Beiträge von MichaO

    Awards gibt es wie Sand am Meer. Gerne von der Werbeindustrie initiiert. Wert ist das genau gar nix.

    Was mich viel mehr ärgert, ist der Umstand, dass alle möglichen PV-Magazine und -Webseiten anscheinend nur abschreiben oder aufgrund irgendwelcher Werbeunterlagen „berichten“. Da hat doch kaum jemand mal tiefer recherchiert, um derartige Mängel offen zu legen. Mit dem Portal gibt es seit ewig Probleme, trotzdem wird fleißig beworben, wie toll das Monitoring klappt.


    Dazu die völlig vermurkste Implementierung der Schwarmverschaltung... in einem anderen Post hatte ein User eine Matrix von Features bei unterschiedlichen Kombinationen von Kostal WR im Schwarm mit/ohne Batterie aus einer Schulungsunterlage gepostet. Da waren mehr rote Kreuze als grüne Haken... an dem Punkt hätte ich meinem Chef empfohlen, besser auf andere Hersteller zu setzen, bevor man bei einer späteren Erweiterung den Kundenärger am Hals hat.

    Diese Nachricht kam gerade per App X/

    Da versteht man auch endlich, was die „kreative Leistung“ ist, für das die App ausgezeichnet wurde. Eigentlich ist das inzwischen fast ein Fall für den Verbraucherschutz. Da wird seit ewig geworben mit „Mit der KOSTAL Solar App können Solaranlagen ganz bequem entweder von unterwegs oder vom heimischen Sofa aus überwacht werden.“ und „Durch das umfassende Monitoring der Solar App von KOSTAL sind Anlagenbetreiber immer auf dem neuesten Stand und sehen schnell und einfach, was ihre Solaranlage produziert und wie hoch der Verbrauch des erzeugten Solarstroms ist.“ und dabei kann ich mich an keinen Zeitpunkt erinnern, zu dem das je richtig funktioniert hat. Man kann sich schon Fragen, was die Jury vom Red Dot Award da getestet hat... anscheinend irgend eine Laborumgebung, aber niemals ein Live-System.


    Inzwischen empfehle ich allen, die mich fragen, dringend von Kostal Abstand zu nehmen und sich Wechselrichter einer anderen Firma installieren zu lassen. Sowas habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Für mich persönlich ist Kostal inzwischen die Wiederauferstehung der deutschen Servicewüste, die ich für längst ausgestorben hielt.

    Immerhin gibt es von sogenannten Fachzeitschriften tolle Preise für Apps mit kreativer Leistung... ohne Worte, war aber zu erwarten, wenn man die letzten Monate verfolgt hat.


    Wie sage ich inzwischen... was nicht beim Kauf implementiert ist, wird möglicherweise nie kommen und sollte niemals Grund für Kaufentscheidungen sein. Aber irgendwann regelt der Markt sowas, hoffe ich.

    Und nicht vergessen... gem. aktueller Bedienungsanleitung des KSEM in der Version 1.2.0 gilt (vgl. S. 52):


    „Bei einer Schwarmverschaltung mit einem PLENTICORE plus, ist dieses aktuell nur ohne Batterie möglich. Zusätzlich sollte die intelligente Batteriesteuerung im PLENTICORE plus deaktiviert werden.“


    Damit sind wesentliche Eigenschaften nicht gegeben, sobald ein Plenticore mit BYD im Schwarm ist.

    Angeblich kann inzwischen der KSEM die WR steuern, da werden die IP aller WR eingetragen und per ModBus/TCP steuert der dann die Leistung. Allerdings funktionieren die internen Statistikanzeigen der WR immer noch nicht (Hausverbrauch etc.), da die Summenbildung der Anlage wohl nur über das Portal funktioniert, es gibt keinen zentralen lokalen Datenpunkt. Und da das Portal auch eher nicht funktioniert, schon garnicht in Echtzeit, ist da Essig... das aber nur am Rande und Off-Topic, gibt ja ausreichend Threads dazu.


    Mein Netzbetreiber verlangt bei der Anlagengröße nur, dass 100%, 0% und Not-Aus (per Schütz) umgesetzt wird. Da ich keine lust hatte, wieder Kabel vom Anschlusspunkt an die WR zu ziehen, um die "Digitalsteuerung" zu nutzen, hab ich den Elektriker beauftragt, 0% und Not-Aus per Schütz umzusetzen, dazu hatte der Netzbetreiber auch einen "Einbauvorschlag" bereitgestellt. da das Schütz also sowieso rein musste, hab ich das mit den Digitaleingängen gelassen. Demnach läuft die Anlage ständig auf 100%, der Netzbetreiber kann sie dann Vorschriftenkonform per Fernsteuerung vom Netz nehmen. Warum man neben 0% auch noch ein Not-Aus will, verstehe wer mag, aber da wollte ich dann nicht noch diskutieren.

    Wie machst Du das?

    Ich hab 1 WR mit BYD per ModBus am KSEM und im LAN, und 1 WR "nur" im LAN. Für statistische Zwecke lese ich über Fhem (TCP/ModBus) beide WR aus. Ich greife nicht auf den KSEM zu, da alle relevanten Daten im WR 1 vorhanden sind.


    Dann nehme ich WR1 Register 252 (Total_active_power) - negative Werte ist Einspeisung am Netzanschlusspunkt - und addiere meine 70% der Gesamtanlage. Ist der Wert < 0 entspricht dies einer Einspeisung von mehr als 70% meiner kWp. Diesen Teil logge ich dann *-1 nach InfluxDB.


    Was ich noch nicht geschafft habe, ist mit Grafana das Integral über diesen Wert zu bilden und nach Zeitraum zu filtern. Da hab ich mich noch nicht genug mit befasst. Nur die Anzeige klappt derzeit.


    Gruß

    Michael

    Spricht was gegen das folgende Setup?

    Moin,


    dieser „Trick“ funktioniert leider nur dann gut, wenn die gesamte Anlage gleich ausgerichtet ist. Bei mir z. B. ist eine nach SW und eine nach SO ausgerichtet, da klappt das schon nicht mehr so gut. Angeblich geht das aber inzwischen, dass der KSEM die WR regeln soll, das hab ich aber im Januar aufgegeben und einen Funkrundsteuerempfänger einbauen lassen, die Anlage läuft seither auf 100% und es ist mir wurscht, wie Kostal die Schwarmregelung implementiert.


    Bsp.: SO läuft auf 100% (Begrenzung 10000W), SW auf 52% weich (Begrenzung 5200W) Am Nachmittag, wenn die Anlage SO schon nicht mehr 100% bringt (sagen wir mal 5kW) steht die Sonne voll auf SW. Dann regelt der WR mit 52% weich auf 5200W + Hausverbrauch ab. Die Gesamtanlage bringt dann 10200W + Hausverbrauch, obwohl eigentlich gar kein WR abgeregelt werden müsste.


    Das hat mich Im letzten Jahr letztlich derart geärgert, dass ich dann den FRSE hab einbauen lassen, auch wenn der sich wahrscheinlich nie rechnen wird. Aktuell logge ich die Anteile über 70% getrennt mit, um mal zu sehen, wieviel durch die Abregelung generell tatsächlich verloren gegangen wäre. Nicht berechnet wird dadurch natürlich der zusätzliche Verlust durch den „Trick“.


    Gruß

    Michael