Beiträge von Gusty

    Hallo liebe Forengemeinde,


    Wir sind nun stolze Besitzer eines BJ 1993 Altbaus. Wir sind auch schon vor dem Winter eingezogen und sind praktisch gerade im "Probewohnbetrieb".

    Zustand des Hauses ist eigentlich gut großer Nachteil der Immobilie die Heizung.

    Bei ca. 160m² Heizfläche 27 Jahre alter Öler im Ursprungszustand mit viel Bastelei läuft er noch. Im Winter hatten wir keinen Ausfall was sehr erfreulich war. Problematisch ist der Verbrauch mit Öl und Holz wir haben einen großen Kachelofen mit einen Verbrauch von ca. 32k KwH.

    Bei der Wahl der Heizung haben wir uns Angebote für Pellet / LWWP machen lassen. Wir wollen auch so schnell wie möglich in eine PV investieren. Nach Diskussionen mit Energieberatern und HZB die alle innerhalb von 20 min das Haus "analysiert" haben kamen viele verschiedene Meinungen auch mit vielen Vorurteilen.


    Nun zu den Interessanten Fakten:


    1) Welche Heizung wird es? LWWP!

    2) Schon Angebot und gekauft? Nein (Angebot ist eine 10 KW Wolf Mono mit 1000 L Puffer)

    3) Welche PV? Wir sind in der Angebotsphase wir können zwischen 11 und 13 KWP auf das Dach packen. Komplette Südlage bei 32° Dachschräge Angebotspreis Brutto 1420 € / KWP mit allen Drum und Dran

    4) Haus Rahmendaten:

    BJ 1993

    Fenster 2fach verglast Kunststoff guter Zustand

    160m² Wohnflache mit teilweise bewohnten Keller (Partyraum Ole!)

    EG mit FBH und Radiatoren. Radiatoren wurden von uns im Winter nie benutzt FBH war ausreichend.

    1. Geschoss Bad mit FBH (Hängt am Radiator Kreislauf) ansonsten alte klassische HZK.

    Kaminofen 10 bis 18 KW von uns neu eingebaut. Steht strategisch gut dass er Wohnzimmer / Küche / Esszimmer und den ganzen Gang somit auch das Obergeschoss erwärmen kann.


    Wie schaut nun unser Fahrplan aus:

    1) Wir suchen uns immer noch einen motivierten Energieberater. Die ersten 2 Kollegen haben da Haus in weniger als 20min analysiert und dann windige Empfehlungen gegeben und dann direkt uns einen HZB verwiesen ("Wir arbeiten mit denen zusammen").

    2) Wir werden den Öler diesen Winter noch am Leben halten und Wärmemengenzähler einbauen.

    3) Eventuell Heizlast Berechnung durch einen Dekra Sachverständigen.

    3) Dachsanierung Geschossdecke ( 12cm Alu kaschierte GW schlecht verlegt teilweise Lücken) Geplant 38cm Holzfaserplatten Dampfbremse etc.

    4) Offener Kelleraufgang wird mit Trockenbauwand zugemauert. Keller wird dann nicht bewohnt für Partys heizen wir uns dann schon ein :lol: beheizbare Fläche sinkt.

    5) Kellerdecke wird gedämmt 12cm Styrodur.

    6) Sollte das Geld noch reichen ist eine Deckensanierung in 2 Kinderzimmer (16 und 15m²) geplant. Alte Decke runter und Aufdopplung Zwischensparren mit neuer Dämmung und Deckenheizung geplant. Am Ende Rigips.

    7) Damit wären nur noch 2 Räume mit "alten" Radiatoren beheizt (Büro und Schlafzimmer) diese könnte man aber gut mit Niedrigtemp. Heizkörper sanieren.


    Erfahrungen aus diesem Winter:

    Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung von 55 Grad auf 40 Reduziert. Zuvor sind uns die Füße angeschwollen. Es hat völlig gereicht und alle Zimmer waren sehr gut temperiert. An kalten Tagen haben wir mit dem Kachelofen alles wollig warm bekommen.

    Vorlauftemperaturen der Raditoren auf 45 Grad reduziert und das hat auch sehr gut geklappt, da nur 3 Räume damit geheizt wurden (Bad, Schlafzimmer, Büro).


    Ich hab bereits den Thread des Kollegen hier verfolgt und hat mich motiviert die LWWP Strategie zu verfolgen und nein zu Pellets zu sagen. Viele der Tipps der Mitschreiber haben wir schon in unseren Plan einfließen lassen. Vielleicht habe ich was übersehen bin im jede Hilfe dankbar. Es ist schwer aktuell zu dem Thema unabhängige Meinungen zu kreieren.


    Schon :danke: im voraus!