Beiträge von Sonnenhorst

    Das mag ja sein, aber das First-Solar-Angebot muss wohl aus 2008 stammen ...


    Übrigens: Welche Rendite willst Du denn erwirtschaften? Bei den von Dir genannten Angebotskonstellationen kommst Du auf kaum mehr als 5 bis 6 % vor Steuern (wenn alles gut läuft und Du für das Dach nichts bezahlen musst). Nach Steuern bleibt dann nicht mehr viel. Willst Du dafür wirklich den Aufwand betreiben?

    Ich würde einmal sagen: Neue Angebote mit aktuellen Tagespreisen einholen. Die Dir vorliegenden Preise spiegeln teilweise noch das Preisniveau von 2008 wieder, nicht aber die heutigen Konditionen ...


    ... und noch ein Tipp: Google doch mal ein wenig und schau' Dir die Nachrichten der letzten Wochen zu Solon an ...

    habe hier noch ein Beispiel aus meiner Nachbarschaft: Anlage aus 2007, Ertrag in 2008: 938, 2009 läuft zur Zeit in Richtung 900, PVGIS-Schätzung für den Standort: 808 ...


    Rein rechnerisch scheint PVGIS recht gut hinzukommen, wenn man die System Losses auf 0 setzt.

    "vielleicht ist diesen spanischen Platten das Klima in Deutschland zu kalt ?"



    Nun mal langsam: Diese mittlerweile mehr als 7 Jahre alten "spanischen Platten" liegen immer noch mehr als 6 % über der PVGIS-Schätzung. Könnte es also sein, dass die übliche Formel "PVGIS minus 10 %" viel zu niedrige Werte liefert?

    Ich habe 2002 eine Photovoltaikanlage (Isofoton) installieren lassen und damit im Durchschnitt bis heute rd. 870 KWH/KWp erzielt. PVGIS zeigt mir für den gleichen Standort mit den gleichen Eigenschaften allerdings nur eine Ertragserwartung von 818 KWH/KWp (bei 10 % Estimated system losses). Nun ist es so, dass ich am gleichen Standort eine weitere Anlage bauen würde, wenn ich mit 870 kalkulieren könnte. Bei einer Kalkulation mit 818 allerdings nicht. Woran liegt es? Waren die letzten Jahre überdurchschnittlich oder berechnet PVGIS zu konservativ?

    Wer sich die Vorhaben der politischen Parteien und die wachsende Staatsverschuldung anschaut, kann wohl kaum von sinkenden Steuersätzen in den kommenden Jahren ausgehen. Wer das nicht berücksichtigt, könnte mit seiner PV-Anlage in den kommenden Jahren vor einem dicken Problem stehen.


    A propos "wachsende Staatsverschuldung": Man sollte auch einmal darüber nachdenken, dass das EEG keinen Inflationausgleich vorsieht (Potenzieller Nachteil für alle, die nur über EK finanzieren).

    "Anlagen bis ( Hausnummer) 10kWp sollte man besser als Liebhaberei einstufen,"


    Aha, einerseits möchtest Du Dir vom Staat die Umsatzsteuer zurückgeben lassen und die EEG-Subventionen kassieren, andererseits willst Du die Allgemeinheit nicht an den Erträgen der Anlage beteiligen ... . Man, man, man, wenn alle so denken würden - wo kämen wir da hin???


    Noch einmal: Es ist doch unglaublich, dass gerade bei diesem Thema, das davon lebt, vom Staat subventioniert zu werden (sonst gäbe es dieses Thema in Deutschland nicht!!!), manch einer keine Steuern zahlen möchte!

    "damit werden u. a. Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime, Straßen usw. finaziert, und natürlich arme Banken und verschiedene Unternehmen gerettet..."


    Naja, bitte nicht vergessen, dass gerade die Einnahmen aus Photovoltaik völlig zu Recht vom Staat besteuert werden. Schließlich gäbe es ohne die staatlichen Subventionen überhaupt keine Photovoltaik in Deutschland.

    PV-Anlagen werden immer wieder mit dem Argument zu verkaufen versucht, sie böten eine "sichere Rendite" über einen langen Zeitraum. Eine "sichere Rendite" bieten allerdings eher Staatsanleihen, Pfandbriefe oder über den Einlagensicherungsfonds geschützte Spareinlagen. Diese rentieren momentan bei einer 20-jährigen Laufzeit bei rd. 4,5 bis 5 %. 10-jährige Laufzeiten liegen kaum niedriger (z. B. Pfandbriefe 10 Jahre momentan rd. 4,30 %).


    Für eine Bundesanleihe oder einen Pfandbrief muss ich allerdings nichts tun. Die Rendite ist garantiert, ohne dass ich mich in irgendeiner Weise darum kümmern muss.


    Ganz anders sieht es bei einer Photovoltaikanlage aus. Dabei handelt es sich um eine unternehmerische Aktivität mit allen Risiken. Man hat einen hohen Aufwand beim Kauf und der Installation der Anlage, man hat laufende Kosten und laufend Arbeit (Überwachung, evtl. Pflege, steuerliche Abrechnungen). Darüber hinaus bestehen die bei jeder unternehmerischen Aktivität bestehenden Verlustrisiken, die sich aus Vertragsfehlern (Versicherung), eigener Fahrlässigkeit, vorzeitigem Verschleiß der Anlage und z. B. Verlust der Garantie aufgrund der Insolvenz von Solarteuer oder Hersteller ergeben.


    Vor diesem Hintergrund ist der Renditevergleich mit einer sicheren Geldanlage wie einem Pfandbrief oder einer Bundesanleihe vollkommen verfehlt. Der Maßstab können nur andere unternehmerische Aktivitäten sein - und diese finden normalerweise nicht statt, wenn sich nicht zweistellige Renditen erzielen lassen, weil man das Risiko und das eigene Engagement durch eine entsprechende Prämie ausgleichen muss. Wer eine Solaranlage mit 4 % Vorsteuerrendite errichtet, tut dem Solarteur einen großen Gefallen, geht aber selbst ein hohes Risiko.


    Übrigens: Gem. meinen Berechnungen kommt man bei 900 KWH/KWp und einem All-In-Preis von 2.800,- EUR/KWP auf rd. 10 % Vorsteuerrendite ...

    Wenn alle am Solargeschäft beteiligten Unternehmen so denken würden, könnte man längst Module für 2.000,- EUR/KWp kaufen. Es wird einfach abgeschöpft was möglich ist und die Anlagenbetreiber bzw. die Investoren sind am Ende die, die - wenn überhaupt - als einzige mit kleinen Renditen zufrieden sein müssen.