Beiträge von Sonnenhorst

    Zitat von mwanton

    Hoffen wir mal, daß die Geschichte etwas mehr Substanz hat als diese.


    Muss ich das verstehen? Das Projekt, auf das Du anspielst ist doch längst in der Umsetzung. Möglich, dass es einige im Board verwirrt hat, dass wir parallel die Optionen Verpachtung und Eigennutzung durchgespielt haben, aber wenn man sich nicht jeden Tag mit diesen Dingen beschäftigt, muss man umso mehr alle Möglichkeiten prüfen und viele Meinungen einholen. Dafür ist dieses Board doch auch da ...

    Ich habe ein großes Stalldach (bis zu 2.000 qm belegbar), das ich mit einer rd. 100 KWp-Anlage bestücken möchte. Folgende Angaben kann ich dazu machen:


    Neues Blechdach (kaum 2 Jahre alt),
    15 Grad Dachneigung,
    3 m Traufhöhe,
    rd. 200 m Erdkabel bis zur Einspeise-/Verteilstelle,
    Südostdach in NW-Deutschland (Raum Osnabrück/Münster).


    Was ist zu empfehlen (First Solar?, Yingli?), wenn man es preisgünstig hinbekommen will bzw. wegen magerer Einstrahlungswerte preiswert hinbekommen muss?


    Angebote erwünscht!

    Zitat von Sonnenfinsternis


    Dein 1. Absatz - jein. Marktwirtschaft beruht auf dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Wenn also die PVA-Hersteller, Solateure, etc. 20% Gewinn erzielen können, weil es am Ende der Kette einen 'Blöden' gibt der's kauft, dann werden sie es tun. Sonnenfinsternis


    Wer hier im Board ahnungslosen Neulingen erzählt, dass 4 oder 4,8 % Rendite genügen (weil es ja mehr ist als man auf dem Sparbuch bekommt), der betreibt aber das Geschäft der Solarindustrie, weil damit die Leser dieses Boards zu den "Blöden" gemacht werden.

    Zitat von Sonnenhorst

    Daher gibt es auch keinen Grund sich mit einer Rendite unterhalb von 10 % zufrieden zu geben ...


    Zitat von Sonnenfinsternis

    na ja, mit dieser Grundeinstellung ist zu einem nicht unerheblichen Teil die Finanzkrise mit verursacht worden, warum sollte man 7 oder 8 % liegen lassen?


    Sonnenfinsternis



    Gemäß dieser Definition müssten die PV-Hersteller und die Solarteure die Finanzkrise verursacht haben, denn die konnnten in den letzten Jahren Renditen von 20 % und mehr verbuchen. Selbst im schwierigen ersten Quartal 2009 hat Solarworld z. B. noch mehr als 20 % Umsatz- und EK-Rendite verbucht.


    ALSO: Die Renditen sind da und werden erzielt - die Frage ist nur, wer sie vereinnahmt. Wer sich als Betreiber weiterhin mit Mickerrenditen abspeisen lässt, sorgt allein dafür, dass Hersteller und Solarteure umso höhere Renditen verbuchen können!

    Zitat von KFIGmbH

    Sonnenhorst:
    viel Glück bei Deinen Geldanlagen. Mir wäre das zu riskant, auf bedrucktes Papier (Schuldschein), auch (gerade) wenn es vom Staat kommt, zu setzen. Das tendiert nämlich regelmäßig (ca. alle 50 Jahre) auf seinen inneren Wert (0). Die letzten Währungsreformen waren 1949 und davor 1923.


    zum Thema "handfest": die Einspeisevergütung ist mit das handfesteste was es momentan gibt. Bevor es E.On oder andere EVUs zerbröselt, wird es wahrscheinlich erstmal alle Banken erwischen und dann produziere ich immer noch Strom.



    Zum Thema "handfest": Die Einspeisevergütung ist letztendlich ein ähnliches Zahlungsversprechen des Staates wie eine Anleihe - nur schlechter besichert, mit Arbeit verbunden und zudem abhängig vom langfristigen Funktionieren einer technischen Anlage. Wer hier nicht eine deutlich höhere Rendite wie bei einer Bundesanleihe oder einem Pfandbrief erzielt, hat nicht mit einer Geldanlage zu tun, sondern mit einem recht aufwändigen Hobby. Das muss allerdings nicht sein - die Marktpreisentwicklung erlaubt den Betreibern mittlerweile durchaus zweistellige Renditen ...

    Zitat von neuharlingerstrom

    Moin ...


    mit dem kleinen , aber feinen Unterschied, daß die Anlage auf dem Hausdach was "handfestes" ist und das Buchgeld auf der Bank trotz "Garantien" keinen Pfifferling Wert ist, wenn alle Leute gleichzeitig ihr Geld aus dem Bankensystem abziehen. Dieses "Crash" hätte es letzten Herbst beinahe gegeben ...und Frau Merkels Worte waren da zwar eine erfolgreiche, aber dennoch Beruhigungspille ;-) Die Augenblickliche Zinsentwicklung für Geldeinlagen ist über dies so mies , daß dagegen PV Erträge noch "Gold" sind. Allerdings kann die gegenwärtige Deflation auch ins Gegenteil umschlagen.


    mfg vom Deich



    Aha, die Anlage auf dem Hausdach ist was "handfestes". Leider ist es aber so, dass der Wert dieser "handfesten" Anlage rasant verfällt. Module, für die man noch vor zwei, drei Jahren 5.000 EUR hingelegt hätte, gibt es heute für kaum mehr als die Hälfte. Wirklich sehr "handfest"...


    Ansonsten sollen sich alle, die sich von verkaufstüchtigen Solarteuren Anlagen zu Preisen andrehen lassen, die - wenn überhaupt - nur noch mickrigste Renditen ermöglichen, wirklich einmal die Zinsen anschauen, die man für Alternativanlagen bekommt. Hier einmal einige Beispiele:


    1. Bundesanleihen, Pfandbriefe: 4,50 bis annähernd 6,00 % (sicherste Papiere, keine Arbeit, keine Probleme)


    2. Unternehmensanleihen (Senior): 5 bis 10 %


    3. Unternehmensanleihen (Hybrid, Genussscheine, etc. = tw. vom Unternehmenserfolg abhängig): 8 bis 30 %


    PV-Anlagen sind m. E. in die Kategorie 3 einzuordnen (mit dem zusätzlichen Nachteil, dass sie Arbeit verursachen). Die Zinsen in der Kategorie 3 lagen noch vor zwei, drei Jahren im Bereich von 5 bis 8 % - heute allerdings aufgrund des deutlich gestiegenen Risikobewusstseins überwiegend im zweistelligen Bereich. Daher würde ich auch keine PV-Gesamtkapitalrendite unter 10 % akzeptieren. Die Marktpreise geben das auch her. Wer sich als Betreiber mit niedrigeren Renditen zufrieden gibt, baut entweder an einem unwirtschaftlichen Standort oder erlaubt den Solarteuren und Herstellern unverschämt hohe Renditen ...

    Lt. Warentest-Rechner ist die Rendite eindeutig negativ - d. h., dass man bei diesem Angebot draufzahlt.


    Generell kann ich nur wiederholend darauf hinweisen, dass man eine PV-Anlage nicht mit Sparbüchern oder ähnlich sicheren (und ohne Arbeit erzielbaren) Einnahmen vergleichen darf. Eine PV-Anlage ist eine unternehmerische Investition, die mit begleitender Arbeit (Finanzamt etc.!), Folgekosten und Risiken verbunden ist. Daher gibt es auch keinen Grund sich mit einer Rendite unterhalb von 10 % zufrieden zu geben ...

    Keine Frage - stimme Dir im Grundsatz zu. Was man aber noch hinzufügen muss (und was man hier im Board nicht gern hört bzw. sieht), ist, dass die hier diskutierten Angebotspreise allesamt völlig überhöht sind. Angesichts der aktuellen Preisentwicklung sollte man sich nicht auf solche "Apothekerpreise" einlassen. Mit den besten Modulen ist keine Rendite zu machen, wenn man sie zu teuer einkauft!

    Ich kann nur raten, von allen Produkten solcher Firmen, denen es nicht so gut geht, die Finger zu lassen. Es gibt weltweit momentan massive Überkapazitäten und deshalb ist die Variante, dass die Werke einer insolventen Firma einfach dichtgemacht werden, m. e. durchaus nicht unrealistisch. Bei Conergy haben in den letzten Tagen die Ratten schon das Schiff verlassen und viele andere Hersteller stöhnen unter den durch die Überkapazitäten hervorgerufenen Preisstürzen. Heute kam eine Meldung von Phoenix Solar, die die derzeitigen Marktentwicklungen verdeutlicht:


    Phoenix Solar AG: Vorstand revidiert EBIT-Prognose für 2009


    Sulzemoos 25. Juni 2009 / Der Vorstand der Phoenix Solar AG (ISIN
    DE000A0BVU93) geht zur Zeit nicht mehr davon aus, dass die im Januar 2009 veröffentlichte EBIT-Prognose für das Geschäftsjahr 2009 von rund 31 Millionen Euro erreicht werden kann.


    Grund für diese Einschätzung ist vor allem der anhaltende Preisverfall, insbesondere bei Solarmodulen, der zu Margendruck, Kaufzurückhaltung der Kunden und zu einem erhöhten Abwertungsbedarf des aktuellen Lagerbestands führt.


    Bislang hatte der Vorstand auf Basis unterschiedlicher Signale angenommen, dass der Preisverfall seinen Tiefpunkt erreicht habe und sich somit die Ertragssituation wieder verbessern würde. Diese Erwartungen haben sich jedoch nicht bestätigt.


    Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2009 von einem positiven EBIT aus, wird aber eine detailliertere EBIT-Prognose erst dann abgeben, wenn sich die derzeitige Preisentwicklung nachhaltig beruhigt hat und somit eine
    genauere Einschätzung der Ertragsentwicklung möglich wird.


    Aufgrund der bisherigen Umsatzentwicklung hält der Vorstand die
    Umsatzprognose von rund 520 Millionen Euro aufrecht.


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    Unsicherheiten unterworfen, die großteils außerhalb des Einflussbereichs
    der Phoenix Solar AG liegen, aber deren Geschäftsaktivitäten, den Erfolg,
    die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse beeinflussen. Zu diesen Risiken
    und Unsicherheitsfaktoren zählen zum Beispiel klimatische Veränderungen,
    Änderungen in der staatlichen Förderung der Photovoltaik, Einführung
    konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen,
    Abhängigkeit von Lieferanten und der Preisentwicklung von Solarmodulen, die
    Entwicklung der geplanten Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten,
    der intensive Wettbewerb sowie der rasche technologische Wandel im
    Photovoltaikmarkt. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren
    oder Risiken eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden
    Annahmen als unrichtig erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse
    wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck
    gebrachten Ergebnissen abweichen. Die Phoenix Solar AG hat weder die
    Absicht noch übernimmt sie die Verpflichtung, vorausschauende Aussagen
    laufend oder zu einem späteren Zeitpunkt zu aktualisieren, da diese
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    25.06.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP