Beiträge von Sonnenhorst

    Meine erste Anlage ist jetzt bereits mehr als 7 Jahre alt und wurde noch nie gereinigt. Sie hat aber auch eine Neigung von 40 Grad und reinigt sich hoffentlich weiterhin von selbst.


    Allgemein kommt es m. E. darauf an, sich Dächer auszusuchen, die möglichst wenig Verschmutzung nach sich ziehen. Momentan laufen allerdings viele Investoren herum, die sich darum keine Gedanken machen und sprichwörtlich jedes Dach belegen möchten. Ich habe mir vorgenommen, da nicht mitzumachen und nur Dächer zu bebauen, die ich NICHT reinigen muss. Ansonsten macht man sich doch die Rendite kaputt.

    Ich überlege gerade, eine PV-Anlage auf einem landwirtschaftlichen Anwesen mit mehr als 1.000 qm Südfläche zu bauen. Ich frage mich allerdings, welche Dächer bzw. Dachanteile ich wegen teilweiser Verschattung sinnvollerweise nutzen kann.



    Folgende Verschattungen werfen Probleme bei diesen ansonsten sehr schönen, großen, Südostflächen auf:


    1. Grundsätzliche Verschattung ausgehend von rd. 15 m hohen Eichen aus Südwest (Beseitigung ausgeschlossen).
    2. Der hinten liegende Stall (ganz oben auf dem Bild) wird von zwischen den langen Gebäuden stehenden ebenfalls rd. 15 m hohen Bäumen verschattet (Beseitigung nicht völlig undenkbar).
    3. Die in der Mitte liegende Halle ist rd. 3 m höher als der ganz hinten liegende Stall.
    4. Unten rechts sind die auf dem Bild nur schwach zu erkennenden Bäume deutlich größer geworden. Sie stehen in ca. 7 m Abstand vom Stall und sind z. T. auch schon 8 bis 10 m hoch (allerdings ist nur der obere Teil des Stalls betroffen, Bereitschaft zur Beseitigung (noch) nicht da).


    Zusammenfassend sehe ich keinen einzigen Dachbereich, der nicht von Verschattung betroffen ist. Da es sich um Norddeutschland handelt, frage ich mich, ob weitere Überlegungen bei diesem Dach noch Sinn machen.


    Meinungen?

    Zitat von Kollektor

    Die 7 % - Rendite beziehen sich auf die Kommanditisteneinlage ( Eigenkapital ).


    So ist es. Die Fremdkapitalquote beträgt fast 80 %. Der Fonds ist somit extrem gehebelt (als hätte es nie eine Finanzkrise gegeben ...).


    Ferner ist zu bedenken, dass die angepeilten 7 % vor Einkommensteuer UND vor Gewerbesteuer kalkuliert worden sind.


    Meine Meinung: Lieber eine eigene Anlage bauen. Da zahlt man dann keine Gewerbesteuer und keine weichen Kosten - und die 7 % Rendite erreicht man momentan selbst auf einem nur durchschnittlichen Dach auch ohne jeden Fremdkapitalhebel ...

    Zitat von james.blond65

    ...genau so sehe ich das auch...


    ...es sollte also schon auf die Kombination aus Pachtvertrag mit entsprechenden Regelungen und die Eintragung der erstrangigen Dienstbarkeit im Grundbuch geachtet werden.


    James.blond65


    Ja, ich kann die Anlage weiter betreiben, wenn ich eine erstrangige Dienstbarkeit im Grundbuch habe eintragen lassen (deshalb ist die auch so wichtig). Der Pachtvertrag ist bei Insolvenz des Dachgebers allerdings hinfällig - daher frage ich mich, ob der neue Dacheigentümer (Insolvenzverwalter, Bank, etc.) in einem solchen Fall neue Mietforderungen stellen kann. Schließlich finden die neuen Eigentümer bei vorab bezahlten Dachmieten ein Dach vor, dass keine Miete bringt, obwohl darauf ein Pächter eine Photovoltaikanlage betreibt. Mir scheint, dass hier ein bislang wenig diskutiertes Risiko besteht.

    Zitat von olliausbs

    Na, ob die Gläubiger sich für die Privatvereinbarungen des Insolventen mit dem Anlagenbetreiber interessieren, möchte ich bezweifeln.
    Sobald ich Wind von der Insolvenz meines Dachvermieters bekäme, würde ich sofort, also noch am selben Tag ein paar Leute zusammentrommeln und retten, was zu retten ist. Morgen ist der Laden vielleicht schon abgeschlossen und Du kommst nicht mehr rein...


    Gruß, Olli



    Naja, wenn ich eine erstrangige Dienstbarkeit im Grundbuch eintragen lassen habe, dann besteht die hier heraufbeschworene Gefahr schon einmal nicht. Das Problem, das mir Sorgen macht, ist vor allem, dass die Verträge des Insolventen (incl. dem Pachtvertrag) möglicherweise nichts mehr wert sind. Wie kann man da vorbeugen (außer, dass man sich den Dachvermieter genau anschaut)?

    Bei Dachpachtverträgen sichert man sich ja in der Regel über die Eintragung einer erstrangigen Dienstbarkeit im Grundbuch gegen die Risiken ab, die aus dem Verkauf des Gebäudes oder einer Insolvenz des Dacheigentümers entstehen.


    Verbleibt dann aber nicht noch das Risiko, dass im Falle einer Insolvenz des Dacheigentümers der Dachpachtvertrag hinfällig wird und ich mit einem neuen Dacheigentümer (Insolvenzverwalter, Bank, etc.) einen neuen Dachpachtvertrag aushandeln muss? Besteht dann nicht die Gefahr, dass mir als PV-Betreiber eine extrem hohe Miete aufgedrückt wird?


    Ist das Risiko realistisch oder kann man sich irgendwie gegen diesen Fall absichern?

    Mir ist bei der Suche nach einer schönen Dachfläche ein Objekt angeboten worden, das aus zwei Hallen auf einem Grundstück besteht. Kann man das so regeln, das Pächter A das Dach 1 und Pächter B das Dach 2 pachtet?


    Die Stromerträge von beiden sollten dann über die gleiche Anschlussstelle in das Netz eingespeist werden. Welche Probleme kann es dabei geben?