Beiträge von steve-o-mat

    Der Reaktor wird nur 1-malig beladen und läuft dan min. 20 Jahre und kann Plutonium aus LWR's verbruzzeln - "Endlagerproblem" nebenbei deutlich entschärft.

    Sorry, aber das ist klar falsch. Wenn man sich mit wissenschaftlichen Abhandlungen zu dem Thema auseinandersetzen würde, wäre bekannt, dass diese Art der Reaktoren ein vielfaches an zu lagerndem Material erzeugen.


    In der allgemeinen Berichterstattung wird halt nur gesagt, man wirft alte Brennstäbe rein und bekommt Müll mit geringerer Halbwertszeit zurück. Man ignoriert dabei geflissentlich, dass ringsum wesentlich mehr Müll anfällt.


    Folgenden Artikel hatte ich hier zum Beispiel schonmal verlinkt:

    https://www.researchgate.net/p…_non-traditional_reactors

    Ich träume ja noch von einem Umfeld das Verbrennungsmotoren die kommenden 10 spätestens 15 Jahre (!) Jahre aus dem Markt drängt.

    Sollte die weiter oben verlinkte Analyse auf SeekingAlpha (Plus Video) Recht behalten und BEV entwickeln sich wie eine disruptive Technologie, ist das durchaus im Rahmen des Möglichen. ;)

    Danke für den Link. Klute bekommt in letzter Zeit sehr viel Präsenz in den Medien. Da sollte man vielleicht immer direkt diesen Link als Einordnungshilfe in den Kommentaren dazuposten.

    Das natürlich alles unter der Prämisse das wir unser grenzenloses Wachstum auf ewig fortsetzen können und wollen.


    Da liegt der Hund begraben und deswegen ist die Welt bzw das Klims auch nicht mehr zu retten. Jedes Wachstum, egal wie nachhaltig man es angehen mag, hat negative Auswirkungen. Erst in der Katastrophe wird man sich zwangsläufig gesund schrumpfen können/müssen. Dann wieder zurück zu nur 1h Arbeit am Tag wie viele Urwaldvölker es praktizieren.

    Passend zu dem Thema hatte ich ja letztens im Elektroauto-Faden ein Interview mit Niko Paech verlinkt:

    Elektroautos sind hier!


    Da geht's ja auch um Wachstum, Infrastruktur, usw. Er bringt da z. B. 5G mit ins Spiel. Passend dazu heute ein Artikel auf Golem:

    Mit 5G wird der Energiebedarf von Rechenzentren drastisch ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von dem Energieversorger Eon bei der Universität RWTH Aachen beauftragte Studie, die am 10. Dezember 2019 veröffentlicht wurde. Demnach kann 5G bis zum Jahr 2025 den Strombedarf in Rechenzentren um bis zu 3,8 Terawattstunden (TWh) erhöhen. Dies wäre genug Strom, um alle 2,5 Millionen Menschen der Städte Köln, Düsseldorf und Dortmund ein Jahr lang zu versorgen.

    Ich habe zufällig auch ein Buch von ihm zuhause. Da argumentiert er, dass technologischer Fortschritt immer erhöhten Energieverbrauch bedingt und man konsequenterweise auch den technologischen Fortschritt eindämmen müsste, um dieses Wachstum einzudämmen.

    Interessante Kommentare bzgl. Lithiumproduktion. Das ist ein heikles Thema und wird gern als KO-Kriterium der Verbrenner-Fraktion angeführt.


    Ich für mich ziehe folgende Erkenntnisse daraus:

    - ein kleiner Teil der weltweiten Lithiumgewinnung findet in der Atacama-Wüste statt (wird oft anders dargestellt)

    - die Lithiumgewinnung in der Atacama-Wüste ist sehr umweltschädlich mit Folgen für die Population dort (unstrittig - nicht ganz klar ist die Anzahl der Betroffenen, spielt aber aus meiner Sicht keine Rolle)

    - Lithium war früher dort nur ein Nebenprodukt der Kali-Gewinnung, mittlerweile aufgrund der erhöhten Nachfrage und des besseren Verkaufspreises verlagert sich der Fokus (wird oft anders dargestellt, hat früher kein breites Echo in den Medien gefunden)

    - BEVs sind erst seit kurzer Zeit Hauptabnehmer für Lithium (wird oft anders dargestellt)


    Nicht falsch verstehen. Ich will das Thema nicht kleinreden. Die Ausbeutung von Ressourcen in Verbindung mit der Zerstörung der Umwelt kann man/ich nicht gutheißen. Es ist gut, dass sowas angesprochen wird, damit sich was verändern kann. Die Hersteller sind da aus meiner Sicht in der Pflicht, umweltschonende Verfahren für die Rohstoffgewinnung zu etablieren.


    Leider wird aus meiner Sicht die Diskussion sehr scheinheilig geführt. Man nutzt das jetzt als absolutes KO-Kriteriumgl gegen BEV und verzerrt so ein bisschen die Realität (siehe die Anstriche, die ich mit "wird oft anders dargestellt" markiert habe). Das Umweltargument gilt natürlich auch in die andere Richtung (in Richtung Verbrenner). Nichtsdestotrotz kann man die Zustände dort in der Wüste nicht gutheißen, das ist absolut klar.


    An der Stelle müssen wir uns als Gesellschaft allerdings ernsthaft die Frage stellen, wie viel Umweltverschmutzung verträglich bzw. hinnehmbar ist. Mein Mikroökonomie-Prof pflegte schon früher immer zu sagen, dass bei der Produktion die optimale Umweltverschmutzung nicht Null ist bzw. sein kann. Soll heißen, dass generell die Produktion von Gütern (hier müsste man vielleicht einschränken, dass es sich um höherwertige/technologische Produkte handelt, damit es nicht in eine Grundsatzdiskussion mündet) mit Umweltverschmutzung einhergeht, da man immer Ressourcen aufwenden muss, die irgendwie der Natur abgerungen werden. Auf die Frage gibt es aber vermutlich keine einfache Antwort.


    Das erinnert mich übrigens an eine sehr interessante Folge von "Jung und Naiv" mit Prof. Niko Paech, der am Thema Postwachstumsgesellschaft forscht und da einige interessante (teils auch im Vergleich zur allgemein vorherrschenden Meinung recht radikale) Ansätze hat.

    Glaube mir unter Druck gibt es genau 0 Innovationen! Es ist immer Freiheit und Motivation die Innovation hervor bringt.


    Ein anderes wirklich gutes Beispiel ist die DDR. (Da war vieles gar nicht mal schlecht.) Aber die Wirtschaft war einfach nur noch grottig. Warum? Weil unter Druck einfach niemand mehr Lust hat, was zu entwickeln oder sich richtig anzustrengen - dann sagen die Menschen halt: "Nö, dann mache ich genauso viel wie ich muss, aber auf keinen Fall soviel wie ich kann.

    Bezüglich Druck... Sorry aber da muss ich widersprechen. Das kann man so pauschal nicht sagen. Viele Innovationen entstehen durch Druck - z. B. Konkurrenzdruck, Preisdruck.

    Oder gerade auch durch legislative Eingriffe. Schönes Negativbeispiel sind immer diese ganzen Geschichten mit "freiwilliger Selbstkontrolle" - da ist dann kein Druck, ergo passiert auch nichts.


    Das ist aber was völlig anderes als Druck auf Mitarbeiter. Da gehe ich sogar mit deiner Aussage mit. Aber du betrachtest halt nur einen kleinen Teilaspekt und verallgemeinerst aufs große Ganze.


    Bzgl. DDR. Das ist halt auch wieder so eine allgemeine Pauschalaussage, die so nicht ganz stimmt. In der DDR gab's auch innovative Produkte . Es ist eben nicht so, dass da nichts lief, weil die Leute alle unsäglichen Arbeitsdruck hatten. Klar gab es da vielschichtige Probleme. Ich empfehle diesbezüglich Treuhand-Folge der Anstalt.

    Ich habe auch das Dilemma, dass ich im Sommer 12.000kWh zu 10ct/kWh verschleudern muss, um dann vom Nov.-Feb. über 4.000kWh zu 30ct/kWh aus dem Netz kaufen muss. Diese 4.000kWh in einen Batterie-Speicher zu packen wäre aber unendlich teuer. Hier könnte Wasserstoff als Saisonspeicher möglicherweise sinnvoll sein.

    Super Logik, dann brauchst du vermutlich 3 kWh um eine kWh H2 Strom zu erzeugen (die ganzen Umwandlungsverluste!) und sparst richtig - nichts. Oh Mann.

    ja und? es geht nicht unbedingt ums sparen, aber der Gewinnung von Unabhängigkeit. Was für die nächsten Jahre sicher ist, sind steigende Strompreise bei gleich bleibenden Einnahmen.

    Dann könnte ich mir zumindest auch schon mal den Stromanschluss kündigen und spare mir den teueren (Pflicht-)smartmeter.

    Kann ich mir richtig gut vorstellen, wie alle Leute frei und unabhängig zuhause selbst Wasserstoff herstellen. Was kann da schon schiefgehen? :D