Beiträge von Diwilli

    Hallo,


    nochmals vielen Dank für die bisherigen Tipps und Hinweise !


    Ich habe aus meinen Aufzeichnungen versucht den Verbrauch des Hybridwechselrichters und der Batterien zu ermitteln.

    Im Oktober hatte ich vor und nach einer Reise über ein verlängertes Wochenende (genau: 59 h) die Zählerstände notiert. Ich hatte in dieser Zeit 7 kWh Strom gekauft, 6,3 kWh produziert (es war wohl mieses Wetter zu Hause), 1,1 kWh aus der Batterie gezogen und 0 kWh verkauft. Das macht einen Verbrauch von 5,9 kWh/24h durch die PV-Anlage und meiner Grundverbraucher (Gefrierschrank, Kühlschrank, WLAN-Router, Steuerung und 2 Umwälzpumpen der Ölzentralheizung). Laut Datenblättern verbrauchen Kühl- und Gefrierschrank zusammen 0,7 kWh/Tag, wenn ich davon ausgehe, dass die anderen Grundverbraucher (die Heizungspumpen sind relativ neu) zusammen 0,8 kWh/Tag ziehen, hat die PV-Anlage incl. Speicher einen Energiebedarf von ca. 4,4 kWh/Tag. Das ist annähernd so viel, wie ich ohne PV-Anlage verbraucht hatte.


    Anbei außerdem meine Aufzeichnungen der Zählerstände und der Kapazitätsanzeige der Batterie vom Juli.

    Was ich nicht verstehe, sieht man z.B. an den Werten um den 22.-, 24.-, 25.-, oder 27.7.19 0:00:

    1. Die Batterie ist abends voll geladen, wird dann bis zum nächsten Morgen bis auf 20% entladen, wobei gleichzeitig Strom verkauft und in geringerem Maße wieder eingekauft wird.

    2. Auch an Tagen, an denen das Mehrfache meines durchschnittlichen Stromverbrauches produziert wird, zieht sich die Anlage das ein oder andere Kilowattstündchen statt aus der Sonne, aus dem Netz, von meinem Energieversorger.

    Viele Grüße

    Willi

    Hallo,


    danke zunächst einmal für das Interesse und die vielen Hinweise !


    Die Rentabilität der Anlage stand bei meiner Entscheidung für eine Speicherlösung nicht im Vordergrund. Für mich war z.B. auch die Möglichkeit der Notstromversorgung für die wichtigsten Verbraucher im Haus von Interesse.


    Meine Anlage besteht aus 8 Modulen des Typs Hyundai HIS-S300RG (BF)-300Wp in ONO-Ausrichtung auf einer Dachschräge von 48° und 8 weiteren Modulen des gleichen Typs auf einem Flachdach mit ~30° aufgeständert und nach SSW ausgerichtet. Die Lage ist bei weitem nicht ideal, da das Haus in der Vorgebirgszone eines Mittelgebirges liegt und am nordwestlichen Hang eines Berges steht, wodurch bei flachem Sonnenstand nur wenig Sonnenstrahlen die Module erreichen.


    Als Batterien sind zwei PylonTech LiFePo4 Modul 48V 2,4 kWh US2000 Plus mit BMS im Einsatz.


    Das "ominöse" Zusatzgerät in der Größe eines Labtopnetzteils, das nachträglich angeschlossen wurde und vom Techniker des Wechselrichterherstellers „Kommunikation“ genannt wird, verbindet den „RS-232 communication port" des Wechselrichters mit dem „RS485“-Anschluss der Batterie und muss über ein kleines 12V Netzteil mit Strom aus der Steckdose versorgt werden, weshalb ich Bedenken habe, ob die Notstromfunktion im Notfall überhaupt funktionieren würde. Der Techniker behauptet: „Zur Not schon.“


    Den Hersteller des 5kW Hybridwechselrichters möchte ich hier nicht nennen. Ich möchte hier kein Produkt schlechtreden solang ich nicht weiß, dass beim heutigen Stand der Technik und unter den gegebenen Randbedingungen, mit einer Speicherlösung tatsächlich nicht mehr zu holen ist.


    Mit einem vom Monitoring aufgezeichneten Tagesverlauf kann ich leider nicht dienen. Obwohl die Bediensoftware das bietet, hat der Wechselrichter, nach Auskunft des Technikers keinen Speicher für die Datenaufzeichnung. Man kann Monitoring nur mit einem Internetanschluss des Wechselrichters und Abspeichern der Daten in einer Cloud betreiben. Das möchte ich aber nicht. Ich habe mir aber die Zählerstände zu verschiedenen Uhrzeiten an bestimmten Tagen notiert und kann sie in den nächsten Tagen mal zeigen sobald ich sie etwas in Form gebracht habe.


    LumpiStefan: Bis Juli wurde schon eingespeist, der Nettozähler hat aber nicht richtig funktioniert und Unsinn angezeigt.


    Green_Pirate: Ich heize nicht mit Wärmepumpe sondern mit einem Mix aus Öl, Stückholz und Solarthermie, deshalb ist übrigens auch meine Dachfläche für zusätzliche PV-Module begrenzt.


    Firebird23: Ja, ich habe zuvor tatsächlich nur 1600 kWh/Jahr benötigt. Aber ich könnte mir für die Zukunft schon ein Elektroauto oder zumindest einen Elektroroller vorstellen um den Verbrauch zu steigern.


    Viele Grüße

    Willi

    Hallo !

    Eine Frage an die Erfahrenen:


    Ich habe vor einem Jahr meine Photovoltaikanlage (4,8 kWp) mit Batteriespeicher (4,8 kWh) in Betrieb genommen. Zuvor hatte ich einen jährlichen Stromverbrauch von ca. 1650 kWh. Das sind im Schnitt ~4,5 kWh/Tag.


    Mit der Anlage musste ich im vergangenen Jahr 1635 kWh aus dem Netz kaufen, habe 1963 kWh verkauft und – glaubt man der Anzeige des Hybridwechselrichters – knapp 3000 kWh produziert.


    Das ist natürlich – insbesondere mit Batteriespeicher – ein enttäuschendes Ergebnis.


    In beigefügten Grafiken habe ich die Monatsbilanzen dargestellt. Die roten Balken zeigen die laut Wechselrichterdisplay produzierte Energie an. Die gelben Balken sind die Energiemengen, die von der Anlage an die Verbraucher im Haus oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist wurden. Grün und lila sind die Energiemengen, die gemäß Stromzähler verkauft oder zugekauft wurden.


    Bis Juli lief die Anlage nicht korrekt. Laut Display lag die Kapazität der Batterien fast konstant bei 60%. Als dann im Juli ein Techniker des Wechselrichterherstellers die Einstellungen korrigierte und ein Zusatzgerät, das die Kommunikation zwischen Wechselrichter und Batterien verbessern soll, installierte, konnte man an der Kapazitätsanzeige Bewegung sehen. In der Grafik darunter habe ich die gemittelten Tageswerte der Monate mit korrigierter Einstellung noch einmal dargestellt. Man sieht, dass ich selbst im August durchschnittlich 1,9 kWh/Tag zukaufen musste, obwohl ich gleichzeitig im Schnitt pro Tag 7,3 kWh – also ca. das 1,5 fache meines normalen Verbrauchs - an Strom verkauft habe. Da ich den Batteriebetrieb als Stromfresser in Verdacht hatte, habe ich die Batterien Mitte November abgestellt (rechte untere Grafik), was eine deutliche Verbesserung beim Stromverbrauch brachte.

    Jetzt meine Frage: Sind Anlagen mit Batteriespeicher nun mal so hundsmiserabel im Wirkungsgrad, dass bei meinen Randbedingungen (Größe der Anlage, geringe Erträge in den Herbst- und Wintermonaten, …) auch mit anderen Wechselrichtern+Batterien nichts besseres zu erwarten ist, oder habe ich einfach nur eine ungeeignete Anlage gekauft ?

    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?


    Viele Grüße

    Willi