Beiträge von Sonnenhorst

    Zitat von werner8

    Die G4 haben einen Gewinn von 20 Milliarden € und vermarkten ca. 40% der Strommenge in der BRD.


    Für diese Zahlen würde mich mal eine Quelle interessieren. Wieviel verdienen denn RWE, EON & Co. im deutschen Strommarkt?


    Aus dem Bericht zu den ersten drei Quartalen 2013 von RWE geht jedenfalls hervor, dass der Überschuss vor Zinsen und Steuern, der aus der Stromerzeugung in Westeuropa resultiert, gegenüber dem Vorjahr von 2,255 Mrd. EUR auf 0,888 Mrd. EUR gesunken ist. Wenn man dann sieht, dass RWE in diesem Zeitraum 1,4 Mrd. EUR ZInsen zu zahlen hatte und dass das Stromgeschäft mehr als 60 % des Konzernumsatzes ausmacht, kann man davon ausgehen, dass RWE in der Stromerzeugung nichts mehr verdient - oder sogar in den roten Zahlen arbeitet.

    Der VW-Erfolg ist kein Zufall, sondern ein Ergebnis vorbildlicher Forschung & Entwicklung. Folgende beeindruckende Meldung belegt dies:


    Wenn es um VW tatsächlich so schlecht stünde, wie das hier im Forum vorausgesagt wird, müssten wir uns große Sorgen machen. Sorgen allerdings nicht nur um VW, sondern um den Wohlstand in Deutschland, denn Unternehmen wie Volkswagen sind die Wohlstandsbringer in Deutschland schlechthin.


    Zum Glück ist es aber ganz anders. VW ist weltweit DER Gewinner der letzten Jahre und ruht sich auf diesen Erfolgen nicht etwa aus, sondern investiert in Forschund & Entwicklung wie kein anderes Unternehmen auf der Welt. Selbst Samsung (Platz 2) liegt bei den F&E-Ausgaben noch hinter VW ...


    VW hat in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass man bestimmte Technologien erst dann der breiten Masse anbieten wird, wenn eine ausreichende Nachfrage dafür besteht. So wird es ggfs. auch bei den Elektroantrieben sein - und wenn diesen tatsächlich die Zukunft gehören sollte, dann kann ich mir aus heutiger Sicht auch in diesem Markt keinen anderen Marktführer vorstellen als VW.

    Dank des Prinzips der Verschuldung kann der Staat so tun, als könne er Werte aus dem Nichts schaffen. In Wirklichkeit hat der Staat aber nur dann Geld, wenn er es vorher den Bürgern wegnimmt. Da die Politik aber stets den Bürgern mehr geben will als er ihnen gleichzeitig nimmt, kommt es zur Verschuldung. Die einen nennen das Populismus, die anderen Machterhalt. Jedenfalls will es der Bürger so und Merkel hat sehr genau beobachtet, wie der Wähler mit der rotgrünen Schröder-Regierung umgegangen ist ...

    Wahlen sind doch Volksentscheide. Die Politik macht Angebote und das Volk stimmt darüber ab. Was dabei dann herauskommen kann, sehen wir in fast allen westlichen Demokratien: Eine turmhohe Verschuldung, weil die Politik viele Versprechungen machen muss, um gewählt zu werden. Wer einen anderen Weg gehen will (wie z. B. Gerhard Schröder) wird vom Wähler konsequent bestraft und abgewählt. Das ist im übrigen kein deutsches Problem. In fast allen westeuropäischen Ländern wurden in den letzten Jahren die Regierungen, die eine Abkehr von der Verschuldungspolitik vornehmen wollten, nach Hause geschickt. Vor diesem Hintergrund ist der Regierungsstil von Angela Merkel fast alternativlos, wenn man die Macht erhalten möchte: Die ständige Bereitschaft zu Zugeständnissen, keine rote Linie, keine eigene politische Agenda, sondern stets dem Volk auf den Mund schauen, um ein Mindestmaß an Zustimmung zu erhalten!

    Zitat von buergersolar

    Das eine tun und das andere nicht lassen.


    Ich sehe da noch Ausbau-Bedarf. Und zwar nicht zu knapp.


    Ausbaubedarf: JA, natürtlich, aber eben nicht überall und vor allem nicht unabhängig von Bedarf, Netzen und Speicherungsmöglichkeiten.


    Es müssen jetzt diejenigen stärker gefördert werden, die mithelfen, die derzeitigen energiewirtschaftlichen Problemstellen aufzulösen.

    Hier wird so getan, als ob die Einstellung PRO oder CONTRA EEG-Umlage gleichbedeutend wäre mit der Antwort auf die Frage, ob man für oder gegen erneuerbare Energien ist. Diese Gleichsetzung ist aber purer Unsinn. Das EEG ist in einer ganz anderen energiewirtschaftlichen Situation geschaffen worden und war damals gut und richtig. In der heutigen energiewirtschaftlichen Situation ist das EEG hingegen kontraproduktiv und muss dringend reformiert, vielleicht sogar abgeschafft werden. Es ist doch offensichtlich, dass der Förderbedarf jetzt nicht mehr bei der Neuinstallation von Anlagen liegt, sondern bei der Erweiterung der Netze und vor allem bei der Schaffung von Speichermöglichkeiten.


    Da die Anpassung des EEGs jetzt über Jahre hinweg verhindert worden ist, laufen wir mittlerweile Gefahr, dass uns - als Betreiber von Anlagen - das Thema in Form von hohen Belastungen wie z. B. eine EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch auf die Füße fällt. Schlimmer noch: Wir laufen Gefahr, dass die in der Bevölkerung noch vorhandene Unterstützung für den Ausbau der erneuerbaren Energien in das Gegenteil umschlägt.

    @ Kollektor


    Vielen Dank für diesen Thread. M. W. ist Spanien ja nicht das einzige Land, das auf die eine oder andere Art und Weise versucht, die langfristig zugesagten Einspeisevergütungen nachträglich zu entschärfen. Gab es nicht auch in Deutschland schon entsprechende Vorschläge?


    Ergänzen möchte ich noch das Argument der angeblich so hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien. Die Quote von 50 % ist zwar in einer bestimmten Definition richtig, bildet aber nicht das tatsächliche Leben in Spanien ab. Denn es sind nicht etwa 50 % der zwischen 15 und 24 Jahre alten Spanier arbeitslos (wie der normale Bürger nach einer solchen Meldung annimmt), sondern 50 % derjenigen in dieser Altersgruppe, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchten. Das ist in dieser Altersgruppe erfahrungsgemäß ein relativ kleiner Anteil, da viele Menschen in dieser Lebensphase noch in der Ausbildung sind. Berechnet man die Quote einfach einmal anders und bezieht diejenigen ein, die sich noch in der Ausbildung befinden, kommt man auf einen Wert von rd. 20 %. Natürlich ist der Wert zu hoch, aber das die Politik ständig mit den 50 % operiert, hat doch den Grund, dass man damit meint alles rechtfertigen zu können - selbst den Verstoß gegen Recht und Gesetz!