damit erledigt sich dann alles weitere, weil die Gewinnerzielungsabsicht fehlt.

    Zitat von JohnDooe

    Man sollte da mal ansetzen ob der "Besitz" einer PV überhaupt ein "Gewerbe" ist. Wenn ich eine PV-GmbH habe und 100% der Anteile als Invest besitze, dann bin ich kein Unternehmer sondern Anleger. Bin ich auch noch der GF bin ich "Unternehmer" obwohl ich auch nichts anderes mache.


    Gewagte Argumentation.


    Solange es passt (Einkommensteuer, Umsatzsteuer) ist man gern Gewerbetreibender, will aber die möglicherweise unbequemen Konsequenzen (IHK) nicht tragen. Wird bei der GmbH-Variante wirklich niemand für die betriebene PV-Anlage IHK-Mitglied?


    Mir schickt die IHK auch jedes Jahr eine Rechnung über den Mindestbeitrag, der aber sofort wieder mit dem Hinweis auf den fehlenden Mindestumsatz retour geht. Damit ist das Thema durch. Ob die IHK nun nützlich ist, oder nicht - da werden wir hier nicht einig.


    Und ob die IHK weiter besteht, wird das BVerfG ja irgendwann entscheiden. Das kann man nun nach soviel Jahrzehnten auch noch abwarten. Die Werbegemeinschaft der deutschen Landwirtschaft hat es nicht überlebt.


    Mich irritiert viel eher, dass es hier immer noch Mitglieder gibt, die allen ernstes behaupten, dass die Mitgliedschaft an der Gewerbeanmeldung hängt.