Beiträge von Weidemann

    Ein ausgedienter Traktionsakku kann noch Jahre gute Dienste tun, aber er muss schon seriös kontrolliert werden und ein taugliches BMS bekommen.

    Weder "Kontrolle" noch BMS können ein Durchgehen bei Li-Ionen-Zellen verhindern. Es kommen statistisch Defekte in der Zellfertigung vor, die irgendwann in einem thermischen Event enden.

    Ob das Risiko mit dem Alter größer oder kleiner wird, darüber lässt sich streiten (es dürfte die übliche Badewannen-Kurve sein).

    Nach allem, was ich bisher von Li-Ionen-Automotiv-Batterien gesehen habe, lautet mein Fazit:

    Sowas käme mir auf keinen Fall ins Haus, genauso wenig wie ich ein normales Auto im Keller parken würde (ähnliches Selbstenzündungs-Risiko).


    Und nochmal mehr gilt das gesagte, wenn die Vergangenheit der Batterien fragwürdig ist. Sowas kann man im Gartenhäuschen oder in der (freistehenden) Garage ausprobieren, aber bitte nicht in der Nähe schlafender Menschen.


    Die einzige Ausname wären die Model 3- Speicher von Tesla, dort können tatsächlich einzelne Zellen durchgehen, ohne dass der gesamte Speicher abbrennt (und durch die kleinen Zellen werden auch nur wenige Liter giftige Gase frei, im Gegensatz zu den großen Zellen anderer Hersteller). Das gilt jedoch nicht für andere Tesla-Speicher, siehe der Honkong-Model-S-Brand. Welche Technik in den Tesla-Heimspeichern steckt, weiß ich nicht.


    Die meisten Heimspeicher-Hersteller scheinen ja das nicht-explosive LiFePo4 zu verwenden, und das ist gut so.

    • mit Stromzange kann man auch zeitgleich messen: zwei String-Kabel gegenläufig durchführen (bzw. Pluspol vom einen, Minuspol vom anderen), dann muss die Messung Null ergeben
    • generell: Schattenmanagement muss aktiviert sein (ist heutzutage wohl automatisch der Fall?). Zugriff aufs Gerät mit Sunny Data über Blauzahn. Aber ich empfehle einen ordentlichen Logger wie Solarview, mit dem auch die String-Spannungen und Ströme geloggt werden.
    • Ertragsmessung der einzelnen Strings am gleichen Tracker ist nicht möglich.
    • Bei 1% Spannungsdifferenz würde "binär betrachtet" schlimmstenfalls von den anderen beiden Strings jeweils 1% Ertrag verloren gehen. Real ist es durch den sich einstellenden gemischten Betriebspunkt deutlich weniger Verlust -> das wäre nicht wahrnehmbar

    Wenn man als Daumenwert von maximal 7 kWh/kWp*d ausgeht bei sehr guten Bedingungen, sind das bei 340Wp-Modulen max. 2,38 kWh/Modul Tagesertrag. Die 4,3 kWh sind also physikalisch nicht möglich, die Werte für die restlichen Module passen gut (aber es war wohl nicht heiß?).


    Ich kann mir kaum vorstellen, dass mehrere Optimierer das Probem synchron zeigen... daher vermute ich eher, dass das Problem in der Auswerte- bzw. Anzeigeeinheit lag.

    Da den ganzen Tag die Sonne drauf scheint, aber nur 200 V Strinspannung anliegt, wäre vielleicht optimal, wenn die beiden Fassadenfelder SO und SW parallel verbindet und diese in Reihe mit Südanlage verschaltet wird.

    Das würd ich nicht machen, durch die unterschiedlichen Stringlängen entstehen da unnötige Verluste.

    Sondern so:

    Tracker 1: 12er NO und 6er Süd parallel (noch besser wäre 2x6 NO und 6 S, solang keine wesentliche Verschattung bei NO auftritt)

    Tracker 2: 8er SW und 8er SO parallel

    Derzeit hängen die beiden 8 Modulseiten an einem String am Mppt Tacker an SB 4000 TL 21.

    Scheint eine Seite an, bringt keine weitere Leistungsteigerung, weil die immer den schwächten Modulleistung bestimmt wird.

    Die fahren immer nur wie bei diffusen Lichteinfall. Das ist etwa über 200 Watt.

    Schwer verständlich... sagst du dass die beiden 8er Strings in Reihe geschaltet sind? Dann bestimmt die schwächer besonnte Seite den Strom. Die Lösung ist einfach: Beide 8er Strings parallel schalten, dann liefern beide was sie können.

    Schattenmanagement sollte generell eingeschaltet sein. Strangdioden sind bei nur zwei parallelen Strings überflüssig, erst ab 3-4 nötig (siehe Modul-Montageanleitung).


    Genauso kannst du die 8 NO und die 6 Süd-Module parallel an den zweiten Tracker hängen, hier würde ich wegen der unterschiedlichen Länge Strangdioden verbauen. Ein eigener WR für die 6 Süd-Module wird sich nicht lohnen. Hier ist aktiviertes Schattenmanagent die Voraussetzung, dass es funktioniert.

    Auch als kleine Warnung an alle denen der Solartuer einen Tripower mit 12er Verstringung von Poly Mopdulen (60 Zeller) verkaufen will -> schlechte bis "ganz schlechte" Lösung!

    Wieso? Mit 12 Modulen funktioniert der Tripower einwandfrei.


    Der Schatten des Schornsteins wandert auf der Süd-West Seite über die oberste Modul Reihe, da die Modulreihe bekanntlich mit den anderen Modulen parallel geschaltet wurde, wird wohl ein Modul "ausgeblendet", ich weiß nicht wie ich das sonst nennen soll.

    Die zwei parallelen Strings können nur mit der gleichen Spannung betrieben werden. Wenn also im einen String X Moduldrittel kurzgeschlossen werden, dann ebenso viele im parallelen String.


    Ich habe auch noch Platz auf meiner Garage für 12 Module in Südausrichtung = 3.540 Wp

    -> Würden sich diese Module noch an den Tripower mit den 11.660 hängen lassen, oder ist er dann überbelegt?

    Ich blick bei der Fülle an Dachflächen nicht durch, aber die Dimensionierung kannst du am besten in SunnyDesign bestimmen: Einmal den Ertrag mit der bestehenden Verstringung, und einmal den Ertrag mit zusätzlichen Modulen. Die Differenz der beiden Erträge ist also das, was die Zusatzmodule effektiv liefern.

    Unabhängig davon musst du mit Verlusten rechnen, wenn Module im gleichen String (!) deutlich abweichende Neigung und Ausrichtung haben: https://www.photovoltaikforum.…mo-p1603205.html#p1603205

    und zudem der Zeitraum zwischen Batterieausfall und Reklamationsmeldung größer als 6 Monate ist und daher ein Instandsetzen bzw. Nachladen der Module nicht mehr möglich ist.

    Wurde dir das schriftlich mitgeteilt? Ein normaler Verbraucher kann sowas nicht wissen.

    Auch aus technischer Sicht sehe ich keinen Grund für diese Argumentation. Es sei denn, es handelt sich um eine Fehlkonstruktion ;-)


    Insgesamt haarsträubend, was sich Daimler hier leistet! Das ist ja fast schlimmer als bei den diversen Startups...

    nur morgens ist der Weststring ja eh im Schatten. Den Einbruch der Spannung verstehe ich nicht...

    Schatten ist nicht gleich Schatten. Wahrscheinlich werden einige Module deutlich stärker indirekt beleuchtet als der Rest?

    Mach mal ein Foto vom Dach zur fraglichen Uhrzeit.