Beiträge von egn

    Die 500 W und mehr wird locker wieder eingespart, weil beim automatischen Fahren viel gleichmäßiger und defensiver bei niedrigerer Geschwindigkeit gefahren wird.

    DL TOPS sind gleich ob man jetzt die Berechnung über Graphic Chips macht oder einen spezialisierten AI Chip. Wenn 10x mehr Bilder/s berechnet werden können dann sind es bei gleichem Netzwerk 10x so viele Operationen.


    Die HW3.0 wird bisher noch nicht mit den Fahrzeugen ausgeliefert. Warten wir mal wann diese wirklich in die Fahrzeuge kommt. Wir wissen dass bei Tesla alles was mit AP zu tun mindestens 2-3 mal so lange dauert wie ursprünglich vesprochen. Vom nVidia Pegasus gibt es auch schon seit dem letzten Jahr Samples und werden von den Kunden getestet.


    Ob der jetzt 500 W braucht ist völlig egal, da er ja nur während der Fahrt läuft. 500 W gehen im normalen Verbrauch eines E-Autos unter. Dafür hat er die vielfache Leistung der HW3.0.


    Und ob man jetzt Lizenzkosten zahlt oder aber viel Geld eine Eigenentwicklung ist letztlich egal. Tesla ist letztlich nichts anderes übriggeblieben eine teuere Eigenentwicklung zu machen, da weder MobilEye noch nVidia sich mit den utopischen Versprechungen von EM zum AP in Verbindung bringen lassen wollten. :roll:

    Die aktuelle Hardware ist eine abgestrippte Version der PX mit weniger Rechenleistung.


    Das was Tesla in Form der HW3.0 dieses Jahr bringen will gibt es von nVidia in Form der NVIDIA Drive AGX schon lange. Tesla macht also einen Vergleich mit einer zwischen eine 5 Jahre alten abgestippten PX und seiner "vielleicht" in diesem Jahr verfügbaren HW. Würde der Vergleich mit der NVIDIA PX Pegasus erfolgen hätte die HW3.0 keine Chance.


    Die HW2.0/HW2.5 konnte bei Tesla 200 Bilder/s bei einer Geschwindigkeit von etwa 10 TOPS. Die HW3.0 soll 10x so schnell sein, also 100 TOPS. Die von nVidia schon in 2017 vorgestellte PX Pegasus kann aber 320 TOPS und ist damit 3x so schnell wie die Hardware die Tesla erst vorstellen will.


    Von EM hört man seit Jahren immer das Gleiche:

    In 6-9 Monaten wird es den Enhanced Autopiloten geben.


    In der letzten Konferenz hat er sich sogar hinreißen lassen das folgende Aussage zu treffen:


    Zitat

    We have - we already have full self-driving capability on highway. So from highway on ramp to highway exit, including passing cars and going from one highway interchange to another, full self-driving capability is there.


    Das was angeboten wird hat mit "full self-driving" nichts zu tun. Der Fahrer muss weiterhin das Fahrzeug überwachen und nötigenfalls eingreifen. Die Erfahrungen der Nutzer sind auch sehr geteilt.


    Tesla ist von L4/L5 automatisierten Fahren noch meilenweit von dem entfernt was schon für Ende 2016 versprochen wurde.

    Wir betreiben so ein System seit 2006. Die Komponenten siehst Du in meiner Signatur.


    Wir nutzen die folgenden Geräte:

    - Kompaktbackofen mit Mikrowelle 3600 W

    - Cerankochfeld 3300 W

    - Wasserkocher 2.200 W

    - Kontaktgrill 1.800 W

    - Kapselkaffeemaschine 1.200 W

    - Heizpatrone 1000/2000 W

    - Heizpatrone Warmwasser 700 W

    - ...


    Das Kochen/Grillen kostet täglich etwa 1-2 kWh (167 Ah/12V, 83 Ah/24 V). Die 1.600 Wp bringen im Sommerhalbjahr auf dem Wohnmobil in Mitteleuropa 2-4 kWh/Tag. Du hast etwa 7,5 kWh zur Verfügung. Im Winterhalbjahr reicht das etwa 2-3 Tage. Dabei sollte man auch LiFePO4 nie ganz voll laden und nicht völlig entladen. Die Grenze liegt bei einem SOC Bereich von 10 % - 90 % bei etwa 80 % Nutzung.


    Für den Betrieb eines Induktionskochfeldes mit 2 Feldern braucht man einen Sinuswechselrichter mit 4+ kW Nennleistung, damit er auch im Sommer bei höheren Temperaturen ausreichend Leistung liefern kann. Geeignet sind sogenannte Dominofelder. Diese haben eine Anschlussleistung bis 3,6 kW. Wegen der hohen Leistung empfiehlt es sich ein 24 V System einzubauen. Für die 12 V Verbraucher kann man einen DC/DC Wandler verwenden.


    Ganz generell wird der Energieverbrauch beim Kochen überschätzt. Um 1 l Wasser zum Kochen zu bringen braucht man per Wasserkocher oder Induktion etwa 120-140 Wh. Es ist z.b empfehlenswert das Nudelwasser im Wasserkocher zum Kochen zu bringen und dann im Topf weiter zu kochen.


    Beim Kochen läuft die Herdplatte nur am Anfang mit hoher Leistung, später ist sie nur noch zum Halten der Temperatur an. Da kommt es dann auf dem Temperaturverlust an. Den kann man mit einem Deckel erheblich verringern.


    Das Grillen mit dem Kontaktgrill verbraucht bei uns typischerweise 500-1000 Wh. Das meiste kostet mit 10-15 Minuten das Aufheizen, Steaks sind in 2-4 Minuten fertig.


    Bei uns verbrauchen im Sommer die Kühl- und Gefrierschrank die meiste Energie.


    Als Lektüre kann ich Dir dieses PDF empfehlen.


    Den Teil mit den Bleibatterien kannst Du überspringen.



    Sehr zu empfehlen ist auf jeden Fall auch ein guter Batteriemonitor der jederzeit den Ladestand der Batterie anzeigt.


    Für die PV würde ich entweder je zwei 60-Zeller Module in Reihe schalten, oder ein Modul mit mindestens 80 Zellen verwenden und auf mindestens 2 Regler, z.B. von Victron 100/xx verteilen. Das bietet auch eine gewisse Ausfallsicherheit.


    Du kannst auch über zwei gleiche Wechselrichter nachdenken, um immer noch kochen zu können sollte einer defekt sein. Auch ist zu überlegen ob man die Batterie nicht in zwei unabhängigen Blöcken aufbaut.


    Redundanz kostet natürlich mehr und braucht mehr Platz.


    Bei uns ist es jedenfalls so dass aus Platzgründen die Batterie aus 100Ah/25,4V Modulen aufgebaut ist.



    Die Module sind völlig unabhängig voneinander und sind einzeln über 100 A Sicherungsautomaten an einer Kupferschiene angeschlossen. Man kann natürlich auch größere Blöcke bauen, aber zwei sollten es meiner Meinung nach sein. In der Masseleitung gibt es 2 bistabile Relais als Hauptschalter.


    (Bild ist noch mit 12 Bleibatterien)


    An den Kupferschienen sind wiederum die 2 6 kW Sinuswechselrichter und andere 24 V Verbraucher über Sicherungen angeschlossen.


    Alle 230 V Verbraucher können individuell über schaltbare Sicherungen auf einen der Wechselrichter geschaltet werden. Normal läuft aber nur einer der Wechselrichter und reicht bei etwas Planung auch um alle für das Kochen nötigen Verbraucher zu betreiben.



    Man kann das natürlich auch viel einfacher machen, hat halt dann nicht den Komfort und die Ausfallsicherheit.


    Für uns ist die Ausfallsicherheit wichtig da wir uns mit unserem Offroad Fahzeug auch abseits der Zivilisation bewegen, wo die Ersatzteilversorgung nicht immer gewährleistet ist. Da soll eben dann das Kochen auch immer noch funktionieren wenn eine Komponente ausfällt.

    In dem Fall wäre es wohl besser, wenn man dem Tesla sagen könnte, das er am IT-Netz angeschlossen ist, und die Erdungs/Schutzkontaktüberwachung abgeschaltet werden könnte.

    Man muss sich halt den norwegischen UMC oder einen Juice Booster 2 besorgen.


    Da Norwegen vorwiegend IT-netze betreibt hat der norwegische UMC keine Erdungsüberwachung. Und beim JB2 kann man diese auch abschalten. Es gibt noch ein paar andere mobile ICCBs bei denen man die Erdungsüberwachung abschalten kann.


    Aber besser wäre es tatschlich ein TN-C Netz aufzubauen und mindestens eine RCD Typ A EV oder RCD Typ B zu installieren. Das ganze sollt dann von einer Elektrofachkraft mit Messprotokoll abgenommen werden.

    Wie schon von Anderen geschrieben liegen die Verluste bei ständiger Änderung der Einstrahlung. Denn die Bestimmung des neuen MPP dauert, und dabei ist der Ertrag eine Zeitlang nicht optimal.


    Was man eigentlich bräuchte wäre ein MPP-Tracker mit einem separatem Strahlungsmesser, der sehr schnell den MPP bestimmen kann, und dann den Inverter auf den neuen Arbeitspunkt einstellt. Während der Suche kann der Inverter immer noch die Leistung am alten Arbeitspunkt liefern.


    Auch mehrere parallel laufende Tracker die ständig den gesamten Bereich scannen und zum jeweils Besten Arbeitspunkt schalten wäre denkbar, ähnlich wie früher bei Autoradios mit Doppeltuner.


    Aber das alles wäre ein separates Thema.


    Superkondensatoren könnten helfen die Energie die im Cloud Edge Effekt steckt zu nutzen. Dieser verursacht eine kurzzeitige Vervielfachung der Strahlungsleistung. Der Erhöhung des Stroms kann aber der DC/AC oder DC/DC Wandler nicht so schnell ausregeln.


    Allerdings nutzt ein einfaches Parallelschalten eines Superkondensators nur einen Bruchteil der Speicherkapazität, da ja nur die Spannungsdifferenz zur normalen Spannung genutzt wird. Wenn dann muss auf der PV Seite der Superkondensator per Halbleiterschalter dynamisch


    - in Reihe geschaltet werden, sobald die Spannung ansteigt,

    - entfernt werden wenn der Superkondensator voll ist,

    - in Reihe geschaltet werden, sobald die Spannung sinkt,

    - entfernt werden wenn der Superkondensator leer ist.


    Damit hat man geringere Verluste als wenn man den Superkondensator über einen DC/DC Wandler anbinden würde.

    Na ja, so haben es sich die Leute sicher nicht vorgestellt.


    Sie wollten ein Fahrzeug mit einem Listenpreis von $35.000 und noch zusätzliche Einsparungen.


    Die Täuschung von Tesla bei der Anzeige des Preises mit den angeblichen Kosteneinsparungen hat mich schon immer gestört. Mich wundert dass Tesla dafür noch keine Abmahnung kassiert hat.

    Bei mir sieht es so aus:



    Das sind 88 Zellenmodulemit 1.960 Wp für ein 24 V System.


    Die Befestigung wurde mit Aluwinkeln realisiert die auf das Dach geklebt wurden.



    Da es sich um ein Offroad Fahrzeug handelt und das Fahrzeug auch artgerecht auf schlechten Straßen und im Gelände bewegt wird, unterliegen die Module auch einer etwa höheren Belastung als bei Straßenfahrzeugen, was Vibrationen betrifft. Es hat auch schon öfter Kontakte mit Bäumen und sogar in Tunnel gegeben, ohne dass es irgendwelche Schäden an den Modulen gab.


    Die Module sitzen nicht ganz am Rand und sind mit einer Reling vor direkten Kontakt mit dem Modulrahmen geschützt.

    Ich habe kürzlich einen sehr interessanten Artikel zum Thema Entsulfatierung gefunden.


    Zitat

    Feldversuche belegen, dass auch stark sulfatierte Bleiakkus durch geeignete Ladekennlinien zu 100 % wiederhergestellt werden können. In vielen Fällen gelingt es, die aktuelle Kapazität eines durch Sulfatierung gealterten Bleiakkus erheblich zu erhöhen, so dass diese wieder voll nutzbar ist [7, 28]


    • den Sulfatierungsgrad misst, d.h. den Anteil schwerlöslicher Bleisulfatkristalle vom Gesamtsulfatvolumen, und
    • die aktiven Massen sulfatierter Bleiakkus vollständig wiederherstellt.

    Die bisher erfolgversprechendsten Methoden basieren auf IUIa -Ladekennlinien, deren zweite Konstantstromphase - typ. 0,02 C 20 bis 0,05 C - zeit- oder amperestunden-, aber nicht spannungsbegrenzend ist.

    [Blockierte Grafik: https://cdn.weka-fachmedien.de/media_uploads/images/1386857673-105-bild-9.jpg]

    Zitat

    In Bild 9 ist beispielsweise die Ladekennlinie eines zeitbasierenden IUIa-Verfahren dargestellt. Zunächst wird mit einer Standard-IU-Kennlinie (2,4 V/Zelle, 0,25 C) geladen, bis ein vordefinierter Grenzstrom (0,04 C) erreicht ist. Sodann wird jedoch nicht abgeschaltet, sondern mit einem ebenfalls festgelegten Strom (0,04 C) für - im vorliegenden Fall - 4 h weitergeladen. Die Wirkung dieses Verfahrens verdeutlicht Bild 10 anhand eines Kapazitätstests. Hierbei handelt es sich um eine neuwertige 90-Ah-Starterbatterie in AGM-Bauweise, die zuvor drei Monate lang unregelmäßig bis zu einer Entladetiefe von maximal 5 % entladen und jeweils mit der Standard-IU-Kennlinie geladen wurde. Der Kapazitätstest nach drei Monaten ergab 84 Ah, (Bild 10, blaue Kurve). Danach wurde die Starterbatterie mit der IUIa-Methode geladen und anschließend ein erneuter Kapazitätstest durchgeführt. Dieser erbrachte 93 Ah, also knapp 11 % Zuwachs durch eine einzige Ladung, (Bild 10, grüne Kurve).

    Manche Hersteller von verschlossenen Batterien erlauben die Nutzung höherer Ladespannungen wenn der Strom entsprechend begrenzt wird, so dass die Rekombination mit der Gasentwicklung mithalten kann.


    Man kann das auch über die Wärme kontrollieren. Wenn die Zellen mehr als leicht handwarm werden ist die Ladung abzubrechen und nach Abkühlung mit geringerem Strom zu wiederholen.