Beiträge von markusp

    Hast du schonmal daran gedacht nur das ESS zu bauen um zu sehen ob du überhaupt eine Erweiterung (leider schon teilweise auf dem Dach) benötigst? Es gibt dann eben nur Notstrom und kein Backup. Keine weiteren Zähler, wenig Papierkram, dafür optimierten Eigenverbrauch.

    Die bereits montierten Module kannst du dann immer noch auf einen SMA in einen Strang legen und als Zweitanlage anmelden. Dann sind zwar die Zähler erforderlich, aber das System wäre backupfähig.

    Ja, natürlich. Wenn ich die Akkus habe, würde ich das in der Garage erst mal temporär aufbauen. Also nur MP & Akkus und das ein paar Tage so laufen lassen. Vermutlich dann erst mal ohne den Gavazzi weil ich den so aktuell nicht so einfach in die Hauptverteilung neben den KSEM bekomme. Gridpoint würde ich dann programmatisch setzen, ist nicht ganz so genau, gibt aber mal eine erste Indikation.

    Ich würde es ggf auch mal temporär mal mit PV im ESS Modus einbinden um zu sehen wie es technisch läuft. Aber irgendwie müsste dann eine saubere Lösung gefunden werden, wie auch immer die aussieht.

    Über 2 oder 3 Monate wird es sicherlich etwas knapper. Den Rest vom Jahr bringt die Anlage schon zumindest einen merklich Beitrag. Über 5 Monate wird fast das komplette Haus damit versorgt werden können. Ich sehe nicht in wieweit das sinnfrei sein soll?

    Du hast A keien Vollversorgung als Insel . und B als Halbversorgung ist das Finanziell nicht schlau wei das extrem ineffizient ist was du hier machst nur weil dir das bissal Bürkratie zu mühsam ist. Deswegen klink ich mich hier jetzt aus, weil das ist genau das wovon ich allen davon abrate es so zu bauen, das die Systemperformance und der Nutzen nicht gegeben ist. Mir ist das hier zu wenig Lösungs orientiertes suchen nach der besten Lösung als zuviel Lösung erzwingen auch wenns net ideal ist. Deshalb klink ich mich hier aus, dafür bin ich der falsche. lg

    Ich verstehe Dich und respektiere Deine Meinung dazu.

    Wenn es nur ein bissal Bürokratie wäre würde es es sofort machen. Ich bin der Meinung das ich komplett offen bin was eine mögliche Lösung anbelangt. Ich habe hier viel über das Forum gelernt und neue Sichtweisen auf mein Problem bekommen.


    Defacto stellt es sich für mich so da, dass eine DC gekoppelte ESS Anlage in Verbindung mit der aktuellen großen Anlage rechtlich/steuerlich in DE kaum darstellen lässt auch wenn es technisch die schönste Option wäre. Und ja, das wäre auch meine bevorzugte Option.

    Die aufgezeigte AC gekoppelte Version über SMA werde ich mir noch mal in Ruhe ansehen, ist aber auch wieder ein Kompromiss mehr.


    Alternative wäre Vollinsel, aber mit WP bei meiner Dachfläche nicht darstellbar und finanziell jetzt auch nicht besonders effizient.


    Welche Optionen bleiben sonst noch? Komplett sein lassen? Nein, nicht wirklich...


    Dann gehe ich zumindest erst mal einen kleinen Schritt, bei dem ich mir zumindest keine zukünftige Option verbaue.

    Das einzige was dann hilfreich ist, wenn man länger autark sein möchte, ist ein großer Speicher.

    Aber den muss man dann auch im Winter wieder voll bekommen ;-) PV und Speicher muss irgendwie in einem gesunden Verhältnis stehen.

    An einem guten Wintertag bekomme ich bei 5KWp 14KWh raus. Also brächte ich schon 2 ideale Sonnentage um den Speicher wieder voll zu bekommen.

    Was ist an einer zweiten Netzanlage, wie sie viele haben, jetzt so unsinnvoll? Bei dir hängt sie eben backupfähig am AC-Out. Es kommen Erzeugungszähler dazu, mehr nicht? Dafür gibt es Vergütung und du hast die große Anlage mit am Speichersystem und den Speicher am kompletten Haushalt.

    Wenn wir bei Zählern von der gleichen Größenordnung sprechen wie bei den Hauszählern ,dann besteht mein konkretes Problem darin, dass im aktuellen Schrank nicht mal Platz für einen zweiten hätte.

    Also würde das Umbaumaßnahmen nach sich ziehen, welche wieder in einer anderen Größenordnung wären. Wenn dann mal auf Smartmeter umgerüstet werden soll (muss) werde ich noch viel mehr Spaß haben.

    Sorry, nicht wegen zusätzlichen 5KWp.

    Also irgendwie sehe ich das Problem da nicht.

    Ich auch nicht, bau einfach mal und schau wie es in der Praxis aussieht, modular ist immer gut wenn es nicht reicht. Bei mir haben auch viele (vor allem die Handwerker) während der Bauphase gesagt das reicht nie, denkste... Letzten Winter musste ich selbst mit meiner "kleinen" Anlage gerade einmal 182kWh Netzstrom zukaufen und ich mache alles elektrisch, auch Heizung. Hängt natürlich aber sehr stark vom Gebäude ab...


    Bei der reinen Insel stimme ich den anderen aber auch zu, es lohnt nicht einen riesen Speicher zu verbauen den man dann vielleicht zwei drei mal im Winter überhaupt ausnutzt, Bau lieber etwas kleiner als Halbinsel, sodass du das meiste deines Stroms selbst nutzen kannst und eventuellen überschuss noch einspeisen kannst (geht dann auch ohne Finanzamt), und wenn es einmal nicht reicht Netzstrom dazu nehmen kannst. Ist meines erachtens momentan der goldene Mittelweg.

    Ich denke, so werde ich es auch machen. Erst mal als kleine Insel aufbauen, konkrete Erfahrungen sammeln und dann soweit verbessern bis es passt.

    Ich bin der Meinung eine gute Zahlenbasis (PV Ertrag & Verbrauch) zu haben um abschätzen zu können das ich die Insel zum Großteil des Jahres effektiv betreiben kann.

    Und dann schaue ich wo es genau klemmt. Wenn Speicher Kapazität fehlt um ein paar dunkle Tage zu überbrücken dann wird halt Speicher nachgelegt.
    Fehlt generell PV Leistung, dann wird halt da nachgelegt. Gerade im Winter wenn es kalt/dunkel ist, wird auch von der großen PV kaum was übrig bleiben weil die WP einen Großteil des Stroms fressen wird. Bei 80KWh Wärmebedarf und einem COP von 3-4 wird da nicht viel hängen bleiben. Da kann ich dann auf Insel Seite noch ein paar Platten nachlegen. Zur Not auf Nord ;-)


    Geht das ganze Insel-Konzept überhaupt nicht auf, dann muß ich halt ein paar bürokratische Klimmzüge mehr machen und es in den ESS Modus bekommen, oder halt ein paar Grauzonen etwas näher beleuchten ;-)

    Und wenn es ein kompletter Fail werden sollte, dann bin ich mir auch nicht zu schade und werde es hier im Detail darlegen. Aber ich denke mal so schlecht liege ich mit dem Plan gar nicht.

    Zur Zeit sind zu viele Variablen drin, gerade auch bezüglich WP, E-Auto & co so dass ich da einfach mal iterativ/modular rangehen werde und dann bei Bedarf einfach mal das Konzept nachschärfen werde.

    Die EEG- und Zählergeschichte soll mal jemand abklären, der sich da auskennt (also nicht ich). Ich meine das Problem ist höchstens die PV am DC-Regler. Löst man das ausschließlich über Netzwechselrichter kann dort einfach ein Erzeugungszähler ran und über den AC-Out bleibt das System weiterhin backupfähig. Außerdem bekommt man den Überschuss bezahlt. Den Verbrauch muss man ab November nicht mehr ermitteln, weil es nach einem Jahr als eine eigene Anlage angesehen wird und man damit nicht über diese 10kWp Grenze kommt, ab der das nötig wäre. Die Kaskade würde mich jetzt nicht stören für das was man dafür im Vergleich bekommt.

    Über AC sollte man es über eine Zähler-Kaskade hinbekommen. Aber gerade die DC-Einbindung macht das Victron System ja so charmant ;-)

    Der Verbrauch wird auch weiterhin berechnet werden müssen. Man zahlt ja zumindest Umsatzsteuer auf den selbst verbrauchten PV Strom. Auch hat man ja einen geldwerten Vorteil durch den eigenverbrauchten Strom, welcher natürlich bei der Steuererklärung mit angegeben werden muss.

    Alle diese Aspekte fallen bei einer reinen - nicht netzgekoppelten - Insel weg.

    Ich beschäftige mich jetzt mit dem Thema schon die letzten Monate recht intensiv und es scheint da gerade in Bezug auf ESS keine einfache sinnvolle Lösung zu geben welche nicht merklich in irgendwelche Grauzonen reingeht.

    Und wer es so aufbaut, schreibt im Regelfall dann auch nicht mehr in der breiten Öffentlichkeit drüber ;-)

    Zugegeben: Ich finde deine Lösung an sich spannend, weil es mal was Anderes wäre und deshalb bestimmt Spaß macht es aufzubauen. Nur ist die Lösung weniger durchdacht als du meinst. Ab Mittag fallen schonmal 1/3 der gut ausgerichteten Module in den Schatten. Im Winter müsste die große Anlage mitarbeiten. Das Wetter ändert sich ständig, sodass du da mehrmals wöchentlich am rumschalten der Gruppenschalter wärst. Das mag am Anfang noch Laune machen, aber nach einem Jahr wirst du dir eine Automatisierung wünschen oder eben ein System, um das du dich nicht kümmern musst.

    Wenn ich mir meine Metriken der aktuellen Anlage so ansehe, denke ich nicht, dass man da so oft ran muss. Es sei denn, man will da auch die letzte KWh aus dem Akku nutzen. Wenn man da einen gewissen Puffer drin läßt, sollte es ganz gut laufen.

    Die Module fallen so ab 14:30/15Uhr in den Schatten. Danach ist im Winter eh nicht mehr viel los. Dafür haben dann die 1KWp auf den Gartenhaus in SW-Ausrichtung volle Sonne drauf.


    Du bist lustig. Machst dir im Sommer Sorgen darum den Strom nicht wegzubekommen, willst aber noch das 50° Norddach belegen, das dir im Winter gar nichts bringt und im Sommer noch mehr Überschuss

    Von Nord kommt eh recht wenig runter. Aber gerade wenn es komplett zugezogen ist macht es kaum was aus ob Nord oder Süd-Belegung. Und gerade dann sind 40% mehr PV-Leistung ganz hilfreich. Bei direkter Sonne bringen sie im Winter prozentual kaum etwas. Aber wenn die Sonne scheint hab ich eh kein Problem...

    Wirst eh sehen für mich ist das aber bei einem haussysttemn als Voll Insel von 1.6KWH /Tag zu sprechen wovon die hälfte allein schon der WR braucht .. ist für mich ein Sinnfreies System, sowas hat nix mit eine Insel zu tun wenn du jeglichen Verbrauch dann im WInter oder bei SChlechtwetter abziehst.

    Über 2 oder 3 Monate wird es sicherlich etwas knapper. Den Rest vom Jahr bringt die Anlage schon zumindest einen merklich Beitrag. Über 5 Monate wird fast das komplette Haus damit versorgt werden können. Ich sehe nicht in wieweit das sinnfrei sein soll?

    Das E-Auto gehört eher nicht an die Insel. Du hast eine große 10kWp Anlage, mit der du es laden kannst.

    Ich weiß, wird sicherlich auch den größten Teil des Jahres so passieren. Aber wenn im Sommer die Akkus schon Mittags voll sind kann sicherlich auch einiges an Strom ins Auto rein. Dann halt auf Sparflamme mit 2,2KW aber besser als wenn die Anlage einfach abriegeln würde.

    Ich werde dann einfach mal berichten wie es läuft ;-)


    Bezüglich ESS bin ich immer noch skeptisch wie man das offiziell mit DC gekoppelter PV offiziell sauber angemeldet bekommen soll. Zumindest der Strom Eigenbedarf wird versteuert werden müssen (also nicht EEG Umlage).

    Auch muss es sauber für das FA aufgearbeitet werden. Das ist ja genau mein Problem.


    Deshalb plane ich das ja bewußt als Insel um den ganzen Overhead nicht zu haben!

    Richtig, das ist falscg designed.. deswegen frag ich dich was willst du mit dem Mini LI Speicher dann bei der Insel? :) Der Speicher passt für eine Überschuss Nacht Haussystem mit Eigenbedarfsoptimierung aber nicht für eine Insel

    Mit 10KWh netto Speicher komme ich selbst als reine Insel im Winter-Modus ohne jeglichen PV-Ertrag über 6 Tage aus. Parallel kommt aber immer noch mal etwas Licht runter. Selbst an schlechten Tagen kommen immer zumindest 0,5-1KWh runter.

    Mein schlechtester Tag dieses Jahr war der 03.02. Da kamen bei 9,7KWp gerade mal 1,8KWh runter. Auf 5KWp runtergerechnet liege ich immer noch bei über 0,5KWh.

    Also irgendwie sehe ich das Problem da nicht. Und selbst wenn ich Speicher-technisch so nicht hinkommen sollte: Dann wird halt auf 26KWh aufgestockt oder PV zugebaut. Dafür ist das ganze System ja modular aufgebaut.

    Diesen Fall will ich aber erst mal in der Realität sehen.

    So langsam nähern wir uns an und Du verstehst den Hintergrund diverser technisch unnötiger Klimmzüge.


    Schön wäre es, das ganze per ESS einbinden zu können. Der Akku könnte über DC und die große Anlage geladen werden und auch das Hausnetz sauber auf 0-Verbrauch runter-regeln. Gerade bei WP Heizung und dann deutlich größerem Akku wäre das ein Traum. Der Kostal würde sauber 70% weich einspeisen (in Summe dann merklich mehr als aktuell) und die ganze Verkabelung/Umschaltung wäre deutlich einfacher...


    Mist, jetzt bin auch doch aus diesem schönen Traum aufgewacht und wieder in der Realität angekommen ;-(


    Ich denke dazu wird es hier in DE leider nicht kommen. Da hängt zu viel Strom-Lobby auf der anderen Seite und das FA möchte sicherlich auch nicht auf zu viele Einnahmen verzichten...


    Also höre ich mal auf zu jammern und mache das beste aus der Situation...

    Die "zusätzliche" Manuelle Netzumschaltung wird bei allen Systeme eingebaut, auch bei denen die nicht zum schalten geplant werden, dort lauft sowas aber unter NotUmschaltung. Nur im Gegensatz zu hier geplant ist es das dort nur die Ausnahme/Fehlerfall das damit geschalten wird. Für eine Insel bei der kleinen Speichergröße ist das hier ja eine sehr häufige Umschaltung.

    Hi Pezi, ich glaube da reden wir aneinander vorbei. Die Insel soll 24/7 als Insel laufen. Der Hauptumschalter ist wie Du schon sagst nur für den Notfall oder Wartungsfall. Wenn ich da öfter als 1x pro Jahr ran muss ist das System falsch designed.


    Der einzige "Spezialfall" bei mir ist, dass ich die Last auf der Insel Jahreszeit-spezifisch anpassen kann. Zur Zeit haben wir einen Tagesverbrauch von 6-12 KWh. Davon 1,5 KWh für die Ölheizung welche wegfallen wird. Auf den Insel-Kreisen kann ich dynamisch zwischen 1,5-8KWh/Tag fahren. Je nach dem welche Kreise auf der Insel liegen. Damit komme ich auf kleinster Stufe auch problemlos über den Dezember/Januar. Falls nicht, muss mehr PV rauf (zur Not Nordseite) oder mehr Speicher rein. Wie schon gesagt, starte ich erst mal mit 13KWh LiFePo4, also 10KWh netto und überlege eh, da mittelfristig auf 26KWh hochzugehen. Bei den aktuellen LiFePo4 Preisen sollte das ja kein Problem sein.


    Mein Problem wird eher der Sommer sein. Da wird das E-Auto und Pool-Pumpe ran müssen um den Strom auch irgendwie wegzubekommen. Und spätestens mit dem E-Auto an der Insel wird es spannend. Dann muss man anfangen zu planen/automatisieren um den MP nicht zu überlasten. Aktuell haben wir selbst mit Herd nur wenige spikes über 5KW auf Verbraucher-Seite.


    Meine Gründe für eine Insel liegen sicherlich anders als bei einer Alm. Mir macht weniger der fehlende Stromanschluss Sorgen als eine "interessante" Gesetzgebung.

    Wobei ich auch gut verstehen kann, warum bei einer Netzkopplung da gewisse Hürden aufgebaut werden. Nervig ist es dennoch ;-)


    Die Insel ist für mich ein interessanter und zielführender Kompromiss. Ich habe den Vorteil, parallel immer noch am Grid zu hängen und kann dadurch meine Insel im Vergleich zu einer "richtigen" Insel deutlich kosteneffizienter aufbauen (weniger PV und Speicher).

    Dadurch dass meine Insel auch nur 30% der gesamt PV ausmacht, verschwende ich auch keinen Strom, da die Anlage im Sommer nicht (bzw deutlich weniger) abriegeln muss (Im Vergleich zu einer Insel welche das ganze Jahr über die volle Leistung bringen muss). Also profitieren auch andere Nutzer im Grid von schönen sauberen PV Strom können und ich bekomme dafür sogar noch Geld, welcher mein Hobby (die Insel) über die nächsten Jahre finanzieren wird ;-).

    Davon abgesehen ist es eh eine Illusion bei meiner Dachfläche mit WP-Heizung eine volle Insel fahren zu können.


    Also eine win-win-win-Situation ;-)