Beiträge von AlexDD

    Umlage muss ich auf Ertrag PV - Einspeisung zahlen, richtig?

    Zur Berechnung des Ertrags der PV brauche ich die Verbräuche der Mieter:


    Ertrag PV = Verbrauch Verein + Verbrauch Küche (2x) + Einspeisung - Bezug EVU


    Ausgehend von deine Aussage müsste ich dann statt der Hutschienenzähler doch komplette Zählerplätze für die Verbräuche bauen, da ich den Ertrag der PV nur so offiziell erfassen/errechnen kann. Oder habe ich einen Knoten im Gehirn?


    Alex.

    Ok, Abrechnung der Mieter bekommen wir irgendwie hin. Dann wäre das exakt der Plan aus eurer Skizze ^^


    Dann nur nochmal zur abschließenden Klarstellung: Ist es richtig, dass ich für den Nachweis des erzeugten Stromes für die Umlage (siehe Rechnung weiter oben) teilweise eigene geeichte Hutschienenzähler verwenden kann? Oder kann mich hier der VNB über gesamte Zählerkette zu vollwertigen Zählerplätzen mit MSB-Zähler zwingen?


    Danke,

    Alex.

    Deine Aussage, dass ich grundsätzlichen für alle Zähler einen MSB verwenden sollte, habe ich ich jetzt so interpretiert, dass die Hutschienenzähler in der Skizze keine Hutschienenzähler sein dürfen, da MSB-Zähler nach meinem Verständnis immer in eine vollwertigen Zählerplatz müssen. Oder stimmt das gar nicht?


    Daher kam ich ja auch auf die (inzwischen obsolete) Idee, den Zählerplatz für beide Zähler nutzen zu wollen und den Y-Schalter auf die anderes Seite des Zählers zu packen.

    Langsam nimmt das Gestalt an :-) Zu den Y-Schaltern noch eine Frage. Müssten die nicht verplombt werden, wenn ich sie vor den Zähler setze? Mit dem Umschalten würde ich ja abrechnungsmäßig alles jeweils komplett umkrempeln. Lässt sich das überhaupt verplomben? Und dann wäre das Abschalten des Stroms für die Küche ja auch ein meldepflichtiger Vorgang.


    Vermutlich ist es dann doch besser, wie in eurer Skizze den Y-Schalter hinter beide Zähler zu setzen und statt dem Hutschienenzähler einen zweiten Zählerplatz vorzuhalten. Dann können EVU- und MSB-Zähler im Bedarfsfall jeweils wechselweise eingebaut werden und ein Umschaltvorgang hätte keine Auswirkungen auf die Abrechnung. Sehe ich das richtig?


    Muss ein MSB-Zähler zwingend in einen kompletten Zählerplatz oder könnte das auch als geeichter Hutschienenzähler gebaut werden?


    Alex.

    EVU-"Risiko" würde ich beim größten Verbraucher ansiedeln. VSt-Abzugsberechtigung berücksichtigen (Schule?).

    Vom Ansatz sicher richtig, aber das Gebäude gehört dem Verein und die Küche ist Mieter beim Verein. Daher andersrum m.E. naheliegender. Vorsteuer wäre natürlich ein Thema. Keine Ahnung, ob der Verein das irgendwie könnte. Für die andere Anlage, die ich dort nur betreibe und die Vergütung durchreiche, hab' ich allerdings ne ID bekommen und zahle inkl. MwSt. aus.


    Mals sehen. Auf alle Fälle hab' ich jetzt schon mal nen Plan ohne weiteren Wandler. Danke!!! Im schlimmsten Fall dann eben ohne Küche. Auch wenn es schade wäre, immer noch besser, als reiner Einspeiser.

    Wandler + Verbrauchszähler kommen vom MSB, in deinem Fall würd ich keine nicht-MSB-Zähler einsetzen.

    Wäre es dann nicht sinnvoll, die Y-Schalter vor die Verbrauchszähler zu setzen, wenn ich eh keine eigenen Zähler nehme? Nimmt die Küche teil, kommt eine MSB-Zähler meiner Wahl in den Zählerplatz. Nimmt sie nicht (mehr) teil, kommt der EVU-Zähler mit dem Umschalten rein.

    Alex.

    Ja, vielleicht kann ich den Verein überreden, den EVU- (und PV-) Strom an die Küche durchzureichen. Damit würde der Verein aber das EVU-Risiko für die Küche übernehmen müssen. Muss ich klären, ob die das mitmachen würden.


    Die Wandlermessung würden wir uns dann "teilen". 1.8.x für den EVU-Bezug des Vereins und 2.8.x für meine Einspeisevergütung, richtig? Ist das so wirklich zulässig?


    Mir persönlich wäre eine exakte PV-Aufteilung ja egal, aber der Verein müsste es natürlich für die Abrechnung an die Küche genau wissen. Es sei denn, wir setzen pragmatisch preislich PV-Strom = EVU-Strom. Das wäre durchaus vorstellbar. Die Küche hätte dann zwei Grundgebühren weniger und dem Verein kann ich einen gestaltbaren Betrag über die Pacht zukommen lassen.


    Ich glaube, ich habe jetzt auch verstanden, wie ich die Gesamterzeugung der PV berechnen kann:


    Ertrag PV = Verbrauch Verein + Verbrauch Küche (2x) + Einspeisung - Bezug EVU. Stimmt das so?

    (der Eigenverbrauch PV würde dann direkt vom Ertrag der PV weggehen)


    Die beiden Verbräuche würden mit eigenen Zählern gemessen werden. Ist das so zulässig? Mir wurde bisher immer gesagt, dass das bei Anlagen >10 KWp (bzw. jetzt 30KWp) zwingend ein Zähler eines MSB sein muss. :?:


    Alex.

    Konkret gibt es zwei Mieter mit drei Anschlüssen im Objekt.


    1. Verein mit Schule, Kindergarten und einzelnen Untermietern (die intern pauschal verrechnet werden)

    ca. 30TKWh/Jahr, Hauptverbrauch Mo-Fr 7:00 - 17:00 Uhr, in Ferienzeiten weniger, Grundlast um 1KWh

    hat aktuell eigenen Anschuss ohne Wandler


    2. Küche

    ca. 45TKWh/Jahr, Hauptverbrauch Mo-Fr 5:00 - 14:00 Uhr, in Ferien etwas weniger, Grundlast außerhalb Arbeitszeiten quasi 0

    Hat aktuell zwei eigene einfache Anschlüsse, auf die die Geräte verteilt sind. Eigentlich wäre aufgrund des Spitzenbedarfs für den Mieter ein Wandler nötig, der aber aus Kostengründen (schon lange vor der PV) nicht gebaut wurde.


    Die PV ist 99,6 KWp Ost/West und hat einen 83KW WR dran. Wir kalkulieren grob mit 85.000KWh/Jahr.


    Beide Mieter sollen mit PV Strom versorgt werden. Eine umbaufreie Komplettversorgung durch den EVU muss im Bedarfsfall möglich sein.


    Ich selber habe keinen Verbrauch im Objekt außer der PV-Anlage. Bisher hat uns der EVU diesbezüglich aber in Ruhe gelassen.


    Alex.

    Ich verstehe es leider noch nicht, auch wenn ich jetzt schon mehrere Stunden gegrübelt habe ?(


    Dein Vorschlag läuft doch darauf hinaus:



    Aufgrund der Leistung der PV müsste der EZ als Wandler ausgeführt werden. Wo bekäme ich die Erzeugung als Grundlage für die EEG-Umlage VNB-konform her, wenn ich den Zähler weglasse?


    In eurem Dokument beschreibt ihr 3 Szenarien für die Mieter.

    In dieser Zähler-Anordnung ist volle Flexibilität gegeben - Mieter kann umbaufrei wählen:

    • PV-Strom vom Anlagenbetreiber (Vermieter), Restbezug über den EVU-Vertrag des Vermieters (Ersparnis durch PV-Strom und geteilten Grundpreis)
    • PV-Strom vom Anlagenbetreiber (Vermieter), Restbezug über einen eigenen EVU-Vertrag oder teure Grundversorgung (Ersparnis durch PV-Strom)
    • keinen Strom vom Vermieter, Vollbezug über ein EVU seiner Wahl (kein Preisvorteil)


    1. verstehe ich technisch. Die Mieter bekommen "Mixstrom" von mir. Ich sehe hier allerdings keine Möglichkeit zu ermitteln, wieviel PV-Strom jeder Mieter tatsächlich bezogen hat. Oder übersehe ich was? Daher muss ich auch einen Mix-Preis vereinbaren und müsste ins Risiko bezgl. EV der Mieter gehen, wenn ich PV-Strom < Versorgerstrom ansetzen würde. Außerdem würde der ganze Stromverbrauch der Mieter durch meine Bücher gehen (inkl. Haftung gegenüber Versorger), was ich eigentlich nicht möchte.


    2. verstehe ich technisch nicht. Ich sehe nur ein entweder oder in der Schaltung. Was müsste denn genau gemacht werden (ohne Umbau), damit der Mieter PV-Strom von mir und Reststrom vom VU bezieht?


    3. ist klar, das entspricht dem Ist-Zustand.


    Danke für deine Mühe,

    Alex.