Beiträge von Weidemann

    Heute ist der Wechselrichter halt garnicht soweit gekommen das er eingespeist hat da bei beiden strings auf beiden Eingängen direkt der Fehler gezeigt wurde.

    Dann sehe ich das Problem eher beim WR, zumindest in Verbindung mit dem trockenen Wetter.


    (Oder die Module/Kabel sind schon länger leck, aber die Erdung des Montagegestellt hat einen Wackelkontakt ;-) ist aber unwahrscheinlich, denn zumindest bei Nässe dürfte die Erdung auch über Feuchtigkeit, Dachrinne etc. an die Module kommen. )


    Was gibt der WR als Isolations-Widerstand aus? Sieht man mit Sunny Explorer.


    Was sagt die String-Messung mit üblichem Vorgehen (zwei baugleiche Multimeter, gleichzeitige Spannungsmessung beider Pole gegen Erde...).

    Wenn du Zugriff auf ein Isolationsmessgerät hast, nachts Plus und Minus verbinden und mit 1000V gegen Erde messen.

    Alle drei Phasen fluktuieren zwischen ca. 220 V und 250 V - manchmal schießt eine Phase (meist die 3. ) auch auf über 260 V hoch, was der WR mit Abschalten quittiert.

    Es kommt also durch aus vor, dass Phase 1 220 V hat, Phase 2 235 V und Phase 3 240 V - ein paar Sekunden später kann's umgekehrt sein.


    So große Differenzen innerhalb von Sekunden sind nicht normal, zumindest nicht in einem Wohngebiet.

    Wenn sich wirklich die Netzspannung so verhält, dann ist was größeres faul (oder es sind extreme asymmetrische, zufällige Verbraucher vorhanden, aber ich kann mir nicht vorstellen was das sein könnte).

    Die 260V Spannung lassen sich nur durch Einspeisung erklären: Kannst du das zeitlich zuordnen, fällt das mit Sonnen-Peaks zusammen?


    Mein Gedanke ist eher, dass was an der WR-Messung nicht stimmt, oder dass z.B. die Klemmen irgendwo zwischen WR und Hausanschluss nicht angezogen sind und durch lose Adern, also schwankende Übergangs-Widerstände die Spannung zu schwanken scheint.

    Das "Standard-O/W-Dach" gibt es nicht, sondern hier spielt die Nachneigung massiv rein. Siehe PVGIS.


    In PVGIS kriegst du ja die monatlichen Erträge angezeigt: Da kannst du dir das Verhältnis zwischen Süd und O/W im Jahresverlauf gegenüberstellen. Bei niedrigem Sonnenstand kommt O/W deutlich schlechter weg.

    -Der PV-Eigenverbrauch (oder der Gesamt-Verbrauch?) ist von 3000 auf 8700 kWh gestiegen? Wie hat sich in der gleichen Zeit dein Strom-Bezug entwickelt? Eigenverbrauch + Strombezug = Gesamtverbrauch.

    Bei dieser Steigerung ist definitiv was faul! Das entspricht einem Verbraucher mit 650W Dauerleistung, der das ganze Jahr rund um die Uhr läuft, das geht nur bei sämtlichen Arten von Heizung/Kühlung.

    Elektrische Warmwasserbereitung? Heizstab im Pufferspeicher? Defekte Wärmepumpe, deren Enteisung ganzjährig läuft? Dachrinnenheizung? Klimaanlage? Gefriertruhe kühlt auf -80°C?


    -Wurde am Zweirichtungszähler des Netzbetreibers irgendwann was umgebaut?


    -Die Anlage war also das halbe Jahr 2018 auf 70% weich begrenzt: Das sollte max. zu sowas wie 3% Ertragsverlust führen, also die Produktion von z.B. 23 auf 22,3 MWh senken. Für den stärkeren Einbruch (trotz mehr Sonne) auf 20 MWh solltest du nach anderen Ursachen forschen (Schatten, Defekte...).

    Mach als erstes eine Tabelle mit der monatlichen Produktion, monatlichen Einspeiseleistung und monatlichem Eigenverbrauch für 2016 bis 2018. Dann sieht man vielleicht, ab wann "was passiert ist".

    Zusammenfassend:


    -Seit dem Einbau des neuen Solarlogs am 27.11.17 hat dieser durchgehend die Einspeise-Leistung um 30%, also auf 70% reduziert? (oder auf 30%?) -> was sagen die Ertragskurven an sonnigen Tagen?


    -Das ganze Jahr 2018 wurde die Anlage in der Einspeise-Leistungsreduzierung betrieben? -> Schau dir doch mal die Tageskurven an sonnigen Tagen an, auf was da abgeregelt wird. Du hast 70% weich, also keine Leistungsreduzierung bei genügend hohem Eigenverbrauch?


    -Bis 2017 hattest du 18.000 kWh Einspeisung bei 23.000 kWh Produktion, also 5.000 kWh Eigenverbrauch?

    -2018 hattest du 11.000 kWh Einspeisung bei 20.500 kWh Produktion, also 9.500 kWh Eigenverbrauch?

    --> wie ist jeweils der Gesamt-Jahresverbrauch? Bei einer so krassen Eigenverbrauchs-Steigerung müsste der Gesamt-verbrauch noch stärker steigen, oder du hast Verbraucher wie Klimaanlagen dazu bekommen, die vorwiegend bei Sonnenschein verbrauchen.


    -wurde am Zähler irgendwas geändert? Stammen die kWh-Angaben aus der Rechnung vom VNB, also vom offiziellen Zähler?

    Stell nochmal übersichtlich die jährlichen Werte da, und kennzeichne was direkt am WR abgelesen ist, was der Solarlog (bzw. dessen Zähler) sagt, und was der offizielle Stromzähler sagt.