Beiträge von Kopfnuss

    Mal sehen, ob man das mit PWM noch optimieren kann.

    Würde mich interessieren, was dann raus kommt.


    Mit PWM am EVT-Eingang verschiebt man erst mal die Verlustleistung in die Eingangs-Kapazitäten vom EVT und die Kabel. Ich würde da eher noch Spule und Freilauf-Diode spendieren (also Buck-Converter / Step Down). Der EVT hat vermutlich Boost-Topologie am Eingang... Siehe z.B. https://solar.smps.us/grid-tie-inverter-schematic.html

    Saubere Messungen von Kopfnuss haben für den EVT560 (der 300 wird sich als "Haber" 560er nicht wesentlich anders verhalten) in Abhängigkeit der Eingangsspannung einen realen Wirkungsgrad von 86-93% ergeben.

    Es freut mich, wenn jemand meine Messungen verwendet. Ich habe tatsächlich den EVT-300 und den Hoymiles MI-300 ebenfalls vermessen mit ähnlichen Ergebnissen. Leitungsverluste gingen in der Messung zu ungunsten der Wechselrichter und die DC-Seitige Messung ist am Netzgerät erfolgt. Ich hab vor, das ganze noch genauer zu messen (mit kalibriertem Shunt-Widerstand) und dann nochmal zu veröffentlichen.


    Auf jeden Fall darf man von den kleinen Wechselrichtern keine Magie erwarten. Maximal stehen sie üblicherweise bei ca. 95% (das steht dann auch im Datenblatt), aber bei geringerer Auslastung wirds schlechter.


    Ich habe über das Problem von @Alanzalander auch schon nachgedacht. Unter Einbeziehung aller Faktoren (Wirtschaftlichkeit, Resourcenverbrauch, Alterung von Akkus, Aufwand der Umsetzung, Fehleranfälligkeit, CO2-Vermeidung) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass für 600 Wp-Kleinlanlagen die beste Vorgehensweise folgende ist: Überschuss an PV-Erzeugung verschenken, Eigenverbrauch von Nacht auf Tag verlagern, wenn einfach möglich und reduzieren wo möglich (z.B. auch mit Zeitschaltuhren).


    Anders siehts aus, wenn man kritische Infrastruktur hat (Hebepumpe, Server), welche durch den Batteriespeicher am Leben erhalten werden muss im Falle eines Stromausfalls. In diesem Fall braucht man aber Wechselrichter mit Eignung für Inselbetrieb. Da fallen die Envertech/Hoymiles/... aus und man wäre z.B. beim Multiplus II.


    Ein Multiplus kann nach Datenblatt auch weniger als 14W brauchen, wenn man eine schwachbrüstige Variante nimmt (8-10W bei 1.6 kW-Variante). Nachgemessen hab ich das nicht.

    @Broadcasttechniker Nachdem wir hier ja über Micro-Wechselrichter und Effizienzen reden: Laut Signatur hast du 12x TIGO TS4-O.... sehr interessant!


    Ich habe mich gefragt was die Optimizer so schaffen, leider steht vieles davon nicht im Datenblatt. Zum Beispiel:


    - Effizienz der Optimizer (Leistung am Ausgang geteilt durch Leistung am Eingang), idealerweise bei verschiedenen Bedingungen?


    - Was ist der Ausgangsspannungs-Bereich (also Richtung String, nicht Richtung PV-Modul)?


    - Insbes. bis zu welcher Ausgangsspannung können die runter regeln beivollem Strom (10-11A)?


    - Welchen Ausgangs-Strombereich decken die ab (schätze bis 11A, aber wer weiß...)


    - Wie verständigen sich die Module untereinander oder wie wissen sie, welchen Ausgangs-Strom sie einstellen sollen?


    Hättest du zufälligerweise irgendwelche Erkenntnisse zu dem Thema? Evtl. können wir auch einen eigenen Thread auf machen.

    im Ergebnis ein wildes Herumgezacke von Ampere und Spannung

    Die Maximum Power Tracker in den Wechselrichtern fahren ja den entnommenen Strom durch und beobachten dann die Spannung, um den MPP zu bestimmen (max(U*I)). Die sind natürlich auf das Verhalten von Solarzellen abgestimmt. Wenn die keinen schönen MPP finden fahren die ggf. andauernd ihre Rampe durch. Kann man bei Ersatz der Solarzelle durch ein Netztei mit Strombegrenzung gut beobachten. "Helfen" würde da ggf. ein kleiner Widerstand in Serie mit irgendwas um die <1 Ohm. Damit verbrät man aber jede Menge Leistung, das ist nur zu Empfehlen, wenn man die Charakteristik vom Wechselrichter messen will, nicht für den produktiven Betrieb. (0.2 Ohm bei 10A ist immerhin 20 W Energieverlust)