Beiträge von Südschwabe

    Hi.
    Nachdem ja solarlog, die Classic Plattform abschaltet bin ich also jetzt auf Enerest umgezogen.
    Gibt es schon eine Möglichkeit die Daten von Da in den Sonnenertrag ein zu spielen? Ich habe nur Infos zu Classic 1 und Classic 2 gefunden.


    Hat vielleicht jemand eine Schritt für Schritt Anleitung, was wo wie ein zu tragen ist?
    Cheers,
    Südschwabe.

    Hallo.

    Zitat von sigma11

    Das schlimmste an der Sache: es fehlt der Politik ein Gesamtkonzept.


    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Erkenntnis. Das ist aber ein Grundproblem der Politik, dass ca. die letzten 20 Jahre en vogue geworden ist. (So lange verfolge ich zumindest die Politik bewusster...) Es wird nur noch von Wahl zu Wahl gedacht. Es geht nicht mehr um das Wohl des Volkes, sondern um den reinen Machterhalt. Das ist nicht nur in der Energiepolitik zu erkennen.


    Nachhaltiges Wirtschaften und Politik betreiben ist leider nicht "hip".


    Aber was hat das nochmal mit dem ST zu tun? Da ging es um kleine Laborzellen, die 20% Wirkungsgrad schaffen...


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo.

    Zitat von ikapika

    [...]wenn ich Waschmaschine und Geschirrspüler noch mit an WW anschliesse[...]


    Bis auf wenige Ausnahmen ist es in der Regel nicht sinnvoll, Geschirrspüler und Waschmaschine ans WW an zu schließen. Gerade die Fett lösenden Enzyme in den Waschmitteln sind in der Regel kalt-aktiv. Bedeutet: Sie funktionieren schlicht nicht, wenn sie zu warm haben. Es ist also ein Irrtum, wenn man annimmt, dass man Energie sparen könne, weil ja die elektrische Heizung des Wassers im Geschirrspüler oder in der Waschmaschine nicht benötigt wird, weil das Wasser ja schon warum in selbige eingeleitet wird. de.rec.heimwerken und das Forum "Haustechnikdialog" sind voll von Diskussionen darüber...


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo.

    Zitat von solarlux


    Richtig, im Forum herrumlabern (p.s. wie es hier zuvor schon den Anschein hatte) kann man zweifels ohne ganz viel, bewirkt oder ändert aber praktisch nichts.


    Ich für meinen Teil habe mich mit der örtlichen Feuerwehr (namentlich deren Kommandant und SellV) ausführlich über das Thema unterhalten. Bei mir entstand der Eindruck, dass die Wehr gut informiert ist und meine Hütte eben nicht nur "kontrolliert Abbrennen" lassen würde - im Fall der Fälle.


    Zitat von solarlux

    @ eggis, das sehe ich genau so, eine möglichst beste Kommunikation von PV-Betreiber und Feuerwehr ist mehr als wünschenswert, es sollte eine gute Pflicht sein, die PV-Anlage(n) der Feuerwehr zu melden mit dem Standort und kW/p Leistung der PV-Module, der max. Stringspannung mit Winter & Sommerwerten, den Wechselrichtern und deren Standort, und ggf. weitere Fragen der Feuerwehr konstruktiv zu Lösen. Bleibt die Frage ob die Feuerwehr die Daten richtig in einer Datenbank einpflegt, aber ich denke eine Datenbank für diverse mögliche Einsatzorte wird's schon geben.
    Unsere Anlage ist dort auch noch nicht gemeldet, das aber in Kürze nachgeholt werden soll.


    Es gibt für größere Firmen und Industrieanlagen Standort- und Einsatzpläne. Auch in normalen Städten und Gemeinden. Ich stimme Dir zu, dass es durchaus wünschenswert wäre, hier auch PV Anlagen auf zu nehmen, um zumindest die wichtigsten Informationen zu hinterlegen. Allerdings ist bei Industrieanlagen oft auch ein Schlüssel hinterlegt, um Beispielsweise an die BMZ zu kommen.


    Ob sich aber die Feuerwehr es antun will, auch Schlüssel von weiß Gott wie vielen Privathäusern in das Konzept auf zu nehmen, weiß ich nicht. Und was können die dann an den WR tun? AC Trennschalter umlegen? Das geht einfacher: Netz aus knipsen! DC Trennschalter? Ändert nichts daran, dass der Generator Spannung führt.


    Die Informationen gerade über Stringspannungen und Leitungsverläufe halte ich dagegen für sehr sinnvoll.


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo.

    Zitat von pruse

    Hallo habe bei uns in der Lokalen Zeitung folgen Artikel gefunden was halten Ihr von den Aussagen.
    http://www.ivz-online.de/lokal…ert_abbrennen_lassen.html


    Naja. Teils / Teils. Mal wieder haben wir hier extrem tolle Formulierungen, wie "Vor allem in den Großanlagen der Bauern flössen Gleichströme von bis zu 1000 Volt". Frei nach dem Motto: Bei einem Brand entstehen Temperaturen von bis zu 500 kg. Aber das kann auch an den hoch kompetenten Redakteuren liegen.


    Gut finde ich folgende Aussage: "Dass die Feuerwehr Gebäude mit Solaranlagen generell gar nicht mehr löscht, sondern nur noch kontrolliert abbrennen lässt, könne er allerdings so nicht bestätigten, sagt der oberste Brandschützer im Kreis. Im Einzelfall könne es aber in der Tat keine Alternative zu einem solchen Vorgehen geben." Hier wird also klar differenziert. Das bestätigt meine Aussage in soweit, dass es sich immer um eine Einzelfallentscheidung handelt! So wie bei jedem anderen Brandfall auch.


    Seltsam finde ich allerdings die Aussage, die sich übrigens nicht nur in diesem Artikel findet, dass man immer so tut, als könne man mit installierter PV Anlage gar nicht mehr durch das Dach in den Dachstuhl eindringen. Klar: An der Stelle, wo die Anlage installiert ist, ist der Zugang zum Dachstuhl erheblich erschwert bis unmöglich. Aber schon mal an die Nordseite gedacht? Auch hier gilt: Je nach Situation muss man differenzieren. Aber Pauschalaussagen sind auch hier nicht der Sache dienlich.


    Lustig auch: Der Mensch von NLF sieht das kontrollierte Abbrennen als "einzige Möglichkeit". Spannend. Auch moniert er, dass oft die Statik nicht berechnet worden sein. Es kommt nicht klar aus dem Artikel heraus, ob das auch für Dächer gilt, wo er die Anlagen installiert hat...


    Der Ratschlag, Wartungsgänge ein zu planen ist ja nett. Ändert das was an den spannungsführenden Teilen - das eigentliche Problem der PV Anlagen? Nein! Es wird lediglich der Zugang zum Dach erleichtert. Aber da will ja dann eh niemand ran, weil man ja von Lichtbögen gegrillt wird. Dann brauch ich auch keinen Wartungsgang mehr...


    Und: "Nach der Absenkung der Einspeisevergütung sind die Anlagen nicht mehr wirtschaftlich". Na dann ist ja gut, wenn sich so ein hoch kompetenter Agitator vom Markt zurück zieht.


    Zwiespältiger Artikel, der mal wieder eine reißerische Überschrift hat. Saure Gurken Zeit halt.


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo.

    Zitat von solarlux

    Richtig, "entsprechende" Löschanweisungen sind dann schwieriger, teurer


    Wieso teurer? Eine "Löschanweisung" ist eine Verfahrensanweisung: Ein Stück Papier, das beschreibt, wie bei einer gegebenen Situation ein Brand zu bekämpfen ist. Da gibt es eine ganze Menge davon für unterschiedliche Brandsituationen. Die werden (normalerweise) bei den "Feuerwehrübungen" von den Führungskräften zusammen mit den Mannschaften geübt. "Teuer" ist da gar nix (bis eben auf die Erstellung der entsprechenden Anweisung.)


    Zitat von solarlux

    und dennoch evt. gefährlicher einzustufen, als wenn definitiv spannungs-FREIHE Anlagen gelöscht werden. Schwieriger zu löschen wird Gebäude ganz sicher, wenn von Außen der Abstand zum Brandherd (aus Sicherheitsgründen) vergrößert werden muss.


    Natürlich ist prinzipiell eine spannungsführende Anlage gefährlicher ein zu stufen, als eine spannungsfreie Anlage. Das bestreitet ja auch keiner. Aber es gibt eben genau dafür die entsprechenden Anweisungen, wie auch eine solche Anlage (egal ob PV oder "konventionell", bspw. eine Trafostation) relativ sicher gelöscht werden kann. Und zwar jenseits von "kontrolliert abbrennen lassen". Dafür sind die Dinger gemacht worden.
    Und: Je nach zu erwartender Spannung sind die Abstände sooo groß nicht. Ich glaub bei 1000V sind da was von 5m bis 10m ein zu halten. Nagel mich jetzt aber nicht genau auf die Zahlen fest. Das ist für einen normalen Löschstrahl kein Problem zu überbrücken. Und mit einem geeigneten Monitor sehr gut zu lenken.


    Zitat von solarlux

    Und wenn ein Gebäude vorwiegend nur von außen, und das aus spannungstechnischer Sicht bei vergrößertem Abstand der Brandherd bekämpft werden muss, dann ist's für die Solarlanlage sowie für das Gebäude ansich i.d.R. schon zu spät, es geht dann vorwiegend um die Schadensbegrenzung und um die Verhinderung der Brand-Ausbreitung auf umliegende Gegebenheiten.


    Eh, nein. Wie gesagt: Es ist schwieriger zu löschen, keine Frage. Aber von "eh schon zu spät" kann keine Rede sein. Informiere Dich doch mal bitte, wie ein strukturierter Löschangriff von einer Feuerwehr ausschaut. Herangehensweise, Abstände, Eindringen in das Gebäude etc. pp. Ziemlich viel, das hier alles wieder zu geben. Ist ein komplexes vorgehen. Drum braucht auch die Ausbildung von Wehrmännern- und frauen auch ein paar Tage.
    Fazit: Nur weil eine PV Anlage auf dem Dach ist, muss man ein Haus nicht abbrennen lassen. Und man kann auch andere, spannungsführende Anlagen (bspw. Trafostationen vor Atommeilern) ganz gut löschen.


    Zitat von solarlux

    Demnach ist PV auf dem Dach für die Feuerwehr ehr ein Problemfall anstatt ein Glücksfall :?


    Es ist sicherlich anspruchsvoller zu löschen, als bei einem 08/15 Brand. Das bestreitet ja hier niemand. Dass man als Feuerwehr aber nur die Wahl hat, das Gebäude kontrolliert ab brennen zu lassen, weil andernfalls die armen Wehrmänner elektrisch gerillt würden, ist einfach nur falsch und entspricht nicht dem Feuerwehralltag.


    Zitat von solarlux

    Ich glaube Südschwabe wird auch Deinem Link nicht glauben wollen, oder?


    Naja, Batome's Artikel und Links sind etwas... naja, nennen wir es "tendenziös". Kein Grund dem zu glauben.


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo Solarlux.


    Sacht mal, ist lesen aus der Mode gekommen?


    Zitat von solarlux


    also wie bei fast jeder PV-Anlage bei der sich die Module selbst NICHT abschalten lassen.


    Du musst nicht schreien. ich habe das mal korrigiert.
    Also verhält sich der Brand bei einer PV Anlage also genau so, wie bei einer herkömmlichen elektrischen Anlage, wo man den Schaltzustand nicht mehr fest stellen kann. Entsprechende Löschanweisungen sind an zu wenden. Punktum.


    Zitat von solarlux

    Also werden dann die Brandbekämpfungsmaßnahmen dezimiert (zurückgefahren) bis definitiv alle brandbetroffenen Anlagen spannungsfrei sind.


    Nein. Es wird nur anders gelöscht. Vorrangig wird der Löschstrahl aus einer größeren Entfernung aufgebracht. Die werden definitiv nicht zurückgefahren. Wer das tut handelt aufgrund einer falschen Sachkenntnis. Woher ich das weiß? Vom Feuerwehrkommandant aus unserem Städtchen, mit dem ich schon ein paar Biers zwecks diesem Thema gewechselt habe...


    Zitat von solarlux

    Das Szenario das früher im Dorf die Feuerwehr zu blöd war oder nicht fähig war eine Haus/-oder Industriestromversorgungsanlage abzuschalten, wird es EXTREM selten gegeben haben.
    Das Szenario das die heutige normale Berufsfeuerwehr in aller Regel bei Haus/-oder Industriehallenbränden installierte PV- Module selbst nicht abschalten kann, wird derzeit es tagsüber :mrgreen: fast IMMER geben.
    Problem erkannt, Südschwabe?


    Du siehst ein Problem, wo keines ist.
    Es ist tatsächlich unbestritten, dass man PV Module tagsüber nicht sinnvoll "abschlaten" kann. Das bestreitet ja auch keiner. Das Einzige, was ich sagen will ist, dass es für unter Spannung stehende Industrieanlagen Löschanweisungen gibt. Und zwar schon lange. Und diese beinhalten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, wie beispielsweise erhöhte Sicherheitsabstände zu den mutmaßlich spannungsführenden Teilen. Es beinhaltet nicht, dass man (andere widrige Umstände mal ausgeschlossen) die Löschmaßnahmen reduziert und zum "kontrollierten Abbrennen" übergeht.


    Das ist schlichtweg Unfug und zeugt von Unkenntniss bzw. Unwillen der entsprechenden Proponenten in der Journaillie, sich zu informieren und ggfs. die unterstehenden Wehren dem aktuellen Kenntnisstand nach aus zu bilden!


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo.

    Zitat von solarlux


    Das ist wohl erst richtig dumm. Wenn es seit Jahrzehnten sooo klare Anweisungen für die Feuerwehr geben würde, bräuchte man keine neuen Schilder, es gäbe wohl gar kein PV-Problem im Brandfall.


    Nein, das ist nicht dumm - das ist Realität. Natürlich gibt es seit Jahrzehnten klip und klare Anweisungen, wie elektrische Anlagen zu löschen sind. Da kommt unter Anderem die Abstandsanweisung bei Voll- und Sprühstrahl (oder wie das heißt) her. Woher die Ansicht kommt, PV Anlagen seien keine elektrischen Anlagen, ist mir schleierhaft und ist nur irgendwelchen Leuten zu zu schreiben, die sich nicht informiert haben!


    Zitat von solarlux

    Im Bericht
    http://www.merkur-online.de/na…htmluert-dach-860858.html
    beißt sich die Katze sozusagen in den Schwanzzz wie man sprichwörtlich sagt.
    Die "klaren" elektrischen Anweisungen für die Feuerwehr sind doch im Brandfall: Anlage spannungsfrei schalten & DANN erst Löscharbeiten beginnen.
    Da man aber PV-Module in aller Regel nicht einfach abschalten kann, müsste demnach die Feuerwehr erst dann löschen, sobald die PV-Anlage abgebrannt ist und daher das von ihr ausgehende Gefährdungspotential durch das Feuer beseitigt worden ist, oder?


    Wacka! (um mal mit Worten von Shakira zu sprechen). Es gibt auch bei "konventionellen Bränden", also Bränden, wo keine PV Anlage involviert ist, das Szenario, wo man entweder nicht (mehr) in der Lage ist, die elektrische Anlage ab zu schalten oder wo der Zustand der elektrischen Anlage nicht feststellbar ist - und daher davon aus zu gehen ist, dass die elektrische Anlage voll in Betrieb ist. Auch diese werden nicht nur kontrolliert niedergebrannt, sondern auch aktiv gelöscht. Und dazu gibt es entsprechende Löschanweisungen. Und das durchaus seit Jahrzehnten.


    Also für mich ist das wieder Sommerloch der Journallie und irgendwelchen (sorry, wenn ich das so krass sage) hinterwälderlischen und ewig-gestrigen Feuerwehrwichtigtuern, die sich nicht informieren wollen, die von "dem moderna Glumb do auf de Dächer" nix halten....


    Gruß - SleepWalker

    Hallo Michael.


    Endlich mal wieder eine ziemlich gute Diskussion hier ;-)

    Zitat von michael091963

    Hallo Südschwabe,
    der Titel des Threads lautet nun mal "Wie muss eine Rechnung ans EVU aussehen?"


    Schon richtig. Nur hat sich eben herauskristallisiert, dass der ST zum Einen natürlich Rechnungen schreiben will oder muss und zum Anderen eben auch eine Mahnung an seinen Netzbetreiber senden will, weil bereits in Rechnung gestellte Leistungen nicht beglichen worden sind. Ich dachte, das kam beim Durchlesen des Threads klar heraus. Darauf bezogen sich meine Postings.


    Zitat von michael091963

    Deinen Beiträgen war nicht so ohne weiteres zu entnehmen, dass Du Dich zu Thema "Mahnung" äußerst, zumal in den Bezugsbeiträgen auch nur von "Rechnungen" geschrieben wurde. Aber auch für die Mahnung ist der Aufwand "Einschreiben/Rückschein" völlig überflüssig.


    Aber ich denke, es erleichtert die Sache doch um einiges, wenn man den Empfang des Mahnschreibens sehr leicht nachweisen kann. Zumal es den Willen des des Leistungserbringers dokumentiert, den Leistungsempfänger sachgerecht auf die "Defizite im Vollzug" aufmerksam zu machen :wink: wenn es dann zu einem gerichtlichen Mahnverfahren kommen sollte.


    Zitat von michael091963

    Nochmal: Kündigungen sind einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärungen. Das ist gesetzlich so geregelt.
    Das gilt aber nicht für Rechnungen oder Mahnungen. Hier kommt es im Streitfall wesentlich darauf an, dass die Erbringung der Leistung nachgewiesen wird. [...]
    Bei PV-Anlagen ergibt sich der Zahlungsanspruch dagegen unmittelbar aus dem EEG. Der Anspruch des Anlagenbetreibers kann also nur insoweit streitgegenständlich werden, als die Inbetriebnahme oder der Umfang der Einspeisung bestritten wird. Das Problem löse ich aber auch mit der unter Zeugen eingeworfenen Mahnung per Einschreiben/Rückschein nicht.


    Ok, zum Begleichen einer Rechnung muss natürlich der Leistungsempfänger wissen, wie viel er denn zu bezahlen hat. Deswegen Ist die Rechnungsstellung in DE per Email erst mal ziemlich schwierig, weil der Gesetzgeber erst einmal erkannt hat, dass man eben nicht den Emails vertrauen kann. Email ist ein per Definitionem Legis unsicherer Zustellungsweg. Der Post wird aus historischen Gründen vertraut (ja, ich weiß, auch das ist diskussionswürdig) und mit der Einschreiben + Rückschein habe ich auch noch eine Dokumentierte Fassung der Kommunikation.
    Natürlich hast Du vollkommen recht damit, dass es nicht zwingend notwendig ist. Aber spätestens bei der Mahnung kann ich dann dokumentieren, wenn ich den aufwändigen Weg gewählt habe, dass der Leistungsempfänger "Bescheid" gewusst hat über die Zahlungshöhe etc.


    Zitat von michael091963

    Die Mahnung bzw. darin enthaltene Fristsetzung spielt nur hinsichtlich der Fälligkeit und damit hinsichtlich eventuell zu berechnender Verzugszinsen eine Rolle. Die Fälligkeit zwischen Unternehmen ist aber nun auch wieder gesetzlich geregelt - nämlich 30 Tage nach Empfang der Leistung (§ 286 Abs. 3 BGB). Wenn auf die per Einschreiben / Rückschein oder ggf. sogar per Postzustellungsurkunde zugestellte Mahnung keine Zahlung erfolgt, bleibt mir sowieso nur der gerichtliche Mahnbescheid. Ob dann die 14 Tage Unterschied bei den Verzugszinsen den zusätzlichen Kostenaufwand für Einschreiben/Rückschein rechtfertigen, bezweifle ich.


    Ah, wieder was gelernt. Siehste, das wusste ich nicht.


    Aber wie sieht es dann mit der Frage nach der Höhe der zu leistenden Zahlung aus? Böswilligkeit unterstellt, könnte hier in einem fiktiven Fall der Netzbetreiber ja behaupten, dass er den Anlagenbetreiber ja gerne vergütet hätte, wenn er denn gewusst hätte, wie viel er ihm denn schulde = wenn er denn eine Rechnung bekommen hätte. Was er im Fall eine völlig unsicheren Email, auch wenn sie mit PGP signiert ist und das Web-of-Trust steht, ganz legitim abstreiten könnte, weil es ja nicht nachvollziehbar ist, dass er die Rechnungs-Email überhaupt erst erhalten hat.
    Ist somit die (nachvollziehbare) Rechnungsstellung nicht indirekt auch Voraussetzung für das gerichtliche Mahnverfahren? Da kenne ich mich nicht aus!


    Randbemerkung: ich hatte beim meinem Hausbau auch erst mal eine Mahnung von der Gemeinde bekommen über den verlegten Wasseranschluss. Mit satter Mahngebühr. Erst als ich angerufen hatte, dass ich die Rechnung doch gerne beglichen hätte, wenn ich eine bekommen hätte, hat man deren Fehler erkannt. Die Mahngebühr wurde dann erlassen. Weise mal nach, dass Du eine Rechnung auf dem Postweg nicht bekommen hast....


    Zitat von michael091963

    Auch für den Mahnbescheid brauche ich - anders als von dir geschrieben - erst mal keinen Anwalt. Die Vordrucke gibt es in jedem Schreibwarengeschäft oder als Download.


    Ooops, habe ich das geschrieben? Ehm, ja, klar, für die Mahnung brauche ich das natürlich nicht.


    Gruß, SüdSchwabe.

    Hallo.


    Ich will ja jetzt nicht auch auf Prinzipien 'rum reiten, aber ich bitte doch darum, nicht sinn-entstellend zu Quoten. Meine Argumentationskette war, dass die PGP Signierung lediglich sicherstellt, dass der Inhalt auf dem Transportweg nicht verändert wurde. Das kann man mit einer Signierung nachprüfen. Die Signierung mit PGP stellt nicht sicher oder ist auch kein Nachweis darüber, dass die Rechnung auch zugestellt, geschweige denn empfangen wurde. Zudem ist die PGP Signierung keine im Sinne des Deutschen Signaturgesetzes. Er hätte also auch einfach auch "Trillipampi" drunter schreiben können - hat genau so viel "Signaturcharakter" (im Sinne des Gesetzes).


    Es ist richtig, dass es nicht notwendig ist, eine Rechnung per Einschreiben mit Rückschein mit Zeugen ein zu senden. Aber wir haben hier(tm) ja schon allerhand Schauergeschichten gehört, warum, wieso und weshalb sich Netzbetreiber wehren, Ihre Zahlungen zu leisten. Oder zumindest versuchen, die Zahlungen hinaus zu zögern. Da kann es durchaus hilfreich sein, wenn man nachweisen kann, dass die Mahnung der Zahlungen (und nicht die Rechnung selbst) in der genannten Form vollzieht. Man unterscheide in meiner Darstellung also nochmals zwischen der regulären Rechnung (bei der ein normaler Brief ausreicht, ggfs. monatlich zu stellen) und der Mahnung der noch ausstehenden Zahlungen.


    Ja, auch bei der regulären Rechnung kann man sich darauf verständigen, dass das per Email erfolgen kann. Das geht solange gut, solange sich beide Parteien "grün sind". Ansonsten ist EMail in DE überhaupt nicht rechtlich belastbar. Quasi non-existent, wenn es Spitz auf Knopf kommt. Dass es im Alltag oft trotzdem funktioniert, ist zwar schön und gut. Vom rechtlichen Standpunkt aber völlig belanglos. Wie gesagt: Wo kein Kläger, da kein Richter.


    Last not least kann man sich allerhand Lösungen vorstellen, die dem Betreiber einer PV Anlage in Zusammenarbeit mit seinem Netzbetreiber die Kommunikation erleichtern könnten. Angefangen davon, dass der liebe Netzbetreiber ohne Einspeisevertrag von sich aus praxisnahe Abschlagszahlungen mit ggfs. jährlicher Anpassung anbietet, über Rechnungsstellung, die problemlos per Email akzeptiert wird ohne großes Geschrei, oder ein Webportal, wo man die Erträge der PV Anlage eintragen kann, die dann zu der monatlichen Abrechnung herangezogen werden bla bla bla. Kann man sich alles vorstellen. Natürlich. Das ist aber (großteils) alles freiwillig seitens des Netzbetreibers und alle möglichen Schattierungen von "ganz toll" bis "grauenhaft" im Verhältnis zwischen Netzbetreiber und Anlagenbetreiber sind hier im Forum schon dokumentiert.


    Dieses Verhältnis orientiert sich meistens an den gesetzlichen Mindeststandards. Aber manches mal braucht es schon einiges an Überzeugungsarbeit, sogar diese zu halten. Stichwort: Kein Einspeisevertrag notwendig oder das laut SFV sich aus dem Gleichbehandlungsgebot ableitende Recht auf Abschlagszahlungen.


    Und solange das der Fall ist, kann man schon mal den Aufwand betreiben eine Mahnung für ausstehende Zahlungen per Einschreiben mit Rückschein zu schicken. Oder eine normale Rechnung auf dem Postweg zu versenden, weil Rechnungen per Email in 99% der Fälle rechtlich gleichbedeutend mit "nicht existent" sind.


    Zitat von michael091963

    Wann hast Du denn die letzten Rechnungen auf diesem teuren Zustellweg erhalten?


    Eine Rechnung gar nicht. Eine Mahnung habe ich auch so noch nicht erhalten, weil ich meine Rechnungen umgehend zu zahlen pflege. Mir sind aber durchaus ein paar (sehr wenige) Fälle bekannt, wo das der Fall war.


    Dennoch bin ich mal gespannt, wie sich das Thema weiter entwickelt und ob der ST mal zu seinem Geld kommt ;-)


    Gruß, SüdSchwabe.