Beiträge von Paulchen

    O je - da geht ja einiges durcheinander!


    Zuerst einmal die Begriffsklärungen:

    AVEÜR ist die Anlage für Anlagevermögen in der EÜR

    AFA bedeutet "Absetzung für Abnutzung"


    Beides hat dem Eintrag eines Entnahmewertes absolut nichts zu tun.


    Ein Entnahmewert für den selbst verbrauchten Strom muss in der Anlage EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) eingetragen werden. Er zählt nicht als Umsatzgewinn, sondern ist Ersatz für den Wert des entnommenen Stroms, der sonst bei den Einnahmen für den Fiskus verloren ginge.


    Man kann den Wert des Eigenverbrauchs recht einfach berechnen, indem man die Eigenverbrauchs-Kilowattstunden mit der Netto-Einspeisevergütung malnimmt.


    Das "juckt" auch Leute, die die Kleinunternehmerregelung gewählt haben! Die brauchen nur nicht die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch bezahlen, der wiederum anders berechnet wird....


    mfg

    Paulchen

    Ich lass mich bei der nächsten VA (monatlich mittlerweile wieder:() überraschen wie die Formulare sind.

    Da wirst du nicht überrascht werden - da wird nichts geändert. Es werden nach wie vor die gleichen Formulare sein!


    Das Bay. Landesamt für Steuern hat kürzlich ein Info-Schreiben herausgegeben ["Kurz-Info zur befristeten Umsatzsteuersenkung"], in dem die Modalitäten zum Eintrag von Umsätzen und Steuer zu den verkürzten Sätzen beschrieben sind.


    Screenshot aus Seite 3:



    Das heißt für PV-Anlagenbetreiber:


    Umsatzsteuer-Voranmeldung:

    Umsätze 16 %: Zeile 28 ("... zu anderen Steuersätzen"), Kennziffer 35

    U.-Steuer 16 % Zeile 28, Kennziffer 36

    - auch eventuelle Umsätzen und Steuer zu 5 % kommen in diese Felder


    Umsatzsteuererklärung:

    Zeile 45, Kennziffer 155: Summe der Umsätze und Wertabgaben zu 16 % und zu 5 %;

    Zeile 45, Kennziffer 156: Summe der Steuer aus Umsätzen und Wertabgaben zu 16 % und 5 %


    mfg

    Paulchen

    Hi,


    bei der Umsatsteuererklärung für 2019 wird nun gefragt,

    ob es sich um eine Soll- oder Ist-Versteuerung handelt :|

    ...

    Du hast iIm Fragebogen zur steuerlichen Erfassung diese Auswahl getroffen. Schau in der Kopie deiner Anmeldung (ich hoffe, du hast eine solche) nach, was du damals gewählt hast.


    Im Normalfall wird hier die "Istversteuerung" (Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten) gewählt.


    mfg

    Paulchen

    Der Vorsteuerberichtigungszeitraum beträgt 60 Monate. Die hast du im April 2020 voll gemacht. Der nächste Zeitpunkt zum Wechsel ist also der 01.02.2021.


    Vorteil der KUR: Du brauchst auf deinen Eigenverbrauch keine Umsatzsteuer mehr zahlen. Das ist auf jeden Fall ein finanzielller Vorteil für dich.


    Nachteil ist: Wenn du in Zukunft eine teure Reparatur oder eine Ersatzbeschaffung in Auiftrag geben musst, kannst du die auf der Rechnung angegebene Mehrwertsteuer nicht mehr als Vorsteuer ansetzen.


    Diese beiden Argumente gilt es gegeneinander abzuwägen. Je mehr Eigenverbrauch du hast, desto günstiger ist die KUR für dich.


    mfg

    Paulchen

    Bei PV-Anlagen muss der Eigenverbrauch sowohl bei der Umsatzsteuer als auch bei der Ertragssteuer (EÜR) angesetzt werden.

    Während bei anderen Gewerbebetrieben bei beiden Steuerarten die sog. unentgeltliche Wertabgabe die Bemessungsgrundlage zur Berechnung darstellt, ist dies bei PV-Anlagen anders:


    Für die Umsatzsteuer gibt es die präzise Berechnungsvorschrift, dass als Bemessungsgrundlage der Nettopreis inkl. aller Nebenkosten beim eigenen Stromversorger zu nehmen ist. (Hilfe zur genauen Berechnung unter

    https://www.pv-steuer.com/pages/downloads.php, Abschnitt "Nützliche Excel-Tools zur Steuerberechnung


    Da dieser Preis nicht für einen Anlagenbetreiber als Einnahmen nicht erzielbar ist, muss der Entnahmewert in der EÜR niedriger angesetzt werden. Es eignen sich der Vergütungssatz pro kWh (der Preis, auf den man wegen des EV "verzichtet"), oder der Selbstkostenpreis (Herstellungspreis pro kWh in der eigenen Anlage). Am leichtesten begründbar ist die Einspeisevergütung.


    Aus den beiden unterschiedlichen Ansätzen ergibt sich zwingend, dass ein einheitlicher Wert nicht zu erzielen ist.

    Lass Elster meckern und kümmere dich nicht darum!


    mfg

    Paulchen

    ...

    Nur daß man sich auch die Bestätigten Daten, auch ausdrucken lassen kann ?

    Das ist mir, noch nicht gelungen ??

    ...

    - Gehe in Mein Elster und melde dich an,

    - klicke links in der Auswahl auf "Meine Formulare",

    - dann im Hauptfeld oben auf "Übermittelte Formulare" und

    - wähle das gewünschte Formular aus.


    Das kannst du dann über "Drucken" ausgeben lassen.


    mfg

    Paulchen