Beiträge von SolaranlageNEU

    Die angesprochenen technischen Probleme existieren ab einem bestimmten Anteil von Solarstrom im Netz, das ist richtig und dafür müssen Lösungen gefunden werden. Wenn diese Lösungen "teuer" sind, dann ist das eben so.

    Was "wirtschaftlich" ist, lässt sich in weiten Grenzen politisch steuern (was wird subventioniert, was nicht). Fakt ist aber auch, dass wir nicht auf Dauer weiter fossile Energieträger verbrennen können, weil wir das Klima versauen und weil die fossilen Energieträger nicht unendlich zur Verfügung stehen.

    Warum sollen die beschriebenen Problem "den Kampf gegen den Klimawandel behindern"? Wissenschaftlich abgesicherte Maßnahmen müssen leztlich politisch abgestimmt und beschlossen werden. Die Kosten müssen von der Gesellschaft insgesamt getragen werden.


    Ein anderer Beitrag zu dem Thema, der zu einem anderen Schluss kommt:


    https://www.tagesspiegel.de/wi…ocket-newtab-global-de-DE

    Eine Minianlage auf dem Carport lässt sich vermutlich eher nicht wirtschaftlich betreiben, und wenn doch, dann sind das "Peanuts". Bei 25 Grad Dachneigung erscheint eine volle Belegung des Dachs sinnvoll. Mit pvgis kann man den zu erwartetenden Ertrag berechnen. Wenn Du das Dach hier im Forum vorstellst (komplette Maße, Ort, Schatten ...), wird erfahrungsgemäß bei der Planung geholfen. Bei einem vernüftigen Einkaufspreis "rechnet" sich so eine Anlage in der Regel über die Einspeisevergütung und den ersparten Bezug durch Eigenverbrauch. Das kann man aber mit hoher Sicherheit vorher ausrechnen.

    Ich habe mit zwei Elektrikern gesprochen, bezüglich des Anschlusses einer von mir bestellten Wallbox (kfW konform). Keiner von denen hatte ein Problem damit, jede Wallbox auf der kfw-Liste anzuschließen. Beide waren "nicht böse", wenn ich die Wallbox selbst beschaffe. (Aussage der Elektriker: Dann muss ich mich nicht mit der Beschaffung und den Lieferzeiten rumärgern und einen hohen Aufschlag auf die Wallbox kann/will ich auch nicht nehmen, da die Kunden die Internet-Preise kennen). Bei einem von denen habe dann Kabel, Kabelkanal und kleine Unterverteilung bezogen (für einen höheren Preis als ich im Internet bezahlt hätte). Kabel, Unterverteilung und Wallbox habe ich dann "mechanisch" selbst installiert und der Elektriker hat die "elektrischen" Arbeiten durchgeführt und die Wallbox angeschlossen. Ich bezahle das Material - außer Wallbox - und einen normalen Stundensatz für die Arbeit. Alles ok, die Wallbox läuft.

    Gewährleistung für die Wallbox selbst übernimmt der Elektriker natürlich nicht und mit der Software der Wallbox und Einweisung zur Bedienung muss er sich natürlich auch nicht rumschlagen.

    Warum Elektro-Michel darin ein Problem sieht, verstehe ich nicht. Das kann man mit dem Kunden (zumindest mit vielen Kunden ...) doch klar vereinbaren.

    Mich interessiert, warum 2014 auf Eigenverbrauch umgestellt wurde. Wenn die Einspeisevergütung höher ist als der Bezugspreis, erschließt sich mir der (wirtschaftliche) Sinn nicht.

    Und ansonsten: Einen Rechner, der alle genannten Parameter berücksichtigt, gibt es vermutlich nicht. Wie pflanze schon gesagt hat, lohnt sich ein Speicher wirtschaftlich ganz sicher nicht - erst recht nicht, bei der der hohen Einspeisevergütung. Eine kWh aus dem Speicher kostet (ohne Selbstbetrug) auf jeden Fall mehr als eine kWh aus dem Netz. Und den ökologischen Nutzen hat auch noch niemand schlüssig erklären können.

    Ja, Opportunitätskosten sind real, werden aber in einer Kostenrechnung normalerweise nicht betrachtet.


    von daher ist die Beachtung einer entgangegen Einspeisevergütung eigentlich falsch.


    aber das ist wie Bastel schon schrieb Ansichtssache.

    Ich bin kein Betriebswirtschaftler. Aber für mich sieht die Betrachtung so aus: Wenn ich 1 kWh aus dem Netz beziehe, kostet die mich 28 cent (brutto), Grundpreis nicht gerechnet, den muss ich sowieso bezahlen.

    Wenn ich eine kWh von meiner eingenen PV beziehe, bekomme ich 9,6 cent Einspeisevergütung nicht und zahle noch Umsatzsteuer auf ca. 25 cent. Damit "kostet" mich die kWh aus der PV zwischen 14 und 15 cent. Mit fiktiven "Herstellungskosten" (über die Lebensdauer der Anlage gerechnet) bilde ich den Sachverhalt m.E. nicht richtig ab.

    Nicht betrachtet ist hier ein steuerlicher Effekt, der sich ev. bei der Einkommenssteuer ergibt.

    Inwiefern ist diese Überlegung falsch oder Ansichtssache, wenn einen die Auswirkung auf das eigene Konto interessiert.

    die Förderungen waren schon immer Gewerbeförderungen und keine Privatförderungen.


    heisst, die Wirtschaft soll damit angekurbelt / weitergekurbelt werden, nicht die Bürger.

    Na ja, schon. Förderung des Gewerbes, in dem Sinne, dass sinnvolle Maßnahmen durchgeführt (Dämmung, Wärmepumpen, Modernisierungen,...)werden und die Betriebe etwas zu tun haben und dabei Geld verdienen. Wenn aber die Preise durch die generierte Nachfrage in die Höhe schießen und die Förderung quasi auschließlich in den Taschen des Handwerkers landet, ist das System der Förderung pervertiert. Der Unterschied zwischen dem reinen Kaufpreis einer Wärmepumpe und der durch einen Betrieb installierten Wärmepumpe ist durch angemessenenBezahlung der Handwerks-Arbeit wohl häufig nicht mehr erklärbar.

    Backo

    Meine 9,8 kWp-Anlage aus März 2020 ist ganz normal von einer Firma gebaut worden, war nicht besonders günstig und wird sich (bezogen auf die Zahlen aus dem ersten vollen Beteibsjahr) nach 13-14 Jahren "rechnen", soll heißen: Die Investition ist dann durch Einspeisevergütung und ersparten Netzbezug wieder "zurückgekommen".

    Und ja, wer eine Anlage mit mit Speicher ala Laudeley/E3DC als normaler EFH-Besitzer aus wirtschaftlichen Gründen in den Keller baut, kann offensichtlich nicht rechnen. Die Betonung liegt auf "wirtschaftlich". Ich gehe davon aus, dass viele der Kunden schon rechnen können, aber dann lassen Sie die Anlage aus anderen Gründen einbauen, jedenfalls nicht aus wirtschaflichen Gründen (vermeintlich ökologisch sinnvoll, vermeintlich "netzdienlich", Hobby, gutes Gefühl, .....).

    Fakt ist, dass bei den momentanen Preisen ein Speicher die wirtschaftliche Bilanz nicht verbessert, sondern verschlechtert. Da braucht man auch nicht lange rumreden: Stell eine realistische Rechnung mit und ohne Speicher unter gleichen Randbedingungen gegenüber. Wenn die Rechnung nachvollziehbar ist und der Speicher dabei nicht mehr als 10 Jahre halten muss, kaufe ich mir den Speicher.

    Zur Infrarot-Direktheizung wurde ja schon einiges gesagt: Das ist bei einem Haus mit Deinem Wärmebedarf einfach nicht sinnvoll. Zur Frage, ob man auf die Wärmepumpen-Förderung verzichten sollte: Mal beide Szenarien (Kauf und Eigenleistung ggf. ohne Föderung oder Heizungsbauer mit Förderung) mit realistischen Zahlen durchrechnen. Es schein im Moment so zu sein, dass die Förderung unter dem Strich durch Mondpreise (die bei vollen Auftragsbüchern auch gezahlt werden ...) durch die Heizungsbauer abgeschöpft werden und der Kunde effektiv von der Förderung wenig hat.

    Die vorgeschlagenen Querschnitte für eine Wallbox sind grundsätzlich schon sinnvoll. Wenn ich mit einem Ladeziegel und 10A an einer 3x1,5 mm^2 NYM-Aufputz-Leitung lade, wird das Kabel nach einer halben Stunde "handwarm", auso fühlbar warm. Das ist noch im grünen Bereich. Wenn man 3-phasig mit 10A lädt, wird das Kabel mit Sicherheit wärmer, aber auch noch im grünen Bereich. Es hat ja auch einen Grund, warum die vorgeschlagenen/vorgeschriebenen Querschnitte je Verlegeart (also je nach Wärme-Abtransport) unterschiedlich sind.

    Mein Fazit wäre: Wenn mit vertretbarem Aufwand möglich: neues Kabel verlegen. Wenn nicht - wie vermutlich hier: Die Leitung mit 10A absichern und Laden mit maximal 10A auf drei Phasen. Jetzt muss nur der Eli bereit sein, die Wallbox so anzuschließen ..... Wäre ich der Elektriker, würde ich es für einen Kunden nicht machen.


    Und zum automatisch gesteuerten Überschussladen: Seit ich meinen VW e-up und einen go e charger habe und beides tatsächlich nutze, hat der "Drang" die Überschussladung zu automatisieren, schon nachgelassen.

    Das hier schon mehrfach vorgeschlagenen Konzept funktioniert nämlich in der Praxis auch: Wenn einigermaßen helles Wetter ist, mit relativ geringer Leistung laden. Bei blauem Himmel mit höherer Leistung laden (je nach Größe der PV). Eine finanzielle Investition für automatisches Überschussladen, die höher ist als wenige Hundert Euro ist, wird sich bei den wenigsten Nutzern rechnen. Man übersieht immer, dass zumindest ein Teil der eingeladenen Energiemenge "automatisch" von der PV kommt. Der Anteil ist umso höher, je geringer die eingestellte Ladeleistung ist.

    Ich werde es gelegentlich wahrscheinlich "als Hobby" trotzdem machen, aber nur wenn es mir gelingt, das Überschussladen mit geringem finanziellen Aufwand (open WB stand alone oder eine "Selbst-Bastel-Lösung") zu realisieren.