Beiträge von samotron

    Doch noch einmal ich!

    Folgender Link bestätigt einmal mehr, dass das ganze Thema Stecker-PV in Deutschland viel zu hoch gekocht wird. Zumal die EU schon Bagatellgrenzen vorgibt die Deutschland unbedingt regulieren will.


    https://www.pv-magazine.de/201…im-labyrinth-der-normung/


    Wenn man das liest, so könnte man stark dazu neigen eine entsprechend sichere Anlage mit Schuko-Stecker einfach ohne Anmeldung zu betreiben. Und zwar so lange, bis die dort erwähnte dritte (und dann hoffentlich praxisnahe) Norm DKE 373.0.4 verabschiedet wird auf die man seine Anlage dann final anpassen kann.

    Klar ist es jedem selbst überlassen wie er es handhabt. Es gibt auch Leute die fahren mit nem Sportauspuff rum der nicht zugelassen ist. Muss man halt zum TüV eben kurz den originalen wieder d‘runter schrauben. Geht alles! Teuer wird es erst, wenn man erwischt wird.

    Nur weiß in dem o.g. Beispiel komischerweise jeder, dass das nicht erlaubt ist.


    Bei PV-Steckeranlagen weiß kaum einer wirklich Bescheid.

    Erwischt wird hier vermutlich aber keiner, sofern er nicht angeschwärzt wird oder irgendwer zu Schaden kommt. Und selbst wenn man erwischt wird: Stecker raus, dann nach zwei Wochen wieder rein? Kann man alles so machen.

    Aber ob das unter Strafe verboten ist oder nur als Bagatelle zählt ist mir immer noch nicht klar.


    Hier im Thread geht es ja um die offizielle Anmeldung und damit eigentlich darum:

    Wie mache ich die Anlage nach heutigem Stand 100% wasserdicht: Elektriker für Energiedose —> Zählertausch —> Anmeldung

    Hallo nochmal,


    Hab ein wenig recherchiert und folgende Seiten für “Interessant“ befunden:

    1. wer das ganze Thema rechtlich beleuchtet haben möchte kann sich auf der folgenden Seite schlau lesen (Stand Jan 2019, erstellt in 2016): http://www.jurop.org/energiere…n-plugin-mini-pv-anlagen/. Zusammenfassend ist das eher Pro „Verbraucher“ Contra „VNB“.
    2. Und dann hier die Verordnung vde-ar-n_4105 als .pdf: https://www.allgaeunetz.com/do…ie_neue_vde-ar-n_4105.pdf Da ist das Kapitel 5.5.3 (Seite 8 ) interessant. Dort steht schwarz auf weiß: Alle Anlagen sind anmeldepflichtig! Es gibt keine Bagatellgrenzen!

    Außerdem darf laut der Verordnung nur dann die Unterschrift des Anlagenerrichters (also gelisteter Elektroinstallateur) im

    Inbetriebsetzungsprotokoll entfallen, wenn bereits sowohl eine Energiesteckdose, als auch ein Zweienergierichtungszähler installiert sind.


    In wie weit eine Richtlinie überhaupt „Gesetzescharakter“ haben kann und warum sich der „VNB“ um Leib und Leben seiner Mitbürger sorgen darf steht dort leider nicht...

    Hallo Zusammen,


    schon einmal vielen Dank für die Antworten.

    Ich fände es schön, wenn wir den Titel dieses Threads nicht aus den Augen verlieren.

    Daher wird es hier von meiner Seite her auch keine Beschreibung geben welche Anlage genau in welcher Ausrichtung, etc. ich plane.


    Ins Marktstammregister kann man es ja eintragen ohne das es eine Rückfrage gibt. Das ist auch das einzig gesetzlich vorgeschriebene das mir bekannt ist.

    Danke an ruediger4321 für Deine ausführliche Argumentation zu dem Thema.


    Bin in der Zwischenzeit auch noch auf den folgenden Thread gestoßen! Dort hat jemand in der Tat „so getan“ als hätte er bereits Anlagen in Betrieb:

    Der Versuch der Anmeldung einer Mini-PV-Anlage


    Dort werde ich jetzt erst einmal weiter lesen :lol:

    Man selber unterschreibt dass die Steckdose von einem Elektriker montiert wurde.

    Wenn das das Formular nicht hergibt weil dort eine zweite Unterschrift gefordert wird, nimm ein anderes.

    Auch und gerade weil du keinen anderen Zähler oderst. Den soll der Messstellenbetreiber im eigenen Interesse setzen.

    Mein Tipp, natürlich ohne Gewähr: Nicht blöd fragen sondern machen.

    @Broadcasttechniker:

    Und jetzt wäre interessant wie viele Leute das hier so gemacht haben und wie hoch da die Erfolgsquote war. Gebe ungern ca 700€ aus nur um dann gesagt zu bekommen: Das darfst Du nicht nutzen! Auch wenn das wiederum rechtlich fraglich wäre.

    Habe schon überlegt die Anträge einfach mal auszufüllen, obwohl ich noch gar keine Anlage habe :/

    PS: FAGOsolar : ich bin im Netz erstmal so anonym wie möglich unterwegs.


    Sehr gut ! Wie soll dir dann jemand helfen wenn du einen eingetragenen Elektriker suchst aber nicht sagen willst bei wem er eingetragen sein muss ???

    FAGOsolar: Ich suche keinen eingetragenen Elektriker.

    Ich möchte mit meinem Netzbetreiber in den Dialog einsteigen, dass genau das bei einer Kleinanlage ja nicht nötig ist! Natürlich ist eine technisch saubere Installation vorausgesetzt.

    @Brosdcasttechniker:

    Ist Eigentum, kann die Panels also frei aufstellen.

    Und ja, wenn ich jetzt eine annähernd gleiche Bürokratie habe wie bei einer großen Anlage, dann wäre das der nächste Schritt.

    Ist nur sehr frustrierend, dass einem die Bürokratie/Auflagen einen Strich durch die Rechnung machen. Und das „einfach einstecken“ und „jetzt endlich legalisiert“ sind Pauschalaussagen die beworben werden, aber völlig an der Realität vorbeigehen...

    Hallo Didimaus,


    Danke für den Hinweis. Natürlich Wp und nicht kWp. Hab‘s korrigiert.

    Würde die Stelle gerne „schwarz auf weiß“ selber lesen wo steht, dass ein lizensierter Elektriker nicht notwendig ist. Das würde im Gespräch mit dem Netzbetreiber deutlich hilfreich sein.


    PS: FAGOsolar: ich bin im Netz erstmal so anonym wie möglich unterwegs. Ist mir schon klar, dass es jemanden geben könnte, der mit genau meinem Netzbetreiber zu tun hatte. Würde aber zu Beginn gerne allgemein über Erfahrungen in dieser Sache mit Netzbetreibern etwas erfahren. Nicht dass nachher auf diesen Beitrag verwiesen wird mit dem Motto: Da steht es doch lieber Netzbetreiber! Das will ich sich genauso haben! Das Internet vergisst halt nichts...