Beiträge von KarstenPV

    Zur Ausgangsfrage noch folgende Ergänzungen:

    Im CLEANELECTRIC Podcast war so eine Tabelle für die Berechnung, wann sich der Umstieg lohnt, mal Von Marcel und Malik geplant. Mir ist aber nicht bekannt ob es die schon gibt. Ggf. mal im slack von CE fragen.


    Und zur Fahrzeugdiskussion:

    SUVs in elektrisch sind aufgrund der Bauart einfacher umzusetzen. Limousinen gibt es ja (Tesla, Porsche, demnächst Audi GT), aber eben bisher keine Kombis.


    Ob es (wirtschaftlich und ökologisch) Sinn ergibt, sich für den Arbeitsweg noch ein extra Fahrzeug abzuschaffen, würde ich mal bezweifeln.

    portl: Bei 30.000 km im Jahr dürften sich aber ja die Zahl der Tage mit 800 km in Grenzen halten. An den (wenigen) Tagen mit diesen Entfernungen hat man aber eben einen gewissen Nachteil gegenüber Verbrennern.


    Ich habe übrigens ein ähnliches Profil (25.000 km/a mit ca 30 Tagen/a mit 300-600 km/d bei hohem Tempo) und werden jetzt vermutlich vom BMW 530e auf einen E-TRON umsteigen. Mal sehen wie das funktioniert (ich wollte eigentlich NIE ein SUV fahren).


    Alternativen (absehbare) sind für mich der Skoda Enyaq (Vorstellung im September 2020), der E-TRON GT (Taycan Technik und flacher; der Preis könnte ein Problem sein) oder eben Tesla, der bzgl. Reichweite und Schnelladeinfrastrucktur Top ist (für mich persönlich aber nicht in Betracht kommt).

    herbEV:

    Der Vergleich zwischen Diesel (7l/100km) mit dem BEV (18 kWh/100km, kein Verluste) ist vielleicht etwas zu BEV-freundlich ausgefallen (jedenfalls wenn man z.B. einen E-TRON mit nem Q5-Diesel vergleicht), aber die Tendenz ist schon klar. Es kommen beim BEV ja auch noch andere Goddies dazu, die ja zB in Deinen 15 Punkten aufgezählt sind.


    Für mich persönlich ist das Hauptproblem aktuell die Verfügbarkeit von BEV Familienfahrzeugen (jedenfalls wenn es kein Model X sein soll). Es fehlt mE einfach ein Kombi (der angekündigte China-MG ist für mich keine Option). Ein BEV-SUV mit 2,5 Tonnen und überschaubarem Kofferraum kann das für mich nicht ersetzen.

    Gerade wenn man die Möglichkeit hat Teile des Gehalts für einen Dienstwagen einzusetzen, sind PHEV-Kombis finanziell attraktiv. Das liegt zwar mE an falschen steuerlichen Anreizen, so ist es aber aktuell leider.

    Es gab nach meiner Erinnerung mal Beiträge zu Modulen mit geringeren Spiegelungen/spiegelungsarmen Modulen. Ggf. Mal auf die Suche gehen.


    Ach nein, hier ist der link

    RE: Blendarme PV Module - ein kurzer Erfahrungsbericht


    Meine Nachbar hatten auch Bedenken, nachdem sie schon mit unseren dunklen Ziegel Spiegelungen wahrgenommen hatten (deren Terrasse liegt höher als unser Haus). Auch deshalb habe ich FB-Module genommen, die zumindest matt aussehen (SunPower P19 Full Black). Bisher gab es kein Beschwerden damit.

    Das Nordostdach auf dem bestehenden Haus hat nach den Bildern definitiv mehr als 5 Grad Neigung. Hier sollte man auf alle Fälle mal PVGIS befragen. Welche Werte hat PVGIS denn ausgeworfen?


    Die Kosten pro kWp verstehen sich immer netto und für die fertige Anlage. Ggf. kann beim Neubau das Gerüst mitbenutzt werden. Zudem sollte man jedenfalls die Art der Dachkonstruktion/-belegung mal mit einem Solarteur abklären, wenn man da noch was beeinflussen kann.


    Eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Anlage kann man z.B. Auf der Seite von Finanztest machen. Da lassen sich auch steuerliche Effekte berücksichtigen.


    Mit dem StB sollte man, wenn man einen Heilberuf ausübt, mal die Behandlung bzgl. der USt. abklären.

    Ich bin aber übrigens auch nur Anwender und kein Profi.

    Nochmal zur WP: Verstehe ich es richtig, dass die Praxis komplett eine separate Wärmeerzeugung bekommt? Sonst macht ja die WP neben der Gasheizung keinen Sinn. Oder war gemeint, dass das gesamte Haus eine Luftwärmepumpe bekommt? Zwei Wärmeerzeuger parallel dürften in Summe erheblich teurer werden als eine größere Anlage für das gesamte Haus.

    Wenn es um Heizen und Kühlen im Neubau geht sollte man unbedingt eine Flächenheizung (Fußbodenheizung, Deckenheizung oder Wandheizung) mit Erdsonde oder Eisspeicher nehmen. Leider haben davon aber die wenigsten konventionellen Heizungsbauer ausreichend Kenntnisse. Daher würde ich mich als Bauherr nicht auf irgendwelches Aussagen von irgendeinem Heizungsbauer verlassen. Ich habe hier mehrfach leidvolle Erfahrung mit diversen Heizungsbauern gemacht.


    Warum WP? Das ist bei richtiger Auslegung und guter Dämmung (und dadurch niedrigen Vorlauftemperaturen) m.E. die zukunftsfähigste und langfristig günstigste Möglichkeit effizient zu heizen. Am beste ergänzt man m.E. die Wärmepumpe durch eine möglichst große PV-Anlage, die auf verschiedene Ausrichtungen haben darf. Den Strom für die WP braucht man im Winter und im Spätherbst/frühes Frühjahr. Da kommt bei kleinen PV-Anlagen einfach zu wenig. Und der kWp- Preis wird auch günstiger, wogegen die Einspeisungsvergütung gleich bleibt.


    Warum Erdsonde/Eisspeicher? Wenn man eine Kühlung möchte, ist die Möglichkeit zu passiven Kühlung (Energie wird da nur für das Pumpen des Mediums im Solekreislauf und im Heiz/Kühlkreislauf benötigt) bzgl der Kosten und des Energiebedarfs nicht zu schlage. Nachteile: Die Kühlleistung ist (zumindest bei FBH) begrenzt, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit.


    Bei der Auswahl der WP wäre es für mich wichtig, dass sich der Installateur mit dem Fabrikat wirklich auskennt. Das ist m.E. wichtiger als das Fabrikat. Ggf. kann man sich dazu aber im Haustechnikdialog-Forum umsehen.


    Grds. würde ich übrigens das Dach anmieten (ggf. durch Grundddienstbarkeit gesichert) und die Anlage selbst betreiben und alles bis auf den selbst verbrauchten Strom einspeisen. Alles andere wird kompliziert, vermutlich auch steuerlich. Allerdings kann man dann den WP-Strom nicht vom Dach nehmen.

    Klaus44: Mit WWWP und BEV wird man mit 4kWp aber sicher nicht glücklich. Das mag an guten Tagen im Frühjahr/Sommer und wenn das BEV steht mal funktionieren. Im Herbst und Winter aber eher nicht/sehr selten. Ich bin mal auf einen Bericht mit WWWP und Ladeziegelnutzung nach dem nächsten Winter gespannt.


    Mit dem Ladeziegel dauerhaft zu laden wird von den Herstellern meines Wissens nicht empfohlen und ist häufig zumindest mit höheren Verlusten behaftet. Wenn man das macht sollte jedenfalls die Elektroinstallation in Ordnung/aktuell sein. Das muss aber jeder selbst wissen.


    Wenn eingeeignetes Dach vorhanden ist, gibt es keinen Grund sich auf 4 KWp zu beschränke. Bis 10 kWp sehe ich keine relevanten Nachteile für eine größere Anlage. Es wäre dann schade um die freie Dachflächen und das verschenkte Geld.