Beiträge von tilman007

    Hallo Zerbin


    >Ich habe überlegt da der Giebel sehr Massiv gebaut ist, an ihm einen Mast zu montieren, der nochmal ca 5 bis 6m über dem >Giebel liegt, sodass ich auf ca 17m höhe komme. kann das schon ausreichen?

    Ich denke, dass man da noch im Bereich der vom Gebäude induzierten Verwirbelungen ist. Aber vielleicht Dir die Energieausbeute trotzdem.

    Aber Du scheinst ja Platz und flache Landschaft um Dich herum zu haben -- damit wäre ein von der Scheune abgesetzter Mast + Abspannung wahrscheinlich eine Option für Dich (und ich denke, dass es auch einfacher aufzubauen ist) ... Und Blitzschutz nicht vergessen :)


    Viele Grüße

    Tilman

    Hallo Zerbin

    ich hatte auch mal kurz an eine Ergänzung der Solaranlage mit Windkraft auf dem Dach gedacht und ein bisschen recherchiert. Die Erkenntnis war, dass

    - es kaum ausreichenden Wind in Bodennähe gibt. In meinem Fall dürfe ich vielleicht mit eher 30 Watt als 100 Watt selbst an windigen Tagen rechnen.

    - der Rotor erst bei einer Mindestwindgeschwindigkeit das Drehen anfängt bei der kaum Strom erzeugt.

    - man den Rotor so hoch montieren muss, dass er aus den Bereich der Turbulenzen heraus und in den Bereich einer laminaren Luftströmung hineinragt. Die Wandkraftanlagen sind nicht ohne Grund so hoch. Wir wohnen in der Stadt, d.h. ein hoher Mast käme bei den Nachbarn nicht wirklich gut an.


    Ich würde mir im ersten Schritt die "Feasability" anschauen, d.h. einen Windmesser an die Stelle, an der Du später das Windrad installieren möchtest, montieren und eine Weile schauen, wieviel Wind dort tatsächlich ist. Basierend auf der gemessenen Windgeschwindigkeiten kannst Du dann überlegen, wie gross der Durchmesser des Windrades für die Leistung sein muss, die Du erzeugen willst.

    Vielleicht hilft auch dieser Link weiter:

    Auswahl Windkraftanlage | Rotor-Größe wichtiger als Leistung
    Bei der Auslegung einer Windanlage wird oft der Fehler gemacht, nur auf die Nennleistung zu achten. Die Größe des Rotors ist wichtiger...
    www.klein-windkraftanlagen.com

    Da gibt es einen Rechner für die Auslegung von Klein-Windkraftanlagen -- wobei die untere Grenze für den Mast 10 m ist.


    Viele Grüße und viel Erfolg mit Deinen Überlegungen


    Tilman

    Ist das noch ein Thema? Die Frage verstehe ich nur ansatzweise

    1) Bei einem Inselbetrieb ist das Netz galvanisch von der Solaranlage getrennt. Damit ist kein Netzbezug oder Einspeisung in das Netz möglich. Und grundsätzliche kann man alle Arten von Geräten betreiben. Die Leistung der angeschalteten Geräte darf die Leistung des Wechselrichters nicht übersteigen.

    2) Ein Wechselrichter mit Verbindung zum Netz wird zunächst mal den Bedarf im Haus decken. Wenn dabei noch Energie übrig ist, wird die Batterie geladen. Falls die Batterie voll ist und mehr Energie produziert wird, als verbraucht werden kann, wird eingespeist.

    Die Monitoringfunktion des SolarEdge funktioniert vollständig leider nur mit dem Portal. Über Modbus over Ethernet kann man zwar die Daten des Wechselrichters auslesen. Die Messwerte der Panele lassen sich darüber nicht abfragen. Ohne Portal bekommt man deshalb zum Beispiel nicht mit, wenn ein Optimierer an den Solarzellen ausgefallen ist. Ich finde das daher nicht wirklich glücklich. Und ja, SolarEdge hat natürlich Zugriff auf die von Deiner Solar-Anlage erhobenen Daten. Ich schätze, sie verwenden wie weitere Produkte.


    Die Frage ist natürlich auch, was die Messwerte aus dem Portal wert sind.

    Bei den Energie-Messwerten für Erzeugung und Einspeisung im Portal habe ich beobachtet, dass je kleiner je ungenauer werden. Unterhalb von 1kwh kann die Abweichung zwischen Portal zum dem Strom-Zähler, den ich als Referenz verwende, mehr als 50% werden (und da der Stromzähler als Grundlage für die Abrechnung verwendet wird, ist er auch das Maß der Dinge). Die Abweichung der Energie-Messwerte der Batterie weichen in meinem Fall um die 1kwh und mehr von der einer Referenzmessung ab. In Hinblick auf nutzbaren Kapazität der Batterie von 8.8 kwh ist das sehr groß. Ich schätze die Messwert für Batterie aus dem Portal daher als eher ungenau und nicht besonders aussagekräftig ein.


    Des weiteren kann man beobachten, dass der SolarEdge dem Netz auch Nachts im Batteriebetrieb Energie entnimmt. Davon haben mehrere Foristen bereits berichtet. Das das kann ich bestätigen, d.h. das findet tatsächlich statt. Der SolarEdge entnimmt dem Netz 30-60Watt während des Batteriebetrieb. Auch während Ladenphase der Batterie entnimmt zumindest der SolarEdge in unserer Installation dem dem Netz Energie. Wenn man also während der Ladephase der Batterie im Portal beobachtet, dass sowohl eingespeist wie auch bezogen wird, so stimmt das leider.

    Ich messe etwas 30-35 Watt. Und mir ist auch bewusst, dass der Wechselrichter einen Eigenverbrauch hat, der bei Versorgung durch die Solarzellen auch anfällt, so dass entsprechend weniger einspeist wird.


    Die 30 Watt Dauerbezug z.B. nachts haben nach meinem Dafürhalten nichts damit zu tun. Es wäre ja (aus der Batterie) genug Energie da, um den Strombezug auf 0 zu regeln. Ich habe dazu ein Ticket bei SolarEdge eingestellt. Da meinte man, dass die Ursache ein Einschwingvorgang sei. Wenn man sich aber den Bezug über die Zeit anschaut, dann sieht man, dass es zwar kleine Abweichung bei Laständerungen gibt -- der Strombezug dann aber wieder zurück auf 30 Watt fällt. Das lässt vermuten, dass die Sollgröße des Regler auf etwa 30 Watt eingestellt ist


    Weisen eigentlich Wechselrichter anderer Hersteller ein ähnliches Verhalten auf? Oder betrifft das nur SolarEdge?

    Hallo


    wir haben seit einem Jahr eine Solaranlage mit SE-7rws/LG-Chem Resu-10/7.4 kw peak installiert.


    Neben der Batterie, die die nominellen 8.8 kwh Kapazität vielleicht im Labor, nicht aber im Regelbetrieb erreicht, fällt auf, dass der Wechselrichter

    a) Immer etwa 30 W aus dem Netz bezieht -- es sei denn, die Batterie ist voll und der Verbrauch wird komplett von den Solarzellen gedeckt bzw. die Anlage speist ein

    b) beim Laden Strom aus dem Netz nimmt, um ihn gleich darauf wieder einzuspeisen -- d.h. der Laderegler scheint zu oszillieren. Das scheint auch verbrauchsabhängig zu sein, d.h. ich kann den Netzbezug durch Zuschalten von zusätzlichen Lasten reduzieren. Auch wenn nur langsam mit niedriger Leistung geladen wird, konnte ich das Verhalten nicht beobachten. Siehe auch Bild im Anhang (Die blaue Kurve ist der Netzbezug, die orange die Einspeisungen, grau der Verbrauch und grün der Ladezustand der Batterie in %).


    Die Solaranalage wandelt so derzeit jeden Tag etwa 2,5 kwh von billigen Solarstrom in teuren Netzstrom um -- was unter dem Strich die Profitabilität der Anlage natürlich deutlich schmälert.


    Ich frage mich, ob das ein "lokales" Problem ist, d.h. nur unseren Wechselrichter betrifft, oder aber eine (unschöne) Eigenschaft/Problem im Design des SE-7rws ist. Gibt es Foristen, die mit einer gleichen Anlage das gleiche Verhalten beobachten?


    Im Portal von SolarEdge wird mittlerweile darauf hingewiesen, dass die Datenpunkte über mehrere Minuten gemittelt werden (Das Protal zeigt einen Datenpunkt alle 15 Minuten), so dass in diesem Zeitraum Einspeisung und Bezug möglich sind. Ich vermute daher, dass es bereits Klagen von Benutzern gegeben hat und das Problem in der Auslegung/Design des Wechselrichter zu suchen ist.


    In dem angehängten Plot von meiner Messeinrichtung (Stromzähler der Stadtwerke, der über IR-Schnittstelle und Volkszähler angefragt wird) wird ein (gemittelter) Datenpunkt pro Minute angezeigt, wo die Abtastfrequenz höher ist. Soll heissen, die Solarzellen produzieren zu jedem Augenblick genug Strom, und die Anlage bräuchte während des Ladevorgangs keinen Strom aus dem Netz zu beziehen.


    Vielen Dank und viele Grüße

    Tilman