Beiträge von k0017

    Wenn der Hoymiles also eigentlich in der Lage ist, einen globalen MPPT zu finden, der leider in der Regel außerhalb des üblichen Spannungsbereiches von Standardmodulen liegt, könnte man dann nicht einfach die Spannung der Module durch einen DC-DC Booster erhöhen?

    Wenn ich z.B. 32 Volt Module habe, dann müsste ich z.B. 20 Volt addieren, damit der MPPT schön die Spannung runterregeln kann, auch noch für die zweite Diode. Mir ist klar, dass dadurch der Wirkungsgrad in den Keller gehen wird, aber ich glaube, nicht in einem signifikanten Bereich.

    Ich sehe dazu bislang aber keine fertigen Lösungen. Die meisten Platinen sind für das Laden von Akkus gedacht und haben eine konstante einstellbare Spannung und keine MC4 Stecker, alles Bastelkram. Nach längerem Rumtesten würde ich behaupten, funktioniert auch kein Optimierer (Tigo TS4 A-O habe ich mal vorgeschaltet, er hat keinerlei Wirkung ohne TAP und CCA).

    Falls es da doch Lösungen gibt (außer anderer Wechselrichter oder andere Module), bin ich gespannt. Mir ist keine bekannt.

    Habe heute mal den HMS-800W auf Verschattungstoleranz und Aktivierung der Bypassdioden getestet, da ja hier nicht ganz klar war, ob der Wechselrichter das überhaupt kann..

    Da ich Module mit recht hoher Spannung habe (2x Heckert Nemo 4.2 80M 395W Module mit 80 Halbzellen, 4 Bypassdioden (4x20 Zellen)) mit U(mpp)=47,64V und I(mpp)=8,36A) habe ich das mal ausgetestet:

    Das ist ja trotzdem unbefriedigend, da das ganze nur bis zur Hälfte des Modules funktioniert

    Auch ist mir unklar, inwiefern der alte HM800 das noch beherrschen würde und welches Modul soviel Spannung liefert, dass alle drei Dioden geschaltet werden.

    Mich würde ferner interessieren, ob ein HM-600 mit einer geringeren MPPT Spannung vielleicht doch eher die Dioden schalten kann als ein HM-800.

    Ich glaube, dass mit den Dioden und den Microwechselrichtern funktioniert nur in seltenen Fallkonstellationen.

    Der Thread ist irgendwie 10 Jahre alt, inzwischen gibt es Millionen von Balkonkraftwerken auf der Welt, in Deutschland ca 1,5 Millionen. Praktisch alle nutzen chinesische Microwechselrichter von Deye, Hoymiles oder ähnliche.


    Wenn ich mich nicht komplett täusche, kann keiner der Microwechselrichter einen globalen MPP finden.

    Stattdessen erhöhen die Microwechselrichter bei der kleinsten Teilverschattung die Spannung und die Leistung bricht komplett zusammen.

    Und die Gefahr von Hotspots ist stark erhöht.


    Da i.d.R. zwei Panels eingesetzt werden, ist der prozentuale Verlust durch Teilverschattung natürlich viel höher als bei großen Anlagen mit vielen Modulen, da fällt ein teilverschattetes Panel nicht so ins Gewicht.


    Ich finde das traurig und schon fast skandalös, denn ein paar Zeilen Code für die Suche nach dem globalen MPPT sind nicht sonderlich teuer. Es sei denn, Patente werden verletzt.


    Immerhin können moderne Halbzellenpanele Teilverschattungen der oberen oder unteren Hälfte (Lange Seite vertikal) einigermaßen handeln, indem ein Bypassdiode die verschattete Hälfte überbrückt, dass machen die Panels offenbar unabhängig vom Wechselrichter.

    Ist genau dasselbe Problem, wie bei normalen Halbzellen-Modulen, wo die Strings genauso durch die Dioden zu je 18/20/24-Zellen gedrittelt sind, je nachdem, ob es ein 54-, 60- oder 72-Zellen-Modul ist ...

    also meine Trinas haben 2x60 Zellen parallel, da fällt bei Teilverschattung die verschattete Hälfte aus, die andere Hälfte liefert noch Strom bei voller Nennspannung (also 60 Zellen).

    Ich hab das beobachtet und bei meinen 120 Zellen Modulen an HM-800 ohne Optimierer und das ist bei mir auch so. Da geht es nur um oben und unten. Nur vertikal funktioniert es bei mir nur mit Optimierer

    Sicher ist es abhängig von den Gegebenheiten, wenn ich keine Verschattung habe, braucht man das nicht. Aber wer hat schon keine Wolken? Und die globale Suche muss nicht so lange dauern und auch der Intervall der Suche muss nicht im Minutenbereich sein. Jeder (Mikro-)Wechselrichter, der mit Verschattungsmanagement wirbt, hat eine globale MPP suche und kann damit mehr oder weniger gut umgehen.


    Mein Sunwin600 Optimierer schaltet offensichtlich extrem schnell um. Ich habe gerade ein beschienenes Panel mit Teilbeschattung, von Blättern, die im Wind sich bewegen. Die Spannung schwankt zwischen 30, 20 und 16 Volt je nachdem, was gerade am besten passt.

    Das Panel ohne Optimierer verharrt bei der Spannung, bzw. sie steigt sogar bei mehr Licht und Verschattung. Ich sehe schon, dass mehr Leistung von dem Panel kommt, dass am Optimierer hängt. Bei mir funktioniert das Verschattungsmanagement des HM800 jedenfalls nicht, es sei denn, ich hänge einen Optimierer davor.

    AE Solar hatte tatsächlich Module mit Dioden für jede einzelne Zelle im Angebot, da gibt es auch ein schönes Video dazu:

    Das war natürlich zu teuer und die kann man auch nicht mehr kaufen.


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    Hier kann man auch schön auf Modulebene sehen, wie die drei Schottkydioden beim Standardpanel auf der rechten Seite nacheinander aktiviert werden.


    Es gibt wohl auch noch sehr teure Sunpower Module mit immerhin 18 Segmenten, das macht wirtschaftlich sicherlich auch keinen Sinn.

    Ich habe mir damals (vor ein paar Monaten) ca. 15 Datasheeets von aktuellen Modulen unterschiedlicher Hersteller angeschaut. Die Industrie hat sich offenbar auf 3 Schottky Dioden geeinigt. Alle 15 Module haben drei Bypassdioden.

    Damit kann man immerhin drei Segmente schalten, besser als dass das ganze Modul extrem schlecht performt. Und es ist nicht zu teuer.

    Was ist dein Ziel? Jeden zu nerven, dass es mit deinen Panels nicht klappt?
    Gratulation, ich bin's!
    Mach einen extra Fred auf, hier geht es um Allgemeines zum Thema Hoymiles!

    Meine Motivation ist, das alle etwas davon lernen, selbst anfangen sich dafür zu interessieren und ich habe nicht das Gefühl, dass das vollkommen erfolglos ist.

    Ansonsten muss man ja auch nicht alles lesen, was einen nervt. Das mit dem Extra-Fred ist aber sicherlich eine gute Idee.