Beiträge von Paulchen

    Hallo Holger,


    zunächst sollten erst einmal die eingetragenen Daten stimmen. Das tun sie aber in meinen Augen nicht:


    1.Wie kommst du bei ust.-pfl. Einnahmen von 578,99 € auf 86,22 € Umsatzsteuer?

    Entweder der Nettobetrag stimmt - dann müssten es 100,01 € Umsatzsteuer sein,

    oder die Umsatzsteuer stimmt - dann müssten es 453,79 € ust.-pfl. Einnahmen sein....


    2. In Zeile 48 stehen 2.323,92 € bezahlte Vorsteuer.

    Wie kann dir das Finanzamt bei dieser Vorsteuer einen Betrag von 2.335,96 € erstatten?


    3. Der Saldo von 79,52 hat in Zeile 80 nichts zu suchen! Dort erscheinen Beträge, die in Zusammenhang mit den Zeilen 73 bis 79 stehen - aber dort gibt es bei dir keinen Eintrag!


    4. Was bedeuten die Entnahmen von 3.588 € in Zeile 91?

    Die Hilfe von Elster-Formular gibt als Erklärung für diese Zeile:

    Hier sind die Entnahmen und Einlagen einzutragen, die nach § 4 Abs. 4a EStG gesondert aufzuzeichnen sind. Dazu zählen nicht nur die durch die private Nutzung betrieblicher Wirtschaftsgüter oder Leistungen entstandenen Entnahmen, sondern auch die Geldentnahmen und -einlagen (z. B. privat veranlasste Geldabhebung vom betrieblichen Bankkonto oder Auszahlung aus der Kasse). Entnahmen und Einlagen, die nicht in Geld bestehen, sind grundsätzlich mit dem Teilwert – ggf. zuzüglich Umsatzsteuer – anzusetzen (vgl. Erläuterungen zu Zeile 18).


    mfg

    Paulchen

    Beim IAB sind zwei Phasen zu unterscheiden:


    1. Das Jahr vor der Errichtung der PV-Anlage:

    In diesem Jahr der IAB mindert der IAB die steuerpflichtigen Einnahmen um die Höhe des IAB (in deinem Beispiel um 4.000 €).


    2. Das Jahr, in der die PV-Anlage erstellt wird / wurde:

    In diesem Jahr wird in der Abschreibungstabelle der entsprechenden PV-Anlage der IAB

    berücksichtigt und mindert damit mit der gekürzten Berechnungsgrundlage für die Abschreibung auch

    deren Höhe (in deinem Beispiel Bem.GrL 6.000 €).

    Zusätzlich muss nur in diesem Jahr der IAB zum einem steuererhöhend hinzugerechnet werden

    und zum anderen steuermindernd herabgesetzt werden.

    Eintragsstellen in Elster EÜR für 2018:

    Herabsetzungsbetrag Zeile 32

    Hinzurechnung Zeile 75


    Du hast also nach Abzug des IAB eine Regelabschreibung von 330 €/a über die gesamte Laufzeit (statt 500 €/a ohne Inanspruchnahme des IAB).


    mfg

    Paulchen

    Wenn du die beiden Posten weglässt, dann ergänzt das Finanzamt die Rückerstattung bei den Einnahmen, aber nicht bei Ausgaben die bezahlte Vorsteuer.


    Ergebnis: Du erhältst einen Bescheid mit einer saftigen Nachzahlung in Höhe der Mehrwertsteuer auf die Anlage.


    Also: Führe beide Posten auf, dann hast du den Ärger nicht!


    mfg

    Paulchen

    1. Bezahlte und erstattete Umsatzsteuer

    Wenn die Anlage 2018 gekauft wurde, ist in diesem Jahr auch die Umsatzsteuer auf die Anlage bezahlt worden. Das ist eine Betriebsausgabe (bezahlte Vorsteuer), die in deiner Aufstellung fehlt. Des weiteren fehlt die eventuelle Erstattung der Umsatzsteuer durch das FA als Betriebseinnahme

    2. Abschreibung

    Wie von machtnix bereits geschrieben, muss die AfA im ersten Jahr monatsanteilig (Juli - Dezember = 6 Monate) erfasst werden

    3. Entnahmewert des EV

    In der ESt wird der "geldwerte Vorteil" des EV als "Entnahme" bezeichnet und im entspr. EÜR-Konto verbucht. Der am leichtesten zu begründende sog. Teilwert ist die Verrechnung pro Kilowattstunde mit dem Einspeisetarif netto = der Betrag, auf den du verzichtest, weil du den EV nicht ins Netz einspeist.


    mfg

    Paulchen

    :ironie:Wie man sich doch alles schönrechnern kann, wenn man keine Ahnung hat...


    In dem verlinkten YouTube Beitrag werden in meinen Augen in völlig unzulässiger Weise gewerbliche Einnahmen aus der Überlassung des Stromspeichers und private Ausgaben für die Lieferung von Haushaltsstrom miteinander verknüpft.


    Auch wenn es vorteilhaft für uns alle wäre: Diese Kosten haben haben nichts mit dem Gewerbe "PV-ANLAGE" zu tun, sie sind rein privater Natur. Deshalb dürfen sie nicht gegen die Vergütung für die Überlassung des Speichers aufgerechnet werden.


    Wäre das tatsächlich so, könnte jeder Eigenverbraucher die Kosten für seinen Strombezug beim eigenen EVU in Abzug bringen. :):)


    Zu schön... um wahr zu sein! ;(;(


    mfg

    Paulchen