Beiträge von Gina

    Doch das geht.
    Als Freibetrag auf die Lohnsteuerkarte kannst Du auch negative Einkünfte eintragen lassen (§ 39a Abs. 1 Nr. 5b EStG). Also (voraussichtliche) Betriebseinnahmen abzüglich (voraussichtliche) Betriebsausgaben, u. a. Abschreibung ergeben voraussichtliche Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Sofern negativ ist eine Eintragung dann möglich. Musst halt quasi jetzt schon so ne Art Einnahme-Überschuss-Rechnung mit geschätzten Zahlen machen.

    Ob der gleiche Prozentsatz jetzt nun zufällig so ist oder nicht, keine Ahnung. Zum 01.01.2007 wurde sowohl der (Regel-)Steuersatz der Umsatzsteuer und der Versicherungssteuer von 16 % auf 19 % angehoben.


    Jedenfalls gehört die Versicherungssteuer nicht in die Umsatzsteuer-Voranmeldung bzw. die Umsatzsteuer-Jahreserklärung.


    Die Versicherungssteuer ist wie der Versicherungsbeitrag (netto) aber als Betriebsausgabe abzugsfähig, sofern es sich um eine Versicherung zur Photovoltaikanlage handelt.

    Bin Finanzabeamter, hatte ich ja schon geschrieben. Interessante Diskussionen hier. Wenn man nach besten Wissen und Gewissen seine Steuererklärungen / Umsatzsteuervoranmeldungen ausfüllt und einreicht braucht man sich im Regelfall keine Gedanken über Sanktionen seitens des FA machen, falls was falsch erklärt wurde. Es kommt aber immer auf den Einzelfall drauf an.
    Zur Steuervereinfachung: Bin ein absoluter Fan davon. Hatte ja auf Kleinunternehmerregelung hingewiesen. Hier wurde dann der Vorschlag gemacht, dass man kleinere Photovoltaikanlagen (was ist klein; was ist bei 2 oder 3 kleine Anlagen?) komplett auf die Besteuerung, also Einkommensteuer (keine Verluste, keine Gewinne) und Umsatzsteuer (den Aufschrei hier möchte ich nicht mitbekommen, wenn Betreiber größere Anlagen die Vorsteuer zurück bekommen und die kleinere Anlagen nicht) zu verzichten.
    Das Problem hierbei: Ein solche Vereinfachung bezogen nur auf eine Branche geht m.E. nicht.
    1. Keine Vereinfachung, da Ausnahmeregelung nur für einen Bereich.
    2. Definieren der Grenzen und überprüfen der Grenzen.
    3. Verfassungsrechtliche Bedenken, da hier eine Ausnahme nur für einen bestimmten Zweig bestünde.


    Wenn Steuervereinfachung, dann richtig und all umfassend, Vorschläge gibt es ja, z. B. von Kirchhoff. Allerdings gäbe es natürlich auch tausend Möglichkeiten in Einzelfällen eine Vereinfachung herbeizuführen, z.B. im Bereich des ermäßigten Umsatzsteuersatz.


    Gruß Gina

    Na ja, ne Lösung gibt es doch bereits für Kleinfälle: Die Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG. Danach braucht man keine Umsatzsteuervoranmeldung einzureichen, bis zu einer gewissen Umsatzgrenze. Bei vielen kleinen gewerblichen Betätigungen wird diese Regelung auch in Anspruch genommen. Nur bei Photovoltaikanlagen logischerweise nicht, da man ja sonst nicht die Vorsteuer auf die Anlage erstattet bekommt. Man hat hier auch keinen Nachteil, weil man ja die Einspeisevergütung + Umsatzsteuer erhält, wenn man auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet.

    Hallo Karsten,


    habe meinen Beitrag nur hinsichtlich andere Beiträge geschrieben. Da hieß es u. a., dass das FA erst mal alle unter Generalverdacht stellt und ob die Beamten nichts besseres zu tun hätten.


    LG Gina

    Wo liegt denn nun das Problem???


    Ich oute mich mal: Bin selbst Finanzbeamter und auch Betreiber einer Photovoltaikanlage. Es ist sicherlich eher selten, dass das Finanzamt sich vor Ort bei einer kleinen Anlage die Anlage zeigen lässt, die Module zählt und somit verprobt, ob die eingereichte Rechnung mit den tatsächlichen Gegebenheiten überprüft. Aber das Recht hat das FA dazu, schließlich will man als neuer Unternehmer gleich zu Beginn ne Vorsteuererstattung. Ist alles korrekt, gibt es keine Beanstandung und somit doch auch kein Problem.


    Gruß Gina