Beiträge von Paulchen

    Förderbeträge enthalten keine Umsatzsteuer, wirken sich deshalb auch nicht auf USt-VA und USt-Erklärung aus.


    Ertragssteuer (EÜR):

    Es gibt Speicher, die in die Abschreibung aufgenommen werden können (DC-Systeme) und Speicher, die nicht berücksichtigt werden können (AC-Systeme).


    Bei abschreibungsfähigen DC-Systemen kann man den Förderbetrag verbuchen

    - als umsatzsteuerfreie Zahlung im Jahr der Förderung verbuchen (ungünstig, da 1 großer Betrag in 1 Jahr)

    oder

    - als Abzug von den Herstellungskosten im Jahr der Zahlung (günstiger, da der Abzug auf die AfA Restlaufzeit verteilt wird)


    mfg

    Paulchen

    Bei einer Laufzeitverkürzung um 144 Monate bringt die degressive AfA keinen Vorteil.


    Bei linearen Abschreibung mit 3400 € Sonderabschreibung im ersten Jahr kann man mit ihr in den ersten 5 Jahren sogar mehr abschreiben als mit der degressiven.

    Grund:

    Die Neuberechnung der Restabschreibung erst im 6 Jahr, die es bei degr. AfA nicht gibt.



    mfg

    Paulchen

    Wenn die Nettokosten der PV-Anlage und der Zähleranlage-Vorbereitung in den Nettokosten bei den Grunddaten enthalten sind, dann ist das in Ordnung

    - aber was ist mit den Nettokosten der Steuerberatung? Die gehören mit Sicherheit nicht zu den Anlagenkosten...


    Und noch etwas:

    "PV-Anlage plus Gutschrift" - darunter kann man sich nicht recht vorstellen, was damit gemeint ist... Das "plus" lässt mehrere Deutungen zu - und "Gutschrift" bei der Vorsteuer ist etwas merkwürdig.

    Sollte hier eine ein Förderbetrag mit im Spiel sein, dann bitte bedenken: Förderbeträge enthalten nie Umsatzsteuer


    Zu Verbuchung von Förderbeträgen siehe Hilfstext Abschreibungstabellen, Seite 2 unten.


    mfg

    Paulchen

    Das Problem mit den unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen bezüglich des Eigenverbrauchs (EV) bei Umsatzsteuer und Einnahmenüberschusseinnahme beruht auf eine spezielle Steuervorschrift bei Photovoltaikanlagen.


    Bei der Umsatzsteuer muss die unentgeltliche Wertabgabe dafür in etwa dem Nettopreis des Stroms beim eigenen Energieversorger entsprechen.


    Bei der EÜR wäre dieser Preis aber völlig überzogen, weil ein PV-Anlagenbetreiber niemals einen derartigen Preis erzielen kann. Ziel der Entnahmebewertung ist eine Neutralisierung der Aufwendungen, die sich gewinnmindernd ausgewirkt haben.


    Sinnvolle Annahmen in diesem Bereich sind die Einspeisevergütung (entspricht dem Wert des EV, den man ohne Eigenverbrauch gehabt hätte - Neutralisierung) oder der Selbstkostenpreis.


    Nachzulesen unter

    https://www.pv-steuer.com/modu…llery/dlc.php?id=0601F521


    S. 10 u. S. 25 = Umsatzsteuer, S. 36 = Entnahmewert EÜR


    Und jetzt noch zu deiner Tabelle Ausgaben:


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    Buchung 01, Vorbereitung der Zähleranlage:

    Es ist kein Nettobetrag verbucht (steckt der vielleicht in den Nettokosten der Anlage?), aber eine Vorsteuer in Höhe von 469,46 €. Das ergibt hochgerechnet einen Nettobetrag von 2.470,84 €.

    Kann eine Zählervorbereitung tatsächlich so viel kosten?


    Buchung 02: Auch hier wieder nur ein Vorsteuerbetrag und keine Nettokosten unter "Rechts-, Steuerberatung...) ???


    Bitte beides nochmals kontrollieren!


    mfg

    Paulchen

    • Nach 2026 habe ich dann noch 80% der Abschreibung dann auf die Jahre verteilt wird ( 5,33%

    Das klappt so auf keinen Fall!


    In #1 schreibst du, dass deine Anlage 2022 in Betrieb geht. Dann gilt:


    2021 noch keine Abschreibung


    2022 Jahresabschreibung für x/12, wobei x die Laufzeit in Monaten in diesem Jahr sind und

    2022 20 % Sonderabschreibung


    2023, 2024, 2025, 2026 jeweils 5 % Jahresabschreibung = 20 %

    Gesamtabschreibung 40 % + x


    2027 hast du also noch zwischen 59,6 % und 55,0 % Restabschreibung übrig.


    Die Abschreibungstabelle sieht bei einer IBN zum 1.4.22 anfangs so aus:


    ...

    BTW, sei froh dass du über 10kWp hast und so nicht in Versuchung kommst massiv Geld zu verschenken (Stichwort: SonderAfa)... ;)

    Ich hätte hier eher die Stichworte "Liebhaberei" oder "fehlende Gewinnerzielungsabsicht" erwartet.

    Ein Unterschied durch SonderAfA bei Anlagen bis und über 10kWp erschließt sich mir momentan (noch ?) nicht ...


    mfg

    Paulchen

    Du hast richtigerweise diesen Betrag nicht in der Umsatzsteuererklärung 2020 eingegeben, da er erst nach dem 10. Januar überwiesen wurde?


    :/

    In der Umsatzsteuererklärung kann kein Rückzahlungsbetrag für Vorsteuer eingetragen werden. Die Erstattung hat Auswirkung alleine auf die Ertragssteuer (EÜR), weil sie selbst ja keine Umsatzsteuer enthält, sondern eine reine Einnahme (steuerfrei) ist.


    Was in der USt-Erklärung eingetragen werden muss, ist das "Vorauszahlungssoll":

    Das ist die Summe der Endbeträge in den USt-Voranmeldungen des Buchungsjahres, völlig unabhängig davon, ob die Beträge gezahlt bzw. erhalten wurden.


    Auch wenn du also die 631 € als Einnahme nach der 10-TR verbuchst, wird sich an der USt-Erklärung nichts ändern.

    Hier liegt der Hase nicht im Pfeffer :)


    Kontrolliere lieber das Vorauszahlungssoll auf Richtigkeit!