Beiträge von benchfrooser

    Die Windlobby verlangt, die nicht gebauten Anlagen in den nächsten Ausschreibungsrunden als zusätzliches Volumen draufzuschlagen, um die Ausbauziele umzusetzen. Das aber lehnt das Bundeswirtschaftsministerium ab. Dort glaubt man an eine hohe Realisierungsrate

    Hier zeigt sich die hässliche Fratze. Bei einer hohen Realisierungsquote würde die erneute Ausschreibung von nicht gebauten Anlagen keine Änderung hervorrufen. Bei der ganzen Diskussion ging es nie um Kosten, sondern um die Abwürgung der dezentralen Energiewende.

    Zitat von Kallenpeter

    Ich glaube bei RWE hat man sich zumindest bis vor kurzen gar nicht so viele Gedanken um die grundsätzliche Strategie gemacht. Man verbreitet Lügen und Halbwahrheiten, macht Hinterzimmerdeals mit Politik und Gewerkschaften und scheißt auf die Umwelt.
    Das macht man seit 100 Jahren so. Und es ging bis vor ein paar Monaten immer gut. Die Medien waren uninteressiert bis unkritisch und die breite Öffentlichkeit hats nicht interessiert.


    Aber die öffentliche Wahrnehmung hat sich geändert, nur RWE hats nicht schnell genug kapiert... wie so oft.



    RWE müsste Hilfe von Leuten annehmen, die schon länger Erfahrung mit der freien Marktwirtschaft haben, die Energiewende auch wollen und nicht blockieren. RWE sollte an der Energiewende ernsthaft mitarbeiten und sie nicht sabotieren, damit am Ende der Schnitt kostenneutral gestaltet werden kann.


    Die Braunkohle (400m unter der Erde) rechnet sich nur, weil die Abgaben, Ausgaben (EEG-Befreiung) extrem gering sind und der Zuschuss mit 40 Hundertschaften, Straßenversetzung (100M€) extrem hoch sind. Die Versicherungen haben bereits die Reißleine gezogen.


    EE können doch relativ schnell in Betrieb genommen werden, wenn ein Wille da ist. Die PV-Vergütung muss erhalten bleiben und der Ausbaukorridor stark angehoben werden. Bis 30kWp sollte steuerlich keinen Mehraufwand generieren, da es sich hier um eine Kleinstanlage handelt.


    Power-to-Heat kann auch ohne große Volllaststunden bereits rentabel sein, wenn steuerlich begünstigt. Am einfachsten läßt sich Hitze an industriell genutzten KWK-Anlagen (>100°C), ersetzen. Dadurch können die wärmegeführten KWK-Anlagen stromgeführt betrieben werden ohne große Investitionen oder zusätzliche Speicher/Wartung. Am Ende wird sogar die Redundanz erhöht.

    Statt RWE mit der fehlenden EEG-Umlage zu subventionieren, sollten endlich die wärmegeführten KWK mit PtH nachgerüstet und steuerlich begünstigt werden. Ermöglicht die Integration einer großen Menge EE ohne zusätzliche Kosten für Speicher.


    Die Energiewende kann nur noch verzögert, aber nicht mehr aufgehalten werden. Statt Energie für ein veraltetes System zu verschwenden, kann sofort auf EE umgeschwenkt werden. Man kann kurzfristig große Kapazitäten durch die Parallelisierung aufgebaut werden. Wenn man 4000 Polizisten braucht um 10000 Arbeitsplätze zu sichern läuft doch schon einiges schief? Die Arbeitsplätze gehen ja nicht verloren, wenn das Gelände für EE benutzt werden.

    Der einzige der nicht mehr zu retten ist, ist Rolf Martin Schmitz von RWE, weil er immer noch nicht kapiert hat, dass der Wind längst von der anderen Seite weht. Wie kann man noch an einer Dinosaurier Technik hängen, die nur die Umwelt zerstört und keine Gewinne mehr abwirft?


    Wenn dann die Grünen den Hambacher Wald zur Eigenwerbung missbrauchen, obwohl die rot/grüne Regierung in NRW die Sache zu Verantworten hat, ist das ganze nur noch pervers.

    Wenn man folgende Punkte berücksichtigt:
    - Klimawandel
    - steigender CO2-Preis
    - Netto Stromexport durch Deutschland
    - externe Kosten durch Abholzung des Waldes, Abbau der Braunkohle und Luftverschmutzung
    - fallende Kosten für erneuerbare Energien und Speicher


    kann man nur zu dem Schluss kommen, dass sich sowohl Politiker als auch Richter um den Finger von RWE wickeln lassen haben.


    Die Bilder geben jedenfalls Mut und der Druck auf die Verantwortlichen muss weiter erhöht werden.