Beiträge von Paulchen

    Bei 7.1 wird nach Umsätzen (für die Umsatzsteuer) gefragt.

    Das sind die steuerpflichtigen Einnahmen eines Jahres, also Nettozahlungen des NB und unentgeltliche Wertabgabe.

    Diese Zahlen findest du in der EÜR, Abschnitt 1, Einnahmen


    Bei dem von dir angenommenen steuerflichtigen Verlust werden aber Einnahmen minus Ausgaben gerechnet. Das ist eine Zahl für die Ertragssteuer (= Einkommensteuer) und kein Betrag für den Umsatz.


    Da es hier in erster Linie um eine eventuelle Vorauszahlung für die Umsatzsteuer geht, trage bei 7.1 einen möglichst geringen Betrag ein.


    mfg

    Paulchen

    In deiner Rechnung steckt ein (möglicher) Fehler. Du glaubst, dass du einem mit der PV-Anlage gleichzeitig installiertern Speicher die Mehrwertsteuer zurückerhalten und du die Nettokosten des Akkus abschreiben kannst.


    Das geht nur bei speziellen Speichern, mit denen gespeicherter Strom ins Netz eingespeist werden kann. Dient der Akku aber alleine der Erhöhung des privaten Eigenverbrauchs, ist der Speicher nicht abschreibungsfähig.


    Zur Vertíefung des Sachverhaltes kann du nach DC- und AC-Systemen bei Stromspeichern suchen.


    mfg

    Paulchen

    Es ist sinnvoll, die PV-Anlage zu 100 % dem Betriebsvermögen zuzuordnen. Eine Teilzuordnung hat die Auswirkung, dass nur der entsprechende Anteil für die Abschreibung verwendet kann, andererseits für den nicht zugeordneten Teil keine Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch gezahlt werden muss.


    Zu glauben, dass man das Verhältnis von Einspeisestrom und Eigenverbrauch dauerhaft genau treffen könnte, ist allerdings eine Milchmädchenrechnung: Das Ganze artet in eine elende Rechnerei aus, wenn die Zuordnungsanteile und die Stromanteile nicht zusammenpassen.


    Zusammengefasst: Nur wer masochistisch veranlagt ist, sollte die Teilzuordnung wählen ;-).


    mfg

    Paulchen

    Für die berechnung der unentgeltlichen Wertabgabe gibt es eine klare Definition des Bundesfinanzministeriums: Es zählt (vereinfacht gesagt) der Nettobetrag pro kWh, den man inklusive aller Nebenkosten (Grundpreis, EEG-Umlage.....) beim EVU bezahlt.

    Genauer lässt sich die uWA mit diesen Tools berechnen:

    https://www.pv-steuer.com/pages/downloads.php ---> Nützliche Tools zur Steuerberechnung


    Den Selbstkostenpreis kannst du eventuell beim Berechnen des Ansatzes für die EV-Entnahme in der EÜR verwenden, aber nicht bei der Umsatzsteuer!


    mfg

    Paulchen

    Hallo Willi,

    so wie du die Vorsteuer als Betriebsausgabe ansetzen konntest, wird die Rückerstattung der Umsatzsteuer als Betriebseinnahme verbucht (Eintrag im Tool ok). Bei der Ertragssteuer gleichen sich diese beiden Posten aus, insgesamt wird keine Einkommensteuer darauf fällig.


    mfg

    Paulchen

    In der USt-VA wird die Umsatzsteuer aus der Summe der vom Netzbetreiber erhaltenen Abschläge plus der unentgeltlichen Wertabgabe für den Eigenverbrauch berechnet.


    Zählerstände brauchst du nur für den EV. Du hast einen Zähler für die Gesamterzeugung und einen für die Einspeisungzum Netzbetreiber (die Gesamterzeugung musst du evt. aus deinem Wechselrichter ablesen.


    Gesamterzeugung minus Einspeisung = Eigenverbrauch (also alles, was erzeugt wurde aber nicht eingespeist).


    Die unentgeltliche Wertabgabe berechnet sich - vereinfacht gesagt - aus dem Nettopreis des Stroms pro kWh bei deinem EVU (inkl. aller Nebenkosten) mal Anzahl der Eigenverbrauchs-kWh.


    Für mehr Informationen zue uWA die Suchfunktion des Forums verwenden!


    mfg

    Paulchen

    keine KUR:

    Mehrwertsteuer auf allen Rechnungen, die die PV-Anlage betreffen, wird als Vorsteuer (gemeldet in der Umsatzsteuer-Voranmeldungen) vom Finanzamt erstattet

    Abschreibung der Nettokosten für die Anlage über X = 20 Jahre / 240 Monate


    mit KUR:

    keine Mehrwertsteuererstattung

    Abschreibung der Bruttokosten für die Anlage über X = 20 Jahre / 240 Monate



    Hausbaukosten sind Kosten im privaten Bereich, Kosten für die PV-Anlage sind Kosten gewerblicher Art.

    Wenn du die Wahl hast, solltest du die Kredite getrennt aufnehmen.


    mfg

    Paulchen

    Da muss einiges klargestellt werden:


    1. "... ausgehend von der Kleinunternehmerregelung"

    Wer die Kleinunternehmerregelung (KUR) wählt,

    - erhält von seinem Netzbetreiber die Vergütung für den eingespeisten Strom ohne Umsatzsteuer ausgezahlt

    - kann keine "Mehrwertsteuer" aus Rechnungen anderer Unternehmer für den Gewerbebetrieb zurückerhalten

    - braucht im Gegenzug aber auch weder für Vergütung noch Eigenverbrauch Umsatzsteuer zu bezahlen


    Da du dir anscheinend die Mehrwertsteuer deiner Anlage rückerstatten lassen willst, musst du auf die Kleinunternehmerregelung verzichten. An diese Wahl bist du dann ca. 6 Jahre gebunden, anschließend kannst du in die KUR wechseln.


    2. "... 20 % der Netto-Anschaffungskosten über die ersten 5 Jahre erstatten lassen"

    Wer auf die KUR verzichtet, kann die Nettoanschaffungskosten der PV-Anlage über 20 Jahre verteilt vom Gewinn / Verlust seines Gewerbebetriebes abziehen. Im ersten Jahr wird der Abzugsbetrag je nach Laufzeit monatsanteilig ermittelt.

    Zusätzlich hat man die Möglichkeit, in den ersten 5 Jahren bis zu 20 % der Nettokosten zusätzlich als Sonderabschreibung anzusetzen. Damit kann der Gewinn aus einer Anlage in dieser Zeit verkleinert und die Einkommensteuerzahlung verringert werden. Nach diesen 5 Jahren hat man allerdings diese 20 % der Nettokosten nicht mehr zur Abschreibung zur Verfügung und hat dadurch kleinere Abschreibungsraten.


    3. Zinsen (nicht Tilgung) für die Errichtung der PV-Anlage sind Betriebsausgaben


    4. Die Montagekosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und können nur über die Laufzeit-Abschreibung angesetzt werden. Sie dürfen nicht als haushaltsnahe Dienstleistung angegeben werden.



    mfg

    Paulchen