Beiträge von bauerkiel

    Für Direktvermarktung brauchst du RLM

    Moinsen,


    ich seh das nicht perse als gegeben an. Wenn der Direktvermarkter direkt aus dem Datenlogger alle 10 Sekunden den Wert bekommt, braucht es nicht die RLM vom Messtellenbetreiber.


    Bisher ist mir aber noch kein Direktvermarkter untergekommen, der für 6kWp anbietet. Das kann sich zwar täglich ändern, aber bis 2020 ist ja auch noch ein bisschen hin.


    Was für WR? (Würde ich spätestens dann neu machen...)


    Grundsätzlich ist das aber technisch möglich. Hardware ist ein Datenlogger und ein VPN Router nötig.


    Gruß, Andreas

    Ja, nee, die Spitzenleistung hier ist im 15 Minuten- Zyklus zu sehen. Nicht die absoluten Spitzen im Milli- oder Sekundenbereich.

    Wenn ich die Jahreszyklen auf 400 bekommen _würde_ komme ich nach 8 Jahren auf 0. Nur ob das eine Batterie durchhält und das ganze drumherum, kann ich nicht planbar vorhersagen, da ist mein Simulationsprogramm auch schon an der Kotzgrenze und darüber. (Und stürzt ständig ab, wie peinlich bei 1.700€...)


    Ja, die Hauptabnehmer sind sicher Asynchronmaschinen, sowas wie Krane und sonstige Antriebe. Ich kann auf den Lastgängen die Frühstücks- und Mittagspause erkennen.


    Generell langweilt sich der vorhandene Trafo die Beine in den Bauch, allerdings ist er für die angedachte PV- Anlage schon zu klein. Deswegen die Gesamtschau auch auf diesen Bereich. Ich denke, dass man mit Optimierung von Abläufen und kleinen Eingriffen in die Maschinerie den Max- Bezug auf unter 80KW bekommt. Tiefe Früchte und so. Der Rest kommt beim Bügeln ;-)


    Gruß, Andreas

    ...das gezeigte Beispiel ist ja nur ein Sektor, da sind noch so ca. 600.000kWh thermisch zu substituieren. Auch da habe ich ein Auge drauf geworfen, Ideen sind 2.000 Stück da, mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Ich vertrete die Ansicht dass die GESAMTSCHAU wichtiger ist als das letzte % Rendite eines Sektors. Die Haupt- Energieträger in dem Betrieb sind Druckluft, Wasser, Heizöl, und erst zuletzt Elektrizität.


    Ich wette, das in den Sommermonaten der Leistungsbedarf auf unter 30KW runtergeht, der Unterscheid ist die seriöse Abschätzung versus Buchhalter und Banker, die das gerne schriftlich fixiert haben möchten von mir - und da sage ich halt: Kann ich garnicht, gehe also konservativ dran und versaufe die zusätzlich realisierte Ersparnis dann im Nachgang.


    Tja - da müsste man schon Speicher vor Ort haben um das garantieren zu können.

    Negativ, mir ist es nicht gelungen, das wirtschaftlich darzustellen, dafür ist der Leistungspreis von 27€/ KW/ Jahr zu gering.


    Und am 3. Janaur, wo aus einer 600kWP Anlage auch nur 200kWh -wenn überhaupt- rauskommen, kann ich eben nix garantieren, wenn ich von 05:30-18 Uhr aber 2.500kWh verbraten muss im Produktionsbetrieb. (Übertreibung dient der Veranschaulichung!)


    So long, Gruß, Andreas

    Moinsen,


    grundsätzlich ist es richtig, erst Dächer und Fassaden zu nutzen. Das sollten wir endlich mal ernsthaft anfangen. Da sind Quaratkilometerweise Brachflächen.


    Das Problem ist aber, dass der Mittelstand keinen Bock hat. Warum soll sich ein GF mit einer Finanzierung rumschlagen, wenn der in 2h im Jahr sein Produkt einfach 2% teurer macht und dabei mehr erlöst als mit PV auf 20 Jahre.


    Aktuelles Beispiel: Kunde, 180.000kWh Netzbezug im Jahr, Mittelspannung. Monatliche Grundgebühr 230€ netto. Rohpreis die kWh 3,75ct. Verbrauchsabhängiger Preis inkl. Umlagen und Kraut 18,75ct netto/ kWh. Grundgebühr bekomme ich durch peakshaving (UM - nicht AUF) 25€/Monat reduziert, vielleicht auch 50€. Eigenverbrauch ca. 80.000kWh / Jahr möglich. Leistungspreis /KW: 27€/Jahr. Bei 99kW max Bezug. Ich kann ihm aber nicht garantieren, dass die 600kW Anlage auch immer dann "Peaks shaved" wenn seine fette Maschine anläuft.


    Differenz als erste Näherung: 18,75ct -(6,8ct/kWh +2,7ct/kWh EEG- Umlage) bleiben 9ct "Vorteil". Mal 80.000kWh Direktverbrauch sind "nur" 7.200€ (Klaro Milchmädchenrechnung!!)


    Da sagt sich der gesunde Mittelständler: Öhm, für 600€ im Monat lasse ich entweder die nächste Gehaltserhöhung meiner MItarbeiter weg oder ich Schraub meinen Produktpreis um 2% höher und habe den selben finanziellen Effekt. Und keinen Stress mit dem Netzbetreiber, keine Ertüchtigung E- Anlage, keine Bankgespräche, wo ich mich nackig machen muss etc.

    20 jahre ist ne lange Zeit.


    So sieht aus.


    PV rechnet sich (für die) über die Nebeneffekte, Abschreibung, tilgungsfreie Anlaufjahre, wenig Eigenkapitaleinsatz.


    Aber der GF muss da schon Bock drauf haben, vorher schon, bevor man den besucht. Sonst winkt der ab, trinkt seinen Kaffe aus und geht wieder an seinen Schreibtisch. (und excelt sich sein Leben schön) ;-)



    Gruß, Andreas

    Moinsen,

    warum sollte er? das geht doch freundlicher, oder?

    ja nee, irgendwann ist mal Schluss mit "dumm Tüch" sabbeln. Er kann nichtmal KW von KVA unterscheiden, ist aber essentiell bei Betrachtungen zu WR Auswahl und NA- Schutz.


    Ich hatte ihn mehrfach aufgefordert, sich zurückzuhalten, wenn er nicht weiß, wovon er da schreibt. Ist ja nicht nur hier vorgekommen. In der PV wird Wissen, Erfahrung und Übung benötigt.


    Allgemein: Die Versicherungen werden mehr und mehr bei Schäden Gutachter schicken. Erste Frage Doku? Zweite Frage: Letzte Anlagenprüfung oder Wartung? Dritte Frage: Monitoring? Die vierte Frage nach Ausführungsqualität und anerkannten Regeln der Technik / Verstösse gegen VDE etc. beantwortet er sich dann selbst.


    Auch ich begleite gelegentlich Gutachter / Sachverständige im Auftrag für Versicherungen bei Schäden an PV- Anlagen.


    Da kann ein Tierverbiss auch mal zu einem wirtschaftlichen Totalschaden werden. Blöd, wenn dann der Gutachter sagt, das Problem tritt seit drei Jahren sporadisch auf, was hast du denn bei den ersten Isofehler- Meldungen unternommen?

    Stichwort "plötzliche Einwirkung von Aussen" bzw. Ertragsausfall wird dann gekürzt oder gestrichen...


    Unheimlich unangenehme Diskussionen folgen dann, und die Versicherung hat es sehr leicht zu sagen: Verstoss gegen die AGB, wir kürzen mal um 20-xx% wegen Verstoss gegen das Gebot der Schadensminderungpflicht, sofortige Schadensanzeige... [...]


    Man muss den Versicherern nicht mehr Wind auf die Segel geben als nötig. Dafür muss man sich aber für seine Anlage interessieren und damit auskennen. Und man sollte vorbereitet sein, wenn der Gutachter kommt. Wenn der dann eine völlig ungepflegte und verrottete Anlage findet -> leichtes Spiel.


    Hier mal ein frisches Lichtbogenvideo wo ich einen String kurzschliesse. Nur damit man mal ein Gefühl dafür bekommt, was passieren würde, wenn die Energie mehrerer Strings frei wird... Essenz: Lasst das DC- Zeug aus den Häusern raus, wenn es easy zu realisieren ist. Und presst die DC- Stecker ordentlich! (Das waren "nur" 5A bei 680V Leerlaufspannung)


    https://www.dropbox.com/s/qaal…/20190903_125032.mp4?dl=0


    Gruß, Andreas

    Moinsen,


    Schadensuchkosten 5.000€ ist m.M.n zu knapp. Ich geb dir nen Beispiel: Isofehler nach Tierverbiss. Da deckt man schonmal ne ganze Anlage ab, bis man überhaupt erstmal weiss, wie das Tier heisst. Und Gerüstkosten sind auch ganz fix ein paar Tausender.


    Ich sag dir nicht was du tun sollst, ich geb dir nur Denkfutter ,-)


    Der in der Rede stehende Betrag sind auf 20 Jahre auch "nur" 3.000€


    Gruß, Andreas

    Moinsen,


    das Bauteil, was man für Direktvermarktung braucht ist ein VPN Router für 150€ und ne Business- Telekom Simkarte mit 2GB / Monat. Dafür ein Invest von vielleicht 10 oder 20.000€ nicht zu machen, macht keinen Sinn.


    Bei meinen Anlagen ist der Mehrpreis 0, weil ich den Router sowieso im Datenloggerschrank dabei habe um die Daten online zu bringen. Konzept alles aus einer Hand. Onlineverbindung, Datenlogging und Direktvermarktung alles in einem Gehäuse von einem Anbieter.


    Niemand braucht Angst vor Direktvermarktung zu haben. Also, macht die Dächer endlich mal voll!


    Gruß, Andreas