Beiträge von Sofarman

    Irreführende Hervorhebung.


    Die Vermutung hast Du weggelassen. Das ist aber der wesentliche Punkt. Die Norm wird dadurch nicht zwingend verbindlich, sondern behält ihren Empfehlungscharakter.


    Abweichungen bedürfen einer plausiblen Erklärung. Diese ist spätestens durch die ausdrückliche Akzeptanz des Netzbetreibers gegeben.


    Und die Vermutung bei 800 VA statt 600 VA anderweitig zu erschüttern dürfte nach dem aktuellen Sachstand nicht gelingen. Ich sag's ja nur. Lebensfremde Phantomdiskussion ohne Praxisrelevanz.

    wenn noch ein 2 Logger dabei ist wird es eben noch verwirrender.

    Ja, in meinem Fall ist es ein String-WR. Solange dieser läuft, fehlt die Anzeige für Netzbezug bzw. -einspeisung.


    Wenn der String-WR sich schlafen gelegt hat, taucht die Anzeige wieder auf. In der Grafik zeigt er es auch über den ganzen Tag richtig an.



    Wer sich eine 800VA-Anlage hinstellt, muss 4105 erfüllen, soll es gerichtsfest sein.

    Nochmals: Wenn der VNB im Einklang mit dem Wortlaut des Gesetzes den Anschluss einer O-Ton "steckerfertigen Anlage" mit bis zu 800 VA ohne Inbetriebnahmeprotokoll (Westnetz)* erlaubt, wer sollte dann noch ein berechtigtes Klageinteresse haben? Berechtigtes Interesse ist nach ZPO zwingende Klagevoraussetzung, ansonsten wird die Klage von vornherein als unzulässig abgewiesen.


    Der Netzbetreiber macht die Vorgaben, der PV-Betreiber muss sich zwar danach richten, aber es nur noch im Marktstammregister anmelden.


    Da sich der Netzbetreiber mit seinen TABs auf die Normen bezieht, entfalten letztere keine unmittelbare Wirkung auf den PV-Betreiber. Dieser hält sich einfach an die für seinen Anschluss geltenden Bedingungen, die ihm der VNB mitteilt. Damit handelt der Betreiber mindestens im guten Glauben.


    In dem Zitat wird der Begriff der Norm überbewertet. Eine Norm entfaltet erst ihre Wirkung, wenn sie vertraglich vereinbart oder von staatlicher Seite als verbindlich verordnet wurde. Bis dahin handelt es sich nur um Empfehlungen.


    Insofern muss man in dem Punkt die 4105 nicht erfüllen, wenn die für die Bedingungen des Anschlusses maßgebliche Stelle dies ausdrücklich nicht verlangt und darin auch kein grober Widerspruch zu erkennen ist. Da es Wechselrichter mit 800 VA mit allen Prüfbescheinigungen etc. zu kaufen gibt und diese auch in weiten Teilen Europas vom Anwender selber in Betrieb genommen werden dürfen, wäre es lebensfremd, dem Laien aufzuerlegen, entgegen der Freigabe des Netzbetreibers handeln zu müssen. Wenn es jemand wissen muss, dann der VNB.



    *) Ob damit auch Schuko umfasst ist, lässt sich derzeit nicht nachlesen. In dem Fall würde man aber nur eine Elektrofachkraft für die Einspeisedose benötigen, aber keinen konzessionierten Betrieb für die Inbetriebnahme des BKWs.

    Bei 2 x 7 Trinas passt der eine oder andere dreiphasige String-WR.


    Man ist dann später tatsächlich flexibler bei der Nachrüstung eines Speichers, weil man nicht an die Vorgaben der Hybrid-WR-Hersteller gebunden ist.


    Bei 5 kWp reicht ein einfaches AC-gekoppeltes 48-V-System allemal. Da kann man schauen, ob man günstig an ausgediente Batterien kommt.


    Alles andere wäre nicht ansatzweise wirtschaftlich, sondern im Gegenteil.


    Beim Hybrid-WR schleppt man die Bereitschaftsverluste mit und nachts springt er kaum an, weil er unter 150 W (meist die Grundlast) gar nicht reagiert. Dann ist es ein Zuschussgeschäft.

    Gibt da nichts klarzustellen, denn die Aussage kam, das kann man so nachlesen, und zwar nachdem er eine Binsenweisheit als "steile These" darstellte. Da war ich genervt. Jeder kann sich mit wenigen Klicks bei seinem Netzbetreiber informieren, was Sache ist. Der eine erlaubt oder duldet es, dann ist auch kein Inbetriebnahmeprotokoll erforderlich, der andere verbietet es noch. Dass dann zum Rundumschlag ausgeholt wird, verwundert und befremdet halt. Interessant ist auch, dass sich darauf gestürzt wird, anstatt einfach bei der Sache zu bleiben.


    Wäre auch mein Vorschlag im Sinne der Fragen. Einfach sich auf die Fakten konzentrieren und nicht Nebendiskussionen künstlich aufblähen.

    Es ging darum, dass der Netzbetreiber die Regeln macht und somit die Norm überbewertet wird, weil sie keine unmittelbaren, sondern wenn überhaupt nur mittelbare Wirkung entfaltet.


    Wenn nun Westnetz 800 VA ohne Inbetriebsetzungsprotokoll ausdrücklich akzeptiert, dann wird das Bestandteil der "für die Ausführung eines Netzanschlusses maßgeblichen Regelungen" und damit eine Ergänzung der TABs.


    Damit ist das "gerichtsfest", denn wenn der Gesetzgeber es erlaubt und Netzbetreiber es akzeptiert, wer sollte noch ein berechtigtes Klageinteresse dagegen haben? Aber man kann es auch bewusst kompliziert machen, um hier mal ordentlich einen rauszuhauen.


    Auf der anderen Seite haben viele VNBs die Neuregelung noch nicht umgesetzt und beharren noch auf 600 VA.


    Das könnte tatsächlich angreifbar sein, weil das Gesetz eine Angleichung der TABs (wenn auch nur etwas pauschal) fordert.


    Hier muss man die Rechtsprechung oder Aussagen der Clearingstelle abwarten.

    Aber wehe, du möchtest für die abgemeldete 600 VA Anlage den Verzicht auf Einspeisevergütung widerrufen. Gemäß EEG 24 hätte ja auch ein BKW Anspruch auf die 8 Cent.

    Dann möchte Westnetz einen Elektriker und die komplette Anmeldung wie bei großen Anlagen.

    Themenbezug?


    Es ging darum, wer am Ende bestimmt, ob man die nun gesetzlich möglichen 800 VA auch tatsächlich ausreizen kann.


    Wenn Du in anderer Sache Probleme mit Westnetz hast, teile denen das mit, nicht uns.