Beiträge von derfloh

    Ich beziehe mich auf den Entwurf des BMF Schreibens von Ende Januar... Mal unabhängig davon ob/wie man es schafft auf >=90% Eigenverbrauch zu kommen, frag ich mich was das eigentlich für einen Effekt hat, wenn man das Entnahmemodell macht? Wahrscheinlich fehlt mir da der für Steuerrecht zuständige Bereich im Hirn, aber ich stelle mir das für "Altanlage mit Verzicht auf KuR" so vor:


    Also, ich entnehme die PV Anlage aus dem Betrieb, wenn ich >=90% Eigenverbrauch hab, dann geht das USt frei. Wenn die Anlage dann im Privatbesitz ist, muss ich keine Umsatzsteuer mehr auf den Eigenverbrauch zahlen. Da sind ja dann aber noch immer mindestens 10% die ich einspeise und für die ich Vergütung bekomme.


    Der Betrieb bleibt ja erstmal gleich (d.h. weiterhin kein Verzicht auf KuR). D.h. ich bekomme weiterhin Einspeisevergütung + MwSt und muss dann auf diesen Teil auch weiter USt zahlen (richtig?). Das Spiel geht dann solange bis ich nach den 5/6 Jahren in KuR wechseln kann.


    Aber wie ist das mit dem eingespeisten Strom? Den würde ich ja erstmal kostenlos "In den Betrieb reinbuttern" um ihn dann an den Netzbetreiber zu verkaufen? Aber das ist auch alles egal, weil das nur bei der nicht mehr benötigten EÜR ein Thema wäre?


    Ich geh mal überlegen, was aus meiner Sicht die größere Herausforderung ist: 90% Eigenverbrauch oder Steuern verstehen... :saint:


    Danke für eure Erleuchtungen.

    "das sie über eine andere Kundennummer als ich beim Netzbetreiber einspeist?" -> Du beziehst den Strom von deinem Energieversorger, deine Frau speist beim Netzbetreiber ein. Sind eh zwei unterschiedliche Dinge.

    Jo, da bleibt nicht viel übrig. Einspeisevergütung für die paar Monate Betrieb sind ~20 Euro ;)


    Immerhin kam jetzt Bewegung in die Sache (inwiefern mein Telefonat das ganze beschleunigt hat, weiß ich nicht).

    Und ich bin positiv überrascht (man liest ja doch so einiges hier im Forum):

    - Kein Versuch einen Einspeisevertrag anzudrehen.

    - Ihnen ist aufgefallen, dass bereits eine mME verbaut ist und sie daher nur die Zählerstände bei Inbetriebnahme übermittelt haben wollen.


    Das einzige was jetzt noch fehlt ist ein Wisch unterschrieben vom Solarteur & mir, der bestätigt, dass die Anlage auf 70% gekappt ist.


    Ich bin ja fast versucht in Euphorie auszubrechen ;)

    Aber ein Thema gibt's dann doch noch: Die Förderung... Da kam heute eine E-Mail, dass die Unterlagen die ich vor 3 Monaten geschickt habe angekommen sind. Und ich mich nicht wundern soll, wenn ich die nächste Rückmeldung erst in mehreren Monaten bekomme... (Aber das ist wohl auch nicht unüblich)


    Also weiterhin Füße hochlegen, einen alkoholfreien Glühwein trinken, den Schneeflocken zuschauen und sich freuen, dass die Anlage läuft.

    Wer keine Lust hat den ganzen Text zu lesen, die Hauptinfo ist: "Bayernwerk Kundencenter Unterschleißheim arbeitet stand 26.11. gerade die Anträge von Ende Mai ab".



    Meine Anlage ist seit Ende August auf'm Dach. Die Inbetriebnahme hab ich dann auch zeitnah an Bayernwerk gemeldet aber bis heute kam darauf noch keine weitere Reaktion. Letzte Woche hab ich dann beim Kundenservice angerufen:

    Die grundlegenden Daten meiner Anlage waren ihnen zwar bekannt.. "Aber da fehlt noch XYZ, das kann daran liegen, dass ihr Anlagenbauer die Protokolle nicht eingereicht hat." und in einem leisen kleinen Nebensatz "oder dass das lokale Kundencenter den Antrag noch nicht abgearbeitet hat". Ich solle doch mal beim lokalen Kundencenter anrufen (aber so spät .. ~14:30 .. werde ich da niemanden mehr erreichen).

    Am nächsten Tag beim lokalen Kundencenter angerufen und ich brauchte keine drei Worte sagen und bekam folgende Information:

    "Hoffnungslos überlastet... Die Kollegen bearbeiten gerade die Anträge von Ende Mai... Konnte ja niemand ahnen, dass das so viel wird"


    Kurz war ich am überlegen, ob ich etwas sauer werden soll (Wenn man inzwischen 6 Monate Rückstau hat, dann braucht man keine Vorahnung sondern Maßnahmen.. etc), aber die Person am anderen Ende des Telefons kann ja auch nix dafür.

    Kurz war ich am überlegen, ob das Finanzamt irgendwie zicken wird, wenn die Anlage nix abwirft (wobei ich ja schon brav meinen Eigenverbrauch versteuere)


    Aber nach einmal kurz durchatmen bin ich wieder recht tiefenentspannt. Ich bin in der angenehmen Situation, dass bereits Anfang des Jahres eine mME mit Zweirichtungszähler eingebaut wurde. Und dank des Forums habe ich mich auch nicht vom Anlagenbauer verunsichern lassen, und die Anlage ist seit Tag 1 vollständig in Betrieb. Also zurücklehnen und abwarten.


    Naja, mal sehen wann es dann mal soweit ist.. Dieses Jahr halte ich für extrem unwahrscheinlich, aber die erste Jahreshälfte von 2022 halte ich noch für machbar ;)

    In

    RE: Kleine Anlage ohne Einspeisung mit Speicher hab ich geschrieben wie bei mir die manuell Notstrom Umschaltung funktioniert.


    Die Kurzfassung:

    Statt "Full Backup" wird der "PV Point" über den Umschalter auf 1 Phase des Hauses gelegt. Damit braucht man die Schütze+Sensoren nicht.

    Mit dem Elektriker haben wir auch nen Testlauf gemacht den PV Point auf alle 3 Phasen zu legen, aber da ist der WR ausgestiegen (Elektriker hat gemeint evt. Kurzschluss? ... ich würde zu hohe Last vermuten.. aber was weiß ich schon :))


    Nachteil der ganzen Lösung ist halt, dass der PV Point nur 1-phasig 3kW statt die 6kW auf 3-phasen über Full Backup bringt. Im wirklichen Notfall bin ich auch damit vermutlich glücklich.



    Als ich später mal mit dem Solarteur telefoniert hab (hauptsächlich weil ich das als Info gerne vor der Entscheidung ob Notstrom oder nicht gehabt hätte), hat er gemeint, dass sie(/die Kunden) mit der automatischen Umschaltung ständig Probleme haben, etc. und sie daher die automatische Umschaltung nicht mit gutem Gewissen verbauen könnne. (Das sei mal so dahingestellt, hier im Forum hab ich darüber noch nix gelesen).

    Der Elektriker hat hinter vorgehalterner Hand gesagt, dass es eher ein Firmeninternes Problem ist..

    Hm, nach'm Update scheint weiterhin alles (=Verbindung zu HomeAssistant) zu klappen.

    Das einzige was mir aufgefallen ist, dass wohl irgendein Übersetzungs-Mapping flöten gegangen ist. Auf der Seite zur Einspeisebegrenzung lachen mich jetzt so Texte an wie "CONFIG.EXPORTLIMIT.ON", "CONFIG.EXPORTLIMIT.DPL_MODE_ENTIRESYS"....


    Nach keinem ganzen Monat in Betrieb hat sich vorgestern mein Gen24 auch vom Solarweb Portal abgemeldet.


    Ich fand's spannend, dass sich das Ding so komplett verschluckt:

    Mit TCPDump den Netzwerktraffic verfolgt und die Verbindung zu Azure IoT scheint eigentlich gestanden zu haben, allerdings wurden nur Pakete mit 69 Bytes rumgeschubst. Ich vermute mal das sind nur Keep-Alive Pakete. Während TCPDump weiter lief mal die üblichen Spielereien um Reconnects zu forcieren probiert: Kabel ab/angesteckt, zwischen Statisch+DHCP hin und hergewechselt, Statisch mit falschem Gateway (um sicherzugehen, dass er sich nicht mit Azure verbinden kann) , etc... Bis auf das Szenario mit dem falschen Gateway hat er sich brav zu Azure verbunden und im Webinterface "Solarweb: Verbunden" angezeigt... aber halt keine Daten geschickt.


    Nach dem hier beschriebenen Neustart ist die Anlage wieder online und ich sehe auch Pakete >500 Bytes.