Beiträge von Handbuch

    Du willst es einfach nicht verstehen?

    Es ist aber sehr fraglich ob bei einen Mehrverbrauch an Strom mehr Strom durch die Netze über hunderte von km geht.

    Wir wollen auch die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen aber wir werden da nicht mehr Strom aus dem Netz ziehen wegen der Wärmepumpe das ist auch klar.


    Übrigens auch der Netzausbau ist kein Backup-Kraftwerk und der Netzausbau kann auch kein einziges kWh speichern.

    Die Leute und Firmen mit den Heimspeicher aber.

    Wo soll denn z.B. in Bayern im Winter der Strom für die vielen neuen Wärmepumpen herkommen? PV kannst Du vergessen. Selbst wenn alle Dächer 50 Grad hätten (was meines Wissens nicht so ist und nur selten baut jemand neu so ein Dach), dann haben wir im Winter einfach zu wenig Sonne um auch nur den Heizbedarf zu decken (von Industrie und Verkehr mal ganz zu schweigen). Ich habe selbst seit 2007 PV-Anlagen. Ich weiß, wieviel da im Winter rauskommt. Dann brauchst Du die Leitungen in Richtung Windkraft, da man in Bayern ja auch diese nicht haben will.


    Und Leitung kann durchaus Backup-Kraftwerke ersetzen, da wohl zu keinem Zeitpunkt Flauten über ganze Kontinente hinweg gleichzeitig vorkommen. Je größer das Netz, umso so kleiner der Bedarf an Backup-Kraftwerken. Das ist hier doch nicht schon x mal durchgekaut worden.


    Im Gegensatz ersetzt Dein Heimspeicher genau kein einziges Backup-Kraftwerk. Wie lange könnte genau Dein Speicher bei voller Abnahme durch den Netzbetreiber das Netz stützen? Und womit heizt Du dann inzwischen, machst Licht oder lädst Dein BEV, wenn der Netzbetreiber Deinen Speicher zu 100% in Beschlag nimmt?


    Blödsinn wird nicht dadurch wahr, dass man ihn ständig wiederholt. Das klappt noch nicht mal, wenn man Präsident der USA ist.

    Blödsinn. Du tust ja so, als wären das beides fixe Kosten. Leitungen sind billiger als Speicher und universeller einsetzbar. Daher erspart uns der Netzausbau sinnlos hohe Speicherkosten und unnötige Backup-Kraftwerke. So wird ein Schuh draus.


    Aber sollten wir hier vielleicht nicht mal langsam zum Thema zurückkehren. Das war doch eigentlich:


    "Darf man Atom abschreiben?".

    Speicher sind ja nicht nur Akkus und Pumpspeicherkraftwerke, sondern auch Wärmepumpen und E-Autos.

    Es gibt in D über 40 Mio Wohngebäude, wenn in jedem eine WP läuft und man diese zeitweise mit z.B. 250W höherer oder niedrigerer Leistung fährt, dann sind das 10GW Speicherleistung mit etlichen GWh Kapazität.

    Jain. Bei Wärmepumpen fehlt derzeit zum einen die übergeordnete Steuerung für solch einen Einsatz und ich sehe aktuell auch keine Bestrebungen, hier etwas zu ändern. Zum anderen werden zukünftig Wärmepumpen immer häufiger auch im Bereich der Altbauten nicht nur im Kombination mit Flächenheizung sondern auch mit klassischen Radiatoren eingesetzt. Ich habe gerade eine entsprechende Planung für ein großes EFH am Wickel. Das Haus ist so gut gedämmt, dass ich in der Kombination PV+Sole-WP mit den bestehenden Radiatoren (nur minimale Änderungen nötig) mit einer Vorlauftemperatur von 45 Grad gut hinkomme. Da rechnet sich es nicht, mit viel Aufwand jetzt noch auf Fußboden- und/oder Deckenheizung zu gehen. 5 Grad weniger Vorlauf bringen mir gerade mal 50 Euro geringere Heizkosten im Jahr. Dafür auf 350 qm Wohnfläche auf Flächenheizungen umzustellen bringt selbst mit der Förderung kein wirtschaftliches Ergebnis. Sicherlich wird man das mal Zug und Zug bei eh anstehenden größeren Renovierungen aus Komfortgründen angehen. Aber ich denke, dass man solche Lösungen in Zukunft immer öfter sehen wird. Also wird m.M.n. zukünftig nicht mehr jede WP auch als Speicher dienen können.

    @ Werner


    Du haust so viele Sachen durcheinander - da weiß man gar nicht wo man anfangen soll...


    Zitat

    Mit einer PV und einen Speicher werden noch 20% bis 40% aus dem Stromnetz gezogen im Jahr.

    So nun kommen noch 1/3 der Jahresstrommenge aus dem Netz und davon hat ja auch nur ein kleiner Teil der kWh die HGÜ-Leitungen „gesehen“, benutzt.

    Das trifft vielleicht auf Privathaushalte zu, die noch mit Öl oder Gas heizen. Womit heizt im Winter eine Wärempumpe, wenn es über Wochen keine Sonne gibt oder einfach nur Schnee auf dem Dach liegt? Womit wird das BEV aufgeladen? Was machen Betriebe mit zum Teil sehr großen Strombedarf? u.s.w.


    Zitat

    Was kosten die HGÜund der Unterhalt mit den Konvertern / Wechselrichtern und noch die

    ca. 9% Garantierendite beim Netzausbau ?

    Garantiert ist die Eigenkapitalrendite. Die gibt es nicht für das Gesamtinvest. Und selbst die liegt meines Wissens seit der letzten Regulierung niedriger. Bin grad zu faul nachschauen. Du solltest Dich vielleicht mal ein wenig mit dem Thema Unternehmensfinanzierung beschäftigen, bevor Du hier solche Schoten raushaust.


    Zitat

    Von den in Deutschland eingesetzten ca. 550TWh Strom kommen doch nur einige TWh über die

    HGÜ.

    Wir werden zukünftig viel mehr Strom verbrauchen, wenn wir erst mal daran gehen, Verkehr, Heizung und industrielle Prozeßwärme von fossilen Energieträgern auf Strom umzustellen. Und in einen Europäischen Stromverbund kommt dann auch noch Transit hinzu. Je besser das Netz ausgebaut ist, umso wenig Backup-Kraftwerke werden benötigt.


    Das scheint aber alles nicht in Dein Weltbild zu passen und wird daher offenbar komplett ausgeblendet.

    Bei den HGÜ- Leitungen wird man auf 10 bis 15 Cent/kWh je tatsächlich übertragenen kWh kommen das ist mal nicht zu leugnen.

    Wie kommst Du auf diese kühne Behauptung? Quelle?


    Zitat

    Wer braucht bei dieser Entwicklung noch zusätzlich zum bereits gut ausgebauten Stromnetz in Deutschland HGÜ-Leitungen von Nord nach Süd ?


    Oha. Und warum werden dann regelmäßig die Windparks im Norden abgeregelt? Und woher kommt der Strom im Süden, wenn dort erst alle Kernkraftwerke abgeschaltet sind?

    Es wird nicht viel bringen, an einzelnen Stellschrauben ein wenig rumzuspielen. Was wir brauchen, ist eine generelle Neuregelung der Steuern und Abgaben auf Energie. Das fängt bei den Energie-Steuern an und hört bei den Netzentgelten noch lange nicht auf.


    Und vor allem brauchen wir eine langfristige und verläßliche Planung, damit sich die Marktteilnehmer darauf einrichten können. Von heute auf morgen wären die nötigen Änderungen für viele einfach zu brutal. Über 5 bis 10 Jahre sieht das ganz anders aus.


    Aber dazu bräuchten wir eine Regierung, die was wirklich will und nicht immer genau das Gegenteil von dem tut, was sie nach außen kommuniziert. Dank Corona wird die Union wohl bei der nächsten Wahl sogar die absolute Mehrheit bekommen (wenn man den Trend der letzten Umfragen vertrauen kann). Damit können wir uns hier eigentlich sämtliche Diskussionen wohl auch für die nächsten 5 Jahre sparen.


    Es ist so frustrierend.

    Altmaier setzt auf alles, was die Energiewende blockiert oder verhindert. Und gestern stellt sich seine Chefin wieder hin und spielt die Vorkämpferin in Sachen Umweltschutz beim Petersberger Klimadialog. Immer schön links blinken und dann doch wieder rechts abbiegen.