Beiträge von Mathias.U

    Hallo zusammen,


    ursprünglich wollte ich nur eine WWWP kaufen, darüber bin ich dazu gekommen meine Heizung optimieren zu wollen, um a) Energie zu sparen und b) mittelfristig Die Gasheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Meinen Weg dahin würde ich hier teilen um zum einen auf Input zu hoffen, zum anderen vielleicht dem ein oder anderen die Hilfe zu geben.


    Ich kann jedem nur empfehlen, sich mit seiner Heizung auseinanderzusetzen, die Heizungsbauer stellen die Heizung so ein, dass es überall warm wird und Sie möglichst keine Beschwerden haben. Dass dies dann häufig ziemlich weit weg ist von einer optimalen Betriebseinstellung (wie bei mir) ist sehr schade und teuer für den Hausbesitzer. Am Ende allerdings auch ein Stück weit nachvollziehbar aus Sicht des HB.


    Hier meine Situation:

    Das Haus aus 1982 verbraucht ca. 30.000 kWh Gas -davon ca. 6000 kWh Gas für das Warmwasser (Sommermonate als Grundlage). Das Erdgeschoss wird bis auf das Schlafzimmer mit einer nachträglich eingebrachten Fußbodenheizung geheizt. Diese wird über ein Festwertregelset und Raumthermostate gesteuert. Der Rest des Hauses wird außentemperaturgeführt über Heizkörper geheizt. Die Fußbodenheizung habe ich ausgeklammert aus der Optimierung (habe nur die Pumpe möglichst hoch eingestellt um eine möglichst niedrige VLT einstellen zu können.


    Es wurden vor 3 Jahren neue Heizkörper angeschafft, in der Dimensionierung der alten HK. Dabei wurde kein hydraulischer Abgleich gemacht, also weder die Heizlasten der Räume berücksichtigt, noch die einstellbaren Ventile eingestellt.


    In einem ersten Schritt habe ich angefangen, die Vorlauftemperatur zu reduzieren und stoße dadurch bei ca. 50-55° (Auslegung -10°) in den ersten Grenzen in Form von zu niedrigen Raumtemperaturen. Da ich nicht so wirklich weiterkam mit einzelnen Einstellungen der Heizkörper habe ich mir die Arbeit gemacht, systematisch vorzugehen..


    Zunächst habe ich mit dem Programm "DanBasic 6" die Heizlast (also den Wärmebedarf am kältesten Tag des Jahres) ermittelt. Dazu muss man alle Temperatur-abgebenden Flächen abmessen und eingegeben. Die U-Werte (Wärmedurchgang) habe ich - sofern nicht bekannt - aus den Standard-Einstellungen des Programms übernommen. Das ist sicherlich am Ende nicht perfekt, aber in den Verhältnissen der Räume zueinander eine gute Näherung.


    Das sieht dann so aus:


    Dann habe ich jedem Raum einen Heizkörper zugewiesen um zu ermitteln, welches Wärmeangebot die Heizkörper den Räumen geben können. Bei einer VL/RL-Temperatur von 55°/45° sieht das dann so aus:


    In 3 Räumen sind die Heizkörper also dafür unterdimensioniert (1 = perfekt), in 3 Räumen passt es und in 2 Räumen massive Überdimensionierung.


    Jetzt kann man eine "Temperaturoptimierung" durchführen, es wird also errechnet, welche Vorlauftemperatur benötigt wird, um mit den vorhandenen Heizkörpern in allen Räumen die gewünschte Temperatur zu erreichen (Höhere VLT = Mehr Leistung).


    Das sieht dann so aus:





    Um jetzt die dann überdimensionierten Heizkörper zu drosseln und eine gleichmmässige Verteilung, schlägt das Programm die Einstellungen der Heizkörperventile vor. Das sieht dann so aus:



    Das habe ich jetzt durchgeführt, allerdings war ich so frei, die VLT zur zeit noch bei 55° zu belassen um zu gucken was passiert.


    Bin einmal gespannt wie es weitergeht..


    Wenn ihr Hinweise für mich habt oder ich gedankliche Fehler habe, dann her damit!

    51674 ;-)

    Hallo - ich bringe nochmal etwas Ordnung in meine Aussagen:


    Es handelt sich um 100 Wp Module (96 Stück)

    Die Anlage hat 9,6 kWp

    Die Anlage befindet sich aktuell auf einem Firmengebäude und wird ohnehin abgebaut, weil Sie Platz machen soll für eine wesentlich größere Anlage (100 kWp).


    Lese ich richtig aus euren Aussagen, dass die Wechselrichter nicht mehr zulässig sind?

    Hallo zusammen,


    es könnte sein, dass ich im kommenden Sommer eine 9,6 kWp PV-Anlage aus 2000 geschenkt bekomme. Ich habe das Süddach komplett belegt (15,68kWp) . Nord sind 45° (PGVIS = 507 kWh/a) und ist noch komplett frei. Aktuell habe ich "nur" einen Bedarf von ca 3000 kWh Eigenverbrauch (Familie mit 3 kleinen Kindern), kriege aber ein Elektrofahrzeug und mindestens eine WWWP (vielleicht auch für Heizung) innerhalbt der nächsten 12 Monate. Mein BEdarf steigt also erheblich.


    Die verbauten Komponenten:

    4 x Sunny Boy 2500

    96 x Schüco 221132 PV 1000 (Größe 1335 x 673 mm) 100 kWp


    Durch Degradation wird noch ca. 85-80 % der ursprünglichen Leistung erreicht.


    Unter der Annahme, dass ich jemanden finde, der mir die Anlage (mind. teilweise) kostengünstig aufs Norddach setzt: Macht es uüberhaupt Sinn? ich habe einen SHM 2.0. Ist da eine Einbindung möglich?



    Wäre über Feedback sehr glücklich - ob man sich damit weiter beschäftigen soll.

    Alternativ - wie verwertet man so eine Anlage und was ist dafür noch zu bekommen?

    Hi SmartPanel,


    nochmal danke für deine Hilfe. Aktuell bin ich bei 50° (bei -12°) und es funktioniert noch alles wie es soll, ohne dass ich die Thermostate abgebaut habe. Bei heute 3° AT zeigt mir der Kessel 37° an - das klingt doch schon vernünftig..


    Ich will weiter runter mit der VLT. Allerdings möchte ich die Thermostate nicht abbauen, da die Stifte an den Ventilen ziemlich spitz und in der Augenhöhe meiner KInder sind, ausserdem optisch nicht so schön (Frau..).. Kann ich die Heizkörper nicht alternativ auf "5" drehen?? Meines Verständnisses nach müsste das ja die Ventile dann ebenfalls komplett geöffnet halten.



    Danke für die HIlfe!

    Danke für die vielen Hinweise.


    Ich werde mich langsam rantasten, ich muss vorsichtig sein, damit ich bei meiner Frau nicht den Rückhalt für das Unterfangen verliere. Ein kaltes Haus wäre sicherlich ein Problem ;-)


    Gibt es eine Seite, wo man sich einlesen kann mit gesicherten Erkenntnissen? Ich würde gerne vollständig verstehen, was ich da tue..


    Wie kann ich die Taktung beobachten?

    Ich ahne Schlimmes: Eine Brennwertheizung die nicht im Brennwertbereich läuft.


    Läuft sie über ca. 45°C Vorlauftemperatur oder darunter ?

    Die Heizung ist außentemperaturgesteuert.


    Die Heizkennlinie war bisher so eingestellt:

    - Minimale Vorlauftemperatur 35°

    - ab 12° steigt die Vorlauftemperatur Linear bis

    - Maximal 75° bei -12°


    Achja: Im EG haben wir ca. 80 qm FBH - Rest des Hauses = ca. 70 qm mit 3 jahre alten Planheizkörpern.


    Ich habe jetzt die Maximaltemperatur auf 55 ° runtergestellt und will mich weiterrunter testen.

    Alles klar, danke für deine Meinung!


    Dann noch eine Frage: Beim Dach ist nur die Zwischendecke gedämmt und die Fenster sind (Doppelverglasung) noch aus 1982. Beides wird wohl in den 5-10 Jahren gemacht werden müssen.


    Es macht aktuell dann wenig Sinn die Gasheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen, da diese dann zur Zeit sicherlich für den zukünftigen Bedarf viel zu hoch dimensioniert wäre - richtig?


    Aktuell konzentriere ich mich dann eher auf die Optimierung der Gasheizung - die war bisher komplett "auf Standard" eingestellt - mit reichlich Sicherheitsabstand in allen Bereichen (Vorlauftemperatur, Zirkulationstemperatur, Nachabsenkung..)

    Danke für deine Antwort.


    Wenn ich dich richtig verstehe könnte ich die WW WP einfach in den Heizungskeller stellen. Wenn ich keine Rohre verwende, dann wird ja die Luft verwendet und verbleibt im Heizungskeller?


    Deine Rechnung klingt plausibel, wir verbrauchen ca. 140 m³ Wasser insgesamt. Die Gasheizung ist


    Bezüglich Lastgang: Ich will eigentlich nur verstehen, wie der Verlauf ist. Also läuft die Pumpe 5 Stunden mit 400 Watt am Stück oder 1 Stunde mit 2 kW?

    Also Gas kaufe ich aktuell für ca. 5 Cent.Trotzdem glaube ich


    Dadurch dass ich eine relativ große PV-Anlage habe wäre ich guter Dinge an vielen Sommertagen "zum Nulltarif" (70 Weich) und ein Großteil des Jahres zum halben Preis Strom zu verwenden. Somit ließe sich ein Großteil der Kosten für Warmwasser auf die nächsten 20 Jahre festschreiben. Dass Gas teurer wird in diesem Zeitraum habe ich keinen Zweifel. Zudem werde ich ein Smartmeter bekommen (müssen) und damit bieten sich dann ja noch weitere Möglichkeiten um günstigen (Öko-)Strom zu beziehen.


    Selbst wenn es rechnerisch eine Nullnummer ist, würde ich es machen aus ökologischem Aspekt. Die Gasheizung hälter länger - obwohl ich die eigentlich schnell loswerden will - aktuell überfordert das aber mein Budget.