Beiträge von markusp

    In dem Fall kommt es auf die Art des Schattens an. Die Spannung zweier Module genügt um deine LiFePO4 zu laden. Ist also nur jeweils ein Modul hart verschattet, dann kann ein eigener Regler etwas mehr liefern. Kommt der Schatten von Bäumen und fällt auf den kompletten Strang, kannst du die Stränge genausogut parallelschalten, weil sie dann quasi sowieso nichts mehr liefern.

    Der 3-er String sind die 3 linken Module auf der Garage zum Haus hin. Die bekommen ab Nachmittag vollen Schlagschatten vom Haus, während die 6 Module des anderen Insel-Strings auf dem Haus liegen und volle Sonne abbekommen. Meine Sorge ist hal, das die 3 Module den ganzen String runter ziehen, wenn der 6er und der 3er jeweils auf 150V parallel gehängt werden. Die 6 Module auf dem Haus sind die einzigen die nahezu immer Schattenfrei sind.

    6 Module von denen Trina haben eine Leerlaufspannung von 6x 40,7V = 244V. Minus Verluste im Kabelstrang. Aber im Winter wird es vermutlich wirklich zu eng ;-(

    https://www.photovoltaik4all.d…_datasheet_A_2019_Web.pdf


    Am Netz wäre auch schön ein SMA SB 2.0 oder 1.5 möglich. Für reinen Inselbetrieb sollte man es hingegen ändern. Zu viel AC-Coupling hat (bei Victron) im Inselbetrieb ein paar Nachteile.

    Problem bei den 3 AC-gekoppelten Modulen ist, das diese jeweils eine andere Ausrichtung/Verschattung haben. Eins wird nach Osten aufgeständert, eins liegt fast flach mit einer leichten Süd-Tendenz und eins ist 30'SSW ausgerichtet. Da machen die Envertech wirklich Sinn, da jedes Modul seinen eigenen MPPT hat. Sonst hätte ich da eher einen kleinen Growatt oder was ähnliches genommen. Aber die an einen String zu hängen macht absolut keinen Sinn.

    Du verwendest am besten einen NH-Lasttrennschalter mit 125A NH00 pro Batterie. Dieser Sicherungstyp reagiert sehr träge und ist damit für Wechselrichter bestens geeignet. Das schöne dabei ist du hast auch gleich beide Batterien in einem Gehäuse abgesichert und hättest sogar noch einen Platz für eine dritte frei.

    Klingt gut. NH sind jetzt vielleicht nicht so platzsparend, aber das sollte da nicht das Problem sein ;-)

    Ich würde meinen in einer DC-gekoppelten PV braucht man das nicht, aber sicher bin ich mir auch nicht. Kann ja nur etwas mit dem Blitzschutz zu tun haben.

    Irgendwo muss die Überspannung ja hin. Letztendlich ist in einem Plenticore ja auch nur ein MPPT und Spannungswandler/Ladegerät mit drin. Also warum sollte ein Victron das nicht brauchen? Am Ende des Tages sind es auch nur 150Eur/String. Da würde ich ungerne sparen wollen.


    Man kann den Minuspol schon erden. Dann aber bitte direkt auf den Potentialausgleich und nicht auf die PE-Schiene in der Unterverteilung, wie eingezeichnet. Auf die PE-Schiene gehören ausschließlich die Schutzleiter.

    Yep, macht vermutlich mehr Sinn. Wobei es mich wirklich interessiert wo der Wert liegt die Batterie an sich zu erden. Ich habe es bei Victron gesehen, aber sonst im realen Leben bisher noch nicht. Das war auch einer der offenen Punkte für mich.


    Unabhängig davon würde ich echt schauen, dass du die Erweiterung irgendwie ans Netz bekommst - mal unabhängig vom Speichersystem. Die angestrebte Lösung passt einfach nicht zu LWWP, EV und der bereits vorhandenen Anlage. Auch das mit den zig Umschaltern ist zwar ganz nett gedacht, aber wenig alltagstauglich.

    Ja, da bin ich bei Dir. Im Zweifel baue ich das erstmal als Insel auf und sehe zu, dass ich alles an PV auf die Dächer bekomme. Wenn ich das habe, dann vielleicht als "Gesamtkunstwerk" abnehmen lassen.

    Von daher würde ich es momentan so bauen wollen, das ich mir die ESS-Option nicht verbaue ;-)


    Vielen Dank für den Input auf jeden Fall!

    Was mir noch auffällt ist, dass es vor den RCDs/Zuleitungen keine Vorsicherungen gibt. Die solltest du noch einbauen. Und die 25A RCDs kosten doch meist mehr als die 40er. Wenn dort einphasig 4+ Automaten dran hängen, dann nehme doch gleich einen solchen, dann darfst du auch höher vorsichern. Offiziell dürfen viele 40A RCDs übrigens nur mit 25A vorgesichert werden. In der Praxis macht das aber kaum jemand.

    Bisher ist im HAK gar nichts sauber vorgesichert... auch nicht der bisherige FI. Ein Grund mehr das mal sauber neu zu machen ;-)
    Dann muss ich ggf auf Hager gehen. Die haben eine FI/LS Kombi im Programm. Sonst wird es Platztechnisch recht eng im HAK.


    Das ist auch einer der Punkte der mir bei ESS Kopfschmerzen macht. Da würde da noch das Victron Energy-Meter dazukommen. Dann hätte ich 2 Energy-Meter in Reihe was auch irgendwie albern ist und platztechnisch eng wird.

    Bekommen die Module Schatten ab? Falls nicht kannst du alle 4 3er Stränge parallel auf einen einzelnen Laderegler legen. Du brauchst dafür auch kein 250V Modell wählen. Es genügt ein einziger 150/60. Bei unterschiedlichen Ausrichtungen auch locker ein 150/45. Die Stränge kannst du am GAK zusammenfassen.

    der 6er Strang ist unverschattet. Die beiden anderen 3er Stränge bekommen jeweils zu unterschiedlichen Zeiten Schatten ab.


    Bei Einzelreglern ist gar kein GAK nötig. Weshalb hast du welche eingezeichnet?

    Was meinst Du mit Einzelreglern? Soweit ich ich verstanden habe müssen alle Strings nach der Hauseinführung durch einen DC Überspannungsschutz. Die Envertech gehen durch keinen GAK.

    Nur die Batterie - weshalb möchtest du den Minuspol erden?

    Laut Manual von Victron. Die Minus-Schiene soll wohl auf Masse gelegt werden. Da ich das sonst recht selten gesehen habe, wollte ich noch mal nachfragen ;-)

    Nur für das 50mm² verwendest du besser keine 200A Sicherung.

    Auf was würdest Du gehen? 150? 100A können da ggf schon mal im peak durchgehen. Oder da lieber auf 70mm2 gehen?

    Ich habe mir die Typen jetzt nicht angesehen, aber Gruppenschalter klingt so nach Wechselschaltung. Du benötigst welche mit Nullstellung dazwischen. Einen einfachen Wechsler solltest du nicht nehmen, weil die Sinusse beider Netze nicht synchron laufen.

    Ja, haben eine Nullstellung

    Nein, in Reihe klappen nur max. 5 Module. Lösung: siehe oben.

    Schade... dann muss ich noch mal aufs Dach und es auf 2p3s ändern ;-(

    Nein, von den Modulen bitte nichts erden! Die Batterie würde ich auch nicht erden. Wozu sollte man? Der Multi sorgt mit seinem Trafo für eine galvanische Trennung.

    Bei den Modulen ist es klar... Ich bin mir nur auf Batterie-Seite unschlüssig. Ich suche noch mal den Link von Victron dazu raus.


    So ganz allgemein würde bei dir eigentlich alles für einen netzparallelen Betrieb mit ESS sprechen. Ich sehe in der geplanten Lösung ehrlich gesagt keine Vorteile, sondern nur Nachteile.

    Mir ist schon klar, dass ESS deutliche Vorteile hätte. Nur bedeutet ESS ja defacto Netzgebunden (der MP hängt ja im Hausnetz). Gerade da der MP ja auch ins Hausnetz aktiv einspeisen würde.
    Netzgebunden würde auch bedeuten dass ich die Anlage offiziell abnehmen lassen muss, was hier im Münchner Raum niemand freiwillig macht, wenn die Anlage nicht von Ihm selbst gebaut wurde. Die Verlegung ist aber so aufwändig (Module müssen teilweise jeweils einzeln montiert werden - kein einfaches Metern) dass es hier niemand in einem finanziell sinnvollen Rahmen machen würde.
    Weiterhin wäre ich in der Beweispflicht, dass von der Halb-Insel kein Strom ins Grid eingespeist wird, was auch in der Praxis schwierig/nicht möglich sein sollte.


    Ich habe einfach einfach keine Lust auf den ganzen bürokratischen Overhead, daher der Kompromiss "Insel" mit allen damit verbundenen Nachteilen.

    Falls jemand einen Elektriker im Münchner Raum kennt, der Ahnung von so einem Thema hat und es auch abnehmen würde, bitte Bescheid sagen ;-)
    Es sollte nicht an einer sauberen technischen Umsetzung scheitern...

    Dennoch hast du die beiden großen Nachteile nur eine Phase versorgen zu können und die große PV nicht mit einbinden zu können. Ich denke mit einem 13kWh Akku wirst du mit manueller Umschaltung außerhalb des Sommers auch nicht sonderlich glücklich werden, während er in einem ESS gut performen würde.

    Mit einer Phase hab ich jetzt nicht so das Problem. Das ich den Strom der großen PV nicht nutzen kann ist dann halt schade, aber das notwendige Übel.

    Hallo,


    ich bin jetzt hier schon eine Weile im Forum aktiv und habe hier schon so einiges gelernt. In einigen Einzelthreads über die letzten Monate habe ich einzelne Punkte schon abklären können, würde hier das noch mal als Ganzes vorstellen wollen.


    Ausgangslage:

    Ich habe eine 9,7KWp Anlage auch geplant über dieses Form seid Nov 2019 als Teileinspeiser am laufen (70% weich). Bei der Gelegenheit habe ich gleich 9 weitere 335W Panels zum reinen Materialpreis mit montieren lassen (ein String mit 3, einer mit 6 Panels).

    Im Herbst diesen Jahres wird die Ölheizung durch eine LWWP ersetzt (Panasonic 7KW) und ein Skoda Citigo EV sowie eine Split-Klima wird auch in Kürze folgen.

    Es ist also genügend Strombedarf da. Ohne das liegen wir zur Zeit bei rund 4000KWh/Jahr.


    Idee:

    Ich möchte mir mit den bisher nicht verwendeten 3KWp eine kleine Insel aufbauen, bei der ich je nach aktuellem Sonnenangebot die relevanten Verbraucher beliebig vom Netz auf Insel umschalten kann. Ich habe noch kleinere etwas zerstückelte sinnvolle Dachflächen mit verschieden Ausrichtung welche ich noch nach und nach mit weiteren 2KWp bestücken würde.

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich den Stromverbrauch welcher über die 5KWp Insel anfallen würde auch im Sommer relativ problemlos auch selbst verbrauchen. Und selbst im Winter würde immer noch genug Sonne reinkommen um den Grundbedarf abdecken zu können.

    Der Hauptverteilerkasten würde entsprechend umgerüstet werden, dass einzelne Stromkreise entweder auf Insel oder Netz bzw zwischen beiden umschaltbar sind. 3-Phasige Verbraucher wie Herd und Garagenanschluss (Wallbox) würde ich so auf reinem Netzbetrieb lassen. Bei den anderen werden die Verbraucher sinnvoll neu auf die Phasen verteilt.

    Falls die Insel mal Probleme machen sollte, möchte ich es komplett auf Netz umschalten können.
    Zur Zeit ist nur das Bad über einen FI abgesichert, also müsste man an den HAK eh mal ran um das auf den aktuellen Stand zu bringen.


    Warum das Ganze?

    Seid Ende letzten Jahres ist die Diskussion am laufen, das EEG Umlage über 10KWp wegfällt. Daher hatte ich die Anlage unter dem Limit gelassen. Das hat auch von der Auslegung des Kostal Plenticores am besten gepasst. Zwischenzeitlich glaube ich daran nicht mehr so wirklich ;-)

    Ich plane auch nach und nach die o.g. kleineren Dachflächen in Eigenregie mit zu belegen. Das macht in der Größenordnung keine Firma freiwillig - was eine entsprechende formale Anmeldung kaum möglich macht.

    Auch vom bürokratischen Aufwand ist das ein Albtraum. Jede später belegte Dachfläche müßte zusätzlich abgenommen und registriert werden, bei der Vergütung prozentual berücksichtigt werden etc. Das sehe ich bei der großen Anlage ein, ist für die Erweiterungen aber ein Show-Stopper.

    Ich würde es jetzt jetzt erstmal als reine Insel planen. Nach Pezibär Definition dann eher eine "NOWinter" Insel . Ich möchte mir aber die Option offenhalten es ggf doch später im ESS Modus laufen zu lassen wenn ich einen Elektriker finde, der mir das abnimmt. Bei der aktuellen Auftragslage der Branche hier im Münchner Raum ist das zumindest im Moment eher eine Illusion.


    Weiterhin ist der Wunsch da, eine gewisse Autarkie vom Stromnetz zu erreichen. Sei es, um hier regelmäßig auftretende Stromausfälle absichern zu können oder auf der anderen Seite auch einfach mal viel bewusster mit Strom umzugehen.


    Mir ist bewusst, dass ich damit kein Geld einspare – zumindest nicht im Vergleich zur netzgekoppelten Variante. Ich baue gerne, und daher sehe ich das auch mit als Hobby an.

    Ich möchte es gerne vergleichsweise solide umsetzen, also keine Kompromisse bei der Sicherheit aber auch nicht übermäßig viel Geld verbrennen.


    Von den Komponenten her habe ich aktuell folgendes geplant:

    • Victron MP2 5000/48 GX
    • 2x Smart Solar 150/35 für jeweils 3x Trina TSM-335DE06M.08(II) 335 Wp
    • Smart Solar 250/60 für 3x Trina TSM-335DE06M.08(II) 335 Wp
    • 3 weitere Panels AC gebunden über Envertech Modul WR
    • 2x jeweils 16 Stück LiFePo4 Einzelzellen a 135Ah jeweils an eigenem BMS – später ggf erweitert um weitere 16x 280Ah
    • Macht die Auslegung des Schutzleiters so Sinn? Gerade im Bezug das sowohl Insel wie auch später ggf ESS Betrieb möglich wären.
    • Ist die Umschaltung zwischen Insel/Netz so sinnvoll umsetzbar?
    • Passen die Kabelstärken/Absicherung auf DC-Seite?


    Fragen von meiner Seite aus wären:

    • Macht die Auslegung des Schutzleiters so Sinn? Gerade im Bezug das sowohl Insel wie auch später ggf ESS Betrieb möglich wären.
    • Ist die Umschaltung zwischen Insel/Netz so sinnvoll umsetzbar?
    • Passen die Kabelstärken/Absicherung speziell auf DC-Seite?
    • passt der 250V MPPT für 6x Trina TSM-335DE06M.08(II) 335 Wp noch, oder wird das zu eng?
    • macht es Sinn auch die DC-Seite zu erden? Da gibt es offensichtlich unterschiedliche Meinungen dazu ;-)


    Ansonsten bin ich auch für alle anderen Hinweise dankbar.


    Vielen Dank, Markus



    Gerade bei der Umschaltung bekomme ich das Bild nicht sauber exportiert. Geht irgendwie nur beim PDF export: draw.io.pdf

    WP verbrauch: Heizungsbauer berechnung und studie vom Frauenhofer zu verbräuchen von WP im bestandsbau, das ganze dann in kombination mit dem Wärmebedarf der letzten jahre abgeglichen.

    PV Erzeugung: Erfahrungswerte meiner vorhandenen 3,6 KWp anlage hochgerechnet auf 15,5 KWp und sicherheitshalber abgerundet.

    Ich kenne Dein Haus nicht, aber wenn ich es mit meinem (150m2, BJ 1999, 24er Mauerwerk mit 8cm Styropor Dämmung) vergleiche, könnten die Daten grob stimmen.


    Wie sind die 16KWp auf die Dachflächen verteilt?

    Hallo,


    da ich gerade gedanklich mit einer ähnlichen Idee spiele ein paar Kommentare:


    1) auch mit 16KWp und 14KWh Speicher wird es im Winter Stromtechnisch für deinen 'Komfortstrom' recht eng werden (Auch wenn die WP nicht drauf läuft). Gerade im Winter wird es diverse Tage und teilweise Wochen geben wo von oben kaum was runter kommt. Da kommt man mit 8KWh Tagesverbrauch und 14KWh Speicher nicht weit. Ich hatte diesen Winter bei 10KWp und perfekter wintergerechter Südausrichtung 50Grad Dachneigung diverse Tage mit <2KWh in Folge.
    Gerade wenn man berücksichtigt, dass ein Großteil des Stroms aus der Batterie kommen wird und der Wirkungsgrad da auch nicht ideal sein wird.
    Wenn Du das so fahren willst, solltest Du sehen dass auch größere Verbraucher wie WM, Trockner, Geschirrspüler und Herd auf Netz umschaltbar sind. Für die sonstige Grundlast sollte es dann sicherlich reichen.

    2) Selbst wenn das in der Form technisch alles passen würde, Du bist damit weit entfernt dass es sich finanziell positiv darstellt. Und ich versuche mir mein Scenario auch möglichst schön zu rechnen ;-) Alleine die verschenkte Einspeisevergütung im Sommer fehlt Dir für eine schwarze Null. Warum fährst du es nicht weiter als ESS, aber im größeren Stiil?

    Ist bei den tesla Akkus eigentlich die Einbaulage relevant? Den Akkus ansich vermutlich schon, ich denke da eher an die mechanische Belastung des Akku Packs. Wenn ich das richtig sehe, liegen sie bei Dir im Alu Profil.

    Wäre eine Montage denkbar bei der Sie Akkus hochkant stehen würden? Also mit den Stromanschlüssen nach oben.

    Netzparallel ohne Einspeisung ist als Option

    Jawoll, und Ärtze behandeln ab sofort nur noch ihre Familie, Bäcker backen allenfalls für ihre Freunde - und die Äpfel in deinem Garten lässt du lieber vergammeln als den Überschuss, den dir die Natur noch gibt, zu verschenken? Fassungslos.

    Ich habe parallel eine (speicherlose) größere Anlage welche sauber alle Überschüsse einspeist. In dem Fall geht es um eine ganz kleine Anlage welche nicht wirklich einen nicht-verbrauchbaren Überschuss produzieren wird und als reines technisches Hobby zu betrachten ist :-)