Beiträge von Solarfarmer

    Zur Info:
    Personenunternehmen können gemäß § 11 Abs. 1 GewStG einen Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro in Anspruch nehmen. Wenn Ihr jährlicher Gewerbeertrag unter dieser Grenze liegt, müssen Sie zwar keine Gewerbesteuer zahlen, aber dennoch eine Gewerbesteuererklärung abgeben. Es handelt sich dann um eine sogenannte Nullmeldung.
    Genaugenommen muss lt. § 25 Abs. 1 GewStDV nur dann eine Gewerbesteuererklärung abgegeben werden, wenn der Freibetrag von 24.500 € überschritten wird, wenn das Finanzamt aus anderen Gründen dazu auffordert oder ein anderer Grund lt. obiger Quelle dazu verpflichtet.


    Nachfragen, was ist der Grund, warum ich eine Gew. - StErkl. einreichen muss. Begründung in Schriftform.
    Oder bist Du "über" den Freibetrag? :lol:

    Hallo Einspeiser,
    würde von Euch mal gerne erfahren, ob Euer Ertrag im November auch so bescheiden war wie bei mir.


    Ich habe erzielt:
    6,9 kw Anlage
    Prognose: 206,45 kwh
    erzielt: 129,12 kwh
    sind: 29,92 kwh/kwp
    = 62,54 % (Ist doch mehr als bescheiden, oder?)


    Gruß,
    Solarfarmer

    Na, so einfach ist das nicht.
    Vorsteuer erhält man bei einer Immobiliennutzung nur wieder, wenn die Immobilie an einen Unternehmer vermietet wird,
    der nach dem Umsatzsteuergesetz berechtigt ist, die Umsatzsteuer offen auszuweisen.
    Erst dann kann der Immobilienbesitzer zur Umsatzsteuer optieren.
    Als Beispiel: Vermietung an einen Arzt (Freiberufler). Der Arzt tätigt umsatzsteuerfreie Umsätze,
    somit ist ein Vorsteuerabzug ausgeschlossen.


    @ immi44,
    da Du Dein Haus als Privatperson errichtest, bist Du für den Hausbau nicht vorsteuerberechtigt.
    Das errichtete Haus gehört somit zum Privatvermögen, und stellt ein selbstständiges nicht bewegliches Wirtschaftsgut dar.


    Die dann auf Dein Hausdach installierte PV-Anlage stellt ein weiteres Wirtschaftgut dar,
    welches aber als beweglich einzustufen ist (Hinweis auf AfA).


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das FA den Vorschlag Deines Bauunternehmers akzeptieren wird.
    Nein, ich bin mir sogar sicher, das es dies nicht akzeptieren wird.


    Kommst Du jetzt noch auf den Gedanken, das Haus + PV-Anlage komplett als Betriebsvermögen zunehmen,
    kann es Dir sogar passieren, da das Betriebsvermögen ja an eine Privatperson (an Dich) vermietet wird,
    das dadurch der komplette Vorsteuerabzug versagt wird.


    Meine Meinung:
    Nicht gierig gegenüber dem FA werden. Bau Dein Haus + die PV-Anlage und werde nur mit der PV-Anlage Unternehmer.


    Gruß,
    Solarfarmer

    Zitat von pv-falke

    Hallo thore9,


    ich habe einen Zähler von der EVU gestellt bekommen ohne weitere Kosten, frag doch mal direkt bei deinem EVU nach wegen den Kosten.


    So wars bei mir auch. Ohne Kosten,
    Fragen kostet ja nichts.


    Gruß,
    Soalrfarmer

    Zitat von sunny47

    Hi,
    ist das normal, dass das Finanzamt die rückerstattete Mwst. als Einkünfte im Einkommensteuerbescheid aufführt?
    Folgender Fall: Anlage 2002 gekauft.In Umsatzsteuererklärung für 2002
    im Mai 2003 im Feld 62, Mwst. eingetragen.Im Einkommensteuerbescheid 2003 wird Mwst.als Einkünfte Gewerbebetrieb aufgeführt. Hab ich da damals was falsches eingetragen?
    Vielen Dank für Antworten!!


    Ja, ich versuche es mal an Hand eines Beispiels: (nehme dazu Deine Jahreszahlen)


    Beispiel 1: (Normalfall)


    Kauf der PV-Anlage in 2002
    Betriebsausgabe ist der Nettobetrag + die darauf entfallende USt.
    Dann Abgabe der entspr. USt-Voranmeldung. FA erstattet darauf hin die USt an Dich.
    Diese USt ist als Betriebseinnahme zu buchen.
    Somit hat sich USt gewinnneutral verhalten.


    Beispiel 2: (Dein Fall)


    Kauf der PV-Anlage in 2002
    Betriebsausgabe ist der Nettobetrag + die darauf entfallende USt.
    Keine USt-Voranmeldung abgegeben; keine USt-Steuererstattung erhalten.
    Somit für 2002 USt = Betriebsausgabe.
    USt-Jahreserklärung 2002 in 2003 abgegeben, USt aus 2002 in 2003 vom FA erhalten.
    Die erhaltene USt ist somit als Betriebseinnahme zu buchen.
    Per Saldo gleicht sich die USt aus, nur in zwei verschiedenen Steuerjahren.


    Ich hoffe sunny47, dass Du jetzt die Vorgehensweise des FA's verstanden hast + meine Erläuterung ebenfalls.


    Gruß,
    Solarfarmer

    Zitat von baxter

    Für die Steuererklärung der PV- Anlage benötigt man keinen Steuerberater und auch keine spezielle software, sondern nur ein Blatt Papier,auf dem man die Einnahmen (brutto) und die Augaben ( ebenfalls brutto ) einträgt. Die Ausgaben setzen sich normalerweise aus den Zinskosten für einen evtl. Kredit, den Versicherungsprämien und der Abschreibung ( 5% linear bzw 15% degressiv (( nur 2006 und 2007)) zusammen. Mit Hilfe eines Taschenrechners kann die (Gewerbe)steuererklärung binnen einer 1/2 Std erledigt werden. Bei Problemen bekommt man übrigens kostenlose Unterstützung vom Finanzamt.Daneben muss noch eine Umsartzsteuererklärung erstellt werden, die ebenfalls äusserst einfach ist. Ich bin zwar selbst Freiberufler, würde dennoch keinem anraten, wegen einer derart einfachen Steuererklärung einen Steuerberater aufzusuchen.


    Gruss
    Baxter, der hofft, dass kein StB diesen Beitrag liest.


    Dem stimme ich nicht so ganz zu, bzw. wiwederspreche.


    Wer steuerlich keine Ahnung hat (steuerlicher Laie), wird mit Deiner "Blattpapierversion" nicht weit kommen. Erklär einem Laien mal den Unterschied zwischen einer linearen + einer degressiven AfA und deren steuerliche Auswirkung. Die Ansparabschreibung + Sonder-AfA lass ich hier mal außen vor. Kennt er das Stichtagsprinzip der Einnahme- Überschußrechnung? Soll heißen, z. B. Anschaffung einer PV-Anlage zum Jahreswechsel. Die gezahlte Umsatzsteuer ist im Anschaffungsjahr als Betriebsausgabe zu buchen. Weiß er denn auch, dass die im Folgejahr vom Finanzamt erhaltene Umsatzsteuer als Betriebseinnahme zu erfassen hat?
    Du siehst, dass es doch nicht ganz so einfach mit Deiner "Blattpapierversion" sein kann.


    Daher mein Tipp:
    Hier im Forum Fragen stellen; bei Unsicherheiten eben mit einer Software arbeiten oder eben den Steuerberater löchern. Diese Ausgaben natürlich wieder als Betriebsausgaben geltend machen.


    Gruß,
    Solarfarmer

    Gelesen im HB vom 29.05.07


    Nicht jeder scheint die aktuelle Klimadiskussion mitzubekommen. Bei Versicherungen findet sich bei ökologierelevanten Themen häufig ein Vakuum, auch Informationen werden meist vergeblich gesucht. Das Umdenken setzt nur langsam ein, doch manche Anbieter haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt.

    BERLIN. Der Klimawandel fordert von Versicherern ein besseres Risikomanagement und Produktinnovationen, um Verbrauchern und Wirtschaft den Klimaschutz zu erleichtern. „Doch deutsche Finanzmarktakteure stehen den Herausforderungen eher nachlässig und unbedarft gegenüber", sagt Professor Carlo Jäger vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Erstversicherer hätten zwar beispielsweise nach dem UnoWeltklimareport das Risiko erkannt. Allerdings gebe es „ein gefährliches Missverhältnis zwischen galoppierender Rhetorik, wie wichtig Klimaschutz sei, und der tatsächlichen Praxis“, urteilt der Klimaexperte.


    Wer sich in Deutschland über klimaschutzrelevante Versicherungen informieren will, hat ein Problem. Denn Versicherungsvergleiche gibt es nicht. Mühsam müssen entsprechende Informationen selbst recherchiert werden. Die Zeitschrift Ökotest begründet ihre Abstinenz so: „Grundidee bei Versicherungen ist es, Kriterien, die das Risiko mindern oder erhöhen, vertraglich festzulegen. Da spielen Umwelt und Ökologie keine so große Rolle."


    Eine Fehleinschätzung, wie unter anderem Fireman's Fund Insurance zeigt, eine US-Tochter der Allianz. Als bislang einziger Anbieter versichert er die Risiken ökologisch ausgerichteter Gebäude und alternativer Energieformen. Prämiennachlässe erhalten vom „Leadership in Energy & Environmental Design Programm (Leed)" zertifizierte Gebäude - weil ihre Risiken geringer sind, wie Fireman's erklärt. Eigentümer von Gewerbeimmobilien können im Schadensfall umweltfreundliche Alternativen wählen.


    Kaputte Einfachverglasungen von Wohnimmobilien können durch Doppelverglasung ersetzt und die Häuser besser gedämmt werden, so dass sie weniger Kohlendioxid ausstoßen. Warum die Allianz eine solche Versicherung nicht auch in Deutschland anbietet, ließ sie auf Anfrage unbeantwortet.


    Die Versicherungskammer Bayern (VKB) unterstützt bei der Wohngebäudeversicherung den Umweltschutz durch ein Ökosiegel. Photovoltaikanlage, Solaranlage mit oder ohne Wärmepumpe werden ohne Mehrbeitrag mitversichert. Wer ein Niedrigenergiehaus baut oder ein Gebäude mit Vollwärmeschutz versieht, erhält einen Energiespar-Nachlass. Es ist möglich, auch Bruch- und Frostschäden an Regenwassersammelanlagen, Verseuchung von Erdreich und die Wiederaufforstung von Bäumen mitzuversichern.



    Die Provinzial Rheinland versichert seit kurzem auch Solaranlagen mit. Noch vor einem Jahr war das kaum möglich; sie weigerte sich vor allem beharrlich, Schäden durch Überspannung in Folge Blitzeinschlags mitzuversichern, nicht einmal gegen einen höheren Beitrag, wie Kunden berichten.


    Einige Institute bieten technische Versicherungen für erneuerbare Energien. Die Basler Versicherungen, die sich hierbei zu den Top-10 in Deutschland zählen, versichert Photovoltaik-, Windkraft-, Biogas- und Biomasseanlagen und teils Geothermie. Schaden-, Unfall- und Lebensversicherungen sind aber weiterhin „klassisch" gestrickt. Die Münchener Rück betrat mit einer Versicherung für das Fündigkeitsrisiko bei der Bohrung für eine Geothermieanlage in Unterhaching Neuland.


    Bei Kraftfahrzeugversicherungen gibt es selten Prämiennachlässe für schadstoffarme Autos. Die Direkt Line will nun aber das Interesse am „Klima-Killer Kohlendioxid“ als Wettbewerbsfaktor nutzen. Seit März bietet sie für Haftpflicht und Kasko einen „automatischen CO2-Rabatt" von zehn Prozent für elf Modelle mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß. Dagegen hat der alternative Verkehrsclub Deutschland (VCD) zusammen mit der Deutschen Allgemeinen Versicherung seit Jahren ein Produkt, dessen Prämienhöhe sich am Verbrauch und am Schadstoffgehalt der Abgase orientiert. Ontos gewährt einen Nachlass von maximal fünf Prozent für Pkw, die einen Autogas- oder Erdgasantrieb haben oder deren Verbrauch im Durchschnitt sechs Liter auf 100 km nicht übersteigt.


    Gerling gewährt Privatkunden niedrigere Prämien, sofern ihr PKW mit einem alternativen beziehungsweise Hybrid-Antrieb ausgestattet ist. Die Allianz gibt keinen Rabatt, hat aber ein „Ökopaket", das Zusatzkosten abdeckt, um nach einem Totalschaden ein umweltfreundlicheres Auto kaufen zu können. Die DEKV gewährt zwar keinen Öko-Rabatt, aber Bahncard-Besitzern einen Rabatt von zehn Prozent auf alle Pkw-Tarife - in der Erwartung, dass Zugfahrer ihr Auto weniger nutzen und weniger Schäden verursachen.


    „Nur einzelne Versicherer steigen kompetent in den Markt ein“. urteilt der Potsdamer Klimaexperte Jäger. Der Analyst Dietrich Wild von der Ratingagentur Oekom Research kann sich da nur anschließen: „Die Branche zeigt sich wenig innovativ bei der umwelt- und klimaorientierten Produktentwicklung im Sachversicherungsgeschäft.“



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    Auslandsprojekte


    Entwicklungsländer: Neuartig ist die „Kyoto-Multi-Risk-Police“ der Münchener Rück. Sie sichert Investoren ab, die in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern investieren.


    Uno: Die Axa hat weltweit als erste Versicherung einen Schutz gegen Dürre und Armut entwickelt und in einem Vertrag mit dem Welternährungsprogramm der Uno 17 Millionen äthiopischer Bauern versichert. Falls der „Regenfall-Index“ in einem Jahr unter den historischen Durchschnitt fällt, wird Axa Re bis zu 7,5 Millionen Dollar zahlen.


    Als Info gedacht.


    Gruß,
    Solarfarmer