Beiträge von Ralf_21a

    Am 11.Mai war der 1.Geburtstag meiner Anlage "Sonnenquelle Bad Vilbel".
    Das Wetter war vor einem Jahr beim Netzanschluss ebenso trüb wie zur Zeit.


    Dennoch: das erste Jahr verlief recht erfolgreich: Satte 5200 kWh wurden am Wechselrichter registriert - am Zähler konnte ich 5164 kWh (siehe * unten) ablesen, was einem Ertrag von 956 kWh pro kWp entspricht.


    Mit diesem Ergebnis bin ich überaus zufrieden, denn es liegt rund 9,3% über der mit PVGIS-10% errechneten Prognose (875 kWh/p) für die Ausrichtung SSO 170° bei 53° Dachneigung. Natürlich hätte ich gerne ein flacheres Dach gehabt - andererseits zeigt sich doch, dass auch steile Dächer gute Erträge bringen können, denn die Prognose liegt eigentlich nur 4% unter dem Erwartungswert bei optimaler Ausrichtung (glaubt man PVGIS).


    Dabei ist noch anzumerken, dass die Anlage von September bis März zeitweise verschattet war, worauf übrigens keiner der drei Anbieter, die damals vor Ort waren, hingewiesen hat!
    Die Ertragseinbußen durch die winterliche Horizontverschattung (ein Dachgiebel und mehrere Bäume hangaufwärts) möchte ich minimieren, das Update am SB5000TL-20 (Opti-Trac) steht aber noch aus.
    An sonnigen Tagen hat das ca. 10% Ertragsverlust bewirkt. Im Winterhalbjahr sollte die Anlage 30% des Jahresertrags erzeugen, das wären dann 3% Verlust. Da sich der Schatten aber bei diffuser Strahlung nicht auswirkt, ist der reale Verlust vielleicht 1 bis 2% vom möglichen Jahresertrag.
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    * Der Verlust zwischen WR und Zähler ist also 0,7%. Die AC-Leitung ist ca. 13 m lang und hat 6 mm2 Kabelquerschnitt, das ergibt 0,7% Verlust bezogen auf die Nennleistung. Wenn man statt der Nennleistung aber die Energieverteilung nach EU-Wirkungsgrad zu Grunde legt, ergeben sich knapp 0,4% Verlust. Mein SB5000TL-20 weicht vom Zählerwert verlustbereinigt also nur um 0,3% nach oben ab.


    Soweit mein Jahres-Resumée.
    Viel Erfolg wünsche ich auch allen Kollegen hier -
    und vielen Dank allen, von denen ich hier lernen konnte.


    Sonnige Grüße Ralf

    Ja, sie läuft gut am Netz, allerdings weiß ich nicht genau, ob der WR ab und zu in die Begrenzung geht, denn Betreiber der Anlage ist ein Freund von mir und ein Datenlogger ist noch nicht angeschlossen.


    Es ist ja nicht soo extrem. Sunny Design erlaubt ja noch diese Auslegung (rechnet allerdings mit maximaler Wechselrichterleistung 5.3 kW) und es ergibt sich ein Nennleistungsverhältnis von knapp über 90% (und 100% Energieausnutzung).


    Bezogen auf die Dauer-AC-Leistung von 5 kW wäre bei sehr guter Ausrichtung ein Generator bis 5,5 kWp sinnvoll und bei nicht optimaler Ausrichtung - hier sind es wohl tatsächlich 220° SW und ca. 45° DN, die mit PVGIS-10% eine Ertragsprognose von 865 kWh/p ergeben - eine DC-Leistung bis 5,75 kWp (15% Unterdimensionierung). Nun liegt der Generator da noch 2% drüber, was hier bei den relativ heißen Sommernachmittagen kein Problem sein sollte. Ich denke, es kommt immer auf den Standort an, wie man die Dimensionierung wählt.


    Wir haben hier im April + September die Sonne um 15 Uhr Sommerzeit in 220° und 45° Elevation, also senkrechte Einstrahlung auf die Modulfläche. Da könnte es besonders im April schon mal etwas eng werden. Aber diese wenigen Stunden im Jahr lassen sich verkraften.


    Wir werden das beobachten. Schöne Grüße ... Ralf

    Noch ein Nachtrag hierzu:


    Die Anlage wurde Ende März gebaut und am 31.3. pünktlich ans Netz angeschlossen. Die Stromproduktion läuft auf vollen Touren.
    Die gebaute Konfiguration war dann tatsächlich 5,85 kWp mit Schott 225W poly (2 x 13) und SB5000TL-20.


    Zur Zeit geht es noch um die Behebung einer Reklamation wegen nicht hochgebundener Solarkabel und Stecker (diese liegen auf den Dachziegeln). Das Montageteam war hier wohl zu sehr in Eile. Da das Gerüst wegen Malerarbeiten noch steht, wird das hoffentlich zügig behoben.

    Nachtrag: es wird nun wirklich ein SB5000TL-20 Wechselrichter, und auch wie ursprünglich geplant mit 26 Schott 225W poly Modulen statt Isofoton. Trotzdem danke für die Hilfe.


    Die Anlage wurde letztlich zu einem Preis von 3100.- Euro/kWp bestellt und soll in 4 Wochen montiert werden.
    Sonnige Grüße .... Ralf

    Hallo Käpt.
    gerne, für diese schöne Ecke in Oberbayern kommen in der Ertragsprognose 1030 kWh/kWp/a heraus, da würde es sich schon lohnen mit den Sanyo-Modulen (falls auch der Preis stimmt). Die 215 Watt-Module würden schon reichen bei der Einstrahlung.
    Also viel Erfolg bei der Suche... Ralf

    Dies ist eine sehr eingeengte Sichtweise, quasi das Pferd von hinten aufgezäumt, denn bei der Planung der PV-Anlage beginnt man mit den Dachmaßen, darauf passt je nach Modulmaßen eine bestimmte Zahl von Modulen, und dazu sucht man dann den oder die passenden Wechselrichter. Außerdem könnte es sein, dass es auch bei manchen Modulherstellern Lieferengpässe gibt.


    Bei Deinen Vorgaben bist Du auf ganz wenige Module mit sehr hohem Modulwirkungsgrad > 17% eingeengt, die sind vermutlich teurer als die große Zahl der Standardmodule, die Du bei einer 4 bis 4,5 kWp-Anlage - passend zu Deiner Dachgröße verwenden könntest. Wenn Du aber einen SB4000TL-20 bestellst oder den SB5000TL-20 gegen einen SB4000TL-20 "tauschen" könntest (gegen Mehrkostenerstattung), hättest Du eine viel größere Auswahl an passenden Modulen.


    Ich will dennoch ein Beispiel nennen, was so gerade eben draufpassen könnte: nimmst Du z.B. Sanyo-Module mit den Maßen 1,58 x 0,798 Meter und ließen sich diese liegend (quer) verlegen (ich bin mir da nicht 100% sicher), so ginge ein Feld mit 5 x 5 Modulen.
    Mit 215W oder 220W Leistung pro Modul ergeben sich dann 5,375 bzw. 5,50 kWp, die sich am SB5000TL auch gut verschalten lassen.


    Modultypen, die hier in Frage kommen, sind Sanyo HIP-215 NHE5 oder HIP-215 NKHE1, evtl. auch das neue HIT-N220E01 (Maß überprüfen, steht hier noch nicht in der Datenbank). Es gibt sicher noch andere Beispiele, habe aber keine Zeit, die alle durchzurechnen, laß Dir doch ähnliche Angebote machen.


    Sonnige Grüße erstmal --- Ralf

    Daher die Unstimmigkeit, ich hab mich schon gewundert, wir reden über (Zitat) "25 Stück Isofoton ISF-225 monokristallin"
    die im Angebot standen - da ist ein unscheinbares F mehr im Modulnamen, das hat Vmpp nur ca. 30 Volt.
    Wie ich sehe, ist es noch nicht in der Moduldatenbank (nur bis 220 Volt), sorry, ich hätte es gleich hier einstellen sollen.
    Hier ist das Datenblatt: http://www.isofoton.de.com/pdf…s/ISF_215-220-225-230.pdf
    Werde Helios um die Eingabe in die MDB bitten.


    Grüße Ralf

    So ist das leider nicht, die Anfang 2009 eingeführte Eigenverbrauchsregelung wurde schon in einigen threads beschrieben, z.B. hier:
    http://www.photovoltaikforum.c…auch-ja-nein--t31697.html
    Mit Hilfe der Suchen-Funktion lassen sich weitere auffinden...


    Kurz gefasst: Durch einen zusätzlichen Eigenverbrauchszähler wird der selbstverbrauchte aus PV generierte Strom unabhängig vom eingespeisten Strom erfasst und anders abgerechnet.


    Wie sehr sich der Eigenverbrauch lohnt, hängt von der weiteren Entwicklung des Strompreises ab. Es wird sich früher oder später sicher lohnen, man muß halt einen weiteren Zähler mieten oder kaufen (und als Meßstelle betreiben). Am kostengünstigsten sei der Einbau, wenn man es sofort mit in Auftrag gibt, s.o. im zitierten thread. Zähler setzen kostet ja auch Gebühr, Platz im Schaltschrank braucht man auch noch einen mehr. Eigenverbrauch muß auch im Einspeisevertrag mit dem EVU geregelt werden.


    Zur neuen Regelung ab 1.4. werden hier sicher noch ausführliche Infos und Diskussionen kommen, einfach mit verfolgen. - Ralf