Beiträge von John.Robie

    Es gibt kein Verbot, dass sich auf die eigene Elektrik bezieht

    In einer Insel darfst du vielleicht machen, was du willst, aber das hat ja auch Auswirkungen ins Netz. Es gibt nunmal diese 600W-Grenze, und wenn du mehr willst, dann musst du eine richtige Anlage bauen. Natürlich kannst du gegen die Grenze verstoßen, was du hier aber suchst ist eine Legitimation dafür. Wirst du nicht bekommen. Wenn man sowas vorhat, dann macht man es nicht in der Öffentlichkeit. Mannomann.

    Ich suche keine "Legitimation", sondern versuche mich zu informieren über Möglichkeiten und Risiken. Vielen Dank für den Einwand. Es wäre aber nicht das erste BKW, bei dem nach zwei Modulen ein drittes dazu kommt. Davon bricht realistisch betrachtet das Netz nicht zusammen und auch die Sicherung fliegt nicht raus, zumal wenn die unterschiedlich ausgerichtet sind. Ich denke, man darf in einem Forum auch mal Sachen diskutieren, die etwas unkonventionell sind.

    Mit Pfusch hat das ganze auch nichts zu tun, wie der Vorredner sagte. Sind alles hochwertige Komponenten und da wird nichts gebastelt.

    Über die Sinnhaftigkeit der Regelung wurde glaube ich schon genug gesprochen. Wenn ich mit Heizlüfter, Waschmaschine, Spülmaschine etc deutlich mehr raus ziehen kann

    nein, du verstehst nicht. Alle Verbaucher die du aufzählst, kommen on top noch dazu !

    Das heißt, statt 16A fließen da 20A. Und da wird das NYM richtig fluffig ;)

    ja, schon klar, aber Zuhause darf man auch Risiken eingehen. Es gibt kein Verbot, dass sich auf die eigene Elektrik bezieht ;-)

    Dann lass halt den WR bei 600 W und häng einfach mehr Module dran. Dann deckst du die Grundlast halt häufiger ab, die abgeschnittenen Spitzen sind aufs Jahr gesehen nicht wirklich relevant. Aber wenn im Herbst sowieso die große Anlage kommt, ist die Frage für die paar Monate ja auch zweitrangig.


    Elektriker heißt hier für den NB fachgerecht gesetzte Einspeisesteckdose

    Eben, bis 600W. Und das hat mit Leitungsschutz zu tun. Alles andere=größer darf nicht so angeschlossen werden. Oder will man mit etwas Schummeln die Physik aushebeln?


    Zum eigenen Schutz und Interesse belässt man das bei 600W oder baut richtig, nebst ordentlicher Verdrahtung.

    Über die Sinnhaftigkeit der Regelung wurde glaube ich schon genug gesprochen. Wenn ich mit Heizlüfter, Waschmaschine, Spülmaschine etc deutlich mehr raus ziehen kann, kann ich auch etwas mehr als 600w rein geben. Der Dose ist das egal. Geht eher darum Wildwuchs zu vermeiden und außerdem kann jeder Eigentümer auf seinem eigenen Grund selbst entscheiden, ob er seine Leitung röstet, ist dann eher ne Frage, ob noch eine Versicherung zahlt bei sowas ;-) Richtet man bspw. drei oder vier Module unterschiedlich aus, ist man auch mit 1200w WR weit davon entfernt, irgendwas zu überlasten.


    Interessant wäre noch die Frage, ob eine Erweiterung eines BKW mit EEG um eine große Anlage innerhalb von 12 Monaten, Vorteile hat nachher bei der Einspeisevergütung, die ja monatlich sinkt. Das wurde weiter oben verneint, ich kann nur nicht so recht ersehen, woraus sich das zwangsläufig ergibt.

    Habe ich doch geschrieben. Kannst das BKW auch mit EEG-Vergütung machen, dann aber mit dem vollen Programm mit Inbetriebnahme durch einen Elektriker mit 70%-Regel und auch den entsprechenden Maßnahmen im Zählerschrank.


    Stefan

    Denke nicht ganz. Elektriker heißt hier für den NB fachgerecht gesetzte Einspeisesteckdose und ansonsten kommt ggf nur der neue Zähler, dies aber unabhängig von EEG oder nicht. So lief es hier auch und der NB war da und fragt jetzt, was gewollt ist.

    Bei Balkonkraftwerken ist meines Wissens eine Vergütung nach EEG ausgeschlossen. Also entweder Balkonkraftwerk mit bis zu 600W WR-Leistung, oder eine EEG-Anlage die vom Elektriker angemeldet werden muss mit all seinen Rechten und Konsequenzen.


    Das sind die Bedingungen. Alles andere liegt in Deinem Ermessen.


    Stefan

    Also soweit ich weiß und auch der Netzbetreiber geschrieben hat, unterfällt das BKW wie jede Anlage die an das öffentliche Netz angeschlossen ist, dem EEG und man muss aktiv erklären, dass man auf die Einspeisevergütung verzichtet. Die 600w ist eine technische Grenze.

    Ich verstehe dein Problem immer noch nicht. Wenn du die Balkonanlage anmeldest, warum meldest du dann nicht einfach soviel an, wie du baust, und das Dilemma ist gelöst? Geht es nur um das Kabel zum Verteilerschrank, oder was hindert dich, das einfach korrekt zu machen? Wo siehst du deinen Vorteil von ein Modul anmelden und "schwarz" zwei dazuzuhängen?

    Hallo, danke für Deinen Beitrag. Es ist ein BKW mit Mikro-WR über Einspeisesteckdose. Der WR ist aber größer als 600w in Ausbaustufe zwei. Ich bin leider nicht so der Techniker, aber mein Stand ist: BKW bis 600w ist "erlaubt" und man kann entweder auf EEG verzichten oder normale Einspeisevergütung beziehen mit dem ganzen Aufwand für quasi null Ertrag, wobei es bei letzterem eher ums Prinzip geht und die große Anlage ja eh kommt. DER WR jetzt geht ja nur in die Dose. Man müsste dann doch ein neues Kabel ins Haus legen zum Verteilerschrank und bräuchte er dann nicht auch einen anderen WR? Ist halt die Frage, wie viel Geld rein stecken, wenn es auch so funktioniert über die normale Dose und eher ein formelles Problem ist.

    Sorry, wenn ich mich missverständlich ausdrücke und vielleicht ist es auch nur eine Frage, welches rechtliche Risiko man eingehen will :-)

    Mal unabhängig der rechtlichen Lage, aber was glaubst du/ihr, wieviel kWh denn da zum "Verkauf" anfallen? Das werden wohl keine 30€ im Jahr sein. Oder dachtet ihr, da bekommt man 30ct je kWh? ;)


    PS achja, die, die das Geld überweisen werden, sind die, die ihr besch... wollt. Meint ihr das klappt? :mrgreen:

    Die Höhe ist mir schon klar und mit bescheißen hat das nichts zu tun, weil ja real eingespeist wird, nur eben mehr, als die Anlage eigentlich leisten kann, wenn man Eigenverbrauch mit berechnet. Es geht mehr darum, dass es anders kaum geht, weil das BKW weiter hinten im Garten auf einem Nebengebäude steht und jetzt schon eine technische Infrastruktur im Alleingang schaffen, wenn die richtige Anlage erst im Herbst kommt, wird erstens Pfusch und zweitens unwirtschaftlich :-) Buchhaltung und Umsatzsteuer ist nicht so das Problem, das macht der Steuerberater vom Freund einfach mit, neben der normalen von der Haupttätigkeit. Es geht eher darum, ist es realistisch, dass der Netzbetreiber aus der eingespeisten Menge Rückschlüsse auf die Anlagengröße bei so einer kleinen Anlage ziehen kann und gibt es irgendwelche Nachteile, wenn man jetzt ein BKW mit EEG anmeldet, um dann in 6 Monaten ein Upgrade zu machen auf die richtige Anlage auf dem Hauptdach? Und natürlich: kommt er ins Gefängnis ;-)

    Es werden dann eben so zwischen 600 und 1000w sein.


    Kann das ganze funktionieren ohne erwischt zu werden

    und dabei EEG Vergütung bekommen wollen?


    Respekt :mrgreen:

    ja, das ist etwas frech, aber ich sage mal so: die Regelungen bei uns sind nicht gerade bürgernah und in sich auch unnötig kompliziert und streng. Allein schon die Begrenzung beim BKW auf 600w. Selbst wenn mein Freund wollte, würde er doch ein BKW mit 600 bis max1000w in der Spitze (was lange nicht die Elektrik im Haus röstet) nicht ordentlich angemeldet bekommen, oder? Man merkt einfach jetzt schon, wie viel Potential verschwendet wird.

    Hallo,


    bitte nicht gleich steinigen für die Frage und die Überlegungen (eines Freundes):


    Vorhanden ist seit kurzem ein ordnungsgemäß angemeldetes und vom Netzbetreiber kontrolliertes Balkonkraftwerk nebst neuem Zähler. Geplant ist nun eine Anlage auf dem Dach. Weil alle Anbieter voll mit Aufträgen sind, dauert das aber leider bis in den Spätherbst. Da mein Freund als Freiberufler ohnehin umsatzsteuerpflichtig ist und sich schon in den ersten Wochen zeigt, dass doch recht viel kostenlos eingespeist wird trotz möglichst viel Verbrauchern tagsüber, besteht die Überlegung, für das Balkonkraftwerk jetzt schon die Einspeisevergütung in Anspruch zu nehmen, weil der Netzbetreiber noch auf die Erklärung wartet, ob mit oder ohne EEG.

    Allerdings ist das Problem, dass PV süchtig macht, weshalb geplant ist, das BKW einfach um noch zwei Module zu erweitern ohne Anmeldung/Registrierung, aber mit etwas anderer Ausrichtung und der WR soll eben auch etwas mehr leisten. Es werden dann eben so zwischen 600 und 1000w sein.


    Kann das ganze funktionieren ohne erwischt zu werden und/oder ist der bürokratische Aufwand so groß für die paar kWh dass das keinen Sinn macht und lieber bis zur richtigen Anlage gewartet werden sollte im Herbst mit der Einspeisevergütung? Wie wird die eingespeiste Menge ermittelt, nur über den entsprechenden Wert am Zähler und dann jährlich? Monatliche Werte wegen Eigenverbrauch über Monitoring?


    Vielen Dank im Voraus!