Beiträge von EE-Gem

    Ich frage für einen Freund…

    Bevor sich weitere Märchen in den Köpfen festsetzten

    Eine Frequenzabweichung von 0,2 Hz entspricht im europäischen Verbundsystem einer Leistungsdifferenz von ca. 3 GW, welche auch gleich dem sogenannten Referenzausfall aus dem Continental Europe Operation Handbook entspricht und ca. dem ungeplanten Ausfall von zwei größeren Kraftwerksblöcken entspricht. wikipedia Netzfrequenz

    Übertragen auf ein Verteilnetz oder am Ortstrafo bedeutet das was?

    Interessiert meinen Freund besonders, weil der nur da messen kann.


    ... das Netz schwankt je nach Gegend, gewaltig:

    in deiner Grafik sieht man ca. 1 Monat mit 230 V und Spitzen bei 220 und 235 V.

    Bei Solfanger sieht man 1 Tag mit 245 V und Spitzen bei 238 und 252 V, im Frankfurter Umland, Vordertaunus (Syna).

    Hier sieht man 1 Woche mit 230 V +-6%, ohne jegliche PV am HAK, im nördlichen Unterfranken.


    Die auffälligen Schwankungen als Muster finden sich in allen Grafiken wieder. Ich würde Steps56 ergänzen:

    Das Netz schwankt je nach Gegend (um einen anderen Mittelwert), gewaltig zwischen Tag und Nacht im zulässigen Bereich von 230 V +- 23 V.

    Nur weil sich aus meiner Darstellung Zappelstrom am Tag aufdrängt, wüsste ich gerne die Lastunterschiede zw. Tag und Nacht und deren Schwankungen. Interessant wären dann auch die lokalen lastnahen Erzeugungseinheiten.


    Irgendwann finden die VNB's vielleicht Investoren die Speicher bauen, um den in ihr Netz "reingedrückten" Strom nachts einzuspeisen. Sind das alles nur Auswirkungen im Übergang von zentraler Erzeugung auf dezentrale möglichst zeit- und lastnahe Erzeugung? Was meinem Freund so alles durch den wirren Kopf geht. GAST


    Elfax ist das on topic? War Seite 78ff on oder off? Wollen wir jemanden fragen der sich mit sowas auskennt? Frag' mal deinen Freund.

    Nicht angemeldete Balkonkraftwerke - warum keine Strafen?

    Das kannst du so ab Seite 66 nachlesen, dort ging es um die Todesstrafe. Oder ab Seite 78ff, da ging es um Strom ins Netz drücken, die Netzspannung und Netzfrequenz. Oder du schaust mal auf Seite 72f, dort steht etwas zu "Der Gerät". Deshalb gibt es keine Strafen. Weil "Der Gerät" keine Anlage ist. Wolltest du das hören? Ich frag' mal für einen anderen Freund. Aber zu Seite 78ff habe ich noch was mit Themenbezug.

    Viele Ertragsoptimierer splitten extra ihre PV-Anlage in zwei Teile (mit separaten Wechselrichtern und getrennten Zählern), um dann eine davon als Volleinspeiser und eine als Überschusseinspeiser fahren zu können. Best of both Worlds.

    Meine völlige Zustimmung und danke für die vorherige Berechnung. Damit denkst du 2x korrekt, zum einen als Unternehmer beim Volleinspeiser und zum anderen als Konsument beim Teileinspeiser. Du gibst die Jagd nach der eigenen Spitzenlast auf und für's beim BEV-Laden Zeit nimmst du dir Zeit bzw. arbeitest meist tagsüber. Es ist das gleiche Prinzip bzgl. der Sinnhaftigkeit für eine Speicherdimensionierung. Grundlage aller vernünftigen Entscheidungen eines privaten Verbrauchers muss sein zuerst die Grundlast abzudecken und erst nachrangig so viel wie möglich vom Gesamtverbrauch selbst erzeugen. Der optimale Zählerschrank hat immer zwei Abgangsstränge, 1x VE, 1xTE plus Verbraucher und §14a EnWG berücksichtigen.

    Wir haben übrigens 30 kWp, von den etwa 27.000 kWh PV-Ertrag im Jahr könnten wir aber nur etwa 6% selbst verbrauchen (ohne Batteriespeicher ca. 50% unseres Jahresverbrauchs von rund 3.200 kWh). Da brauchte ich noch nicht einmal eine Tabellenkalkulation, um mich für den Volleinspeiser zu entscheiden. Später hat es mich dann aber doch interessiert, ab wann es sich auch bei kleineren Anlagen und damit einer höheren Eigenverbrauchsquote rechnet, zum Volleinspeiser zu werden.

    Bei deinen (extremen) Zahlenverhältnissen wundert mich die korrekte Erkenntnis nicht. Im Umfeld meiner Zahlen ergibt sich mit ca. 15 kWp (geplant) und ca. 15 MWh (in 7 HH) die gleiche Entscheidung. Die PVA wird VE, die Grundlast decken wir später mit BKW's ab.


    Nachdenkenswert finde ich deine Ausführungen zu Tibber Vertragskonditionen (how to turn a disadvantage into an advantage) und stimme besonders beim letzten Satz zu. Ab 2025 wird es nicht nur tibber/aWATTar sein, "Alle Stromversorger müssen laut dem neuen Gesetz ab 2025 verpflichtend dynamische Tarife anbieten." @BMWK Werden dann die tibber-Vorteile noch verbessert?

    Tibber magst Du als kompliziert betrachten, ich sehe das anders. Du kannst monatlich kündigen, Du bekommst jeden Monat eine detaillierte Rechnung per Mail, die Kosten des laufenden Monats (wie auch früherer Monate) siehst Du in der App. Die Preisgestaltung ist absolut transparent, der Kilowattstundenpreis lag von Januar bis Juni bei uns zwischen 22 und 26 Cent. Die Grundgebühren (16,20 Euro) sind auch kein Deal Braker. Hilfreich bei der Kostenreduktion ist natürlich das zeitlich strategisch geschickte Laden des Elektroautos.

    Entscheiden darf jeder für sich, nach seinen persönlichen Vorlieben. Wer als privater Verbraucher seinen hohen Autarkiegrad (2x groß) mit Wirtschaftlichkeit begründet, betreibt Augenwischerei. Solange das jeder bei seinen eigenen Augen betreibt ist ja alles gut.


    Mein Fazit: Als privater Verbraucher ist das zeitvariable BEV-Laden aus dem Netz meist günstiger als mit überdimensionierter PV-Anlage ggfs. mit überdimensionierten 24h-Speicher den Autarkiegrad zu erhöhen. (Wenn mein BEV tagsüber nicht Zuhause rumsteht.) Bei jedem Einzelnen ist das alles nicht so einfach und ganz individuell zu beantworten. Will ich überhaupt eine PVA / einen Speicher? Wenn ja, wie groß?


    Steps56 leider hast du in einem Jahr nicht völlig die Freiheit eine klare Entscheidung zu fällen. Ich nehme an, im Zählerschrank gibt es keinen zweiten Abgangsstrang. Ist der erstmal da, kann man 2x frei entscheiden, als Unternehmer und als Privatier. Es sind nur einmalige Elektrikerkosten, mit dem neuen EEG fällt nicht mal ein zweiter Vertrag an (wenn der WR tatsächlich nichts zieht). Think about it.

    Mitdenken ist anscheinend anstrengend. Was mich interessieren würde, warum ihr hier schreibt, über Dinge die euch nicht interessieren. Es wird Interesse im Detail geheuchelt und wenn es in die Tiefe geht, kommt Gott ins Spiel. Von wem werdet ihr für das Geblubber bezahlt?


    Es ist einfach nicht wahr was du von dir gibst. Die Registrierung einer Eigenverbrauchsanlage ohne Auswirkungen auf eine Besteuerung war auch vor 2024 möglich. Das ist einfach nicht wahr.

    Das ist nicht deine Welt, das interessiert dich nicht. Ich bin mir sicher du verstehst es auch nicht. Don't feed the troll.

    Bei allem sehe ich keinen Widerspruch. Etwas unglücklich ist dass alle erst lernen mit kleinen Erzeugerlein in großen Mengen umzugehen. Was mir fehlt ist eine Aussage zum entscheidenden Punkt. Was unterscheidet "Der Gerät" auf allen Ebenen von der Anlage.

    Allerdings ist diese ganze Argumentation übers EEG, Vergütungen, Gewinnabsicht der VNB im Zusammenhang mit der Registrierung beim Marktstammdatenregister Blödsinn.

    Wenn das dein Verständnis ist, dann verstehe ich nicht warum du antwortest.

    Ich will überhaupt nicht persönlich werden, aber ihr müsst alle mal ein klein wenig weiter denken als bis zu eurer Haustür oder Gartenzaun.

    Ich denke über den Gartenzaun, zumindest unternehme ich den Versuch, werde dafür belächelt (gelinde gesagt). Mit deiner vorherigen Aussage bezweifle ich, dass du dem bereit bist, was du von anderen erwartest. Das geht jetzt genau nur um dich persönlich. "weiter denken" über das was du als "Blödsinn" oder "Fliegenschiss!" bezeichnest.

    Das kann jeder andere auch, wenn er will.

    Magst du die drei Ebenen getrennt beleuchten? Alles vermischen ist mir zu verwirrend oder zu komplex.


    Recht: Erst §8,5a EEG versetzt einen Verbraucher in die rechtliche Lage Strom zu erzeugen. "kl.Eigenstrom"

    Ohne §8,5a EEG wurde jeder mit PV als Teileinspeiser nach Eigenstrom (§3nr13 EnWG) gezwungen (bis Mai 2024)


    Steuer: Wer zwanghaft vom EEG eine EspV bekommen musste, wurde zwanghaft ein Unternehmer (wie du 2011).

    Erst §8,5a EEG erlaubt rechtlich Eigenverbrauch (mit Netzkopplung) ohne Unternehmerzwang (seit Mai 2024) durch die entgeltfreie Abnahme.


    Technik:

    Sofortiger Anschluss ans Netz ist doch nicht vom MaStR abhängig. Wer einem das einreden möchte hat von Technik und Netzbetrieb keine Ahnung. Für die Netzstabilität ist die Signifikanz für den Netzbetrieb das Kriterium. Das habe ich in der Tabelle für Verbraucher und Erzeuger getrennt aufgeschlüsselt.


    Nicht signifikante Geräte dürfen jederzeit (nach anerkannten Regeln der Technik) an-/abgeschlossen werden.

    Signifikante Anlagen benötigen eine (vereinfachte) Anmeldung oder eine Genehmigung mit Inbetriebnahme.


    §8 5a hat doch mit "Eigenstrom" nichts zu tun.

    Wie kommst du darauf? Strom entsteht nicht im rechtsfreien Raum und Strom ist immer ein Steuergegenstand, auch auf dem/deinem Grundstück.


    Dass §8,5a einen Eigenstrom begründet, wirst du verstehen können. Ich hatte für didimausi eine Antwort mit mathematischer Mengenlehre in der Steuerebene formuliert. Das Beispiel hat sich für mich als Schlüssel im Energierecht erwiesen. Nur weil ich wohlwollend annehme, dass du das dualistische Grundprinzip verstehst, Texttafeln liest, habe ich dir die Beiträge verlinkt. #1781 und #1810.

    Das würde mich eigentlich viel mehr interessieren...... warum wird aus einem Fliegenschiss so ein Gewese gemacht.

    ... würde mich auch interessieren.... warum bei einem Fliegenschiss so eine Mauer im Denken besteht. Natürlich kommt gleich knatterton um die Ecke, "es gibt aber noch kein Solargerät", weil sein Technik-Gott der VDE noch keine erschaffen hat. Ohne Widerspruch müsste er vom Glauben abfallen.


    Ist meine Unterscheidung Gerät von Anlage stimmig, auch wenn es um Stromerzeugung geht?

    Gerät Anlage
    rechtliche Grundlage für Eigenstrom § 8, Abs. 5a EEG § 3, Nr. 13 EnWG
    steuerlich § 3 Nr. 72 unentgeltliche Abnahme
    Privatperson
    begünstigte PVA
    Unternehmer
    Technische Erzeuger EU 2016 / 631 Art. 5, 2b bis 0,8 kW nicht signifikant über 0,8 kW signifikant
    Technische Verbraucher, Signifikanz im Netz bis 3,68 kW nicht signifikant
    steuerbare Verbraucher
    Anmeldung 4,2 bis 11 kW
    signifikant / Genehmigung
    steuerbare Verbraucher
    ab 11 kW

    Wer dieser Unterscheidung zustimmen kann, kann auch weiterlesen.


    Für den menschlichen Verbraucher als natürliche Person mit einem Solargerät gibt es keine Strafe für "nicht angemeldete BKW" weil die Registrierung von Geräten im MaStR ist im EnWG nicht vorgesehen ist, wenn doch dann ist sie rein freiwillig. Warum ist das so? steht im Rahmen zum guten Willen unten.


    Eine Person mit "Der Gerät" ist im EnWG 111e und 111f nicht dabei. Zwei Gründe, im EnWG geht es um Unternehmer und die Letztverbraucher mit ihren Geräten interessieren nicht.


    Vielleicht willst du dich Sarowe abarbeiten oder dein Freund, aber nicht das SP1 ignorieren, es gibt das Solargerät im Energierecht. Technisch ist ein Gerät nicht signifikant. Steuerlich geht es nur darum, bist du Konsument oder Unternehmer. Angeblich kann Energiesparer51 Gesetze lesen und verstehen, vielleicht hilft er euch dabei, deshalb ganz konkret und speziell für Energiesparer51. Wobei ich nicht glauben mag, dass deine Antwort überhaupt einen §§ enthält.


    111f Nr. 1. zur Umsetzung des § 111e Absatz 2 die registrierungspflichtigen Personen und Anlagen,

    in 111e (2) Das Marktstammdatenregister umfasst folgende Daten über die Unternehmen und Anlagen der Elektrizitäts-, Gas- und Wärmewirtschaft:


    111f Nr. 2 bis 4. trifft ebenfalls nicht zu.


    Mit gutem Willen würde ich den Verbraucher (was ihr alle nicht seid, ihr seid alle Unternehmer mit Anlagen) in Nr. 5 sehen und hier steht freiwillig, ich zweifle aber daran, dass sich das EnWG für Geräte interessiert, die nicht signifikant sind, egal ob Verbrauchs- oder Erzeugungsgeräte. Freiwillig wird registrieren, wer als Letztverbraucher dauerhaft nichts mit dem Finanzamt zu tun haben will. Solange §3nr.72 gilt ist das überflüssig, aber kein irrerelefant. Versteht das jemand mit steuerlichen Kenntnissen?


    111f Nr. 5 die Voraussetzungen und den Umfang einer freiwilligen Registrierung von Personen, die nicht nach den Nummern 1 bis 3 hierzu verpflichtet sind,


    111f Nr. 6 ff geht es um Daten, Datenschutz, wer ins Register schauen darf.


    Viel Spaß mit dem Gewese um angebliche Fliegenschisse. Dachte es wäre ein Fachforum, habe mich evtl. getäuscht?